Pitopia / Bernhard Hayo, 2010

Ortsnamenssuche


Dem Wunsche und der Bitte des Landratsamtes Altötting entgegenkommend, habe ich alle 1260 Ortsnamen in sämtlichen 24 Gemeinden des Landkreises erfasst, ihre urkundlichen Erwähnungen im Laufe der Jahrhunderte aus vielerlei Quellen erforscht und ihre verschiedenen Schreibweisen wiedergegeben. Über 7000 einzelne historische Variationen dieser Ortsnamen wurden dabei ausgewählt und ihre Fundstellen angegeben. Für den daran besonders Interessierten ist damit eine Nachprüfbarkeit und Einstiegsmöglichkeit zur weiteren Erforschung der Heimatgeschichte gegeben.

Ziel der vorliegenden Arbeit war es, eine einigermaßen verlässliche Erklärung zu allen Ortsnamen zu geben. Es war dies eine langwierige und schwierige, doch sehr interessante Arbeit für mich. Freilich, bei manchen dieser Namen musste es nur bei einem Erklärungsversuch bleiben; ein paar konnten überhaupt nicht erklärt werden und dass man sich da und dort gelegentlich auch irren kann, dürfte gerade bei einem solchen Thema wohl auch begreiflich sein.

Zudem will und kann diese Arbeit kein Werk eines Etymologen oder diesem Fachgebiet verwandten Wissenschaftlers ersetzen. Aber auch ein Wissenschaftler weiß, dass die allermeisten unserer Ortschaften schon längst existierten, ehe ihre Namen ihren ersten schriftlichen Niederschlag fanden und dass während dieser Zeitspanne, die oft Jahrhunderte lang sein konnte, sich der ursprüngliche Name und Sinn mehr oder weniger stark, ja sogar völlig verändern konnte. Weiteres Ziel meiner Arbeit war es auch, dass der Leser nicht mit einer für ihn unbegreiflichen, künstlichen Lautschrift zur Erklärung der mundartlichen Aussprache des Ortsnamens und auch nicht mit allerlei sonstigen komplizierten Fachausdrücken, die er nicht versteht, "gefoltert" wird. Er soll vielmehr das, was er liest, auch verstehen können. Die bei der Darstellung der Texte dennoch notwendig gewesenen Abkürzungen und sonstigen hier vorkommenden Begriffe, sind in den nachfolgenden Erläuterungen für jeden leicht verständlich erklärt.

Somit hoffe ich, dass dieses etymologische Ortsnamensverzeichnis die Bevölkerung unseres Landkreises und auch darüber hinaus, gleich ob jung oder alt, interessiert, ihr Freude bereitet und dass sie einen Nutzen daraus ziehen möge. Auch ist es mein Wunsch, dass damit die Liebe zu unserer schönen Heimat und ihrer Geschichte, die ohne die Kenntnis der Herkunft unserer Ortsnamen nur unvollständig bleiben müsste, vertieft oder wo nötig, sogar neu entdeckt werden möge.

Unsere Ortsnamen sind ein Schatz, den es zu hüten, zu pflegen und zu erhalten gilt; sie sind ja meist die ältesten Urkunden der geschichtlichen Zeit unserer Heimat überhaupt.

Dank gebührt an dieser Stelle den Damen der Schreibkanzlei des Landratsamtes Altötting (Frau Wagner und Frau Fleidl) für die Übernahme der Computer-Schreibarbeiten sowie dem Landkreis Altötting für die finanzielle Unterstützung bei der Beschaffung einiger Unterlagen aus dem Staatsarchiv München und Herrn Siegel (Landratsamt) für die Anfertigung der Übersichtskarten zu den einzelnen Gemeinden.

Ebenso gebührt den Gewährsleuten für die Bereitschaft zur richtigen Wiedergabe der mundartlichen Aussprache der Ortsnamen in den jeweiligen Gemeinden bzw. Gemarkungen ein Dankeschön.

Nicht zuletzt auch Dank Herrn Alois Remmelberger, für die Überlassung von verschiedenen Archivalien zur Geschichte der die allermeisten Ortschaften aufweisenden Gemeinde Burgkirchen a.d. Alz.

Pfaffenberg im Januar 2002

Alois Stockner

Ortsname Gemeinde Gemarktung Urkundlich Beschreibung Art
Altötting Altötting

(mundartl.: „Oideding");

urk.

748 Autingas 72

792 Aotingas 72

815 Otingas 72

879 Oeting 72

888 Odingun 77

1040 Otingen 6

1135 Ottinge 8

1231 vetus Odingen 8

1263 veteri Oetinga 6

1336 ze alten Oetyng 72

1399 Altenoeting 72

1435 Altötting 34

1602 Altenötting 52

Bei den Leuten eines Mannes namens Authari oder Auto, auch Oto (altd. PN). Ab etwa 1230 wird deutlich von vetus Odingen (= das alte Ötting) und novi Odingen (= das neue Ötting) unterschieden. Vgl. Neuötting! Kreisstadt, Pfa, Ki
Aicher Altötting RHT

(mundartl.: „Oachá");

urk.

1435 Aichach 34

1526 Aich 40

1560 Aicher 46

1602 Aicher 52

1904 Aicher 21

Der Eichenwald bzw. der am Eichenwald hausende. W
Aigner Altötting FKA

(mundartl.: „Oingá");

urk.

1300 an dem aigen 19

1407 zum Aign 32

1435 Am Aigen 34

1560 Aigner 46

1602 Aigner 52

Frei eigenes, also keiner Grundherrschaft angehöriges Gut. E
Auffang Altötting FKA

(mundartl.: „Auffang");

urk.

1612 Auffang 55

1721 Auffang 55

1904 Auffang 21

Ein „Auffang" ist ein gerodeter und unter den Pflug genommener Waldboden, der anfangs nicht dem Flurzwang unterstand. W
Baumanngütl Altötting RHT

(mundartl. heute: „Jetz");

urk.

1560 Pauman 46

1598 Pauman 51

1602 Pauman Guetl 52

1904 Baumanngütl 21

Kleines, landwirtschaftliches Anwesen (Gütl), das von einem „Baumann" (= landwirtschaftl. Vorgeher eines größeren Gutsbetriebes, z.B. eines Klosters oder einer Brauerei bewohnt bzw. bewirtschaftet wird. Name aber auch von einem Familiennamen sich ableitend möglich (z.B. wie derzeit „Jetz"). E
Beck Altötting RHT

(mundartl.: „beim Beckn");

urk.

1300 der pekch 19

1526 Peckh 77

1560 Pegckh 46

1602 Pegkh 52

1904 Beck 21

Wohl von "beck" = Bäcker sich ableitend. Nicht auszuschließen jedoch auch ein Bauer, dessen Gehöft sich nahe an einer kesselförmigen Quelle (Becken) befindet. E
Berrgütl Altötting RHT

(mundartl.: „Bergüadl");

urk.

1435 Viecht 34

1560 Viechtner 46

1602 Viechtner Güetl 52

1760 Oberfichtner 62

1904 Berngütl 21

Ursprüngl. Bedeutung: Fichtenwald, später dann ein kleines landwirtschaftliches Anwesen (Gütl), das seit 1846 zum „Bärenbräu" in Neuötting gehörte und nach ihm benannt wurde 77. E
Brandmaiergütl Altötting RHT

(mundartl. heute: „Oanedá");

urk.

1904 Brandmaiergütl 21

Ein jüngeres Anwesen, das wohl stets nach dem Familiennamen des jeweiligen Eigentümers (z.B. Brandmaier, heute Ainöder) benannt wurde. E
Dürschl Altötting RHT

(mundartl.: „Düaschl");

urk.

1517 Dürsstl 39

1526 Türschlern 77

1560 Türschtl 46

1602 Dürschtl 52

1904 Dürschl 21

Ein Riese (übergroßer Mensch) wurde einst "Dürschl" (mhd. türs(l)) genannt. E
Feldhütter Altötting OKA

(mundartl.: „Föidhüaddá"; Anwesen in Abgang gekommen!);

urk.

1560 Ruepschneider am Reut 46

1602 am Reut 52

1671 im Reith 58

1721 in Reith 56

1904 Feldhütter im Reit 21

Ein Feldhüter ist ein Flurwächter, d.h. ein Mann, der die Fluren (Felder, Wald, Wiesen) zu überwachen (hüten) hatte. Ein solcher hauste wohl einst auf diesem Anwesen „am Reut" (= gerodeter Waldboden); als Familienname nicht auszuschließen! E
Geisberg Altötting RHT

(mundartl.: „Geischbeag(á)");

urk.

1435 Geÿersperg

1495 Geyersperg(er) 39

1560 Geiersperg 46

1602 Geÿrsperger 52

1904 Geisberg 21

Berg, auf dem es viele (Aas-)Geier gibt (z.B., wenn sich dort einst ein sog. Viertelgalgen befand). E
Giglhub Altötting RHT

(heute beim „Hánninger");

urk.

1517 Guglhueber 39

1526 Güblhueb 77

1560 Giglhueb 46

1602 Giglhueber 52

1904 Giglhub 21

Eine Hube (= ½-Hof), welche sich auf einem „Gugl" (= runder Berg, Hügel) befindet. E
Graming Altötting OKA

(mundartl.: „Gráming");

urk.

1300 Graemling 19

1435 Graemling 34

1517 Grämling 39

1560 Grämbling 46

1602 Grämbling 52

1904 Graming 21

Bei den Leuten eines Mannes namens Graman (altd. PN, auch Grahaman und ähnl.) D
Harrer a.Holz Altötting OKA

(mundartl.: „Hoarrá");

urk.

1517 Harder vorm Hollz 39

1529 Harrer vorm Holtz 41

1560 Harder vorm Holz 46

1602 Hardter 52

1904 Harrer am Holz 21

Der am „Hart" (= lichter Weidewald) hausende. Als der Sinn des ursprüngl. Namens nicht mehr verstanden wurde, hängte man dem Namen folgerichtig das „am Holz" an, was nun wortwörtlich aber den Doppelsinn „der am Hart (= Wald) am Holz (= Wald) hausende" ergibt. E
Hilger Altötting RHT

(mundartl.: „Heigl");

urk.

1526 Oberlehner 40

1560 Oberlechner 46

1602 Oberlechnerguet

1808 Oberlehen 65

Als das Oberlehneranwesen im 19. Jahrh. an den "Hilgerbräu" in Neuötting gelangte, setzte sich der Name "Hilger" durch 77. Der derzeitige Name "Heigl" weist auf einen Familiennamen eines späteren Besitzers dieses Anwesens hin. E
Holzaich Altötting RHT

(mundartl.: „Hoizoach(á)");

urk.

1904 Holzaich 21

Name hier wohl von einer mächtigen Eiche in Nähe eines Waldes (Holz) sich ableitend. E
Klausen Altötting OKA

(mundartl.: „Glausn");

urk.

1904 Klausen 21

Klause eines Einsiedlers (?) E
Kraft Altötting RHT

(mundartl.: „Grafn");

urk.

1517 Graft 39

1560 Crafft 46

1602 Crafft 52

1904 Kraft 21

Kraft, Craft (altd. PN); im Mittelalter bei Rittern u. Adeligen beliebter Name, z.B. Graf Kraft v. Toggenburg (Minnesänger); es bedeutete urspr. Stärke, Vermögen. E
Kronzagl Altötting RHT

(mundartl.: „Granzogl");

urk.

1517 Krannzagll 39

1526 Kranzagl 40

1560 Khransagl 46

1602 Kransagl 52

1904 Kronzagl 21

Zagl (Zogl) = Zipfel, Ende; hier ein abgelegener Geländezipfel, wo sich Krähen sammeln. E
Lehner Altötting RHT

(mundartl. heute: „Detter" genannt);

urk.

1300 Lehen 19

1517 Lehnner 39

1560 Lechner 46

1602 Lechner 52

1904 Lehner 21

Landwirtschaftl. Anwesen, das dem darauf sitzenden Bauern von seiner Grundherrschaft auf Lehensbasis (= eine Form von Zeitleihe) überlassen ist. Der heutige Hofname „beim Detter" ist ein Schreibname eines ehemaligen Besitzers dieses Anwesens. W
Loder Altötting RHT

(mundartl.: „Lodá");

urk.

1435 Viecht 34

1560 Viechtner 46

1602 Viechtner Guet 52

1760 Feichtnergüetl 62

1904 Loder 21

Der Name „Loder" leitet sich vermutl. von einem Familiennamen eines einstigen Besitzers ab, der ursprüngl. Name „Viecht" dagegen von Fichtenwaldung. E
Loha Altötting OKA

(mundartl.: „Löjá");

urk.

1234 Lohen 9

1300 daz Lohen 19

1904 Loha 21

In der Lohen (ahd. und mhd. Loh = Lichtung im Wald, auch Wiese im Wald). W
Marienfeld Altötting RHT

(mundartl.: „Marienföid");

urk.

