Wie ist die Belastungssituation konkret bei Wild?

Bei Wild sieht die Belastung unterschiedlich aus. Während Wildschweine PFAS auf Grund ihrer Lebensweise zum Teil stark anreichern, ist anderes Wild deutlich geringer bis überhaupt nicht belastet. In jedem Fall ist hauptsächlich die Leber betroffen. Da die festgestellten Gehalte an PFAS in der Leber sehr unterschiedlich waren und auch bereits mehrfach Leberproben von Wildschweinen als nicht für den Verzehr durch den Menschen geeignet beurteilt wurden, wurde die Jägerschaft entsprechend informiert und aufgefordert, die Leber von erlegten Wildschweinen nicht mehr zum Verzehr anzubieten, sondern zu entsorgen. Auf Grund der sehr unterschiedlichen Belastung des Wildschweinfleischs aus der Region kann dieses auch relevant zur PFOA-Aufnahme beitragen. Zur Minimierung der persönlichen Zufuhr von PFOA ist es empfehlenswert, keine Wildschweinleber und Muskelfleisch von lokalen Wildschweinen nur gelegentlich zu verzehren.

Weitere Informationen finden sich dazu im Internet unter und auch im Jahresbericht 2010, S. 68.