Der junge Priester Peter Kaiser (Foto: privat)

Heimatpriester Peter Kaiser aus Halsbach - abgestürzt 1914 in den Dolomiten (Band 28)

Auf dem Pristergrab im Halsbacher Friedhof ist unter den verstorbenen Geistlichen aus der Pfarrei der Name Peter Kaiser, geboren am 28. April 1886, gestorben am 25. Juli 1914 zu lesen. Peter Kaiser stammte aus einer angesehenen Bauernfamilie in Hollerberg: dem "Freund-Hof". Er hatte sieben Brüder und eine Schwester. Der junge Peter war sehr begabt, und sein größter Wunsch war, einmal Priester zu werden. Seine Eltern, Johann und Anna Kaiser, ermöglichten es ihm unter großen Entbehrungen für die restliche Großfamilie, diesen Weg zu gehen. Er kam nach Burghausen ins Gymnasium, das er im Jahr 1907 mit einem hervorragenden Erfolg absolvierte. Bei der Schlussfeier sprach er sogar den Prolog. Nach Vollendung der philosophischen Studien in Passau wurde er in das Georgianische Klerikalseminar in München aufgenommen.

Eine große Leiderschaft von Peter Kaiser war in seiner Freizeit das Bergsteigen. Er nutzte dabei jede Gelegenheit und erklomm so manchen Gipfel. Als Student kam er aber auch sehr gern nach Hause. Da saß man abends oft mit der nachbarlichen Familie gemeinsam auf dem "Loanbeng" (Hausbank). Vieles gab es zu erzählen, zu diskutieren und zu philosophieren.

Mit den drei Mädchen, sechs Buben und den Dienstboten vom benachbarten "Nöbauerhof" wurde auch abens öfters lustig gesungen und muzsiziert. Die Mutter war um das Wohl von Peter sehr besorgt; als zukünftiger Priester durfte ihm ja kein Dirndl gefallen. Und so holte sie ihn an solchen unterhaltsamen Abenden immer schon früher ins Haus. Am 9. Juli 1912 feierte Peter Kaiser in Halsbach seine Primiz mit großer Beteiligung der Pfarrangehörigen. Die Eltern waren sehr stolz auf ihren Priestersohn.

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