Welchem Zweck dienen die Untersuchungen der Blutproben, die von Januar bis März 2018 im Gesundheitsamt Altötting genommen wurden?

Ziel der Untersuchung war es, die aktuelle Belastungssituation mit perfluorierten Substanzen -insbesondere PFOA - von Personen zu ermitteln, die in unterschiedlicher Höhe und Dauer PFOA aufgenommen haben. Auf Grundlage dieser Daten soll der Erfolg der bisher eingeleiteten Maßnahmen zur Verringerung der Exposition der Bevölkerung überprüft und die Datenbasis für eventuelle  Verlaufsuntersuchungen gewonnen werden.

Die Blutproben aus dem Landkreis Altötting wurden im DAKKs-akkreditierten Labor des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit untersucht. Dabei war es Ziel, nicht nur Laborwerte zu produzieren, sondern aussagekräftige Ergebnisse zu erheben, die differenzierte Aussagen zur Belastungssituation im ganzen Untersuchungsgebiet erlauben. Daher wurden auch verschiedene soziodemographische Faktoren von den Studienteilnehmern erhoben und auf die jeweilige Expositionsgeschichte der einzelnen Trinkwasserversorgungsanlagen bezogen.

Insgesamt mussten durch Qualitätssicherung und Mehrfachmessungen, ca. 2200 Proben untersucht werden. Die Analytik einer größeren Zahl von Zielparametern (insgesamt jeweils 9 in allen Proben) bei einer so großen Anzahl von Proben war sehr aufwendig, da es sich nicht um Routineanalytik handelte.

 Die Ergebnisse der Untersuchungen wurden bei Bürgerinformationsveranstaltungen in Burgkirchen und Kastl im Juli 2018 vorgestellt. Allen Studienteilnehmer wurden die eigenen Untersuchungsergebnisse in einem schriftlichen Befundbericht zugesandt.

Der Abschlussbericht  „Human-Biomonitoring von perfluorierten Substanzen in Teilen des Landkreies Altötting“ kann unter diesem Link>> eingesehen und herunter geladen werden.