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Energiekonzept für die Region Südostoberbayern

Die zukünftige Versorgung mit Energie ist nicht allein auf kommunaler oder Landkreisebene zu lösen. Dies betrifft vor allem großräumige Problemstellungen, wie z. B. dem Netzausbau oder die Energiespeicherung. Daher hat der regionale Planungsverband Südostoberbayern beschlossen, ein regionales Energiekonzept für die Region 18 mit den Landkreisen Altötting, Berchtesgadener Land, Mühldorf, Traunstein und Rosenheim sowie der kreisfreien Stadt Rosenheim erstellen zu lassen.

Ziel des Konzeptes ist es, zu analysieren, wo die Planungsregion energetisch steht und welche Potenziale vorhanden sind. Des Weiteren sollen ökologisch und ökonomisch sinnvolle Maßnahmen erarbeitet werden, damit die Energieversorgung in der Region auch in Zukunft sichergestellt werden kann. Hierfür soll ein fundierter und konkreter Umsetzungsplan in den Handlungsfeldern der Energieerzeugung, der Energieverteilung, der Energieeinsparung und Energieeffizienzsteigerung sowie der Energiespeicherung erarbeitet werden.

Das Projekt „Erstellung eines regionalen Energiekonzepts für die Region Südostoberbayern“ startet Anfang 2016 und ist auf ca. zwei Jahre angelegt. Es wird vom Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie mit einem Zuschuss in Höhe von bis zu 400.000 € und einem Förderanteil von 75 % der zuwendungsfähigen Kosten gefördert. Pascal Lang, Energie- und Klimaschutzmanager des Landkreises Altötting,  vertritt hierbei die Interessen des Landkreises in dem damit befassten Projektteam, zudem ist er noch als stellvertretender Geschäftsführer im Regionalen Planungsverband tätig.

Inhaltlich ist das Energiekonzept des Regionalen Planungsverbandes in vier Lose aufgeteilt. Ein breit gefächertes Expertenteam hat den Auftrag erhalten, diese zu bearbeiten:

Los 1 - Gesamtenergiebilanz, Projektkoordination und Datenzusammenführung sowie Bearbeitung der Themen Solar, Wind und Kraft-Wärme-Kopplungen

Auftragnehmer: Team für Technik GmbH / München / www.tftgmbh.de

Unterauftragnehmer:

Hochschule Rosenheim / www.fh-rosenheim.de

Hochschule Landshut / Institut für Systemische Energieberatung / www.haw-landshut.de/die-hochschule/an-institute/institut-fuer-systemische-energieberatung-gmbh.html

Ing. Büro PGA GmbH / Altdorf bei Landshut / www.pga-gmbh.com

 

Los 2 – Wasserkraft

Auftragnehmer: Arbeitsgemeinschaft aus

bifa Umweltinstitut GmbH / Augsburg / www.bifa.de

Green City Energy AG / München / www.greencity-energy.de

Steinbacher-Consult / Neusäß / www.steinbacher-consult.com

 

Los 3 – Biomasse/Biogas/Abfall- und Reststoffe

Auftragnehmer: Arbeitsgemeinschaft aus

bifa Umweltinstitut GmbH / Augsburg / www.bifa.de

Green City Energy AG / München / www.greencity-energy.de

Steinbacher-Consult / Neusäß / www.steinbacher-consult.com

 

Los 4 – Geothermie

Auftragnehmer: Arbeitsgemeinschaft aus

bifa Umweltinstitut GmbH / Augsburg / www.bifa.de

Green City Energy AG / München / www.greencity-energy.de

Steinbacher-Consult / Neusäß / www.steinbacher-consult.com

ERDWERK GmbH / München / www.erdwerk.com

 

Der Beginn des Projektes

In einem ersten Schritt erfolgt eine umfassende und detaillierte Analyse des aktuellen energetischen Ist-Zustandes der Planungsregion. Die Datenerhebung beinhaltet neben der Erfassung der vorhandenen Strom-, Wärme- und Gasnetze auch die derzeitige Stromerzeugung durch erneuerbare Energien. Ziel ist es, die großen Wärme- und Stromverbraucher sowohl im Industriesektor als auch bei den kommunalen Gebäuden zu identifizieren.

Darauf aufbauend wird das Expertenteam Potenzialanalysen durchführen und die Möglichkeiten zur Energiespeicherung untersuchen. Anschließend werden Maßnahmen zur Energieeinsparung und zur effizienteren Energienutzung ermittelt. Im Fokus stehen natürlich auch die Potenziale der erneuerbaren Energieträger. Hierbei handelt es sich um die Stromerzeugung aus Photovoltaik, Wind- und Wasserkraft, aber auch um die Wärme- und Stromerzeugung aus Geothermie, Biomasse und Reststoffen sowie aus Kraft-Wärme-Kopplung. Die Analyse der vorhandenen Stromnetze und die Lokalisierung von Schwachstellen bei einer zukünftigen regenerativen Energieversorgung sind ebenfalls Teil des Konzepts.

Die Projektergebnisse werden abschließend in einem Steckbrief für die gesamte Planungsregion zusammengefasst. Außerdem erstellt das Expertenteam für jeden Landkreis und jede Kommune der Region zusätzlich einen eigenen Steckbrief

 

Fragen zum Energiekonzept stellen Sie am besten per Mail an: region18@lra-aoe.de