1526 Oberschneidlehen 40

1560 Oberschneidlechner 46

später Lustfeld 77

1904 Marienfeld 21

Heutiger Name seit 1850 (Erwerb des Anwesens durch das Institut der Engl. Fräulein in Altötting); 77 Gesamtgebäude derzeit z.T. in Privatbesitz. Bezügl. des alten Ortsnamens siehe Schneidlehen! E, Ki
Oberholzhausen Altötting RHT

(mundartl.: „Owáhoizhausn");

urk.

1164 Holzehovsen 8

1300 Holtzhavsen 19

1560 Oberholzhausen 46

1602 Holzhausen 52

1904 Oberholzhausen 21

Bei den oberen Häusern am Holz (= Wald). Vgl. Unterholzhausen! D
Oberschlottham Altötting OKA

(mundartl.: „Owáschlodham");

urk.

1179 Slatehaim 11

1234 Slathaim 9

1300 Slothaim 19

1407 Slathaim 32 und Obernslothaim 32

1435 Slothaim 34

1560 Obernschlothaim 46

1602 Obern Schlodthaimb 52

1904 Oberschlottham 21

(Obere) Heimstatt im Schlott (ahd. und mhd. slât, mundartl.: Schloud = breiter und langer, z.T. auch sumpfiger Graben (mhd. slade = Schilfrohr, Sumpf); ham = Heim = Heimstatt. Vgl. auch Unterschlottham! W
Pichl Altötting RHT

(mundartl.: „Buiá");

urk.

1407 Büchler auf dem Raitenhart, genannt zum Püchl 32

1517 Puechlfelder 39

1560 Püchler 46

1904 Pichl 21

Ein Bichl (Pichl, ahd. buhil) ist ein Hügel (kleiner Berg). Der Büchler ist der auf dem Büchel (Bichl, Pichl) am Raitenhart (= gerodeter Weidewald) hausende. E
Rechlgütl Altötting RHT

(mundartl. heute: „Stahl");

urk.

1234 Froschaim 9

1435 Froschhaim 34

1560 Froshamer 46

1602 Froschhaimer Guet 52

19. Jahrh. Pallaufgütl 77

1904 Rechlgütl 21

Ein einst zur Neuöttinger Brauerei „Pallauf", später dann zur „Brauerei Rechl" gehörig gewesenes kleines Anwesen (Gütl). Der ursprüngliche Name „Froschhaim" ist auf „Heimstatt der Frösche" zu deuten, also Ort, wo es viele Frösche gibt. E
Schmalgütl Altötting RHT

mundartl. derzeit: „Blimelhuawá");

urk.

1526 Pühlfelder 40

1560 Püchelfeldner am Raitnhart 46

1760 Pichlfeldnergut 62

1904 Schmalgütl 21

Der Name dieses Gemeindeteiles ist auf den einstigen „Schmal-Bräu" in Neuötting zurückzuführen, der dieses Anwesen einst erworben hatte 77. Der derzeitige Hausname leitet sich vom Familiennamen des Hofbesitzers ab. Der ursprüngliche Name „Pühlfelder" dagegen deutet auf bergige, hügelige Felder (ahd. buhil = Bichl, Bühl = Hügel). E
Schmidhub Altötting RHT

(mundartl.: „Schmidhuawá", zuletzt „Landes"; heute ist das Anwesen wegen Erweiterung des Kiesabbaues in Abgang gekommen!);

urk.

1234 Smidhvbe 9

1517 Schmidhueber 39

1560 Schmidthueber 46

1602 Schmidthueber 52

1904 Schmidhub 21

Eine Hube (= ½-Hof), zu welcher auch eine Schmiede gehört. E
Schmied i.Lindach Altötting OKA

(mundartl.: „Schmid án Lindá");

urk.

1300 ze Lintach 19

1529 Schmid in Lindach 41

1560 Schmid von Lindach 46

1904 Schmidt in Lindach 21

Schmiedeanwesen an einer Lindenwaldung. Namensänderung mit Beischeid der Regierung von Oberbayern vom 05.10.1995 (bisher: Schmidt i.Lindach).
Schneideraich Altötting RHT

(mundartl.: „Beim Baron");

urk.

1904 Schneideraich 21

Bei der "Schneidereiche" (Flurname, nach einer markanten Eiche benannt). Der Name „Beim Baron" deutet auf einen einstigen adeligen Besitzer dieses Anwesens hin (Baron Paul Wolf v. Todenwarth).
Schneiderwimm Altötting RHT

(mundartl.: „Schneiderwimm(á)"; heute „Bartlsperger");

urk.

1602 Widbm 52

1643 Schneid(er)wibmer 77

1904 Schneiderwimm 21

Ursprüngl. ein Widmungsgut einer Pfarrkirche (wimm, widem = Widmung, widmen); später hauste darauf wohl längere Zeit ein Schneider (Berufs- od. Familienname?) E
Schneidlehen Altötting RHT

(mundartl.: „Schneidlehná");

urk.

1560 Schneidlehner 46

1602 Schneidlechner 52

1904 Schneiderlehen 21

Name vom ahd. sneida, mhd. sneite, nhd. Schneise; in einer durch den Wald (Auwald) geschlagenen Schneise gegründetes Anwesen, das von der Grundherrschaft dem Besitzer auf Lehensbasis (eine Form von Zeitleihe) überlassen ist. E
Seidlgütl Altötting RHT

(mundartl.: „Seidl");

urk.

1526 Fränzl

1560 Frännzl 46

1602 Frännzlguet 52

1760 Fränzlgütl 62

1904 Seidlgütl 21

Ein im 18. Jahrhundert zum damaligen „Seidl-Bräu" in Neuötting gekommenes Anwesen 77 (Fränzl, Fránzl = Kurzform für Franz). E
Stadel Altötting RHT

(mundartl.: „Stolá");

urk.

1407 Stadelhof aufm Raytnhard 32

1517 Stadler 39 und Niderstadler 39

1560 Stadler 46

1602 Stadler 52

1904 Oberstadl 21 und Unterstadl 21

Ursprünglich ein sog. Scheunen- oder Stadelhof (lat. curia stabularia), bei dem später auch ein Haus gebaut und somit ein richtiger Bauernhof daraus wurde. W
Staudham Altötting RHT

(mundartl.: „Staudham");

urk.

1234 Stvothaim 9

1300 Stautham 19

1435 Stauthaim 34

1517 Staudhaim 39

1560 Staudhamm(er) 46

1602 Staudthaim 52

1904 Oberstaudham 21 und Unterstaudham 21

ham = Heim; hier Heimstatt an einem Staudenwald (Gebüsch, Strauchwerk). W
Unterholzhausen Altötting RHT

(mundartl.: „Undáhoizhausn");

urk.

747 Hulthusir 8

1130 Holzhausen 77

1164 Holzehovsen 8

1207 Holczhauss 8

1300 Holtzhavsen 19

1407 Holczhawsen 32

1541 Holltzhausen 6

1568 Nid' Holtzhausen 77

1602 Holzhausen 52

1904 Unterholzhausen 21

Bei den (unteren) Häusern am Holz (= Wald); wobei Unterholzhausen mit seiner Kirche zweifellos älteren Ursprungs ist und als das eigentliche „Hulthusir" gelten kann. D, Pfa, Ki
Unterschlottham Altötting OKA

(mundartl.: „Undáschlodham");

urk.

1179 Slatehaim 11

1234 Slathaim 9

1407 Slawthaim 32

1435 Slothaim 34

1517 Slotham 39

1560 Vnnd'nschlotham 46

1602 Vnndtern Schlotthaimb 52

1904 Unterschlottham 21

(Untere) Heimstatt im Schlott (ahd. und mhd. slât, mundartl.: Schloud = breiter und langer, z.T. auch sumpfiger Graben (mhd. slade = Schilfrohr, Sumpf); ham = Heim, Heimstatt. Vgl. auch Oberschlottham! W
Wallner a.d.Osterwies Altötting OKA

(mundartl.: „Woiná á dá Ojsdáwis");

urk.

1517 Waldner 39

1560 Waldner 46

1602 Wallner 52

1904 Wallner an der Osterwies (mit Aigner) 21

Der am Wald (in der Nähe der Osterwies) hausende; (ahd. ôstar = östlich, ostwärts, eine östlich [von Tüßling] liegende große Wiese. E
Wasserwimm Altötting RHT

(mundartl.: „Wossáwimm");

urk.

1602 Wibmer 52

1643 Wasserwibmer 77

1904 Wasserwimm 21

Ein am Wasser (Inn) gelegenes Widmungsgut (einer Pfarrkirche od. Kirchenpfründe). E
Burghausen Burghausen BUH

(mundartl.: „Buaghausn“);

urk.

1025 Burchusun 8

1130 Burchusen 8

1240 Burchusen 10

1300 Burgkhausen 19

1342 Burckhausen 12

1435 Burkchawsen 34

1520 Burghausen 12

Bei den durch eine Burg geschützten Häusern. Stdt, Pfa, Ki, B
Aching Burghausen RHS

(mundartl.: „Åching(à)“);

urk.

1334 Aeichach 11

1438 Aychach 11

1517 Aichinger 39

1602 Ayhing 52

1671 Aichinger 78

Eichenwaldung. E
Auberg Burghausen RHS

(mundartl.: „Aubeag“);

urk.

1180 Oveberge 11

1255 Avperch 11

1334 Auperch 11

1517 Awperger 39

1602 Auperg 52

1611 Auperger 11

Anhöhe (Berg) über einer Aue (hier über der Salzachau). Vgl. auch Auberg, Gde. Burgkirchen a.d. Alz! E
Bergham Burghausen RHS

(mundartl.: „Beagham“);

urk.

1185 Perchaim 5

1234 Perchaeim 9

1481 Perkhaim 11

1560 Perkham 46

1602 Perckhaim 52

1671 Perkham 78

Ansiedlung (Heimstatt) auf dem Berg (Anhöhe). Vgl. auch Bergham, Gde. Burgkirchen a.d. Alz! D
Eisenhammer Burghausen RHS

(mundartl.: „Eisnhammá“);

urk.

1785 das „Pfannschmidhäusl“ genannt 11

Eine im Jahr 1611 vom Kloster Raitenhaslach gegründete Hammerschmiede. 1803 reales Pfannschmiedrecht 11. E
Fuchshausen Burghausen RHS

(mundartl.: „Fuxhausn“);

urk.

1334 Fuchsluog 11

1602 Fuxlueger 52

1904 Fuchshausen 21

Abgesonderte Behausung, wo nach den Füchsen Ausschau gehalten wurde (Jagdhaus?); (mhd. luog, luegen = schauen, spähen, beobachten). W
Gries Burghausen RHS

(mundartl.: „Im Grias“);

urk.

1611 Grueßhäusl 11

1904 Gries 21

Der „Grieß“ bedeutet ein sandiges Kies- oder Uferland (Kiesanschwemmung, hier am Salzachufer), das sich im Laufe der Zeit zur Besiedlung eignete. E
Hasen Burghausen RHS

(mundartl.: beim „Håsn“);

urk.

1334 Hoesinger am Auberg 11

1481 Hoesinger 11

1611 Hösinger a. Auberg 11

1671 Hößinger 78

1904 Hasen 21

Ableitung wohl von einem altd. PN Ho(e)so, auch Hosich oder ähnl. E
Holzham Burghausen RHS

(mundartl.: „Hoizham“);

urk.

788 Holzhusinheim 8

1255 Holzhaim 11

1334 Holtzhaim 11

1438 Holzhaim 78

1517 Holltzhamer 39

1602 Holtzhaimb 52

1671 Holzhamb(er) 78

Heimstatt beim Haus am Holz (Wald). E
Jägerbauer Burghausen RHS

(mundartl.: „Jàgàbauà“);

urk.

1255 Bussing 10

1280 Puchsing 10

1334 Puchsinge 11

1438 zu Pucksinge 11 (zu den 5 Anwesen dort zählt auch der „Jäger, das Klain (Gütl) ) 11

1602 Püxing 52

1611 Pixinger ob des Klosters 11

Ein „Bussenacker“ ist ein Erdaufwurf, Hügel (mhd. bussen). Der Besitzer (Bauer) des kleineren Anwesens dort war zugleich Jäger, hier des Klosters Raitenhaslach. E
Kupferhammer Burghausen RHS

(mundartl.: „Kupfàhammá“);

urk.

1611 Kupferschmitt beim Sagmeister 11

1671 Hammerschmied 78

Ehemalige Kupferschmiede des Klosters Raitenhaslach in der Nähe von Sagmeister. E
Laimgruben Burghausen RHS

(mundartl.: „Loamgruam“);

urk.

1602 Laimbgrueb 52

1671 auf der Laimgruben 58

Lehmgrube (zur Gewinnung von Ziegeln). W
Lehner Burghausen RHS

(mundartl.: „Lehnà“);

urk.

1438 Lechen 11

1517Lehnner 39

1602 Lehen 52

1671 Lechner 58

Landwirtschaftl. Anwesen, das dem darauf sitzenden Bauern von seiner Grundherrschaft auf Lehensbasis (= eine Form von Zeitleihe) überlassen ist. Der heutige Hofname „beim Detter" ist ein Schreibname eines ehemaligen Besitzers dieses Anwesens. E
Lindach Burghausen BUH

(mundartl.: „Lindà(ch)“);

urk.

