Grabdekoration (c) Pixabay / Manayu, 2017

Allerheiligen und Allerseelen


Die besinnliche Zeit beginnt im November mit dem Fest Allerheiligen.
Es ist ein guter christlicher Brauch, an Allerheiligen und Allerseelen unserer lieben Verstorbenen zu gedenken. Die Gräber auf den Friedhöfen erhalten neuen Schmuck. Der Gräbergang findet an Allerheiligen nachmittags nach einem Requiem für die Verstorbenen des vergangenen Jahres und zusätzlich an Allerseelen nach der Morgenmesse statt.

Früher versammelte sich die Familie in der Bauernstube  an den Abenden der „Seelenwoche“ unter dem Hergottswinkel und betete einen Rosenkranz für die Verstorbenen und drei Vaterunser für die „verstorbene Verwandtschaft“. Gott sei Dank besinnen sich wieder gläubige Familien auf das Gebet mit der Familie für die verstorbenen Angehörigen.

Die Kinder erhielten von ihren Paten und Patinnen, dem „Göd“, beim Besuch an Allerheiligen, den „Seelenwecken“, einen aus Teig in Zopfform geflochtenen Wecken.

   

Lied zu Allerseelen:

Keiner weiß wann, keiner weiß wie, doch alle werden dich sehn.
Einer sagt „jetzt“, ein anderer „nie“, doch alle werden dich sehn.
Du hast gesagt, du kommst zurück und alle werden dich sehn.
Du allein weißt den Augenblick, doch alle werden dich sehn.
Wird es Tag oder Nacht bei uns sein?
Kommst du in unser Spiel, unsere Arbeit hinein?

(Chris Kyle (Text u. Melodie))
(Manfred Siebald (Dt.Text))