Gibt es einen Grenzwert von PFOA im menschlichen Körper in Bezug auf gesundheitliche Auswirkungen?

Einen Grenzwert für die PFOA-Belastung im Blut, bei dessen Überschreitung mit gesundheitlichen Gefahren gerechnet werden muss (HBM-II-Wert), gibt es bislang nicht.

Die Kommission Humanbiomonitoring, ein Expertengremium beim Umweltbundesamt, hat aber einen sogenannten HBM-I-Wert nach umfassender Sichtung und Bewertung der wissenschaftlichen Literatur sowie unter Würdigung der bestehenden Unsicherheiten der Datenlage  abgeleitet. Er beträgt für PFOA im Blutserum 2 µg/l.

Wird dieser HBM-I-Wert für PFOA von 2 µg/l im Blutserum überschritten, so sind vermehrt Vorsorgeanstrengungen zu unternehmen, wie das Schließen möglicher Aufnahmewege für PFOA.

Die Ableitung des HBM-I-Wertes für PFOA hat die Kommission Humanbiomonitoring im  Bundesgesundheitsblatt-Gesundheitsforschung-Gesundheitsschutz 4: 2018 veröffentlicht (https://link.springer.com/content/pdf/10.1007%2Fs00103-018-2709-z.pdf). In der Publikation wird die Methodik der Ableitung beschrieben und die Literatur, auf die sich diese Stellungnahme gründet, ausführlich dargestellt.