Der Straßenbau von Neuötting über Reischach nach Eggenfelden 1818 – 1828 (Band 33)

Bereits im Mai 1766 erging ein Schreiben der Kurfürstlichen Regierung in München an das „Gericht Eggenfelden“: „Die Vizinal Straß Erhebung über Reischa nach Neuenöetting“ betreffend. In diesem Schreiben wird betont, dass der „Curfürstliche Warenb’schauer über Landt Peter Hueber wegen der Errichtung der Hochstraß von Eggenfelden über Reischa nacher Neuen Oetting“ die Regierung gebeten hatte, dass man diese Straße, die dem „Getreidehandel dienlich und auch im Interesse der Regierung verträglich sei, bestellen zu lassen gedenken möchte“. Auch sollte dem Schreiben nach ein Protokoll darüber aufgenommen werden und dabei der „Würt zu gedachten Reischa“ über die Sache vernommen werden. Anschließend sollte dann der „Gutachtungs – Bericht“ aus Eggenfelden wieder an die Regierung zur Kenntnisnahme weitergeleitet werden. Der Brief ist datiert: „München den 6ten May ao 1766, gez. v. Stubenrauch“. Die ganze Sache fand in München jedoch keinerlei Gehör. Die Zeit war noch nicht reif dafür. Auch ist dieses Schreiben das älteste erhaltene der betreffenden Straßenbau – Akten.

Wie ging es nun weiter?

28 Jahre später, am 14. Juni 1794, erging bezüglich dieser besagten Straße von „Joseph Sigert, Kgl. Posthalter und bürgerlicher Weingastgeber zu Eggenfelden, an die Churfürstliche Ober Landes Regierung“ wieder ein Gesuchsschreiben in dieser Angelegenheit. In diesem heißt es unter anderem: „Die Frühlingszeit gehet bereits vorüber, an welcher in der Regel die Strassen – Anlegungen“ durchgeführt werden und er habe leider noch keine brauchbare Straße. Er jammerte auch, dass die schon „3 Jahre andauernde und immer noch anhaltende große Theuerung“ zum Kauf von „Fourage, Haaber, Heu und Stroh“ allgemein bekannt sei und er als „angestellter Posthalter mehr Pferde um das theuere Geld beschaffen muß, als er sonst notwendig hätte“. …