Neuartiges Coronavirus SARS-CoV-2

21.09.2020 13:00 Uhr

Situation im Landkreis Altötting:

Bislang wurden im Landkreis Altötting 752 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 nachgewiesen.

677 Landkreisbürger/Innen sind bislang von der Erkrankung an Covid-19 wieder genesen.

57 Personen sind an der Erkrankung verstorben.

18 sind aktuell mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 infiziert.
 

Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner betrug für den Landkreis Altötting am 21.09.2020 9,89.

Die tagesaktuelle 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner  für den Landkreis Altötting finden Sie unter: https://www.lgl.bayern.de/gesundheit/infektionsschutz/infektionskrankheiten_a_z/coronavirus/karte_coronavirus/

Viele Infektionen werden derzeit bei Reiserückkehrern festgestellt. Die Orte der Infektion liegen schwerpunktmäßig auf dem Balkan.  Im Ausland infizieren sich nicht nur die klassischen Urlauber, sondern auch viele Menschen, die in andere Länder gefahren sind, um dort Verwandte und Freunde zu besuchen und sich dort üblicherwei­se mehrere Wochen aufhalten.

Einen zweiten Schwerpunkt bei den Neuinfektionen bilden bayernweit die in ihrem Lebensstil sehr mobilen, feierfreudigen und tendenziell im Vergleich weniger risikobewussten 15 bis 35-Jährigen, die bei den Neuinfektionen statis­tisch weit überproportional vertreten sind.

Anders als im Frühjahr diesen Jahres sind derzeit im Landkreis Altötting keine Hotspots zu erkennen.
 

Grafik "Index Zahlen COVID-19" (kumulierte Zahlen)

Corona Statistik

Die Anzahl der Genesenen wird aus methodischen Gründen erst seit dem 01. April erhoben!
 

Muss ich mich beim Gesundheitsamt melden,  wenn ich aus einem Risikogebiet zurückkomme?

Ja! Verstöße gegen die Einreise-Quarantäneverordnung können mit einem empfindlichen Bußgeld geahndet werden (https://www.gesetze-bayern.de/Content/Document/BayEQV/true).

Wenn Sie im Landkreis Altötting wohnen, können Sie hierzu einfach das Formular online ausfüllen und einreichen. Der Datenschutz nach DSGVO ist gewährleistet.

Bitte klicken Sie auf den Link! http://www.ck-dataservices.de/formoffice/get.front?client=lkr-aoe&form=7432
 

Ich komme gerade aus einem Risikogebiet. Muss ich mich testen lassen?

Ja! Bayern setzt die vom Bund beschlossene Testpflicht für Reiserückkehrer aus Risikogebieten seit dem 08.August 2020 um.

Wer sich innerhalb der letzten zwei Wochen in einem Risikogebiet aufgehalten hat, muss nach der EQV für 14 Tage in Quarantäne, und er muss sich bei seinem zuständigen Gesundheitsamt melden. Das gilt solange, bis ein negatives Testergebnis vorliegt, also auch für die Wartezeit bis der Befund des Pflichttests vorliegt. Über die aktuell als Risikogebiet eingestuften Länder und Regionen weltweit informiert das RKI auf seiner Webseite

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete_neu.html;jsessionid=E4C801A363E6C7B6B26CF403E37A3AEC.internet052

Länder, deren Testergebnisse anerkannt werden sofern der Test nachweislich in einem qualitätsgesicherten (akkreditierten) Labor durchgeführt wurde (beispielsweise Akkreditierung nach ISO 15189, ISO/IEC 17025 oder Ernennung zum WHO-COVID-19-Referenzlabor finden Sie unter https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Tests.html

Sofern kein Test vor Einreise durchgeführt wurde, ist es auch möglich, sich nach der Einreise nach Deutschland testen zu lassen.

Wo kann ich mich im Rahmen der Teststrategie Bayern kostenfrei auf  eine Infektion mit dem  SARS-CoV-2 Virus testen lassen?

Alle Bürgerinnen und Bürger Bayerns können sich seit dem 01. Juli 2020 bei einer niedergelassenen Vertragsärztin oder einem niedergelassenen Vertragsarzt auch ohne Symptome testen lassen.

Falls Ihr Hausarzt die Testung nicht vornehmen möchte, können Sie sich auf der Homepage der Kassenärztlichen Vereinigung  Vertragsärzte finden ,  die die Untersuchung gerne durchführen: https://dienste.kvb.de/arztsuche/app/suchergebnisse.htm?hashwert=828f85d3c7264213f24ce1b7a7c1d&lat=48.2212358&lng=12.7451952&zeigeKarte=true

Welche Regeln gelten beim Besuch im Seniorenheim oder im Krankenhaus?

