Rasen vertikutieren! (Foto C. Jobst)

Rasenarbeiten nach dem Winter

Gerade nach dem Winter häufen sich die Arbeiten im Garten. Die Obstbäume sind geschnitten. Auch die Wild- und Ziersträucher haben ihren Verjüngungsschnitt erhalten und unter diesen Strauchhecken wechseln Leberblümchen und Frühjahrsanemonen die Schneeglöckchen in der Blüte ab.

Jetzt gilt es, die Rasenflächen nach der Winterzeit fit für das Gartenjahr zu machen. Rasenflächen sind entgegen den bunten Blumenwiesen belastbar und können von Kindern und Erwachsenen gleichermaßen als Spielflächen genutzt werden. Dafür brauchen sie aber auch entsprechende Pflege. Auch hat der Winter durch Schnee und Frost seine Spuren hinterlassen.

Gleich nach dem ersten Mähgang sollte man den Rasen vertikutieren. Hierbei werden Verfilzungen, die durch liegengebliebenen Rasenschnitt und Verdichtungen, die durch den Schneedruck im Winter entstanden sind, entfernt. Beim Vertikutieren schneiden senkrecht rotierende Messer den Rasenfilz auf und werden mit dem Rechen anschließend sauber abgerecht. Wichtig ist, dass die Messer nicht zu tief eingestellt werden, damit sie nicht die Bodenkrume aufreißen. Außerdem soll die Rasenfläche abgetrocknet sein. Sowohl beim Mähen als auch beim Vertikutieren müssen Frühjahrsblüher, wie Tulpen, Narzissen, Krokusse verschont werden. Diese Pflanzen verschwinden, wenn sie nach der Blüte nicht einziehen können. Erst wenn das Laub bis zum Boden braun geworden ist, dürfen Stengel und Laub entfernt werden.

Durch das Entfernen des Rasenfilzes wird wieder ein optimaler Luft- und Wasseraustausch im Boden hergestellt, der für das Wachstum der Rasengräser notwendig ist. Kahlstellen im Rasen sind mit einer speziellen Nachsaatmischung anzusäen. Am besten verwendet man sogenannte Regenerationsmischungen, die schnell keimen und dadurch den Wildkrautwuchs hemmen. Bei Rasenflächen im Schatten von Bäumen und Sträuchern ist eine Schattenrasenmischung empfehlenswert. Die eingesäte Fläche ist mit Sand, feinem Humus oder gesiebtem Kompost leicht abzudecken und vor allem bei Trockenheit zu gießen.

Ein Rasen besteht je nach Mischung (Gebrauchsrasen, Zierrasen Sportrasen, Spielrasen) aus dicht stehenden, besonderen Gräserarten. Durch die Narbendichte wird Wildkrautwuchs erschwert und gleichzeitig die Belastbarkeit erhöht. Eine entsprechend dichte Grasnarbe erhält man nur, wenn die Rasengräser laufend neues Grün produzieren, was eine optimale Nährstoffversorgung und regelmäßigen Schnitt voraussetzt. Deshalb ist eine baldige Düngung der Rasenfläche, am besten mit einem speziellen Rasen-Langzeitdünger, wichtig. Auch sollte man Rasenflächen in Trockenperioden bewässern. Die Bodenoberfläche darf nicht austrocknen. Nur so bleibt die Grasnarbe flächendeckend dicht und der Rasen ist voll belastbar.