Schnecke (© Pitiopia / SyS, 2010)

Die Plage mit den Schnecken

Der Feind Nummer 1 des Gartlers ist wohl die Schnecke, die das schmackhafte Gemüse genauso schätzt wie der Gartenfreund. Obwohl der letzte Winter lang und kalt war, wäre es falsch anzunehmen, dass dieses Problem gelöst sei. Vielmehr reichen einige feuchtwarme Frühjahrswochen aus, um eine erneute Schneckenplage auszulösen. Nur lang anhaltende Trockenperioden können die Schnecken erfolgreich dezimieren.
Was man gegen Schnecken tun kann, ist wohl die meist gestellte Frage im Hobbygartenbau. Lockpflanzen, wie Studentenblume oder die Bierfalle sind keine ausreichende Bekämpfungsart, denn ein Nebeneffekt ist, dass immer mehr Schnecken angelockt werden.
Als wirkungsvoller hat sich das Aufsammeln von Schnecken gezeigt. Abends bevor es dunkel wird und am Morgen unter feuchten Brettern, wo sich die Schnecken gerne zurückziehen. Die Entsorgung der gefangenen Biester bereitet auch ein wenig Kopfzerbrechen. Aussetzen in der freien Natur, ja, aber nicht im Nachbars Garten. Das Zerschneiden mit der Gartenschere dürfte wahrscheinlich humaner sein, als in einer Plastiktüte eingebunden in die Restmülltonne zu werfen.
Eine technische Bekämpfung wäre das rechtzeitige Anbringen von Schneckenzäunen, eine relativ sichere Methode für einen kleinen Nutzgarten. Dabei soll man darauf achten, dass innerhalb des Schneckenzaunes  keine Eiablagerungen von Schnecken sind und keine Pflanzen- und Pflanzenteile über den Schneckenzaun wachsen.
Sinnvoll sind vor allem auch die ständige Kontrolle und die richtige Bodenbearbeitung. Gerade bei der Verwendung von eigenem Kompost ist es wichtig, dass keine  Jungschnecken oder Schneckeneier mit dem Kompost auf den Gemüsegarten kommen. Verrottende Grünabfälle und frischer Grasschnitt in unseren Komposthaufen ziehen Schnecken wie ein Magnet an.
Wenn sich trotz aller Anstrengungen kein ausreichender Erfolg einstellt, kann nur noch Schneckenkorn Hilfe bringen. Das Schneckenkorn Ferramol (von Neudorff) enthält Eisen-III-Phosphat, was ein natürlicher Stoff ist und im Boden vorkommt. Wichtig ist dabei, dass nur geringe Mengen, 1 Esslöffel pro Quadratmeter dünn und gleichmäßig verstreut wird und keine Haufen ausgelegt werden. Dieses Mittel benötigt Feuchtigkeit, um von den Schnecken angenommen zu werden und es wirkt trotz Regen sehr lange.