1190 Lintah 11

1334 Linden 11

1358 Lintach 12

1560 Lintach 46

1602 Linndach 52

Lindenwaldung. Vgl. auch Lindach, Gde. Mehring! D
Marienberg Burghausen RHS

(mundartl.: „Marebeag“);

urk.

1183 montem sancte Marie 5

1203 monte sancte Maria 6

1244 Maria in monte 10

1264 Mons sancte Marie 10

1334 in monte S. Marie 11

1342 Sandmareinperig 11

1438 Mareinperg 11

1560 Samareinperg 46

1602 Mariaperg 52 und Samareinperg 52

1671 St. Mariaperg 78

Berg, auf dem eine der hl. Muttergottes Maria geweihte Kirche steht. W, Ki
Moosbrunn Burghausen RHS

(mundartl. „Mosbrunn“);

urk.

1602 Mospronn 52

Mit Brunnadern durchzogenes, moosiges Quellgebiet (Wasserreservoir und Badhaus des ehemaligen Klosters Raiten-haslach)11. Str.S.
Neuhaus Burghausen RHS

(mundartl.: „Neihaus“);

urk.

1851 Neuhaus 67

1904 Neuhaus 21

Neues, erst 1829 entstandenes Anwesen (neues Haus). W
Oberhadermark Burghausen RHS

(mundartl.: „Owa-Hådàmark“);

urk.

1563 Ob`Hadermarkt 12

1602 ober Hadermargkht 52

1671 am Hadermarkt 78

Lumpen-(Hadern)-Sammel- oder Abgabestelle (Markt) wohl für die sich unweit davon befindende Papiermühle des Klosters Raitenhaslach. Hier der obere „Hadermarkt“. D
Papiermühle Burghausen RHS

(mundartl.: „Babiamui“);

urk.

1808 Papiereranwesen mit realem Papierrecht 11

Der Name weist auf die vom Kloster Raitenhaslach unterhalb Marienberg errichtete einstige Papiermühle 11. E
Pfaffing Burghausen RHS

(mundartl.: „Pfàffing(à)“);

urk.

1190 Phaphingen 11

1251 Pfheffingen 10

1318 Pfaeffing 11

1334 Pfeffinge 11

1438 Pfaffing 11

1481 Pfäffing 11

1517 Pfäffinger 39

1602 Pfäffing 52

1671 Pfäffingen 78

Bei den Leuten eines Pfaffen (hier zur Klostergemeinschaft gehöriges Besitztum) 11. E
Pfram Burghausen RHS

(mundartl.: „Pfràm“);

urk.

1180 Rehepochinge 17

1255 Rehpocking 11

1305 Rehpoching 10

1325 Rehpokingen 10

1438 Rechpoching Pfräm 11

1517 Pframb 39

1602 Pfrämb 52

1611 Pfrämb oder Reckhpockinger gut 11

1671 Pfrämb 78

Bei den Rehböcken, d.h. bei den Bockställen (Schießstände für beigetriebenes Wild, Wildgehege). Der späte Name „Pfräm“ (= Pfràm) kommt vermutl. vom keltischen bri(e)amhan = Bergwasser, hier jedoch sicherlich ein übertragener Familienname eines einstigen Besitzers dort. E
Pritzl Burghausen RHS

(mundartl.: „Brizl“);

urk.

1611 Sperneckhergütl oder Windschnurn 11

1671 Pritzel 78

1785 Wündschnurn, jetzt Prizl 11

Speres (= mageres, dürres) Eck (Anhöhe, abgelegenes Grundstücksende, wo noch dazu meist der Wind bläst. Der Name „Pritzl“ dürfte wohl auf den PN Prixius, einem Besitzer des Anwesens dort, zurückzuführen sein. W
Pulvermühle Burghausen RHS

(mundartl.: „Buivamui“)

Einstmals (urk. 1633) dort errichtetes, wassergetriebenes Mahlwerk zur Gewinnung von Schießpulver, gen. „Pulvermühle“ 11. Str.S.
Raitenhaslach Burghausen RHS

(mundartl.: „Roa(d)nhåslà“);

urk.

788 Raittenhaselach 8

1146 Reitenhasela 11

1255 Raetenhasalah 5

1301 Ratinhasallah 10

Haselwald, der einem Manne namens Reito (altd. PN, auch Raito) gehört; (ahd. hasalahi, mhd. haselach = Haselgebüsch, Haselstauden). Raitenhaslach, ehemal. Zisterzienserkloster! D, Pfa, Ki
Sägmeister Burghausen RHS

(mundartl.: „Sogmoasdà“);

urk.

1517 Sagmeister 39

1611 Sagmeister 11

Der Meister (= Besitzer; Betreiber) einer Sägemühle; (hier einstmals Mühle mit Sägewerk, Ölstampfe und Tuchwalke) 11 . Str.S.
Scheuerhof Burghausen RHS

(mundartl. „Scheiàhof“);

urk.

1264 grangia Scuren 11 (= Scheuerhof)

1558 Scheiern 12

1588 Scheyern 12

Ursprünglich nur ein Scheunenhof (Stadelhof, lat. curia stabularia), dann ein richtiger Bauernhof mit Wohngebäude für den landwirtschaftlichen Eigenbetrieb des Klosters Raitenhaslach 11. Str.S.
Schreiner Burghausen RHS

(mundartl.: „Schreiner“);

urk.

1517 Schreÿner 39

1560 Schreiner 46

1904 Schreiner 21

Kleines landwirtschaftliches Anwesen mit Werkstatt eines Schreiners. E
Silmoning Burghausen RHS

(mundartl.: „Simàding“);

urk.

1190 Sigrammingen 11

1438 Sigreminge 11

1517 Sigmating 39

1602 Sigermaning 52

1671 Sillmaning 78

Bei den Leuten eines Mannes namens Sig(i)ram oder ähnl. altd. PN. E
Stacherl Burghausen RHS

(mundartl.: „Stachàl“);

urk.

1904 Stacherl 21

Vom PN bzw. Heiligennamen „Eustachius“ sich ableitend. Siehe dortige sog. Stacherlsäule (Bildstock zu Ehren des hl. Eustachius)! E
Stadl Burghausen RHS

(mundartl.: „Stadl“);

urk.

1190 predium Stadelen 11

1258 curia in Stadel 11

1334 Stadeln 11

1438 Stadl 78

1517 Zum Stadl 39

1602 Stadl 52

1611 Stadtler 11

Ursprünglich ein sog. Scheunen- oder Stadelhof (lat. curia stabularia), bei dem später auch ein Haus errichtet und damit zu einem richtigen Bauernhof wurde. Vgl. auch Scheuerhof, das denselben Ursprung hat! W
Tiefenau Burghausen RHS

(mundartl.: „Diaffnau(à)“);

urk.

1481 Tiefawe 11

1602 Dieffnaw 52

1611 Tiffenauer 11

Die tiefe, d.h. tiefstgelegene Aue (hier unten, direkt an der Salzach). E
Trutzhof Burghausen RHS

(mundartl.: „Druzhof“);

urk.

siehe unter Papiermühle!

Neuer, 1919 vom damaligen Eigentümer frei erfundener Name für den verbliebenen restlichen Gebäudekomplex der ehemaligen Papiermühle des einstigen Klosters Raitenhaslach. E
Unterhadermark Burghausen RHS

(mundartl.: „Unda-Hådàmark“);

urk.

1563 Unt`Hadermarckt 12

1602 Vndter Hadermargkht 52

1671 am Hadermarkt 78

Unterer Bereich der Lumpen-(Hadern)-Sammel- oder Abgabestelle (Markt) wohl für die sich unweit davon befindende Papiermühle des Klosters Raitenhaslach. Vgl. dazu auch Oberhadermark sowie den Teil von Unterhadermark, der zur Gemeinde Burgkirchen a.d. Alz zählt! D
Burgkirchen a.d.Alz Burgkirchen a.d.Alz BUK

(mundartl.: "Buagkiachà“);

urk.

788 Puch 25

1190 Puchirchen 11

1300 Puochirchen 19

1481 Puechkirchen 11

1508 Burchtkhirchen 38

1517 Puechkirchen 39

1563 St. Johann auf der Altz 25

1602 Burgkhirchen auf der Alz 52

Kirche bei den Buchen (an der Alz). D, Pfa, Ki
Achatz Burgkirchen a.d.Alz RHS

(mundartl.: "Åhåz“);

urk.

1334 Auperch 11

1611 Achatzengütl 11

1665 Achatz, clainer Auperger 11

Name „Achatius“, Taufname eines einstigen Besitzers des sog. kleinen Aubergergutes zu Auberg (siehe Auberg, Stadtgemeinde Burghausen!). E
Achfeld Burgkirchen a.d.Alz NKI

(mundartl.: „Ågföin“);

urk.

1334 Achvelt sive Wechsillehen 11

1438 Achfeld 11

1508 Achfeld 38

1574 Achfölld 47

1611 Achfeld 11

1752 Achfeldner 61

1810 Achfellen 66

Feld am Wasser (an der Alz); das Anwesen dort war ein sog. Wechsellehen (Aufteilung an verschied. Besitzer). E
Aich Burgkirchen a.d.Alz RHS

(mundartl.: „Aich“);

urk.

1244 da zen eichen

1334 Aechen 11

1438 Aychen 11

1517 Aich(er) 39

1602 Aÿhen 52

Zu den Eichen (Eichenwald). Vgl. auch Aicher, Stadtgemeinde Altötting! W
Aichelberg Burgkirchen a.d.Alz GUF

(mundartl.: „Oachebeag(à)“);

urk.

1278 Eichelberg 10

1334 Aechelperch 11

1438 Aychelperg 11

1517 Aichelperg 39

1611 Aichelpergergütl 11

1752 Aichlberger 61

Berg, auf dem Eichen wachsen (= Eichenberg) und es daher dort viele Eicheln gibt. Vgl. auch Aichlberg! E
Aichlberg Burgkirchen a.d.Alz DOR

(mundartl.: „Oachebeag“);

urk.

1272 Aichelberch 11

1334 Aechlberg 11

1435 Aichelperg 34

1517 Aichlsperg 39

1560 Aichlperg 46

1602 Aÿhlperg 52

Berg, auf dem Eichen wachsen (= Eichenberg) und es daher dort viele Eicheln gibt. Vgl. auch Aichelberg! W
Aigen Burgkirchen a.d.Alz RHS

(mundartl.: „Oingà“);

urk.

1190 ze dem Aigen 11

1334 Am Aegen 11

1438 Am Aygen 11

1481 Aigner 11

1517 Aignner 39

1602 Aigen 52

Frei eigenes, keiner Grundherrschaft angehöriges Bauerngut. E
Aigner a.Eschelberg Burgkirchen a.d.Alz BUK

(mundartl.: „Oingà àn Eschlbeag“);

urk.

1300 ze Aygen 19

1560 Aigner von Öschlp‘g 46

Frei eigenes, keiner Grundherrschaft untertäniges Bauernanwesen (hier am Eschlberg). E
Au Burgkirchen a.d.Alz NKI

(mundartl: „Au“);

urk.

1407 Aw bei der Alcz 32

1508 in der Aw

1435 die Aw 34

1508 in der Aw 38

1517 in der Aw 39

1574 Auer 47

1602 Aw 52

1721 in der Au 55

Auland, Aue (mhd. auwe und awe = urspr. eine mit Wasser (ahwa) in Beziehung stehende Halbinsel, später wasserreiches Wiesenland, bzw. mit Augehölz bestandene, mit Wasser überflutete Gründe. D
Auberg Burgkirchen a.d.Alz UKA

(mundartl.: „Aubeag“);

urk.

1259 Auperch 10

1517 Awperger 39

1560 Auperger 46

1602 Auperg 52

Anhöhe (Berg) über einer Aue (hier über der Salzachau). Vgl. auch Auberg, Gde. Burgkirchen a.d. Alz! W
Auwies Burgkirchen a.d.Alz GUF

(mundartl.: „Auwies“);

urk.

1618 Sauwieser 79

1752 Auwies 61

1904 Auwies 21

Wiese an oder inmitten einer Aue, die einst wohl als „Sauwiese“ (= Schweineweide) diente bzw. wo sich gern Wildschweine aufgehalten haben. E
Bachmaier Burgkirchen a.d.Alz BUK

(mundartl.: „Båmoa“);

urk.

1300 in dem pache 19

1332 Im Pach 25

1517 Pachmair 39

1560 Pachmair 46

1602 Pachmair 52

Bemeiertes (= bewirtschaftetes) kleines Anwesen an einem Bach; (hier der Aubach an der Alz). E
Bachstadt Burgkirchen a.d.Alz GUF

(mundartl.: „Båchståd“);

urk.

1332 Im Pach 79

1529 im pach 79

1602 Pach 52

1760 Pachstatter 62

1810 Bachstatt 66

Wohnstätte am Bach oder in der Nähe eines Baches. E
Beiln Burgkirchen a.d.Alz GUF

(mundartl.: beim „Bein“);

urk.

