Weihrauch (c) Pixabay / falco, 2017

Heiligdreikönig ( 6. Januar )


Die „Heiligen drei Könige“ waren die Weisen aus dem Morgenland,von denen das Matthäusevangelium berichtet: „Und sahen das Kindlein, warfen sich nieder, huldigten ihm, taten ihre Schätze auf und brachten ihm Gold und Weihrauch und Myrrhe.
Ihre heutigen Namen tauchten erstmals im 6. Jahrhundert auf und wurden im 9.Jahrhundert volkstümlich.

Die Nacht zum Dreikönigstag ist die letzte der zwölf geheimnisvollen Nächte. Reiches Brauchtum hat sich um diesen Tag gebildet. Die bösen und guten Mächte begegnen noch einmal dem Menschen in seiner Behausung. Den dunklen Kräften trotzt der Mensch mit dem Ausräuchern.
Auf die Kohlen werden Weihrauchkörner gestreut und nun geht der Gang durch das Haus. Dabei wird gebetet. Das Dreikönigswasser, das am Neujahrsgottesdienst geweiht wurde, wird in den Räumen des Hauses vom Keller bis zum Dachboden, in Scheunen und Ställen gesprengt. Somit ist der Zugriff zu Wohnung und Stall den bösen Geistern verwehrt.
Ein sehr beliebter und weit verbreiteter Brauch in den Tagen zwischen Neujahr und dem Dreikönigstag ist das „Heiligdreikönig-Ansingen. Die heiligen Drei Könige ziehen von Haus zu Haus und sagen ihre Verslein auf und sie schreiben auf die Außenseite der Türen ihre Anfangsbuchstaben : Kaspar, Melchior und Balthasar, dazwischen werden Kreuze gesetzt, am Anfang und am Ende erscheint die Jahreszahl.
Die heiligen Drei Könige gelten als Patrone der Reisenden.

  

Dreikönigslied:
Wir heiligen Drei König, wir kommen von fern
wir suchen den Heiland, den göttlichen Herrn.
Da stehet vor uns ein hell leuchtender Stern,
er winkt uns gar freundlich, wir folgen ihm gern.

(Volksgut)