Der Apfelwickler (Bayerischer Landesverband)

Der Wurm im Apfel

Der „Wurm im Apfel“ oder auch „Obstmade“ genannt, ist eigentlich eine Raupe, die zu den verbreitesten Apfelschädlingen zählt. Die Larve dieses Apfelwicklers bohrt sich in die Frucht ein und frisst sich bis zum Kerngehäuse vor. Hierbei scheidet die Larve braunen, mehlartigen Kot aus, der in den Fraßgängen, im Kernhaus und am Einbohrloch zu finden ist. Die entwickelte Larve verlässt die Frucht, die häufig vorzeitig abfällt, was meistens nicht auffällt, da der Baum in dieser Zeit überzählige Früchte abstößt.
Der Apfelwickler fliegt vor allem im Mai und Juni. Es ist ein grauer mit hellgrauen Streifen überzogener Falter mit einem kupferfarbenen Fleck am Ende der Flügel, dessen Spannweite bis zu 2,5 cm erreichen kann. Optimale Bedingungen hat der Apfelwickler für den Flug während der abendlichen Dämmerung, bei Windstille und 20 Grad Wärme und feuchtem Wetter. Die weiblichen Falter legen 30 bis 60 Eier auf den Früchten oder den Blättern der Obstbäume ab. Fallen die Temperaturen unter 15 Grad Celsius, wird die Eiablage unterbrochen, da bei niedrigen Temperaturen keine Eientwicklung möglich ist. Die Eiablage erfolgt auf ebene Oberflächen. Anfänglich sind es die Blätter und später, ab Juli, die Früchte, wenn diese ihren Flaum verloren haben. Für die Entwicklung von der Eiablage bis zum Schlüpfen benötigt der Apfelwickler ein bis zwei Wochen. Die Schädlinge befallen die Frucht als Larve und sie ernähren sich von dieser für etwa drei Wochen. Sie ernähren sich sowohl vom Fruchtfleisch als auch von den Samen. Für die Entwicklung vom Schlüpfen bis zur voll ausgewachsenen Larve benötigt die Raupe 3 bis 4 Wochen. Nach dem Verlassen der Frucht verpuppen sich die Larven. Eine zweite Generation kann im August und September fliegen, sofern die Wetterbedingungen entsprechend günstig sind. Es läuft wiederum die Raupenentwicklung ab. Allerdings sind die Schäden größer als bei der ersten Generation, da der Baum auf den Befall der fast reifen Früchte nicht mehr reagieren kann. Die Raupen verlassen die Früchte und überwintern an einem geschützten Platz.

Das Resultat sind oftmals je nach Befall mehr oder weniger befallene Früchte, die von kotgefüllten Fraßgängen durchzogen sind, teilweise bis ins Kernhaus. Diese Äpfel lassen sich nicht lagern, weil sie relativ schnell faulen, müssen aber auch nicht immer weggeworfen werden. Wenn man das befallene Fruchtfleisch großzügig ausschneidet, kann man den Rest der Frucht bedenkenlos essen oder verarbeiten.

Wenn ein Gartenbesitzer über mehrere Jahre befallene Äpfel erntet, hört man oft die Aussage, der Baum ist krank, den kann man nur umschneiden. Sicherlich die verkehrte Maßnahme, um den Apfelwickler zu bekämpfen. Bedenkt man, dass die meisten Apfelbäume 10 bis 15 Jahre wachsen müssen, um einen nennenswerten Behang zu haben. Eine der wichtigsten  Bekämpfungsmaßnahmen ist die Hygiene im Obstgarten. Wird  konsequent das Fallobst täglich aufgesammelt, ist der Befallsdruck erheblich gemindert. Auch befallene Früchte an den Ästen sollten frühzeitig abgenommen und entsorgt, jedoch nicht kompostiert werden. Da die Apfelwickler unter losen Borkenteilen überwintern, kann man durch Abkratzen dieser losen Teile die Zahl der Schädlinge erheblich dezimieren. Legt man um den Baum eine Folie, kann man den Wickler leichter aufsammeln und beseitigen. Die Rinde der Bäume darf dabei nicht beschädigt werden.
Da alle direkten Bekämpfungsmaßnahmen nur Erfolg haben, solange die Wicklerraupe außerhalb der Frucht ist, sollte man mit Hilfe von Pheromonfallen, also   mit weiblichen Sexualduftstoffen versehene Klebefallen, den Beginn der Flugaktivität der Apfelwickler ermitteln. Der richtige Zeitpunkt ist die Eiablage der Weibchen, die einige Tage nach der Begattung beginnt. Dann kann man gezielt eine chemische Bekämpfung mit einem für den Hobbygartenbau zugelassenen Präparat durchführen. Eine Alternative zu den chemischen Präparaten ist der Einsatz von Schlupfwespen, Trichogramma, der allerdings nicht immer erfolgreich ist. Die Förderung von Nützlingen, wie z.B. des Ohrwurmes, ist eine weitere und umweltfreundlichste Bekämpfungsmöglichkeit des Schädlings.

Wenn ein Gartenbesitzer über mehrere Jahre befallene Äpfel erntet, hört man oft die Aussage, der Baum ist krank, den kann man nur umschneiden. Sicherlich die verkehrte Maßnahme, um den Apfelwickler zu bekämpfen. Bedenkt man, dass die meisten Apfelbäume 10 bis 15 Jahre wachsen müssen, um einen nennenswerten Behang zu haben. Eine der wichtigsten Bekämpfungsmaßnahmen ist die Hygiene im Obstgarten. Wird  konsequent das Fallobst täglich aufgesammelt, ist der Befallsdruck erheblich gemindert. Auch befallene Früchte an den Ästen sollten frühzeitig abgenommen und entsorgt, jedoch nicht kompostiert werden. Da die Apfelwickler unter losen Borkenteilen überwintern, kann man durch Abkratzen dieser losen Teile die Zahl der Schädlinge erheblich dezimieren. Legt man um den Baum eine Folie, kann man den Wickler leichter aufsammeln und beseitigen. Die Rinde der Bäume darf dabei nicht beschädigt werden.

Da alle direkten Bekämpfungsmaßnahmen nur Erfolg haben, solange die Wicklerraupe außerhalb der Frucht ist, sollte man mit Hilfe von Pheromonfallen, also   mit weiblichen Sexualduftstoffen versehene Klebefallen, den Beginn der Flugaktivität der Apfelwickler ermitteln. Der richtige Zeitpunkt ist die Eiablage der Weibchen, die einige Tage nach der Begattung beginnt. Dann kann man gezielt eine chemische Bekämpfung mit einem für den Hobbygartenbau zugelassenen Präparat durchführen. Eine Alternative zu den chemischen Präparaten ist der Einsatz von Schlupfwespen, Trichogramma, der allerdings nicht immer erfolgreich ist. Die Förderung von Nützlingen, wie z.B. des Ohrwurmes, ist eine weitere und umweltfreundlichste Bekämpfungsmöglichkeit des Schädlings.

Befallenes Obst ist allerdings ein Garant für  biologischen Anbau. Da der Gartenbesitzer nicht den Zwängen unterliegt, möglichst hohe Erträge zu erzielen, kann er einen gewissen Ausfall akzeptieren, mit der Gewissheit, gesunde und unbelastete Früchte zu ernten.