Was ist PFOA?

PFOA (Perfluorooctanoic Acid, Perfluoroctansäure) ist ein Hauptvertreter aus der Stoffgruppe der Perfluortenside. Bei den Perfluortensiden handelt es sich um organische Verbindungen, an deren Kohlenstoffgerüst die Wasserstoffatome vollständig durch Fluoratome ersetzt sind.

Aufgrund ihrer thermischen und chemischen Stabilität sowie ihrer Beständigkeit gegen UV-Strahlung und Verwitterung gehört PFOA zu den langlebigen und schwer abbaubaren Stoffen.

Zahlreiche PFC wurden in der Vergangenheit und werden weiterhin entsprechend der jeweils geltenden Rechtslage legal eingesetzt. PFOA wurde ab Ende der 1960er Jahre im Industriepark Gendorf als Hilfsstoff (Emulgator) zur Produktion von Fluorpolymeren verwendet.

Zwischen 2003 und 2004 wurde die Produktion von PFOA in Gendorf eingestellt. Seit 2008 wird PFOA in Gendorf nicht mehr verwendet. Als Ersatzstoff wird „ADONA“ eingesetzt.

PFOA war in Gendorf über das Abwasser in die Alz gelangt, wurde aber auch über die Abluft in die Atmosphäre abgegeben und als Niederschlag im Boden abgelagert.