Besuche in Krankenhäusern sowie Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen, Pflegeeinrichtungen, Altenheimen und Seniorenresidenzen und Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen sind seit dem  29. Juni 2020 grundsätzlich uneingeschränkt möglich, setzen allerdings ein individuelles Schutz- und Hygienekonzept der Einrichtungen voraus. Die Einrichtungen können im Rahmen ihres Hausrechts nach Art. 5 des Pflege- und Wohnqualitätsgesetztes die Besuche einschränken um unzumutbare Beeinträchtigungen des Betriebs der stationären Einrichtung zu verhindern.

Für die Durchführung der Besuche ist ein individuelles Schutz- und Hygienekonzept der Einrichtung erforderlich.

Wesentliche Punkte dieser Hygiene-Rahmenkonzepte (bzw. der Handlungsempfehlungen) sind:

  • die Maskenpflicht,
  • nach Möglichkeit die durchgängige Einhaltung des Mindestabstandes von 1,5 m,
  • die Registrierung und Aufklärung beim Betreten,
  • bereichsbezogene Beschränkungen und Wege für Besucher sowie ein
  • Betretungsverbot beim Vorliegen von Krankheitssymptomen.

Die Begleitung Sterbender ist jederzeit zulässig

Wo kann ich die neue CORONA WARN APP herunterladen?

Sie finden die CORONA WARN APP z. B. bei im App Store oder bei Google Play.

Was macht die neue CORONA WARN APP?

Die Corona-Warn-App informiert Sie, wenn Sie sich längere Zeit in der Nähe einer Person aufgehalten haben, bei der später eine Infektion mit dem Coronavirus festgestellt wurde. So können Sie rasch entsprechend reagieren und laufen nicht Gefahr, das Virus unbewusst weiter zu verbreiten.

Voraussetzung ist allerdings, dass die infizierte Person  selbst aktiv  die bei ihr nachgewiesene Infektion in die App eingibt. Die Anonymität bleibt selbstverständlich gewahrt!

Wo finde ich weitergehende Information zur  CORONA WARN APP?

Die wichtigsten Fragen und Antworten finden Sie unter: https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/corona-warn-app/corona-warn-app-faq-1758392

Wo finde ich Antworten auf meine Fragen im Netz?

Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Coronavirus SARS-CoV-2 finden Sie auf der Homepage des Robert-Koch-Instituts (https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/NCOV2019/FAQ_Liste.html ) sowie  auf der Homepage des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) (https://www.lgl.bayern.de/gesundheit/infektionsschutz/infektionskrankheiten_a_z/coronavirus/covid_uebersicht.htm ).

Antworten zu Fragen, die gesundheitliche Maßnahmen betreffen, sich auf das Gesundheitswesen selbst oder auf die Einreise aus dem Ausland beziehen, werden auf den Seiten des  Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege beantwortet (https://www.stmgp.bayern.de/vorsorge/infektionsschutz/infektionsmonitor-bayern/#Bekanntmachung) .

Zu allgemeinen Maßnahmen der Pandemiebekämpfung, zu Sport, Freizeit, Gastronomie und Veranstaltungen informiert das Bayerische Staatsministerium des Inneren, für Sport und Integration ( https://www.corona-katastrophenschutz.bayern.de/faq/index.php) .

Antworten zu Fragen, die gesundheitliche Maßnahmen betreffen, sich auf das Gesundheitswesen selbst oder auf die Einreise aus dem Ausland beziehen, werden auf den Seiten des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege beantwortet

(https://www.stmgp.bayern.de/vorsorge/infektionsschutz/infektionsmonitor-bayern/#Bekanntmachung).

Zu den  Bereichen Hochschulen, Forschung und Kunst / Kultur informiert das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst (https://www.stmwk.bayern.de/allgemein/meldung/6461/informationen-fuer-hochschulen-und-kulturelle-einrichtungen.html#kl).

Zum Unterricht an Bayerns Schulen bietet das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus eine Vielzahl von Informationen (https://www.km.bayern.de/allgemein/meldung/6945/faq-zum-unterrichtsbetrieb-an-bayerns-schulen.html).

Zu Reisen ins Ausland  informiert das Auswärtige Amt (https://www.auswaertiges-amt.de/de/ReiseUndSicherheit/covid-19/2296762).

Was bedeutet die „Maskenpflicht“ für mich?