1618 In der Au 79

1752 in der Au 61

1810 Balln 66

1851 Ballen oder Baln 67

1962 amtl. Beiln

Anwesen in der Au, das 1810 einem Manne namens Balln gehörte und dieser Name schließlich zum Ortsnamen „Beiln“ wurde. Im Verzeichnis von 1904 ist der Ort nicht aufgeführt.21 E
Bergham Burgkirchen a.d.Alz GUF

(mundartl.: „Beagham“);

urk.

1272 Perchaim 10

1435 Perkchaim 34

1508 Pergkhaim 38

1604 Perckhaim 53

1752 Berghamb 61

Ansiedlung (Heimstatt) auf dem Berg (Anhöhe). Vgl. auch Bergham, Gde. Burgkirchen a.d. Alz! W
Brandstätt Burgkirchen a.d.Alz NKI

(mundartl.: „z‘ Brandsted“);

urk.

1190 Pranstat 11

1300 Prantstat 19

1334 Prantsteten 11

1435 Prantstetter 34

1602 Pranndtstet auf der Aw 52

Brandstätte, d.h. abgebranntes und später wieder aufgebautes Gehöft (hier über den Alzauen südwestl. von Margarethenberg). Vgl. auch die Orte Brandstätt und Brandstätt a.d. Alz, beide Gde. Kastl! W
Bremsstallmühle Burgkirchen a.d.Alz GUF

(mundartl.: „Bremsdámuiná“);

urk.

1300 Premstal 19

1435 Nÿder Prembstall, ein Sag 34

1508 Premstal 37

1560 Prembstaller 46

1574 Nidern Premstall, Sag 47

1602 Prembstall 52

1752 Premstall 61

Stall (Hütte) an einem größeren Weideplatz, der dem Vieh Schutz vor Bremsen und großer Hitze bietet. Auch befindet sich dort eine Sägemühle. Vgl. auch Bremsthal, Stadtgem. Neuötting! E
Briel Burgkirchen a.d.Alz NKI

(mundartl.: „Bruiá“);

urk.

1190 Brule 11

1334 Pruole 11

1438 Prüeller 11

1574 Pruol 47

1604 zu Priell 53

1752 Prüeller bei Rächerting 61

Sumpfiger Grund; (mhd. brüel = Kotlache, Sumpftümpel). Vgl. auch Priel, Gde. Feichten a.d. Alz! E
Brodstrumm Burgkirchen a.d.Alz GUF

(mundartl.: „Bra(d)zdrum(á)“);

urk.

1334 Protsdrum 11

1438 Protzdrum 11

1481 Prostdrum 23

1611 Protztrumb 11

1752 Brodtstrumber 61

Ein kleines Stück (= Trum) Land, das ein Mann namens Prazo (altd. PN) besitzt.23 E
Bruck Burgkirchen a.d.Alz EMM

(mundartl.: „Bruck“);

urk.

1300 Revthartzpruck 19 und Rvthartzprvck 19

1435 Ruedharzpruck 34

1517 in der Jeusprugkh 39

Ein Anwesen an der Alzbrücke, das ein Mann (Bruckmeister, Zolleinnehmer?) namens Rudhart (altd. PN) besitzt. Auch das spätere „Jeus(-prugkh)“ deutet wohl auf einen PN (z.B. Je(ner)us = Generosus?), sofern es sich nicht um eine historische Verschreibung handelte und „Jesusprugkh“ heißen müsste. Vgl. auch den östl. Teil von Bruck, der zur Gde. Emmerting zählt, wie urspr. diese ganze Flur Bruck! W
Buch Burgkirchen a.d.Alz DOR

(mundartl.: „Buaná“);

urk.

1334 Puoehen 11

1407 Puch 32

1450 Puechen 24

1471 Puech 24

1602 Puech 52

1611 Puechner bei Wechselberg 11

1752 Puechner 61

1810 Buch 66

Bei den Buchen (Buchenwaldung). W
Buchhäusl Burgkirchen a.d.Alz GUF

(mundartl.: „Buachheisl“);

urk.

1334 Vormpuech 11

1611 Schneider oder Puchmairguet bei Schönberg 11

1630 Schneidergütl vorm Puech bei Schönberg 11

Kleines, bemeiertes Anwesen (Häusl) vor dem Buchenwald bei Schönberg (in welchem später ein Schneider hauste). E
Dorfen Burgkirchen a.d.Alz DOR

(mundartl.: „Doafá“);

urk.

1282 Dorfen 24

1300 Dorfen 19

1334 Dorfen 11

1389 Darffen 11

1517 Dorff’n 39

1560 Dorffen 46

1602 Dorffen 52

Bei den Dorfbewohnern; (Dorf, urspr. 3 bis 5 Häuser). Vgl. auch Dorfen, Gde. Garching a.d. Alz, Dorfen, Gde. Kastl, und Dorfen, Stadtgem. Töging a. Inn! W
Eck Burgkirchen a.d.Alz BUK

(mundartl.: „Egg(á)“);

urk.

1300 Ek 19

1334 Ekk 11

1517 Egkher 39

1560 Ögkher 46

1602 Ögkh 52

1611 Öckher bei Ästen 11

Hochgelegener Platz, einschichtiges Anwesen am äußersten Eck (= Ende) von der Erschließung aus betrachtet. Vgl. auch andere Eck-Orte im Landkreis! E
Ecketsberg Burgkirchen a.d.Alz BUK

(mundartl.: „Eggatsbeag(á)“);

urk.

1332 Ekkreisp’ch 25

1380 Eckkracsperig 25

1517 Egkhersperger 39

1560 Ögkhlsperger 46

1590 Eggelsperch 25

1602 Ögkhlsperg 52

Berg, auf dem ein Mann namens Ekk(i)rad (altd. PN) siedelte, also: Berg des Ekk(i)rad. E
Edenlemoos Burgkirchen a.d.Alz DOR

(mundartl.: „Edlemos(á)“);

urk.

1251 Lengemose 24

1334 Oedenlengmos 11

1517 Ödenlemoß 39

1602 Ednlenmoß 52

1611 Ödenlemoser 11

Sich lang dahinziehende, öde, moosige (moorige) Gründe. E
Edhof Burgkirchen a.d.Alz GUF

(mundartl.: „Edhof“);

urk.

1300 ze Öd 19

1413 Oedhof bey Schönberg 11

1438 Oedhof 11

1517 Ödennhofer 39

1560 Edhover 46

1602 Edhof 52

1611 Ödthofer bei Schemperg 11

1752 Edhofer 61

Bauernhof, der an einer Ödung (unbebautes Gebiet) liegt. W
Eglsee Burgkirchen a.d.Alz DOR

(mundartl.: „Eglse“);

urk.

1407 im Egelse 32

1450 auf der Haid, das klajner Guetl 24

1517 Eglsöd(er) 39

1526 Eglsee 40

1602 Eglsee 52

1611 Eglseer auf der Haid 11

Ein mit für die Volksmedizin wichtigen Blutegel besetzter „See“ (Weiher, Tümpel); mhd. egel = Egel (Blutegel). Vgl. auch Eglsed, Gde. Perach! W
Engelsberg Burgkirchen a.d.Alz GUF

(mundartl.: „Englschbeag“);

urk.

1190 Nendinksberc 11

1334 Nendilsperch 11

1435 Nendlasperg 34

1438 Nendelsperg 11

1508 Endlsperg 38

1611 Enndlsperger 11

1752 Endlsperg 61

Berg, auf dem ein Mann namens Nendil(o) siedelte. (altd. PN; vgl. dazu auch Endlkirchen, Gde. Erlbach!) E
Enhof Burgkirchen a.d.Alz DOR

(mundartl.: „Enhof(á)“);

urk.

1300 Oedenhof 19

1435 Oedenhoff

1517 Oedenhofer 39

1560 Edhouer 46

1602 Edhof 52

1808 Edenhofer 65

1863 Enhof 24

Bauernhof, der sich in einer Ödung (unbebautes Gebiet) befindet. Vgl. auch Edhof! E
Enstraß Burgkirchen a.d.Alz DOR

(mundartl.: „Stråß(á)“);

urk.

1435 Ödenstrass 34

1508 Ödenstraß 38

1574 Ödenstrass 47

1904 Edenstraß 21

Straße (Fuhrweg), die durch eine Ödung (unbebautes Gebiet) führt oder nahe dort vorbeiführt. E
Erber Burgkirchen a.d.Alz BUK

(mundartl.: „dá Iawá z‘ Birá“);

urk.

1332 Erib 25

1517 Erber 39

1560 Erber 46

1592 Örber 25

1602 Erb 52

1721 Erber 25

Gehöft in der Nähe von Pirach, das von der Grundherrschaft dem darauf hausenden Bauern auf Erbrecht (= Form von Zeitleihe) zur Nutzung überlassen ist. E
Mayer a.Eschelberg Burgkirchen a.d.Alz BUK

(mundartl.: „Eschlbeag“);

urk.

1180 Escelberg 25

1300 Eschelperch 19

1334 Eschelp’ch 11

1435 Eschelperg 34

1560 Öschlperg 46

1612 Eschlberg 25

1671 Öschlberg 25

Zu deuten wohl als Berg, auf dem hauptsächlich Eschen wachsen. (Nicht außer Acht zu lassen ist hier der altd. PN Eschel (auch Eschil und Eskil ), was einen Berg, auf dem ein Mann namens Eschel siedelte, bedeuten würde!) Vgl. auch Eschlberg, Stadtgem. Burghausen!
Namensänderung mit Bescheid des Landratsamtes Altötting vom 26.09.2005 (bis dahin Eschelberg).
E
Esterer Burgkirchen a.d.Alz BUK

(mundartl.: „Estárá“);

urk.

1234 Estor 9

1258 Estor 25

1300 ze Ester 19

1407 Estarn 32

1517 Esstrer 39

1560 Össterer am Öschlperg 46

1574 Essternn 47

1602 Anngeröster 52 und Össtern 52

Ein Estor od. Östor (Ester) ist ein nach dem Öffnen von selber wieder zufallendes (= sich schließendes) hölzernes Zaungatter; (estor = Falltor an einem Flurgrenzzaun). Vgl. auch Estor, Gde. Pleiskirchen! E
Feichta Burgkirchen a.d.Alz RHS

(mundartl.: „Feichdà“);

urk.

1517 Stögkhll 39

1611 Stockhachgütl im Veichta 11

1904 Feichta 21

Am „Gstockert“ (Stockach) eines gerodeten Fichtenwaldes entstandenes Gütl. E
Flöcking Burgkirchen a.d.Alz BUK

(mundartl.: „Flegging(á)“);

urk.

1334 Fleckinger 11

1438 Flekching 11

1481 Fleckhinger auf der Straß 11

1517 Flegkhinger 39

1588 Fleckinger 25

1602 Flögkhing 52

1721 Flöcking 25

Ansiedlung auf einem bestimmten, zugewiesenen „Fleck“ (kleines Feld, Grundstück überhaupt). E
Forsthof Burgkirchen a.d.Alz BUK

(mundartl.: „Foaschthof“);

urk.

1300 Vorsthof 19

1332 Forstlehen 25

1438 Varsthofen 11

1517 Vorsthoffer 39

1560 Vorsthofer 46

1602 Vorsthof 52

1714 Forsthofer 25

Bei dem Hof am Forst. (Später entstanden dort mehrere Anwesen). W
Friedl Burgkirchen a.d.Alz BUK

(mundartl. beim „Friedl“);

urk.

1833 Kürnergütl 25

1836 Friedlgütl 25

1887 Friedl 25

Der Name ist hier auf einen Zimmermannssohn vom „Friedlgütl“ bei Lindach (nahe Marienberg) zurückzuführen, der dieses Anwesen hier 1831 gründete.25 E
Fuchs Burgkirchen a.d.Alz RHS

(mundartl.: „beim Fuxn“);

urk.

1517 Fuchs 39

1560 Fux zu Stainperg 46

1602 Fuxgüetl zu Stainperg 52

Ort, wo Füchse vorkommen (?); hier jedoch Name für einen einstigen rothaarigen Besitzer des Anwesens viel wahrscheinlicher. E
Gassen Burgkirchen a.d.Alz NKI

(mundartl.: „Gåssn“);

urk.

1300 Gazzen 19

1334 Gazzen 11

1435 zu Gassen 34

1508 Gassen 38

1574 zu Gassen 47

1752 Gassen 61

„Gazzen“ (= Gassen) bezeichnet urspr. einen alten, öffentlichen Triebweg für das Vieh (Fahrweg, Straße). Vgl. auch Gassen, Gde. Marktl, und andere! W
Gasteig Burgkirchen a.d.Alz RHS

(mundartl.: „Gåschteig(á)“);

urk.

1190 Gasteige 11

1334 Gastaege 11

1481 Gasteiger am Gasteig 11

1517 Gasteiger 39

1602 Gassteig 52

1611 Gasteiger am Gasteig 11

Steil ansteigender Weg od. Straße, auch Stufenweg; (ga(ch) = jäh, steil, plötzlich). Vgl. auch Gasteig, Gde. Kastl, und andere! E
Gattern Burgkirchen a.d.Alz DOR

(mundartl.: „án Gådán“);

urk.

