Neuartiges Coronavirus SARS-CoV-2

04.04.2020 07:00 h

Situation im Landkreis Altötting:

Bislang wurden im Landkreis Altötting 248 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 nachgewiesen.

Wie schätzen Fachleute die Situation ein?

Weltweit: Die globale Entwicklung lässt einer weltweite Ausbreitung des Virus im Sinne einer Pandemie erwarten. Schwere und tödliche Krankheitsverläufe kommen bei einem Teil der Fälle vor. Für eine abschließende Beurteilung der Schwere der neuen Atemwegserkrankung COVID-19 liegen gegenwärtig nicht genügend Daten vor.

Bayern: Eine Aufstellung und die Verteilung der in Bayern nachgewiesenen Infektionen mit dem neuen Coronavirus (SARS-CoV-2) finden Sie unter https://www.lgl.bayern.de/gesundheit/infektionsschutz/infektionskrankheiten_a_z/coronavirus/karte_coronavirus/index.htm.

Deutschland: Inzwischen sind in allen Bundesländern Infektionsfälle mit dem neuen Coronavirus (SARS-CoV-2) bestätigt worden. Fallzahlen sind unter www.rki.de/covid-19-fallzahlen abrufbar.Es handelt sich weltweit und in Deutschland um eine sehr dynamische und ernst zu nehmende Situation. Bei einem Teil der Fälle sind die Krankheitsverläufe schwer, auch tödliche Krankheitsverläufe kommen vor. Die Zahl der Fälle in Deutschland steigt weiter an. Die Gefährdung für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland wird derzeit insgesamt als hoch eingeschätzt. Diese Gefährdung variiert aber von Region zu Region und ist in „besonders betroffenen Gebieten“ höher. Die Wahrscheinlichkeit für schwere Krankheitsverläufe nimmt mit zunehmendem Alter und bestehenden Vorerkrankungen zu.

Wo werden in unserer Region Menschen behandelt, die an  Covid-19 erkrankt sind?

Patienten, die an Covid-19 erkrankt sind oder bei denen der Verdacht auf diese Erkrankung besteht werden im Covid-Schwerpunkt-Krankenhaus Mühldorf behandelt.

Mit dem  SARS-CoV-2 Virus infizierte Schwangere und an Covid-19 erkrankte Kinder werden an der Kreisklinik Altötting behandelt.

Was macht das Gesundheitsamt Altötting in dieser Situation?

Durch frühzeitige Identifikation von Verdachtsfällen und das konsequente Management von Kontaktpersonen trägt die Arbeit des Gesundheitsamt Altötting dazu bei, die Weiterverbreitung zu verzögern.

Ich bin Kontaktperson Kategorie I! Wo kann das Tagebuch herunterladen, das ich führen muss?

Sie können einen Vordruck unter dieser Adresse herunterladen: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Kontaktperson/Tagebuch_Kontaktpersonen.html .

Ich muss mich zu Hause absondern! Wo gibt es Informationen!

Sie können einen Flyer von der Homepage des Robert Koch Instituts herunterladen:

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Quarantaene/Flyer.pdf?__blob=publicationFile .

Welche Auswirkungen hat dasNeuartiges Coronavirus SARS-CoV-2 auf das Gesundheitswesen?

Die Belastung des Gesundheitswesens hängt maßgeblich von der regionalen Verbreitung der Infektion, den vorhandenen Kapazitäten und den eingeleiteten Gegenmaßnahmen (Isolierung, Quarantäne, soziale Distanzierung) ab und kann örtlich sehr hoch sein.

Was kann ich selber tun?

Um der Verbreitung von Infektionen der Atmungswege vorzubeugen, empfehlen wir, häufig die Hände mit Seife  zu waschen und beim Husten oder Niesen in ein Papiertaschentuch oder notfalls in die Ellenbeuge zu husten oder zu niesen, nicht aber in die Hand.

Vernünftig ist sicherlich, auf das Händeschütteln oder Begrüßungsküsschen zu verzichten.

Von sichtlich Erkrankten empfehlen wir auch in Anbetracht der derzeitigen Grippewelle Abstand zu halten.

Wo kann ich mich telefonisch informieren oder beraten lassen?

Für Fragen zum neuartigen Coronavirus steht Ihnen das Gesundheitsamt Altötting (08671 502-626) sowie außerhalb der Dienstzeit und am Wochenende die Hotline des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (09131 6808 5101) zur Verfügung.

Den amtsärztlichen Dienst erreichen Sie außerhalb der regulären Dienstzeiten unter der Telefonnummer 089 2176-2080.

Wie kann ich mich als älterer Mensch schützen?

