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Energie sparen

Energie nicht zu verbrauchen ist der wirkungsvollste und einfachste Klimaschutz. Gleichzeitig profitieren Sie selbst: Gerade in Zeiten steigender Strom und Wärmekosten wird der Geldbeutel mit geringem Aufwand spürbar entlastet. Ein durchschnittlicher Haushalt kann so pro Jahr zwischen 200 und 1000 Euro sparen.

Steigende Energiepreise - einfach und schnell sparen:

Heizungsregler (c) Pitopia / Harald Richter, 2008


Der Heizungsregler

Nur ein Grad weniger im Raum senkt den Energieverbrauch um circa sechs Prozent. Temperaturen zwischen 18 Grad Celsius im Schlafzimmer und 21 Grad Celsius im Wohnzimmer reichen in Wohnräumen meistens aus. Wenn alle Familienmitglieder länger außer Haus sind, empfiehlt es sich, die Heizung noch weiter herunterzufahren, z.B. auf 16 Grad Celsius. Gar nicht zu heizen ist dagegen nicht ratsam, denn die Wände kühlen dadurch zu stark ab, und das Schimmelrisiko nimmt zu.

Heizkörper freihalten

Ein Hitzestau durch Gardinen vor den Heizkörpern oder nah herangerückte Möbel sollte vermieden werden, damit die Luft besser zirkulieren kann. Bei einer Verkleidung des Heizkörpers sollte auf großzügige Lüftungsschlitze geachtet werden.

Beim Lüften an die Thermostate denken

Wenn vor dem Öffnen der Fenster die Thermostatventile geschlossen und erst nach dem Lüften wieder geöffnet werden, werden unnötiges Aufheizen und damit Wärmeverluste vermieden.

Richtiges Lüften

Gekippte Fenster im Winter sorgen dafür, dass viel teuere Wärme entweicht. Der nötige Luftaustausch dauert in Kippstellung relativ lange. Hierbei kühlen die Räume stark aus. Besonders betroffen sind die Bereiche um das Fenster, so dass hier in der Folge ein erhöhtes Schimmelrisiko besteht. Besser ist es in der kalten Jahreszeit mehrmals am Tag für einige Minuten die Fenster ganz zu öffnen und somit die Zimmer gut zu durchzulüften. Denn abgestandene Luft mit hoher Feuchtigkeit in den Innenräumen sollte regelmäßig gegen frische Luft mit geringerem Feuchtegehalt ausgetauscht werden. Die Kombination aus hoher Luftfeuchtigkeit sowie kalten Wänden und Außenbauteilen lässt leicht Schimmel entstehen.

Licht durch LED-Lampen

LED-Lampen kosten zwar mehr als Energiesparlampen, brauchen aber bei gleicher Lichtausbeute weniger Strom und halten deutlich länger.

Lumen

Um eine Glühlampe zu ersetzen, muss man auf die Lumenanzahl (Lichtstrom) einer LED-Lampe achten. Der Lichtstrom einer Kerze z.B. beträgt 12 Lumen (lm). Eine 40-Watt-Glühbirne leuchtet mit 400 Lumen. Eine 60-Watt-Glühbirne leuchtet mit 700 Lumen und eine 100-Watt-Glühbirne mit 1.400 Lumen. Die Lumenanzahl sollte auf der Verpackung jeder LED-Lampe stehen.

Engergiesparlampen (c) Pitopia / Carmen Steiner, 2009


Entsorgung

Eine LED-Lampe muss nicht als Sondermüll entsorgt werden. Bei Energiesparlampen ist dies dagegen der Fall, da Quecksilber enthalten ist. Bei einem Bruch z.B. sollte der Raum, in dem die Energiesparlampe zerbrochen ist, sofort für min. 15 Minuten gelüftet und verlassen werden. Eine LED-Lampe dagegen beinhaltet keine gesundheitsschädlichen Inhaltsstoffe.

Die Farbtemperatur

LED-Lampen gibt es in zwei Varianten. Eine Version gibt ein warmweißes Licht ab, das an Glühlampen angelegt worden ist. Die Lichtfarbe variiert zwischen 2700-2900 K (Kelvin) und soll sich für Wohnräume eignen. Die nächste Variante gibt kaltweißes Licht ab, das sich besonders gut für Arbeitsräume, Küchen, Bäder oder überall dort eignet, wo Konzentration gefragt ist. Die Farbtemperatur liegt hier bei >4000 K.

Weitere Eigenschaften:

Die LED-Lampe erreicht ihre Leuchtstärke unmittelbar nach dem einschalten, eine Energiesparlampe benötigt hierzu eine gewisse Zeit. Dies ist auf der Verpackung der Leuchtmittel angegeben. Weiter findet man eine Angabe zur Zahl der Schaltvorgänge, welche das Leuchtmittel in seiner Lebenszeit erreichen soll. Hierauf sollte besonders geachtet werden, wenn das Leuchtmittel täglich häufig ein- und ausgeschaltet wird.

Stand-By

HiFi-Anlagen, Fernseher, aber auch Küchen- und Akkugeräte bleiben häufig in Warteposition (Stand-by-Modus) und stehen somit ständig unter Strom. Dieser Leerlauf verschlingt pro Jahr zwischen 50 und 80 Euro pro Haushalt. Deshalb ist es ratsam, den Stecker zu ziehen oder eine abschaltbare Steckdosenleiste zu benutzen - sofern dadurch keine wichtigen und zeitaufwendigen Programmierungen verloren gehen. Auch Netzteile und Ladegeräte sollten bei Nichtnutzung vom Netz getrennt werden.

Haushaltsgeräte

Achten Sie beim Kauf von Haushaltsgeräten nicht nur auf den Anschaffungspreis, sondern auch auf die Stromeffizienz. Es lohnt sich doppelt: In Zeiten, in denen die Energieressourcen knapper werden und der Klimawandel spürbar wird, schonen Sie die Umwelt und können dabei auch noch viel Geld sparen. Informieren Sie sich schon vor dem Kauf über die Stromeffizienz der einzelnen Modelle. Eine Hilfe bei vielen Geräten ist das einheitliche EU-Energielabel. Dies kennzeichnet den Energieverbrauch der Geräte. Die Effizienzklasse ist mit einer Farbskala von grün nach rot dargestellt, die heute meist von A+++ (gut) bis D (schlecht) reicht. 

Kühlschränke und Gefriergeräte sollten nicht neben dem Herd, sondern möglichst an einem kühlen Platz stehen. Jedes Grad plus oder minus in der Umgebungstemperatur steigert bzw. senkt den Stromverbrauch um sechs Prozent. Auch dicker Reif im Kühlgerät verbraucht unnötig Energie und Geld. Rechtzeitiges Abtauen schont das Portemonnaie.

Geld (c) Pitopia / Liona Toussaint, 2008


Effiziente Autonutzung

Bei hohen Benzin- und Dieselkosten lohnt es sich, die Preise der Tankstellen zu vergleichen, da diese häufig schwanken. Informationsdienste als App oder Internetseiten helfen dabei die günstigste Tankstelle in der Nähe zu finden.

Wer beim Fahren seine Geschwindigkeit dem Verkehrsfluss anpasst, auf eine niedrige Drehzahl achtet, unnötigen Ballast im Auto vermeidet und den richtigen Reifendruck hat, kommt mit weniger Kraftstoff aus. Bei Kurzstrecken wird der Geldbeutel am einfachsten und besten durch den Gang zu Fuß oder den Umstieg auf das Rad geschont.