Frost (c) Pixabay / Myriams-Fotos, 2017

Die drei Eisheiligen (11. bis 15. Mai)


Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und die „kalte Sophie“.
In regelmäßiger Wiederkehr treten in diesen Tagen Nachtfröste auf . Der Bauer fürchtet um seine Saaten. Übersteht die Baumblüte diese Tage ohne Schaden, ist auf eine gute Obsternte zu hoffen. Flurumgänge und Flurumritte sollten den Schutz der Götter gegen Schäden bei den aufkeimenden Feldfrüchten erflehen.
Je nach Region werden die „Eisheiligen“ Pankratius, Servatius und Bonifatius auch „die drei Gestrengen“, „Eismänner“ oder „gestrenge Herren“ genannt.
In Norddeutschland wird noch Mamertus am 11. Mai und in Süddeutschland Sophia am 15. Mai hinzugezählt.

Wer waren die „Eisheiligen2?
Mamertus war im fünften Jahrhundert Bischof im französischen Vienne. Pankratius wurde im vierten Jahrhundert in Rom als Märtyrer hingerichtet. Servatius war im vierten Jahrhundert Bischof im belgischen Tongern. Bei Bonifatius handelt es sich um einen sizilianischen Märtyrer aus dem vierten Jahrhundert. Sophia starb im zweiten Jahrhundert in Rom als Märtyrerin.

   

Bauernregeln zu den Eisheiligen:

11 Mai: Mamerz hat ein kaltes Herz.

12. Mai: Wenns an Pankratius friert, so wird im Garten viel ruiniert.

13. Mai: Servaz muss vorüber sein, willst vor Nachtfrost sicher sein.

14. Mai: Vor Bonifaz kein Sommer, nach Sophie kein Frost.

15. Mai: Vor Nachfrost du nicht sicher bist – bis Sophie vorüber ist.