1334 Huoeb 11

1481 Huob bey Ästen 11

1611 Hueber 11

1752 Hueber am Gätter 61

Huoeb = Hube (1/2-Hof), die an einen Gatter(-Zaun), d.h. feste Flurabgrenzung mit Tor aus Holz (Hanichl u. ähnl.) angrenzt. E
Gendorf Burgkirchen a.d.Alz EMM

(mundartl.: „Gendoaf“);

urk.

788 Chomindorf 8

1160 Gemmin(g)dorf 16

1234 Gemdorf 9

1300 Gemdorf 19

1340 Gemendorf 17

1435 Gensgdorff 34

1517 Genndorff 39

1560 Jhendorf 46

1602 Genndorf 52

Bei der Ansiedlung (Dorf, 3 – 5 Häuser) einer (edlen) Frau namens Comela oder Come (altd. PN). D
Glöckl Burgkirchen a.d.Alz BUK

(mundartl.: „beim Gleggl“);

urk.

1300 Slegelperch 19

1438 Glockelsperg 11

1499 zum Glöcklein 25

1560 Glögkler am Öschlberg 46

1640 Glöckher am Eschlperg 25

1760 Glöckl 25

Berg, auf dem sich eine Salzlecke für das Wild befindet (mhd. slege(l) = Schlecke, Lecke = Salzlecke). E
Glöcklhof Burgkirchen a.d.Alz RHS

(mundartl.: „dá Glegglhofá-Schmid“);

urk.

1244 an dem hoven 10

1435 Hofer 34

1602 Lögkhlhof 52

1611 Glecklhofergut bei Gasteig 11

An dem Hof (= 1/1- oder ganzer Hof). Später könnte der Name sich von einem Dachglöckl, dem ersten wohl im weiten Umkreis, ableiten (?). E
Göpperl Burgkirchen a.d.Alz GUF

(mundartl.: „Gebbál“);

urk.

1334 Golprechtsoed 11

1517 Gotprechtsöder 39

1602 Gotpratsed 52

1604 Göpperl 53

1611 Gotpraseder Guett zum Göperl 11

1752 Gepperl 61

1810 Göpperl 66

1845 Göppel 61

Ödung (unbebautes Gebiet), in der ein Mann namens Golbrecht od. Godprecht (altd. PN, in der Verkleinerungsform „Göperl“) siedelte. E
Grabenreith Burgkirchen a.d.Alz NKI

(mundartl.: „Gramáreid(á)“);

urk.

1490 Grabnrewter 12

1512 Grabmreither zu Grabmreut 12

1752 Grabenreuth 61

1904 Grabenreith 21

Gereuteter (= gerodeter) großer Graben (Geländemulde oder –einschnitt). W
Grasberg Burgkirchen a.d.Alz BUK

(mundartl.: „Gråsbeag(á)“);

urk.

1300 Grasperch 19

1517 Grasperger 39

1560 Grasperger 46

1602 Grasperg 52

1671 Grasberger 25

Ein mit Gras bewachsener (Weide-)Berg. E
Grassach Burgkirchen a.d.Alz DOR

(mundartl.: „án Gråssát“);

urk.

1535 Grassäch 40

1560 Grass‘ch 46

1602 Grassach 52

1721 Grassach 24

1760 Grassath 24

Junges Nadelholzgebüsch; (mhd. graz und grazzahch, bayer. das Graß od. Grassach). Grassach befindet sich westl. von Hochöster an der Straße nach Kirchweidach! W
Grasset Burgkirchen a.d.Alz FKA

(mundartl.: „án Gråssát“);

urk.

1560 Grassach 46

1602 Grassach 52

1721 am Grassa 55

Wie bei Grassach, doch dieses Grasset befindet sich westl. von Gendorf! D
Greinmühle Burgkirchen a.d.Alz NKI

(mundartl.: „Greimui“);

urk.

1334 am Grein molendinum 11

1574 Greÿner mil 47

1611 Greunmüllnerguet (Mühle u. Säge) 11

1752 Greinmüller 61

1904 Greinmühle 21

Tosender Wasserstrudel (mhd. grin), bei dem sich eine Mühle befindet (im Alztal westl. von Margarethenberg). E
Griesmühle Burgkirchen a.d.Alz GUF

(mundartl.: „Grüaßl(-Mui)“);

urk.

1435 die mul zu Winpässing 34

1508 ain mul zu Wümpässing 38

1574 Grüesmüll oder Wimpassing Müll 47

1604 Grießlmüllner 53

1904 Griesmühle 21

Mühle im Gries, d.i. im kiesig, sandigen Bachufergelände, das sich hier im Laufe der Zeit festigte und schließlich Standplatz eines Anwesens mit Mühle und Sägewerk wurde. E
Griesstätt Burgkirchen a.d.Alz GUF

(mundartl.: „Gria(s)stedn(á)“);

urk.

1435 Griestete 34

1604 Griesstetter 53

1675 Griesstet 59

1752 Grüestetter 61

1904 Griesstätt 21

Wohnstätte in einem Gries. Siehe Griesmühle! E
Grund Burgkirchen a.d.Alz RHS

(mundartl.: „Grundná“);

urk.

1190 de Grunte 5

1382 Grunt 11

1438 Grunt pey Pirach 11

1517 Gruntner 39

1560 Grundtner 46

1602 Gruntner 52

Grund (= Boden) schlechthin. E
Gufflham Burgkirchen a.d.Alz GUF

(mundartl.: „Guffeham“);

urk.

1190 molendinum Guffelhaim 11 (= Mühle zu Gufflham)

1259 Gufelheim 10

1334 Guffelhaim molendinum (= Mühle) 11

1435 Guffelhaim 34

1508 Guflhaim 38

1574 Gufflhaim 47

1752 Gufflhamb 61

Heimstatt (Ansiedlung) oben auf einem Geländehügel (Geländeerhebung, Plateau); mhd. kupfe, gupf = Kuppe, Gipfel; ham = Heim, Heimstatt. Die Mühle stand dagegen im Alztal. D
Gunzing Burgkirchen a.d.Alz GUF

(mundartl.: „Gunzing“);

urk.

1190 Gunzingin 11

1334 Guntzinge 11

1435 Gunzing 34

1508 Guntzing 38

1604 Gumzing 53

1752 Guntzing 61

Bei den Leuten eines Mannes namens Gunzo (altd. PN). W
Gweng Burgkirchen a.d.Alz NKI

(mundartl.: „Gweng“);

urk.

1752 in der Gweng 61

1810 in der Gweng 66

1904 --- (zu Au zählend!) 21

Engstelle, enge Landzunge; (ahd. tweng = Zwang, mhd. twengen = zwängen). Vgl. auch Queng, Marktgem. Marktl! E
Häuslmad Burgkirchen a.d.Alz BUK

(mundartl.: „Heislmådá“);

urk.

1230 25

1300 19

1560 46

1602 52

1752 25

Wiesmahd (= mähbare Wies), die einem Häusler (Kleingütler) gehört. E
Haring Burgkirchen a.d.Alz RHS

(mundartl.: „Háring(á)“);

urk.

1435 Haring 34

1517 Häringer 39

1560 Höringer 46

1602 Häring 52

Ort, an dem ein Mann namens Heruni od. Hairing siedelte (altd. PN). E
Hecketstall Burgkirchen a.d.Alz BUK

(mundartl.: „Heckátstoi“);

urk.

1332 Hikolstal 25

1438 Hilkostal 11

1517 Ylkerstaller 39

1588 Higcherstaller 25

1602 Hickhenstall 52

1611 Hückherstaller 11

1721 Höckherstall 25

Beim Stall des Hicko; (altd. PN, auch Hikolt). Str.S.
Hiebl Burgkirchen a.d.Alz GUF

(mundartl.: „dá Bauhüawe“ und „dá Schmidhüawe“);

urk.

1435 in dem Hueblein 34

1752 Hüebl zu Stroflecking 61

1810 Hübel 66

Die kleine Hube (weniger als ½-Hof); das Hüblein in der Nähe von Ströben (Stroflecking). E
Himmelreich Burgkirchen a.d.Alz GUF

(mundartl.: „an Himmereich“);

urk.

1604 Im Himmelreich 53

1612 im Himlreich 56

1752 Himmelreicher 61

Besonders schöne und fruchtbare Gegend; bester Weideplatz. W
Hinterberg Burgkirchen a.d.Alz GUF

(mundartl.: „Hindábeag“);

urk.

1178 Hinderberge 5

1300 Hinterperch 19

1407 Hinterperg 32

1517 Hinderperger 39

1602 Hinndterperg 52

Ansiedlung hinten am Berg (Anhöhe), von der (ursprüngl.) Zufahrt aus gesehen. Vgl. Hinterberg, Gde. Kastl! E
Hirten Burgkirchen a.d.Alz GUF

(mundartl.: „án Hian“);

urk.

1435 beÿ den Hürden 34

1508 bej den Hurden 38 und an die Hürde 38 bzw. der altz Hurd 38

1563 Hyrten 12

1604 bey den Hierten 53

1611 beim Hürtten 11

1752 am Hürtten 61

1755 bei dem Hürten 11

Eine Hürde ist eine Pferche, auch Zaun aus Weidengeflecht, die zum Fischfang oder auch zur Jagd Verwendung findet. (Vgl. Schaf-Hürde = Schafpferche). D
Hochöster Burgkirchen a.d.Alz DOR

(mundartl.: „Hou-Está“);

urk.

1438 Hochester 11

1553 Hochester 24

1602 Hochesster 52

1611 Hochesterer 11

1721 Hochöster 24

Ein Estor od. Ester (Öster) ist ein nach dem Öffnen sich von selber wieder schließendes (zufallendes) hölzernes Zaungatter (estor = Falltor an einem Flur- od. Grenzzaun); hier ein besonders hohes oder hoch gelegenes derartiges Tor (vgl. auch Esterer!) E
Höhlen Burgkirchen a.d.Alz GUF

(mundartl.: „Höjá“);

urk.

1332 Helle 79

1438 Hell 11

1810 Höller 66

Vermutl. vom ahd. helan, was soviel wie verhehlen, verbergen, verstecken bedeutet; hier also ein unheimlicher, versteckter Ort. Vgl. Höll und Höllthal, Gde. Pleiskirchen! E
Hölzl Burgkirchen a.d.Alz GUF

(mundartl.: „Hoizl“);

urk.

1332 in dem Holzlein 79

1618 Schneider vorm Holz 79

1705 Hölzl 79

1752 Hölzl vorm Schönbuech 61

Ein Hölzl ist ein kleines Wäldchen, bei dem einst eine Ansiedlung erfolgte. Str.S.
Höresham Burgkirchen a.d.Alz GUF

(mundartl.: „Hüres(h)am“);

urk.

927 Herolvesheim 8

1180 Heregeshaim 11

1258 Herusheim 11

1334 Herishaim 11

1435 Herishaim 34

1604 Hereshaim 53

1752 Höreshamb 61

Heimstatt eines Siedlers namens Herolv (altd. PN, auch Heregod und ähnl.) W
Holzen Burgkirchen a.d.Alz GUF

(mundartl.: „Hoizn“);

urk.

1471 Holtzen 79

1752 Hinterholzen 61

1810 Holzner 66

Ansiedlung am Holz (= Wald). D
Hundsberg Burgkirchen a.d.Alz GUF

(mundartl.: „Hundsbeag(á)“);

urk.

1130 Hunesperch 8

1190 Huntisperc 11

1334 Huntsperch 11

1752 Hundsberger 61

Berg, auf dem ein Mann namens Hunecho od. Huni (altd. PN) siedelte. E
Irlhaid Burgkirchen a.d.Alz DOR

(mundartl.: „Irlhoid(á)“);

urk.

1526 auf der Haid 24

1560 Haidn 46

1602 Haidt 52

1671 Auf der Haid 24

1752 Haid 61

Ursprüngl. ein Heidegebiet, das dann später urbar gemacht und ein Anwesen dort gegründet wurde. Als 1797 ein Georg Haider, gen. Jörg oder Irgl (Irl) auf diesem Anwesen hauste, nannte man es von da an beim „Irl-Haider“. E
Kagern Burgkirchen a.d.Alz DOR

(mundartl.: „Kågán“);

urk.

1332 Chagerer 24

1334 Chager 11

1450 Chager 24

1517 Kagrer 39

1602 Kager 52

1785 Kagerer zu Kag 11

1808 Kagerer 24

Ein „Gehag“ (Gehege) ist ein sog. lebender Zaun, eine ständige Einfriedung von Fluren mittels Hecke, Strauch- und Buschwerk. Vgl. auch Kager, Gde. Kastl, und Kager, Gde. Winhöring! E
Kasleiten Burgkirchen a.d.Alz BUK

(mundartl.: „Kåsleitn(á)“);

urk.

1332 Chasleitten 25

1438 Kasleytten 25

1526 Gaßleutn 25

1560 Khäsleutner 46

1602 Käsleuten 52

1671 Khäsleithner 25

1810 Käsleuthner 66

Leiten (mhd. lîte = Abhang, schiefe Ebene), für welche einst der sie besitzende Bauer seinem Grundherrn als Naturalabgabe für das Nutzungsrecht Käse geben musste (mhd. kaes = Käse). E
Kasten Burgkirchen a.d.Alz BUK

(mundartl.: „Kastn“);

urk.