Die sogenannte Maskenpflicht gilt ab dem 27. April für Personen ab sechs Jahren beim Einkaufen sowie bei der Nutzung von Verkehrsmitteln des öffentlichen Personennahverkehrs und der hierzu gehörenden Einrichtungen! Eine Mund-Nasen-Bedeckung muss auch das Personal von Geschäften tragen.

Seit dem 11. Mai 2020 gilt in Arzt- und Zahnarztpraxen und in allen sonstigen Praxen, in denen medizinische, therapeutische und pflegerische Leistungen erbracht werden für das Personal, die Kunden und ihre Begleitpersonen die Maskenpflicht. Die Maske muss ausnahmsweise nicht getragen werden, wenn die Art der medizinischen, therapeutischen und pflegerischen Leistung dies nicht zulässt. Weitergehende Pflichten zum Tragen eines medizinischen Mund-Nasen-Schutzes bleiben unberührt.

Für die Erfüllung der „Maskenpflicht“ reicht eine Alltagsmaske. Achten Sie sollte aber zusätzlich darauf, möglichst einen Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen einzuhalten. Außerdem gelten weiter die üblichen Hygiene-Regeln.

Tipps zum richtigen Verwenden der Masken:

Einfache Mund-Nasen-Bedeckungen bestehen aus handelsüblichen Stoffen und können daher selbst genäht oder auch gekauft werden. Der Stoff sollte möglichst dicht sein und aus 100 % Baumwolle bestehen. Ferner ist darauf zu achten, dass die Mund-Nasen-Bedeckung groß genug ist, um Mund, Nase und Wangen vollständig zu bedecken und dass sie an den Rändern möglichst eng anliegt. Wenn ein Schal diese Bedingungen erfüllt, kann dieser auch verwendet werden. Andere Materialien wie z.B. Staubsaugbeutel oder Karton sind nicht geeignet.

Alltags-Masken kann man, abhängig von der körperlichen Aktivität, maximal drei bis vier Stunden tragen. Bei Durchfeuchtung sollten sie allerdings sofort gewechselt werden. Vor einer erneuten Benutzung muss die Alltags-Maske bei 60-90°C mit ausreichend Waschmittel gewaschen und anschließend vollständig getrocknet werden. Zusätzlich trägt das anschließende Bügeln der Maske bei mindestens 165°C (höchste Stufe) zur Desinfektion bei.

Beim Anziehen einer Maske ist darauf zu achten, dass die Innenseite nicht kontaminiert wird. Daher sollten die Hände vorher gründlich mit Seife gewaschen werden. Die Alltags-Maske muss richtig über Mund, Nase und Wangen platziert sein und an den Rändern möglichst eng anliegen, um das Eindringen von Luft an den Seiten zu minimieren.

Die Alltags-Maske darf während des Tragens nicht zurecht gezupft werden und auch nicht um den Hals getragen werden. Beim Ablegen der Maske ist darauf zu achten, dass die Außenseite der Maske nicht berührt wird, da diese Erreger enthalten kann. Nach Absetzen der Maske sollten die Hände unter Einhaltung der allgemeinen Hygieneregeln gründlich gewaschen werden (mindestens 20-30 Sekunden mit Seife). Die Masken sollten nach dem Abnehmen trocken an der Luft aufbewahrt  und zwischengelagert werden, so dass Kontaminationen der Innenseite der Alltags-Maske, aber auch Verschleppungen auf andere Oberflächen vermieden werden.

Weitere Informationen finden  Sie im Internet unter https://www.lgl.bayern.de/gesundheit/infektionsschutz/infektionskrankheiten_a_z/coronavirus/faq.htm#mns

Wie schätzen Fachleute die Situation ein?

Weltweit: Die tagesaktuellen Fallzahlen weltweit sind auf den Internetseiten der Weltgesundheitsorganisation  https://covid19.who.int/ und des Europäischen Zentrums für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC) https://www.ecdc.europa.eu/en/cases-2019-ncov-eueea abrufbar.

Bayern: Obwohl sich das COVID-19-Ausbruchsgeschehen in Bayern und deutschlandweit signifikant verlangsamt, hält die pandemische Lage, die das Virus SARS-CoV-2 ausgelöst hat, weltweit an. So ist trotz der Stabilisierung des Infektionsgeschehens in der überwiegenden Zahl der Regierungsbezirke ein örtliches Aufflammen des Krankheitserregers jederzeit möglich.

Eine Aufstellung und die Verteilung der in Bayern nachgewiesenen Infektionen mit dem neuen Coronavirus (SARS-CoV-2) finden Sie unter https://www.lgl.bayern.de/gesundheit/infektionsschutz/infektionskrankheiten_a_z/coronavirus/karte_coronavirus/index.htm.

