siehe Bildbeschreibung

Wolfgang Kolberger, Kanzler und Schlossbesitzer (Band 39)

Geboren um 1445 in Altötting, verstorben nach dem 16. April 1519 wahrscheinlich in Neuburg an der Donau.

Um 1500 prägte der Altöttinger Schulmeistersohn Wolfgang Kolberger das öffentliche Geschehen in der Wallfahrtsstadt. Wohl 1490 kaufte Kolberger vom Neuöttinger Bürger und Wirt Ortolf Wiesbeck den "Sitz" Kolberg "als eine freies eigen Gut, laut der Briefe, darüber gegeben". Propst Mayr als Obereigentümer des Kolberghofes erklärte sein Einverständnis mit dem kauf und umschrieb die Lage des Hofes "zu Altötting, zwischen den Bächen der Mörn und dem Bach, der herab durch das Wiesmahd, die Sicking genannt, rinnt". Der spätere Besitzer ließ das Anwesen abreißen und als "Kolbergschlössl" erweitert neu erbauen, wie es sich im Wesentlichen heute noch darstellt.

Am Ostersonntag, den 27. März 1502 ließ Herzog Georg der Reiche von Landshut seinen bisher engsten Vertrauten und Kanzler Wolfgang Kolberger überraschend festnehmen und inhaftieren. Seine gesamten Besitzungen wurden entschädigungslos eingezogen. Sol stellt sich in kurzen Worten der steile Aufstieg, aber auch der tiefe Fall eines Menschen im Räderwerk der Geschichte dar. 

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