1190 Chastenmair 11

1234 Zv dem Kasten 9

1300 Ze Chasten 19

1438 Chastenhof 11

1517 Castennmair 39

1602 Kasthen 52

Kastengebäude zur Aufbewahrung des Gült- und Zehentgetreides für die Grundherrschaft; (ahd. casto, mhd. kaste). Der „Mair“ ist der Gutsverwalter, Kastner, Getreideeinnehmer). Vgl. auch Kastenlemoos! W
Kastenlemoos Burgkirchen a.d.Alz DOR

(mundartl.: „Kåstnlemos“);

urk.

1150 Lengmose 24

1234 Lengenmos 9

1251 Lengemose 24

1341 Lengenmos 24

1438 Chastner Lengmos 11

1517 Cassten Lemoser 39

1602 Lenmosen 52

Ein „Kastner“ ist ein herrschaftlicher Getreideeinnehmer (Verwalter), hier auf einem Hof sesshaft, der sich an einem in die Länge hinziehenden Moos (moorig, sumpfiges Gebiet) befindet. W
Kiern Burgkirchen a.d.Alz DOR

(mundartl.: „Kian(á)“);

urk.

1334 Churen 11

1438 Chuern 11

1481 Kürn 24

1517 Kuernner 39

1602 Kürn 52

Ein Anwesen mit einer Mühle zur Gewinnung von Öl, z.B. von Mohnöl; (ahd. quirn = handbetriebene Mühle). E
Kobl Burgkirchen a.d.Alz RHS

(mundartl.: beim „Koweng(á)“);

urk.

1244 Chopel 11

1285 Chobel 10

1334 Chobelsperch 11

1407 Chopel 32

1517 Kopller 39

1602 Kobl 52

Unter einem Kobel verstand man einstmals ein kleines, schlechtes (einfaches) Haus. Vgl. auch Taubenkobl! E
Kobler a.Bach Burgkirchen a.d.Alz DOR

(mundartl.: „Koweng(á) an Båch“);

urk.

1242 Chobel 24

1438 Choppel auf dem Halspach 11

1517 Kopler von Pach 39

1588 Khobler am Pach 24

1602 Kopler am Bach 52

Einfaches, kleines, schlechtes Haus, hier am Bach (= Halsbach). Vgl. Kobl! E
Königshäusl Burgkirchen a.d.Alz GUF

(mundartl.: „beim Kineschneidá“);

urk.

1438 Häusl beim Königsgüetl 11

1752 Königshäusl 61

1810 Königshäusl 66

1904 Königshäusl 21

Häusl (Zuhäusl?) in der Nähe des sog. Königsgütls westl. von Gufflham (in dem später ein Schneider sein Handwerk ausübte). Str.S.
Kollmann Burgkirchen a.d.Alz RHS

(mundartl.: beim „Koimå“);

urk.

1332 Cholmaning 11

1481 Nidernpirichach Kolman 11

1517 Kollman 39

1611 Colmanguet bey Pirach 11

Bei den Leuten eines Mannes namens Kollman; (PN, auch Collmann u. Koloman). Name des wohl ersten Siedlers dort. E
Kollmann a.Bach Burgkirchen a.d.Alz DOR

(mundartl.: beim „Koiman“);

urk.

1334 Cholmaninge 11

1450 Chollmaning 24

1481 Kolmaning 11

1517 Kollman von Pach 39

1535 Cholmann auf dem Pach 40

1602 Kollmändl Sölden am Bach 52

1721 Khollman am Pach 56

Wie bei Kollmann; hier liegt jedoch das Anwesen an einem Bach (Halsbach). E
Kothreit Burgkirchen a.d.Alz BUK

(mundartl.: „Kåsreid(á)“);

urk.

1303 Raeut 25

1332 Raut 25

1438 Kottreytt 11

1517 Kotreiter 39

1585 Kautreith 12

1602 Kotreut 52

1721 Kotreith 25

Kot, mhd. koth = schwerer, tonhaltiger Boden. Reit, ahd. ruit = Rodung, das Gereut. Hier Rodung eines Waldes auf schweren Lehmboden. E
Kuglstadl Burgkirchen a.d.Alz RHS

(mundartl.: „Kuglstoll(á)“);

urk.

1234 Chvgelstat 9

1517 Guglstäder 39

1611 Khuglstätter oder Sexwebergütl 11

Ursprüngl. wohl eine „Kuglstatt“ (= Kegelstatt, Kegelbahnhütte, Vergnügungsplatz) des Klosters Raitenhaslach; später wurde dort ein Anwesen errichtet und dieses nach einem Weber namens Sex(t) oder Sixtus benannt, der damals auf diesem Anwesen hauste. W
Linner Burgkirchen a.d.Alz RHS

(mundartl.: „Linná“);

urk.

1435 Lindenlehen 34

1517 Lindnner 39

1560 am Lintach 46

1611 Lindnergut bei Mad 11

Lehengut am Lindenwald (in der Nähe von Mad). E
Lötschau Burgkirchen a.d.Alz GUF

(mundartl.: „Letschau“);

urk.

1752 Lötschaur 61

1904 Lötschau 21

Name wohl von den vielen Rohr- und Augräsern, die dort einst wuchsen, sich ableitend; (ahd. lisca, mhd. liesche = Rohr- und Augräser). W
Lohner Burgkirchen a.d.Alz BUK

(mundartl.: „Lojná“);

urk.

1190 Lohen 11

1300 Lohen 19

1438 Lochen 11

1517 Lohnner 39

1602 Lohen 52

1721 Lochner zu Thalhausen 25

1850 Lohner 25

Eine Loh (ahd. u. mhd. loh, lauha, lat. loukos) bedeutet eine Lichtung inmitten eines Waldes, auch eine Wiese im Wald. E
Mad Burgkirchen a.d.Alz RHS

(mundartl.: „Måd(á)“);

urk.

1167 Madin 8

1190 Madepirach 11

1255 zu Mad 11

1334 Mad 11

1435 ze Mad 34

1517 Madt 39

1560 Mader 46

1602 Mad 52

Bei den Mahden (Wiesmahd = Wiese) bei Pirach. W
Magerl Burgkirchen a.d.Alz GUF

(mundartl.: „Mágál“);

urk.

1810 Magerl 66

1904 Magerl 21

Im Jahr 1805 kaufte Josef Magerl ein Augrundstück vom Bayer. Staat und baute sich darauf ein Haus; der Ort wurde folglich nach ihm „Magerl“ benannt. 25 W
Maierhof Burgkirchen a.d.Alz NKI

(mundartl.: „Moihof“);

urk.

1334 Maierhouen 11

1435 Mairhoff 34

1508 Mairhofen 38

1611 Mairhofer 11

1752 Mayrhofer 61

Großer Maierhof (ganzer od. 1/1-Hof) eines Verwalters eines größeren Güterkomplexes (z.B. eines Klosters oder eines Schlosses). W
Manglhard Burgkirchen a.d.Alz DOR

(mundartl.: „Manglhoad(á)“);

urk.

1300 Mangelharting 19

1517 Mannglhardt 39

1560 Mannglhart 46

1574 Mannhart 47

1602 Mannglhardt 52

Bei den Leuten eines Mannes namens Mangelhart (altd. PN, auch Manhart). E
Margarethenberg Burgkirchen a.d.Alz NKI

(mundartl.: „án Beag“);

urk.

788 ad Zilarn 8

1180 Kauf des Berges Cidelar 10

1196 Cidelârn 10

1334 Zeidlorn in monte 11

1438 Czeydlorn auf dem perg 11

1611 am Perg 11

1752 Margarethenberg 61

Bei den Bienenzüchtern bzw. Berg bei den Bienenzüchtern. Die später dort auf diesem Berg erbaute Kirche erhielt als Patronat die hl. Muttergottes Maria, als Nebenpatrone aber die 14 hl. Nothelfer, wovon die hl. Margaretha besondere Verehrung genoss und ortsnamen-gebend wurde. D, Pfa, Ki
Mark Burgkirchen a.d.Alz NKI

(mundartl.: „Moak“);

urk.

1438 auf dem Markcht 11

1611 aufm Marckt 11

1752 Marckner 61

1810 Marken 66

Markt unterhalb Margarethenberg, wo Waren, evtl. auch Vieh, feilgeboten, vermarktet wurden. W
Niederau Burgkirchen a.d.Alz BUK

(mundartl.: „Nidá(r)auá“);

urk.

1180 de Awe 25

1300 ze Awe 19

1422 Aw pey Purchchirichen 25

1526 Nidern Aw 40

1560 Niderauer 46

1652 Nidernau 25

Das weiter unten (= niedriger, tiefer) gelegene Gehöft in bzw. an der Au (Alzauen). vormals Einöde, heute Dorf
Oberberg Burgkirchen a.d.Alz GUF

(mundartl.: „Owábeag“);

urk.

1904 -- 21

Neue, erst nach 1900 entstandene Ansiedlung weiter oben am Berg (Hochplateau) über dem Alztal. 79 W
Obermühl Burgkirchen a.d.Alz GUF

(mundartl.: „Owámui(ná)“);

urk.

1435 Obern Prembstal 34

1508 Obermühl oder Obern Premstall 38

1574 Obernpremstall 47

1604 Obermül, genannt Obernprembstall 53

1752 Obermüller 61

Eine weiter bachaufwärts gelegene und damit obere Mühle zu „Bremsstall“, wobei die Bremsstallmühle als die „untere Mühle zu Bremsstall“ zu gelten hat. (Vgl. auch Bremsstallmühle!) E
Ötz Burgkirchen a.d.Alz NKI

(mundartl.: „Etz(á)“);

urk.

1481 in der Etz 11

1501 in der Etze bei Obern Winpässing 12

1520 in der Etz (im Gericht Wald) 12

1611 Ötzergüettl bei der Greinmühl 11

Eine Etz (Ez, Ötz) ist ein kleiner Weidegrund (manchmal auch mitten im Wald), wo das Vieh (auch Wild) „ezzen“ (= äsen, fressen) kann. E
Oswald Burgkirchen a.d.Alz GUF

(mundartl.: „Auswoin“);

urk.

1438 Oswaldt 11

1508 Oswald 38

1752 Oswald- od. Schustergütl am Hittenthal 61

1810 Oswald 66

Beim Oswald (Name eines einstigen Besitzers dieses Anwesens). E
Peterhof Burgkirchen a.d.Alz BUK

(mundartl.: „Bedáhof(á)“);

urk.

1332 Am Hof 25

1435 Peterlehen 34

1526 Hofer 40

1574 Peterlehen 47

1612 Hanns Hofer 25

1671 Peter Hofer 25

1850 Peterhof 25

Ursprüngl. ein ganzer (= 1/1-Hof), der dann später in zwei Huben (= ½-Höfe) aufgeteilt wurde. Eine der beiden Huben hatte man schließlich den Vornamen eines Besitzers, Peter, zur Unterscheidung vorgesetzt, der dann zum Hof- und letztlich auch zum Ortsnamen wurde. E
Pfaffing Burgkirchen a.d.Alz BUK

(mundartl.: „Pfáffing“);

urk.

1234 Pfeffingen 9

1300 Pfaeffing 19

1334 Pfeffinge 11

1438 Pfaffing 11

1517 Pfäffing 39

1560 Pfäffing 46

1602 Pfäffing 52

Bei den Leuten eines Pfaffen (hier zur Klostergemeinschaft gehöriges Besitztum) 11. W
Pirach Burgkirchen a.d.Alz RHS

(mundartl.: „z‘ Birá“);

urk.

1244 in dem Birkhehe 10

1259 Pirchaeh 10

1334 Pirichach 11

1438 Pirach 11

1517 Pirhach 39

1560 Pierach 46

1602 Pierah 52

Am Birkenwald. D
Plattenberg Burgkirchen a.d.Alz DOR

(mundartl.: „Blådtnbeag“);

urk.

1450 Auf der Straß 24

1535 An der Straß 24

1554 Platenberg 24

1766 Blatenberg 24

Dieser späte Name deutet auf ein unbewaldetes, hochgelegenes, flaches, baumloses Plateau (Hangrücken) an der uralten Handelsstraße von Salzburg nach Burghausen und Marktl hin. Plattenberg war von 1765 bis 1810 eine Grenz- und Mautstation Bayern/Salzburg. 24 D
Posch Burgkirchen a.d.Alz RHS

(mundartl.: „Poschnhof“);

urk.

1244 da zem Weishel 10

1334 Weichsiln 11

1438 Weichseln 11

1602 Posch 52

1611 Poschengut oder Weixl 11

Anwesen bei den Weichselbäumen (Weichsel = Sauerkirsche). Später dürfte dort ein markanter Baum (Boschen) namengebend geworden sein. E
Quick Burgkirchen a.d.Alz RHS

(mundartl.: „Quick(á)“);

urk.

