Ist PFOA krebserregend?

Die Krebsagentur der WHO (IARC, International Agency for the Research on Cancer) hat PFOA in Gruppe 2B eingeteilt („möglicherweise krebserregend“; https://monographs.iarc.fr/ENG/Monographs/vol110/mono110-07.pdf) bzw.  https://link.springer.com/content/pdf/10.1007%2Fs00103-018-2709-z.pdf

Diese Einschätzung basiert auf einer Vielzahl an Tierversuchen und einigen bevölkerungs-bezogenen Studien, die zum Teil widersprüchliche Ergebnisse zeigten.

In einer umfangreichen Studie in den USA im Umfeld eines PFOA-Herstellers wurde auch das Auftreten von Krebserkrankungen in der Bevölkerung untersucht. Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass zwischen dem Neuauftreten von Hoden- und Nierentumoren und der Höhe der PFOA-Exposition ein wahrscheinlicher Zusammenhang besteht. Bisher wird davon ausgegangen, dass für die mögliche Krebsentstehung eine Wirkschwelle angenommen werden kann (keine erbgutschädigende Wirkung), über deren Höhe jedoch noch nichts bekannt ist.

Was den Raum Altötting betrifft, kann vorläufig geschlussfolgert werden, dass bei der Höhe der internen Belastungen, auch im Vergleich zu den Effekten, die in den USA bei einer deutlich höher belasteten Bevölkerung beobachtet wurden, schwerwiegende Gesundheitseffekte nicht wahrscheinlich sind.

Derzeit ergeben sich für die Gemeinden Burgkirchen a. d. Alz, Emmerting, Haiming, Kastl, Markt Marktl, Neuötting, Stammham sowie den Markt Tüßling  keine Hinweise auf eine relevante Erhöhung des Risikos für eine Neuerkrankung an Hoden- bzw. Nierenkrebs gegenüber dem bayerischen Durchschnitt