Abbildung des ehem. Herzogbades

"Herzogin Brunn" / Herzogsbad und die edlen Burgbewohner (Band 36)

Das aus der Tiefe sprudelnde Nass war, und bleibt es unaufhörlich, ein naturgegebenes Heil- beziehungsweise Arzneimittel, ein Lebenselixier. Und so schrieb der deutsche Philologe Karl Gotthelf Jakob Weinhold (1813-1901) einst: "Wer jemals durstig ... aus sprudelnder Quelle Erquickung und Stärkung der Glieder und der Gedanken schöpfte oder wer nur aus heilsamen Brunnen und Bade die Hoffnung, wohl auch die Gewissheit neuer Gesundheit empfing, der hat an sich erfahren, was die Völker der Erde zu dankbarer Verehrung des Wassers getrieben hat".

Umfassende Verehrung, um nicht zu sagen Ehrfurcht, dürfte auch Herzogin Hedwig (1457-1502), die polnische Königstochter und Gemahlin des Landshuter Herzog, Georg der Reiche, der unweit der Burghauser Burg - dieser wehrhaften Neben-Residenz der "reichen Landshuter Herzöge" - aus dem Berg drängenden Quelle entgegengebracht haben. Wie Johann Dorner in einer Publikation schreibt, könnte man sich durchaus vorstellen, dass sie "zusammen mit ihren Hofdamen an sonningen Tagen einen Spaziergang zu ... ihrer Quelle am Wöhrseebach unternommen (hat), um sich dort am heilkräftigen Wasser zu erfrischen und neue Kraft zu gewinnen".

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