Der Zoll zu Marktl in den Jahren 1517 und 1537 und die durchfahrenden Salzfuhrleute (Band 29)

Bekanntlich war Salz das weiße Gold des Mittelalters und sehr kostbar. Es war sehr schwer zu gewinnen und lebensnotwendig für Mensch und Tier sowie zur Haltbarmachung von Speisen. Mindestens zwei Gramm muss ein Mensch täglich zu sich nehmen, um keine schweren gesundheitlichen Schäden zu erleiden. Salz war das wichtigste und älteste Fernhandelsgut. Dass eine nicht unwichtige Salzstraße im Mittelalter von Burghausen über Marktl nach Niederbayern verlief, ist in der Literatur nur wenig bekannt. In dem umfassenden, zweibändigen Werk "Salz Macht Geschichte", herausgegeben 1995 vom Haus der Bayerischen Geschichte, wurde der Salzhandelsweg über Marktl nicht ein einziges Mal erwähnt. Nach den darin enthaltenen Beiträgen von Lorenz Maier und Dr. Johann Dorner verlief der gesamte Salzhandel des Reichenhaller und Halleiner Salzes nach Niederbayern und in das nördliche Oberbayern über den Verteilerknoten Neuötting. An Hand von zwei Zoll-Einnahme-Rechnungen aus den Jahren 1517 und 1537 sollen die Bedeutung dieser Salzstraße über Marktl und vor allem das Herkunftsgebiet der Salzfuhrleute und die Verbreitung des transportieren Salzes beleuchtet werden.

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