1244 vf der kuukhenmer Ode 10

1266 in Gvicke 10

1334 Quikk 11

1438 Gwikk 11

1517 Gwigkher 39

Auf der Wegscheider Ödung; mhd. gewicke = Zusammentreffen von zwei Wegen (Wegscheide); ode = Öde, Ödung (unangebautes Gebiet). Vgl. auch den Ortsnamen Wurmannsquick, Landkreis Rottal-Inn! W
Rehdorf Burgkirchen a.d.Alz NKI

(mundartl.: „Re(h)doaf“);

urk.

1604 Rerdorf 53

1752 Rechdorf 61

1810 Redorf 66

1904 Rehdorf 21

Ansiedlung bei einem Ort, wo sich besonders gern Rehe aufhalten (mhd. rech = Reh). D
Reichaich Burgkirchen a.d.Alz DOR

(mundartl.: „Rei(h)oj(á)“);

urk.

1300 Aychach 19

1334 Aich 11

1420 Aiche 24

1517 Reychacher 39

1602 Reichaich 52

1611 Reichaicher 11

Ursprüngl. Gehöft am Eichenwald. Später gehörte zu diesem 1/1- od. ganzen Hof eine Zeit lang noch ein zweiter Hof in gleicher Größe (Reichhof), so dass damit der „Aicher“ der reichste Bauer in der ganzen Gegend wurde, eben der „Reich-Aicher“. 24 E
Reichhof Burgkirchen a.d.Alz DOR

(mundartl.: „Reihof(á)“);

urk.

1300 Hof 19

1517 Reichhofer 39

1560 Reichhover 46

1602 Reichhof 52

Ursprünglich ein 1/1- od. ganzer Hof. Da der Reichhofer-Bauer ab etwa 1500 eine Zeit lang auch noch den ganzen Reichaicher-Hof als zweites Gut besaß, wurden beide Höfe die „reichen Höfe“: Reichaich und Reichhof. E
Reichstraß Burgkirchen a.d.Alz DOR

(mundartl.: „Stråß“, gelegentlich noch „Reichstråß“);

urk.

1300 auf der Strazz 19

1334 Strass 11

1529 Reichstrass 25

1560 Reichstrasser 46

1581 Reichstrass 25

Gehöft an einer Altstraße; spätere (ab etwa 1526) Entwicklung ähnlich wie bei Reichaich und Reichhof. Reich = Reichtum, Wohlhabenheit. E
Reit Burgkirchen a.d.Alz DOR

(mundartl.: „dá Reidá z‘Wexlbeag“);

urk.

1190 Rute 11

1334 Reut 11

1438 Rewt ... der hoff bey Wexlberg 11

1481 Reyt curia bey Wexelperg 11

1517 Reÿtt 39

1588 Reiter 24

1611 Reitter bei Wechselberg 11

1808 Reiterhof zu Wechselberg 65

Gereuteter (= gerodeter) Platz, wo ein Hofgut errichtet wurde, nahe Wechselberg. E
Riedl Burgkirchen a.d.Alz GUF

(mundartl.: „Rüal“);

urk.

1435 Riedolflehen 34

1438 Oberhub auf dem Perg 11

1481 Ruedl Oberhueber 11

1529 Vorm Puech im Holz 79

1752 Riedlpaur vorm Puech 61

1810 Schmidriedl 66

Ein Lehengut (Hube = ½-Hof) auf einem mit Buchen bestandenen Berg, das ein Mann namens Rudolf (Ruedl, Riedl, Rüdiger, altd. PN) besitzt. W
Riplschuster Burgkirchen a.d.Alz DOR

(mundartl.: „Rüabbeschuasdá“);

urk.

1450 Auf der Haid do der Weber aufsitzt 24

1508 Hanns Ruepl zu(m) Schuster an der haydn 38

1535 Hanns ob der Haid 24

1602 Rueplschuster Guetl auf der Haidt 24

Kleine Sölden „auf der Haid“, die Mitte des 16. Jahrh. ein Schuster namens Ruepl (= Ruprecht, Rupert) besitzt. E
Schneckenbichl Burgkirchen a.d.Alz DOR

(mundartl.: „dá Schneck z‘ Dorfa“);

urk.

1242 Snekenpuhel 24

1450 Snekkenpuhel 24

1517 Schnegkhennpüchler 39

1588 Schnegkhenpuchler 24

1657 Schnekenpichler 24

Bichel (Hügel), wo wohl besonders viele Schnecken (mhd. snecke) vorkommen. Zu beachten aber auch der altd. PN Sneko! E
Schönberg Burgkirchen a.d.Alz GUF

(mundartl.: „Schempeag“);

urk.

927 Sconinperc 8

1139 Sconinperch 10

1149 Scovnberch 11

1264 Scuneberch 10

1312 Schonpergg 10

1334 Schonperch 11

1448 Schonperg 12

1604 Schemperg 53

Berg (Anhöhe), der eine schöne Aussicht bietet; (ahd. scone = schön, perch = Berg). W
Schopperhaid Burgkirchen a.d.Alz RHS

(mundartl.: „Schobbáhäjd(á)“);

urk.

1517 Haider 39

1611 Haidergütl bei Holzham 11

1808 Schoppenhaidergütl 65

Durch systematische Abholzung eines Waldes durch „Schopper“ (Zillen- oder Schiffsbauer) entstandene Verheidung des Waldbodens. E
Schralling Burgkirchen a.d.Alz GUF

(mundartl.: „Schräing“);

urk.

1190 Schrallingen 11

1334 Schrallinge 11

1438 Schrolling der hof 11

1604 Schrallinger 53

1611 Schrollingerguet 11

1752 Schrallinger 61

Bei den Leuten eines Schral(l)s. (Ein Schráh(e)l, auch Schraz = Wichtel, Zwerg, kleiner Mensch). W
Schwarzenhub a.Eschlberg Burgkirchen a.d.Alz BUK

(mundartl.: „Schwoaznhuaw(á)“);

urk.

1300 An der hub 19

1403 Schwarczenhueber

1413 Schwarzenhueber 25

1517 Schwartzennhueber 39

1560 Schwarzenhueber 46

1760 Schwarzenhueberguet am Öschlberg 62

Der Name ist sicherlich nach einem Siedler (Bauern) benannt, der – im Gegensatz zum benachbarten „Weissenhuber“ – ein schwarzhaariger Mann war (Hube = ½-Hof nach dem altbayer. sog. Hoffuß). E
Seefelden Burgkirchen a.d.Alz RHS

(mundartl.: „Seeföin(á)“);

urk.

1244 Seveld 10

1334 Sevelden 11

1438 Seefeldner 11

1602 Sefeldt 52

1611 Seefeldner beim Glöcklhof 11

Ebenes Feld, in welchem bei starkem Regen od. Schneeschmelze das Wasser längere Zeit stehen bleibt und gleichsam einen „See“ bildet. E
Seißl Burgkirchen a.d.Alz RHS

(mundartl.: „Zeißl“);

urk.

1517 Sällsl 39

1602 Sälssl 52

1611 Sälslgut 11

1785 Seißlgut bei Pirach 11

Wohl vom PN Sal(a)frid od. Seyfried, in der Kurzform Sei(l)sl. E
Sensmühl Burgkirchen a.d.Alz GUF

(mundartl.: „Sánsmui“);

urk.

1435 Fronmühl 34

1508 Sansmul 38

1574 Sännsmüll 47

1604 Sänsmüllner auf der Fronmüll 53

1810 Sensmühl 66

Eine Mühle, die einst als Frondienst für die Grundherrschaft mahlen musste; später wurden in dieser (Hammer-)Mühle hauptsächlich Sensen hergestellt (geschmiedet). E
Sepphaid Burgkirchen a.d.Alz DOR

(mundartl.: „Sepphäid“);

urk.

1244 vf der oede 10

1450 Auf der Haid das merrer Guet 24

1535 Haider von Haid 24

1611 auf der Haidt 24

1808 auf der Haid 24

1848 Sepphaider 24

Da an bzw. auf der Haide (Ödung) mehrere Anwesen entstanden, nannte man zur Unterscheidung von den anderen eines davon seit Ende des 18. Jahrh. nach den Namen seines damaligen Besitzers, Josef (= Sepp), den „Sepp-Haider“. E
Spielmann Burgkirchen a.d.Alz RHS

(mundartl.: „Spuimå“);

urk.

1300 Spilmanning 19

1435 Spilmaning 34

1517 Spillmaning 39

1602 Spilmaning 52

1611 Spilmoninger 11

Ursprüngl. Behausung eines Spielmanns (Musikers). E
Stadler Burgkirchen a.d.Alz DOR

(mundartl.: beim „Stollá“);

urk.

1234 der Stadelaer 24

1258 Stadel 24

1395 Stadel 24

1450 Stadel bey Aesten 24

1517 Stadler 39

1600 Stadler Guet bey Asten 24

Ursprünglich ein sog. Scheunen- oder Stadelhof (lat. curia stabularia), bei dem später auch ein Haus gebaut und somit ein richtiger Bauernhof daraus wurde. Vgl. auch Stadel, Stadtgem. Altötting und andere gleiche Ortsnamen! E
Staindl Burgkirchen a.d.Alz GUF

(mundartl.: beim „Stoal“);

urk.

1334 Stainach 11

1611 Staindlgütl 11

1752 Stainl am Bach 61

Kleines Anwesen (Gütl) auf steinigem Boden. E
Steinach Burgkirchen a.d.Alz DOR

(mundartl.: beim „Stoinárá“);

urk.

1234 Staenaech 9

1300 Stainach 19

1384 Stainach 24

1507 Stainaicher 24

1535 Stainacher 24

1602 Stainach 52

1721 Stainach 24

Steiniger, unfruchtbarer Talboden. Die Endsilbe „ach“ deutet hier auf einen nahen Bach (Halsbach), in dessen Tal seitlich eine heute kaum noch wasserführende Trockenbachsenke einmündet. E
Steinberg Burgkirchen a.d.Alz DOR

(mundartl.: beim „Stoabeag(á)“);

urk.

1178 Steinberc 5

1334 Stainperch 11

1435 Stainperg 34

1438 Stainperg bey Mad 11

1602 Stainperg 52

1611 Stainperger bei Pirach 11

Steiniger Berg; Gehöft an od. auf einem steinigen Berg in der Nähe von Mad bzw. Pirach. E
Stockmann Burgkirchen a.d.Alz BUK

(mundartl.: „Stockmann“);

urk.

1334 Made am Eschelp’g 11

1560 Stogkhman 46

1588 Stogckner 25

1612 Stockher 56

1752 Stockmann 61

Siedler (Bauer), der zu der Wiese (Mahd) am Eschelberg nach einer weiteren Rodung durch Ausstocken von Wurzelstöcken sich zusätzliche Gründe urbar machte. E
Stölzl Burgkirchen a.d.Alz BUK

(mundartl.: beim „Stoizl“);

urk.

1231 Arnold an der Straze 25

1300 Wernhard auf der Strazze 19

1507 Stölzl 25

1526 Stolzlhueb 25

1588 Stölzl zu Strass 25

1612 Stölzl 25

1798 Stelzl 25

Gehöft an einer Straße, dessen späterer Besitzer sich mit Krücken (Stelzen, mhd. stelze = Stütze) fortbewegte. W
Straß Burgkirchen a.d.Alz BUK

(mundartl.: „Stråss“);

urk.

1300 Strazz und Strazze 19

1332 Auf d‘ Strass 25

1517 ab der Straß 39

1536 Paur ab der Straß 25

1602 Strasß 52

Bauernanwesen an einer Straße (alte Fuhr- od. Handelsstraße, evtl. sogar Römerstraße!) W
Streuhof Burgkirchen a.d.Alz DOR

(mundartl.: „Streihofá“);

urk.

1272 Straelaershof 24

1334 Strelershof 11

1438 Stralhof 11

1494 Strälhof 24

1611 Strälhofer 24

1863 Streuhof 24

Gehöft (Bauernanwesen), zu dem ein Kämmemacher gehörte, ähnlich wie zu anderen z.B. eine Schmiede (mhd. straelen = Kämmen des Haares). E
Thal Burgkirchen a.d.Alz GUF

(mundartl.: „án Däi“ [„Deu“]);

urk.

1151 Thal 8

1180 Tal 5

1190 de Tale 5

1272 zu Taal 10

1300 Tal 19

1334 Tal 11

1435 Tal 34

1637 in Valle (= Tal) 75

1760 Margarethentall 75

1800 in das Thall 75

D
Thalhausen Burgkirchen a.d.Alz BUK

(mundartl.: „Däihausn“);

urk.

928 Talahus 8

1137 Talahusin 8

1230 Talhusen 25

1407 Talhawsen 32

1435 Talhawsen 34

1517 Talhausen 39

1602 Talhausen 52

1721 Thalhausen 56

Bei den Häusern (Behausungen) im Tal. D
Trinkberg Burgkirchen a.d.Alz GUF

(mundartl.: „Drinkbeag(á)“);

urk.

1435 Trunperg 34

1508 Trunperg 38

1604 Tringperg 53

1611 Trinperger 11

1752 großer und kleiner Trünckberger 61

Ein Berg, auf dem der „Trun“ (mhd. druo = Frucht, bayer. Drui) wächst. E
Unterberg Burgkirchen a.d.Alz GUF

(mundartl.: „Undábeag“);

urk.