Deutschland: In den Bundesländern nachgewiesenen Infektionsfälle mit dem neuen Coronavirus (SARS-CoV-2) werden auf der Homepage des RKT aufgeführt:

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Fallzahlen.html ,

Wo werden in unserer Region Menschen behandelt, die an  Covid-19 erkrankt sind?

Patienten, die an Covid-19 erkrankt sind oder bei denen der Verdacht auf diese Erkrankung besteht werden schwerpunktmäßig im Innklinikum Mühldorf behandelt.

Mit dem  SARS-CoV-2 Virus infizierte Schwangere und an Covid-19 erkrankte Kinder werden im Innklinikum Altötting behandelt.

Was macht das Gesundheitsamt Altötting in dieser Situation?

Durch frühzeitige Identifikation von Verdachtsfällen, das konsequente Management von Kontaktpersonen und die Information und Testung der Bürgerinnen und Bürger trägt die Arbeit des Gesundheitsamt Altötting dazu bei, Infektionen zu erkennen und die Weiterverbreitung einzudämmen.

Ich bin Kontaktperson Kategorie I! Wo kann das Tagebuch herunterladen, das ich führen muss?

Sie können einen Vordruck unter dieser Adresse herunterladen: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Kontaktperson/Tagebuch_Kontaktpersonen.html .

Ich muss mich zu Hause absondern! Wo gibt es Informationen!

Sie können einen Flyer von der Homepage des Robert Koch Instituts herunterladen:

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Quarantaene/Flyer.pdf?__blob=publicationFile .

Welche Auswirkungen hat das Neuartiges Coronavirus SARS-CoV-2 auf das Gesundheitswesen?

Die Belastung des Gesundheitswesens hängt maßgeblich von der regionalen Verbreitung der Infektion, den vorhandenen Kapazitäten und den eingeleiteten Gegenmaßnahmen (Isolierung, Quarantäne, soziale Distanzierung) ab.

Was kann ich selber tun?

Um der Verbreitung von Infektionen der Atmungswege vorzubeugen, empfehlen wir, häufig die Hände mit Seife  zu waschen und beim Husten oder Niesen in ein Papiertaschentuch oder notfalls in die Ellenbeuge zu husten oder zu niesen, nicht aber in die Hand.

Vernünftig ist sicherlich, auf das Händeschütteln oder Begrüßungsküsschen zu verzichten.

Von sichtlich Erkrankten empfehlen wir auch in Anbetracht der derzeitigen Grippewelle Abstand zu halten.

Können Coronaviren über das Berühren von Oberflächen, beispielsweise von Bargeld, Kartenterminals, Türklinken, Smartphones, Griffen von Einkaufswagen, Verpackungen oder Tüten übertragen werden?

Dem Bundesinstitut für Risikobewertung BfR sind bisher keine Infektionen mit SARS-CoV-2 über diesen Übertragungsweg bekannt. Grundsätzlich können Coronaviren durch direktes Niesen oder Husten einer infizierten Person auf Oberflächen gelangen und eine Zeit lang überleben. Eine Schmierinfektion einer weiteren Person erscheint dann möglich, wenn das Virus kurz danach über die Hände auf die Schleimhäute des Mund-und Rachenraumes oder die Augen übertragen wird.

Um sich vor Virusübertragungen über kontaminierte Oberflächen zu schützen, ist es wichtig, die allgemeinen Regeln der Hygiene des Alltags wie regelmäßiges Händewaschen und Fernhalten der Hände aus dem Gesicht zu beachten!

Wo kann ich mich telefonisch informieren oder beraten lassen?

Für Fragen zum neuartigen Coronavirus steht Ihnen das Landratsamt Altötting (08671 502-0) während der üblichen Dienstzeiten und am Wochenende die Hotline des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (09131 6808 5101) zur Verfügung.

Wie kann ich mich als älterer Mensch schützen?

