Homöopatisches Mittel mit Pflanze

Homöopathie für die Pflanzen

Auch im eigenen Garten setzen viele Gartenfreunde auf Natürlichkeit und was sich bei Menschen schon lange etabliert hat, bei Tieren immer mehr durchsetzt, sollte auch für die Pflanzen gut sein – Homöopathie. Das Thema „Homöopathie bei Pflanzen“ ist noch recht neu, der Grundgedanke stammt allerdings aus dem 18. Jahrhundert.

Im Gegensatz zur Alternativmedizin für den Menschen, wo der Leitspruch „Ähnliches soll durch Ähnliches geheilt werden“ heißt, werden bei den homöopathischen Elixieren für die Pflanzen nur pflanzliche und mineralische Bestandteile, stark verdünnt mit Wasser, verwendet. Diese Mittel sind unbedenklich für Mensch, Tiere, Pflanzen und für die Umwelt. In homöopathischen Mitteln dürfen weder Pflanzenschutzmittel noch Düngerzusätze enthalten  sein. Sie dienen ausschließlich der Pflanzenstärkung, was eine geringere Anfälligkeit gegenüber Krankheiten und Schädlingen zur Folge hat und verbessert die Bodenstruktur durch Förderung der Mikroorganismen. Durch das verbesserte Wurzelwachstum werden die Pflanzen optimaler versorgt und somit wieder robuster gegenüber negativen Einflüssen. Die homöopathischen Inhaltstoffe werden von den Pflanzen sowohl über die Wurzeln als auch über die Blätter aufgenommen. Da diese Elixiere das Bodenleben positiv beeinflussen, ist ihre Wirkung beim Gießen am besten. Nur bei Orchideen sollte man direkt auf das Blatt sprühen, da sie nur wenig Wasser benötigen. Homöopathische Elixiere gibt es als Allroundmittel für alle Pflanzen aber auch spezielle Mittel für bestimmte Pflanzenarten im Haus und Garten.

Ein ähnliches, bereits bekanntes und auch von den Gartlern oftmals angewendetes Verfahren ist das Gießen von selbst hergestellten Spritzbrühen aus Kräutern, wie die Brennnesseljauche und Brennnesseldung, was man anfänglich irrtümlicherweise zur Bekämpfung von Blattläusen verwendete. Sie dient aber ausschließlich zur Stärkung der Pflanzen. Nur die ätherischen Öle des Lavendel sollen Schädlinge fernhalten. Deshalb sollte man bei Rosenpflanzungen Lavendel dazwischen pflanzen.

Zusammenfassend  kann man sagen, dass homöopathische Elixiere die Gesundheit der Pflanzen unterstützen, aber kein Ersatz für notwendige Düngergaben sind. Sie stärken die pflanzeneigenen Abwehrstoffe. Zusätzlich sorgt eine ausgewogene, den Bedürfnissen der Pflanze angepasste Düngung für ein optimales Gedeihen. Wie bei vielen anderen Sachen auch ist der Erfolg der homöopathischen Therapie wissenschaftlich nicht nachgewiesen. Sie gilt als alternative Methode im Gartenbau, die von vielen biologisch wirtschaftenden Gartenbaubetrieben schon seit 20 Jahren angewendet wird, mit dem Erfolg, dass die Verwendung von  Pflanzenschutzmitteln deutlich reduziert werden konnte. Eine alternative Methode, die von manchen Menschen abgelehnt wird, während andere darauf schwören. Sie ist es aber wert, es einfach auszuprobieren.