Mulchen (© Pitiopia / Bernd Leitner, 2010)

Richtiges Mulchen im Garten

In den Sommermonaten sind die Haupttätigkeiten im Garten, vor allem im Gemüsegarten, gießen, hacken und Unkraut jäten. Diese Arbeiten kann man erheblich reduzieren, wenn man den Boden schützt. Eine Mulchdecke ist für den Boden der beste Schutz gegen extreme Temperaturschwankungen, Verschlämmung durch Starkregen, Austrocknung und Erosion durch Wind und Wasser.
Eine weitere positive Auswirkung ist, dass durch die Beschattung des Bodens Wildkräuter, die zum Keimen das Licht benötigen, unterdrückt werden. Zusätzlich haben eine gleichmäßige Bodenfeuchte und Bodentemperatur eine ausgleichende Wirkung auf das Bodenmikroklima, das besonders günstig für das Bodenleben und somit für einen gesunden Boden ist.

Als Mulchmaterial eignen sich Grünabfälle aus dem eigenen Garten, wie Ernterückstände, Grasschnitt, Laub, Stroh und zerkleinerte Rinde. Bei laufender  Verwendung von gehäckseltem Holz, Stroh und Rindenmulch kann es beim Abbauprozess zu Stickstoffmangel kommen. Dies sollte man durch Zugabe von Hornspänen oder Hornmehl ausgleichen. Auch bei Verwendung von Rasenschnitt als Mulchmaterial ist einiges zu beachten. Rasenschnitt ist sehr fein und wasserhaltig. Wenn zuviel Rasenschnitt aufgebracht wird, kann das Schnittgut zusammenkleben, so das kein Luftaustausch mehr stattfinden kann. Die Masse beginnt zu faulen. Man sollte deshalb den Grasschnitt nur in dünnen Schichten, dafür häufiger, auftragen oder ihn vorher anwelken lassen.

Im Handel sind verschiedene Mulchfolien erhältlich, die zwar den gleichen Zweck erfüllen, aber deren Beschaffung mit Kosten verbunden ist. Es gibt Folien, die aus einer Polyethylen-Folie hergestellt sind, wodurch sie jahrelang verwendet werden können und alternativ dazu gibt es Mulchfolien aus biologisch abbaubaren Biokunststoffen, die relativ schnell verrotten.

Mulchen ist ein Segen für den Boden und erleichtert dem Gartenbesitzer seine Arbeit. Durch die Beschattung trocknet der Boden nicht so schnell aus. Bei Starkregen verschlämmt er nicht. Lichtbedürftiges Wild- oder Unkraut wächst nicht so leicht und die Bodenstruktur bleibt erhalten. Man spart sich somit viele Gieß-, Hack- und Jätgänge.
Nachteile wären, dass sich in Mulchschichten wegen der optimalen Lebensbedingungen Nacktschnecken aufhalten können. In schnecken-geplagten Gärten sollte man deshalb die Mulchschichten nur sehr dünn auftragen und laufend kontrollieren.