Kerze (c) Pixabay / janwardenbach, 2017

Mariä Lichtmeß (2. Februar)


Dieses Fest ist der 40. Tag nach Weihnachten. Der Tempelbesuch Mariens ist 40 Tage nach der Geburt Christi erfolgt. Das Fest der „Darstellung des Herrn“ wird als Abschluß der weihnachtlichen Feste gefeiert.
Bedeutend ist dieser Tag wegen der kirchlichen Weihe der Kerzen, die für den kirchlichen Gebrauch, aber auch als Segensmittel für Wohnhaus und Bauernhof bei häufigen Anlässen als Abwehrmittel, z.B. gegen Gewitter (schwarze Kerzen) Verwendung finden.
Wachskerzen, Wachsstöckel und Wetterkerzen werden zur kirchlichen Segnung gebracht. Das geweihte Licht bringt Schutz vor Hagel und Blitz, brennt am Sterbebett, damit dem Sterbenden auf dem Weg zum ewigen Richter das Böse fern gehalten werde.

Maria Lichtmeß war früher ein Bauernfeiertag.
Das Jahr für den Dienstboten war beendet. Im Lichtmeßmarkt trafen sich die Bauern und Dienstboten und der Bauer erstand für das kommende Jahr seine Knechte und Mägde.
Am Abend vereinte sich die gesamte Bauernfamilie mit ihrem Gesinde zum gemeinsamen Rosenkranz, bei dem das neu geweihte Wachsstöckl zum erstenmal angezündet wurde.

Heute wird in vielen christlichen Familien der überlieferte Brauch des Rosenkranzgebets aber mit dem Abbrennen von kleinen dünnen Kerzen, die auf einem diagonalen Kreuz geklebt werden, noch gelebt. Dabei wird der Rosenkranz zeitlich so begrenzt, bis die Kerzen vollständig abgebrannt sind.

Bauernregeln zu Lichtmess:
Ist's zu Lichtmess mild und rein,  wird’s ein langer Winter sein.

Wenn's an Lichtmeß stürmt und schneit, ist der Frühling nicht mehr weit;
ist es aber klar und hell, kommt der Lenz wohl nicht so schnell.

Lichtmess trüb, ist dem Bauern lieb – Lichtmeß im Schnee, Palmsonntag im Klee.

 

Lied zu Lichtmeß:
Im Frieden dein, o Herre mein,
lass ziehn mich meine Strassen.
Wie mir dein Mund gegeben kund,
schenkst Gnad du ohne Maßen,
hast mein Gesicht das sel'ge Licht,
den Heiland, schauen lassen.

(Altes Lobgottes Nr. 473)