Folgende Maßnahmen sollten ältere Menschen ergreifen, um sich zu schützen:

  • Reduzieren Sie soziale Kontakte soweit möglich, auch zu Gleichaltrigen, denn auch sie können Überträger sein.
  • Meiden Sie derzeit jeden unmittelbaren Kontakt zu Enkelkindern. Die Großeltern sollten möglichst nicht in die Betreuung einbezogen werden.
  • Gehen Sie nicht direkt in Arztpraxen, sondern rufen Sie im Bedarfsfall dort an, und fragen, wie Sie sich verhalten sollen.
  • Gehen Sie, falls möglich, nicht direkt in Apotheken sondern bestellen Sie benötigte Arzneimittel per Telefon und lassen Sie sich diese liefern oder nehmen Sie Hilfe aus der Familie oder der Nachbarschaft an.
  • Nehmen Sie Bring- und Lieferangebote an: durch Familie und Nachbarn, durch Supermärkte.
  • Halten Sie ihre sozialen Kontakte über Telefon oder andere Medien aufrecht.
  • Begrenzen Sie die Zahl der Personen, die in Ihre Wohnung kommen, auf ein Minimum.
  • Nutzen Sie das schöne Wetter, um spazieren zu gehen. Das stärkt Ihre Abwehr. Halten Sie auch dort mindestens zwei Meter Abstand, wenn Sie - Bekannte treffen!

Welche Regionen gelten als Risikogebiete für die Übertragung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2?

Risikogebiete sind Gebiete, in denen eine fortgesetzte Übertragung von Mensch zu Mensch ("ongoing community transmission") vermutet werden kann. Sie werden vom Robert Koch-Institut auf Basis verschiedener Indikatoren (u.a. Erkrankungshäufigkeit, Dynamik der Fallzahlen) festgelegt und veröffentlicht (https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete.html).

Am 27.03.2020 werden nachfolgende Regionen als Risikogebiete genannt:

Internationale Risikogebiete

Ägypten: ganzes Land
Frankreich: Île-de-France und Region Grand Est (diese Region enthält Elsass, Lothringen und Champagne-Ardenne)
Iran: ganzes Land
Italien: ganzes Land
Österreich: ganzes Land
Schweiz: Kantone Tessin, Waadt und Genf 
Spanien: Regionen Madrid, Navarra, La Rioja und Paìs Vasco
Südkorea: Daegue und die Provinz Gyeongsangbuk-do (Nord-Gyeongsang)
USA: Bundesstaaten Kalifornien, Washington, New York und New Jersey
 

Welche Regionen in Deutschland sind besonders betroffen?

Landkreis Heinsberg (Nordrhein-Westfalen)

Was muss ich beachten wenn ich gerade aus einem Risikogebiet zurückgekommen bin?

Wenn Sie sich in einem vom RKI ausgewiesenen Risikogebiet aufgehalten haben, sollten Sie

  • unabhängig von Symptomen – unnötige Kontakte vermeiden und nach Möglichkeit zu Hause bleiben.
  • Beim Auftreten von akuten respiratorischen Symptomen sollten sie die Husten- und Niesetikette sowie eine gute Händehygiene beachten.
  • wenn Sie ärztliche Hilfe benötigen, suchen Sie bitte nach telefonischer Anmeldung und unter Hinweis auf Ihre Reise einen Arzt auf.

Was muss ich beachten wenn ich gerade aus einem Gebiet zurückgekommen bin, in dem COVID-19-Fälle vorkommen, das aber kein Risikogebiete ist?

Wenn Sie sich in einem Gebiet aufgehalten haben, das kein Risikogebiet ist, in dem aber COVID-19-Fälle vorkommen, sollten Sie:

  • unnötige Kontakte vermeiden,
  • nach Möglichkeit zu Hause bleiben,
  • die Husten- und Niesetikette sowie eine gute Händehygiene beachten.
  • nach telefonischer Anmeldung und mit Hinweis auf die Reise  einen Arzt aufsuchen  falls  Sie innerhalb von 14 Tagen nach Rückreise Fieber, Husten oder Atemnot entwickeln.

Wo finde ich weitere Antworten zum Thema?

Weitere Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Coronavirus SARS-CoV-2 finden Sie auf der Homepage des Robert-Koch-Instituts (https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/NCOV2019/FAQ_Liste.html ).

Auch das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) (https://www.lgl.bayern.de/gesundheit/infektionsschutz/infektionskrankheiten_a_z/coronavirus/covid_uebersicht.htm ) und das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege

https://www.stmgp.bayern.de/vorsorge/infektionsschutz/infektionsmonitor-bayern/#Bekanntmachung bieten eine Vielzahl von Informationen