Folgende Maßnahmen sollten ältere Menschen ergreifen, um sich zu schützen:

  • Reduzieren Sie soziale Kontakte soweit möglich, auch zu Gleichaltrigen, denn auch sie können Überträger sein.
  • Meiden Sie derzeit jeden unmittelbaren Kontakt zu Enkelkindern. Die Großeltern sollten möglichst nicht in die Betreuung einbezogen werden.
  • Gehen Sie nicht direkt in Arztpraxen, sondern rufen Sie im Bedarfsfall dort an, und fragen, wie Sie sich verhalten sollen.
  • Gehen Sie, falls möglich, nicht direkt in Apotheken sondern bestellen Sie benötigte Arzneimittel per Telefon und lassen Sie sich diese liefern oder nehmen Sie Hilfe aus der Familie oder der Nachbarschaft an.
  • Nehmen Sie Bring- und Lieferangebote an: durch Familie und Nachbarn, durch Supermärkte.
  • Halten Sie ihre sozialen Kontakte über Telefon oder andere Medien aufrecht.
  • Begrenzen Sie die Zahl der Personen, die in Ihre Wohnung kommen, auf ein Minimum.
  • Nutzen Sie das schöne Wetter, um spazieren zu gehen. Das stärkt Ihre Abwehr. Halten Sie auch dort mindestens zwei Meter Abstand, auch wenn Sie- Bekannte treffen!

Wie kann ich Entschädigungszahlungen für Verdienstausfall wegen coronabedingter Kinderbetreuung beantragen?

Wer aufgrund der aktuellen Regelungen zu COVID-19 in Quarantäne geschickt wurde oder wer nicht arbeiten kann, weil er zu Hause Kinder betreuen muss, kann schnell in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Deshalb übernimmt der Freistaat Bayern die Entschädigungszahlungen für diese Personengruppen.

Bei Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zahlt die Arbeitgeberseite die Entschädigungen an die Eltern aus. Die zuständige Regierung erstattet die ausgezahlten Beträge auf Antrag dem Arbeitgeber. Dieser Antrag muss innerhalb von drei Monaten gestellt werden. Die neue Entschädigungsregelung wegen Kinderbetreuung umfasst erwerbstätige sorgeberechtigte Eltern von Kindern, die das zwölfte Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Ebenso Menschen mit Behinderung, die auf Hilfe angewiesen sind, bzw. Pflegeeltern, wenn sie das Kind in Vollzeitpflege in den Haushalt aufgenommen haben, können die Hilfe beantragen.

Wenn diese ihre Kinder selbst betreuen müssen, weil die Betreuungseinrichtungen oder Schulen auf Grund des Infektionsschutzgesetzes vorübergehend geschlossen wurden und die betroffenen Eltern dadurch einen Verdienstausfall erleiden, werden sie dafür entschädigt. Für die Dauer von längstens sechs Wochen werden eine Entschädigung in Höhe von 67 Prozent des dem Sorgeberechtigten entstandenen Netto-Verdienstausfalls (maximal 2.016 Euro für einen vollen Monat) gewährt und 80 Prozent der am Brutto-Einkommen ausgerichteten Sozialversicherungsbeiträge entrichtet.

Keine Entschädigung erhält, wer tatsächlich erkrankt ist. Denn kranke Arbeitnehmer erhalten grundsätzlich die sechswöchige Entgeltfortzahlung durch den Arbeitgeber und im Anschluss das Krankengeld der Gesetzlichen Krankenversicherung. Selbstständige sind im Krankheitsfall regelmäßig über entsprechende Leistungen aus privaten Versicherungen abgesichert.

Soweit andere Möglichkeiten zur gesetzlichen, tariflichen, betrieblichen oder individualrechtlichen Fortzahlung des Entgelts bestehen, sind diese prioritär zu nutzen. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn dem sorgeberechtigten Erwerbstätigen noch ein Zeitguthaben oder Urlaubsansprüche aus den vergangenen Jahren zustehen. Ein Entschädigungsanspruch greift auch dann nicht, wenn die Erwerbstätigen einen Anspruch auf eine Geldleistung in entsprechender Höhe haben. Auch soweit die Möglichkeit des ortsflexiblen Arbeitens (z.B. Homeoffice) besteht und sie dem Erwerbstätigen zumutbar ist, müssen sie diese nutzen und ihre Kinder so selbst betreuen.

Weitere Informationen zum Antrag finden Sie unter (https://www.stmgp.bayern.de/coronavirus/massnahmen/#Elternhilfe).

Wie entsorge ich Abfällen aus meinem privaten Haushalten, die mit dem Coronavirus kontaminiert sein können?

Die Entsorgung von in Haushalten anfallenden Abfällen, die mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) kontaminiert sein können, kann gemeinsam mit dem Restmüll erfolgen.

Haushalte mit ambulant betreuten COVID-19-Verdachtsfällen und leicht erkrankten bestätigten COVID-19-Patienten sollten die Abfallsammelsysteme zur getrennten Erfassung von Wertstoffen (z. B. Papiertonne, Biotonne, gelber Sack) bitte nicht nutzen. Für diese Haushalte gilt: Im Zweifelsfall über den Restmüll entsorgen!

Glasabfälle können aber wie bisher getrennt entsorgt werden.