Wappenschild: Tüsbach - Aichelberg - Pfäffing

Wappenschilde in der Klosterkirche Raitenhaslach - Fundgrube für Heraldiker (Band 30)

Zum 600-jährigen Klosterjubiläum, 1746, erhielt die Klosterkirche Raitenhaslach unter Abt Robert Pendtner ein neues "Festgewand". Der Hochaltar und die Seitenaltäre wurden neu gestaltet, das Presbyterium mit dem mächtig anmutenden blauen Stuckvorhang (Draperie) in eine großartige "Bühne" verwandelt. In der Gewölbeschale wurde großflächig die Lebensgeschichte des Ordensheiligen Bernhard von Clairvaux dargestellt.

An die Pilaster der Wandpfeiler und das darüber liegende Kranzgesims kamen 130 Wappen von Adelsfamilien und Personen, welche mit dem Kloster in enger Verbindung standen. Als "Guttäter des gottshaus Raitenhaslach" (Stifter von Haus- und Grundbesitz), kauften sie sich zu Lebzeiten einen Begräbnisplatz im Klosterbereich, sowie das Lesen einer Jahresmesse für das Geschlecht, die so genannte Seelgerätsstiftung. Zur Zeit der barocken Ausstattung waren die meisten Geschlechter bereits ausgestorben, mit den Wappen der Familien sollte die Erinnerung an die Stifter wach gehalten werden. ...