Schloss Klebing bei Pleiskirchen (Zeichnung aus: "Heimatland", Nr. 1, Januar 1951, S. 3)

- Zur Geschichte von Schloss Klebing bei Pleiskirchen, Landkreis Altötting -

In den Kunstdenkmälern Bayerns, Band "Landkreis Altötting", wird das Schloss Klebing wie folgt beschrieben:

"Stattlicher Bau, der sich mit vier Flügeln um einen nicht genau rechtwinkeligen Hof legt. An der einen Seite des Hofes Laube mit ein und einer halben Arkade. In beinahe sämtlichen teilen drei Geschosse.

Das Äußere entspricht, von einigen vorspringenden Risaliten (Südostseite) abgesehen, der durch den Hof bedingten Anlage. Die einfache Silhouette des malerisch aus einem Park sich hervorhebenden Baues wird lediglich an der Nordostseite durch ein unten vier-, oben achtseitiges Tortürmchen mit Kuppel belebt."

In einem Beitrag von Otto Bender im "Heimatland" Nr. 1 und 2, einer Beilage zum "Oettinger und Burghauser Anzeiger" 1951, werden handschriftliche Aufzeichnungen von Prof. Dr. Otto Sickenberger verarbeitet, der von 1935 bis 1945 in Klebing wohnte. Nach dessen Forschungen gehen die baulichen Anfänge des Schlosses auf einen Herrn Pleidolf von Brucke, dem Stifter der Pfarrei und der Kirche Pleidolfskirchen, später Pleiskirchen zurück, der in salzburgischen Urkunden von 1090 bis 1150 mehrfach bezeugt ist. Er könnte auch der erste Herr und der Erbauer des Schlosses Klebing sein, was mit der Baugeschichte des Schlosses durchaus übereinstimmen würde.

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