Die Osterwies zwischen Heiligenstatt und Altötting - (Band 34)

Geschichtlicher Abriss
Die Hochterrasse beim "Wallner an der Osterwies" war schon vor Jahrtausenden Anziehungspunkt für die Menschen der Steinzeit und der frühen Bronze- und Eisenzeit. Neben zahlreichen Silexgeräten und den bei der Herstellung angefallenen Abschlägen wurden auch in sehr hohem Maße Keramikscherben aus vorchristlicher Zeit gefunden. Das sicherlich älteste Fundstück von der Osterwies ist ein mesolithischer Mikrokratzer, dessen Alter auf 8500 - 7000 vor Christus datiert wird. Eine Keramikscherbe aus der Zeit der Linearbankkeramik ist bislang ein Einzelfund dieser Kultur, dennoch auch ein Hinweis auf eine frühe Besiedelung des Landkreises und nicht alter als 5000 v. Chr.

Neben den Quellaustritten an der Hangkante zur Niederterrasse war sicherlich auch das Vorhandensein von Ton und Lehm, wie es zur Herstellung von verschiedenen Gütern notwendig war, der Grund für die vorgeschichtliche Besiedelung auf der Hochterrasse. Daneben bot auch ein fruchtbarer Mineralboden die Voraussetzung für das Sesshaftwerden der frühen Ackerbauern.

Aus dem Jahr 1994 sind steinzeitliche Lesefunde auf der Osterwies vom Bereich der Niederterrasse zwischen Altötting und Tüßling bekannt, die sich größtenteils aus Feuersteinabschlägen verschiedener Varietäten zusammensetzen. Für das Gebiet westlich von Altötting wird nach neuesten Erkenntnissen sogar eine "Feuchtbodensiedlung" vermutet, die in den Zeitraum zwischen 3800 und 3300 vor Christus zu datieren ist.

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