Tomaten (© Corel Gallery)

Die Tomate

Die aus Mittel- und Südamerika stammende Tomate, in Europa nach dem Jahre 1492 eingeführt, erfreut sich allgemeiner Beliebtheit. Sie gehört zu den Nachtschattengewächsen und ist eng verwandt mit der Kartoffel aber auch mit dem Tabak. In Österreich Paradeiser genannt, hatte sie verschiedene Namen, wie Paradies- oder Liebesapfel.

Nach den Eisheiligen pflanzen wir unsere Jungpflanzen, die auf dem Fensterbank`l vorgezogen wurden, aus. In der ersten Zeit werden die jungen Pflanzen in kalten Nächten durch ein Vlies geschützt. In den Gewächshäusern stehen sie schon eine geraume Zeit. 

Die Tomate ist ein Starkzehrer und benötigt somit während ihrer Kultur viele Nährstoffe. Eine optimale Düngung ist abhängig vom Nährstoffhaushalt im Boden. Regelmäßig durchgeführte Bodenuntersuchungen geben uns Auskunft über die notwendige Düngung.

Die Tomaten lieben Sonne, Wärme und einen windgeschützten Platz und brauchen viel Wasser. Sie lassen sich auch gut in großen Töpfen oder Kübeln kultivieren, die an Hauswänden oder unter Balkonen gestellt, geschützt vor dem Regen sind.

Bei jedem Gartler gefürchtet ist die Kraut- und Braunfäule, die zuerst die Blätter, dann aber auch die Tomatenfrucht befällt und ungenießbar macht. Dieser Pilz wird meist über den Regen verbreitet und benötigt nur einige Stunden Blattnässe zur Infektion.
Alle ungeschützten im Freiland stehenden 
Tomatenpflanzen benötigen dadurch eine Überdachung in Form einer einfachen Konstruktion.

Wenn bei der Pflanzung der Jungpflanzen es auch Überwindung kostet, achten sie auf einen Pflanzabstand von mindestens 50 Zentimeter.

Geiztriebe sind regelmäßig zu entfernen, um die Blattmasse zu reduzieren.
Eingegrabene Tonköpfe erleichtern das Gießen ohne die Pflanze zu bespritzen, was ein wirkungsvoller Schutz gegen die Kraut- und Braunfäule ist.

Tritt eine Kraut- und Braunfäule auch im Gewächshaus auf, ist für die nachfolgenden Kulturen ein Bodenaustausch oder das Dämpfen des Bodens mit einem Erddämpfgerät notwendig. Einige Gartenbauvereine im Landkreis verleihen Erddämpfgeräte an ihre Mitglieder.

Tomatenspiralen oder Holzstäbe sollten vor ihrem Gebrauch desinfiziert werden.

Bei entsprechenden Schutzmaßnahmen, ausgewogener Düngung, richtiger Bewässerung und Hygiene darf sich der Hobbygartenbauer auf eine gute Ernte der wohlschmeckenden und vielseitig verwendbaren Tomaten freuen.