Hibiscus syriacus "Monstrosus"

Bekämpfung

Da die meisten Samen durch den Import landwirtschaftlicher Produkte nach Deutschland kommen, wäre eine stärkere Kontrolle des importierten Saatgutes, Getreide und Tierfutter sinnvoll.

Bekämpfung durch die Kommunen:
Offene und wenig bewachsene Böden generell vermeiden, denn eine geschlossene Vegetationsdecke verhindert eine Ausbreitung der Ambrosia. Darum sollten öffentliche Grünflächen ausreichend gepflegt und Rasenflächen und Straßenbankette in den Sommermonaten mehrmals gemäht werden. Ambrosiabestände sollten ausgerissen werden, da durch maschinelles Abmähen die Pflanze wieder austreibt. Können Ambrosiabestände nicht aus-gerissen, aber gemäht werden, kann man durch oftmaliges Mähen die Pflanze auf Dauer schwächen. Ein effektives Pflanzenschutzmittel ist noch nicht bekannt.
Regelmäßige Kontrolle von Straßenrändern und Neubaugebieten.

Bekämpfung durch den Bürger:
Den Garten und häusliche Grünanlagen beobachten und bei Ambrosia-Befund das Unkraut wenn möglich vor der Blüte ausreißen und mit dem Hausmüll entsorgen. Blühende und samentragende Ambrosien niemals in den Kompost geben, sondern in Kunststoffsäcken verpackt dem Hausmüll zugeben.
Zur sicheren Bekämpfung gehört, dass die Pflanze nur mit Handschuhen berührt wird. Allergisch sensible Menschen sollten beim Ausreißen kurz vor und während der Blütezeit (besser wäre es vorher) jeglichen Hautkontakt vermeiden und wegen der freigesetzten Pollen eine Staubmaske tragen.
Eine Meldepflicht bei Ambrosia besteht seit 9. Juni 2006 in der Schweiz. In Deutschland besteht bis jetzt keine Meldepflicht. Die Bürger sollten Ambrosiafunde aber der jeweiligen Kommune melden.
Da die Bekämpfungsmaßnahmen manchen Naturschutzbemühungen entgegen stehen, sollte hier mit zuständigen Behörden ein für beiden Seiten vernünftiger Weg gefunden werden.
Regelmäßige Kontrolle, sofortige effektive Bekämpfung und weitere Kontrollen.