1820 Untersberg 25

1904 Unterberg 21

Neuere Ansiedlung unterhalb des Berges (von Burgkirchen a.d. Alz). Str.S.
Unterhadermark Burgkirchen a.d.Alz RHS

(mundartl.: „Unda-Hådámark“);

urk.

1563 Unt’Hadermarckt 12

1602 Vndter Hadermargkht 52

1671 am Hadermarkt 78

Unterer Bereich der Lumpen-(Hadern)-Sammel- oder Abgabestelle (Markt) wohl für die sich unweit davon befindende Papiermühle des Klosters Raitenhaslach. Vgl. dazu auch Oberhadermark sowie den Teil von Unterhadermark, der zur Gemeinde Burgkirchen a.d. Alz zählt! W
Urfahrn Burgkirchen a.d.Alz GUF

(mundartl.: „z‘ Uiwán“);

urk.

1300 Vruar 19

1334 Vruar apud Guffelhaim 11

1508 Vrfar 38

1517 Vrfarer 39

1604 Urfahr 53

1752 Urfahr 61

Überfuhrstelle mittels einer Fähre od. Zille über die Alz bei Gufflham. W
Vorbuch Burgkirchen a.d.Alz NKI

(mundartl.: „Voabuá“);

urk.

1234 Vor deme Puch 9

1334 Voerpurch 11

1458 Vorpurger 12

1535 Vorpuech 40

1602 Vorpuech 52

1675 Vorpucher 59

Vor dem Puch (= Buchenwald), während die Schreibweise von 1334 und 1458 eine Vorburg (= Vorwerk, Wehrgraben einer Burg) meint und das 1234 genannte „Vor deme Puch“ evtl. zu „Vorbuchner“ gehören müsste(?) W
Vorbuchner Burgkirchen a.d.Alz DOR

(mundartl.: „Voabuan(á)“);

urk.

1300 Vor dem puech 19

1507 Vorpuechner 24

1560 Vorbuechner 46

1671 Vorpuechner 24

1749 Vorpuchner 24

1808 Vorbuchner 65

Der vor dem Buchenwald hausende. E
Weberau Burgkirchen a.d.Alz GUF

(mundartl.: „Wewá(r)au“);

urk.

1604 Weberauer 53

1752 Weberaurgütl 61

1904 Weberau 21

Einzelnes Anwesen eines Webers in der Au. D
Wechselberg Burgkirchen a.d.Alz DOR

(mundartl.: „Wexlbeag“);

urk.

1180 Wehselb’c 24

1244 Wesselberch 10

1264 Wesseberch 24

1332 Wexlperg 24

1438 Wechselberg 11

1517Wöchselberg 39

1535 Wechslperg 24

1602 Wexlperg 52

1671 Wexlberg 24

Erhöhter Platz (Berg), wo sich zwei Altstraßen (mittelalterliche Hauptverkehrswege) vereinigen und somit die Richtung gewechselt werden konnte. Auch konnten dort vermutl. die Pferde gewechselt werden (Rottstation?) W
Weitfeld Burgkirchen a.d.Alz DOR

(mundartl.: „Weidföin“);

urk.

1481 Weytfellder 11

1517 Weitfeldt 39

1560 am Weidtfeld 46

1602 Weitfeldt 52

1671 Weidtfeldt 58

Große, weite Felder. W
Wieshaid Burgkirchen a.d.Alz NKI

(mundartl.: „Wishåid“);

urk.

1602 Inder Wiß 52

1752 Wishaider 61

1810 Wiesheid 66

Ursprünglich ein Heidegebiet, woraus eine Wiese gemacht wurde. E
Willhartsberg Burgkirchen a.d.Alz DOR

(mundartl.: „z‘ Wischbeag“);

urk.

1300 Wilhalmsperg 19

1404 Wilhersberg 24

1517 Wilhartsperg 39

1560 Willersperg 46

1602 Willersperg 52

1752 Wilhartsperger 61

Berg (Anhöhe), auf dem ein Mann namens Wilhalm siedelte; (altd. PN, auch Wil(i)hart und Wilhelm). W
Wimm Burgkirchen a.d.Alz BUK

(mundartl.: „Wimm(á)“);

urk.

1332 Widem 25

1435 Widmer 34

1508 Widem 37

1560 zu Widm 46

1602 Wibm 52

1721 Wimber zu Strass 56

Widmungsgut zu einem Pfarrherrn (im geg. Falle zum Pfarrherrn von Burghausen). E
Wimpersing Burgkirchen a.d.Alz NKI

(mundartl.: „Wimbássing“);

urk.

1179 Wintpozzingin 5

1304 Winpozzing 11

1334 Wintpoczzinge 11

1435 Wimpaissing 34

1438 Wympossing 11

1508 Wimpassing 38

1752 Wimpessinger 61

Ort, wo der Wind „anpoust“ (= anstößt); mhd. bózen, boussen = stoßen). E
Wimpasing Burgkirchen a.d.Alz GUF

(mundartl.: „Wimpásing“);

urk.

1306 Winpoessing 10

1325 Wintpoezzingen 10

1435 Winpässing 34

1481 Wumpössing bey Schönperg 11

1508 Winnpässing 38

1752 Niderwimpessinger 61

Gleiche Bedeutung wie bei Wimpasing! E
Wolfstall Burgkirchen a.d.Alz BUK

(mundartl.: „Wostoi(á)“);

urk.

1300 ze Wolfstol 19

1438 Wolfstal 11

1517 Wolfstaller 39

1602 Wolfstall 52

1810 Wolfstadler 66

Stall (Stadel), der einem Manne namens Wolf (Wolfgang, Wolfhart und ähnl. altd. PN) gehört. E
Zäunach Burgkirchen a.d.Alz DOR

(mundartl.: „Zäuná(rá)“);

urk.

1300 Zainach 19

1334 Zainach 11

1517 Zaÿnnach 39

1560 Zainach 46

1602 Zainaich 52

Gebiet, wo sich stets ein geflochtener Zaun (Grenzzaun, Markzaun) befindet; (ahd. zeina = flechten). E
Unteremmerting Emmerting EMM

(mundartl.: „Undàemmàding“ und „Emmàding“);

urk.

815 Ehemuotingen 23

1234 Ehmvotingen 9

1288 Emvtinge 8

1300 Ehmvoting 19

1435 Ehmuting 34

1438 Echmueting 11

1517 Emating 39

1702 Egmating 23

Bei den Leuten eines Mannes namens E(he)muot; (altd. PN). Unteremmerting ist der nordöstliche Teil des Ortes und damit eigentlich Ortsmittelpunkt, wo auch die Kirche und das Rathaus stehen. D, Pfa, Ki
Bruck Emmerting EMM

(mundartl.: „Bruck“);

urk.

1300 Revthartzpruk 19 und Rvthartzprvck 19

1435 Ruedharzpruck 34

1517 in der Jeusprugkh 39

Ein Anwesen an der Alzbrücke, das ein Mann (Bruckmeister, Zolleinnehmer?) namens Rudhart (altd. PN) besitzt. Auch das spätere „Jeus(-prugkh)“ deutet wohl auf einen PN (z.B. Je(ner)us = Generosus?), sofern es sich nicht um eine historische Verschreibung handelte und „Jesusprugkh“ heißen müsste. Vgl. auch den östl. Teil von Bruck, der zur Gde. Emmerting zählt, wie urspr. diese ganze Flur Bruck! D
Oberemmerting Emmerting EMM

(mundartl.: „Owàemmàding“ und "Emmàding“);

urk.

mit Unteremmerting nur durch die einzelnen Hofnamen unterscheidbar. Oberemmerting ist der südwestl. Ortsbereich von Emmerting.

Siehe bei Unteremmerting! D
Seng Emmerting EMM

(mundartl.: „Seng“);

urk.

1612 Sengmiller 55

1721 Sengmüller bei der Alz 55 und an der Seng 55

Von sing = Senke, moosiger nasser Talgrund. D
Erlbach Erlbach END

(mundartl.: „Elbå “);

urk.

1157 Erelenbach 23

1188 Erllebach 5

1245 Elhpach 4

1384 Erelpach 23

1435 Erlpach 34

1517 Erllpach 39

1602 Örlbach 52

Siedlung eines Mannes namens Erilo (oder ähnlich altd. PN) an einem Bach. D, Pfa, Ki
Adstetten Erlbach END

(mundartl.: „Agstedn“);

urk.

1435 Aitstetten 34

1456 Attstetten 29

1491 Arzstetten 29

1517 Atzsteten 39

Platz (Stätte, Stelle), wo das Vieh äst (Atz, Ötz = Äsplatz). D
Aigen Erlbach ERL

(mundartl.: „Oang(à)“);

urk.

1435 Aÿgner 34

1517 Aignner 39

1602 Aigen 52

Frei eigenes, keiner Grundherrschaft angehöriges Bauerngut. E
Augassen Erlbach END

(mundartl.: „Augossn(à)“);

urk.

1435 zu Auw 34

1602 Augassen 52

Gehöft an einer Gassen (Straße, Viehtriebweg, Fahrweg), die durch eine Aue führt. E
Bemberg Erlbach ERL

(mundartl.: „Bembeag(à)“);

urk.

1300 Peimperg 19

1435 Penenpach 34

1573 Penberg 29

1602 Penperg 52

Berg, der um eine gewisse Summe Pfennige erworben wurde; das „pach“ ist hier als Stelle (Ort) zu verstehen. E
Birnbach Erlbach ERL

(mundartl.: „Biambå(h)“);

urk.

790 Perinpah 8

1156 Piurpach 29

1180 Pirenbach 29

1250 Pirnpach 29

1435 Pirnpach 34

1517 Piernpach 39

1671 Pürnbach 58

Ansiedlung eines Mannes namens Peringar (oder Berino, altd. PN) in einem Talgrund, den ein Bach durchfließt. E, Ki
Blümlhub Erlbach ERL

(mundartl.: „Bleamehua(wà)“);

urk.

1407 Pluemhueb 32

1435 Pluemelhueb 34

1517 Pluemlhueber 39

1602 Pliemblhueb 52

Eine Hube (= ½-Hof), welche das Weiderecht bei den gerodeten Waldgründen hat (mhd. bluome = Blume, Graswuchs überhaupt). E
Bockhub Erlbach ERL

(mundartl.: „Boghua(wà)“);

urk.

1508 Pockhueber 37

1517 Pogkhueber 39

1602 Pogkhueb 52

Eine Hube (= ½-Hof), bei der ein herrschaftlicher Schießstand für das beigetriebene Wild steht. E
Brandl Erlbach ERL

(mundartl.: „Brandl“);

urk.

1435 Widem bey Strazz 34

1517 Pränntl 39

1602 Pranndt 52

Widmungsgut (des Pfarrers von Zeilarn 29) in der Nähe der (Alt-)Straße, das von einem Bauern namens Brandl bewirtschaftet wird. (Ableitung von einem Brandfall jedoch nicht ausgeschlossen.) E
Breitenaich Erlbach END

(mundartl.: „Broadnoj “);

urk.

1245 Praitnaich 4

1417 Praittenaich(er) 33

1435 Praitenaich 34

1517 Praitennaicher 39

1602 Praitnaich 52

Breiten (= zusammenhängende große Abteilung eines Ackerlandes), hier an oder nahe an einer Auwaldung. E
Breitenloh Erlbach ERL

(mundartl.: „Broadnlou(nà)“);

urk.

1300 Praitenloch 34

1517 Praitennlohnner 39

1602 Praidenlohe 52

Wie bei Breitenaich, jedoch hier in oder an einer Waldlichtung gelegen (mhd. lauha = Lichtung). E
Bruckhäusl Erlbach ERL

(mundartl.: „Bruckheisl“);

urk.

1808 Bruckhäusl Gütl 65

Anwesen (ursprüngl. Häusl) an der Türkenbachbrücke. E
Buch Erlbach END

(mundartl.: „Buah(nà)“);

urk.

1407 Puch 32

1435 Puechhueb 34 (auch Puch 34)

1517 Puechnner 39

1602 Puech 52

Bei den Buchen (Buchenwaldung). E
Buchholz Erlbach ERL

(mundartl.: „Hågà àn Buachhoiz“);

urk.

1435 daz Hag 34

1517 Hager 39

1602 Hag 52

1760 Hager am Burgholz 29

Mit einem „Hag“ (= Zaun aus Strauchwerk, sog. lebender Zaun, Gehege) umschlossenes Gehöft an einem Buchenwald. W
Eisenbuch Erlbach END

(mundartl.: „Eisnbua(h)“);

urk.

1170 Issenpouchen 17

1180 Yssenbuoch 5

1258 Eissenpuch 17

1288 Eisenpuch 17

1435 Eÿsenpuch 34

1517 Eissennpuech 39

1602 Eisnpuech 52

Stelle am Buchenwald, wo Eisen be- oder verarbeitet wird (ahd. isin, isan = Eisen, eisern). W
Ellbrunn Erlbach ERL

(mundartl.: „Öjbrunn“);

urk.

1435 Elprunn 34

1517 Öllpruner 39

1602 Ölpronn 52

Besondere Wasserquelle (Brunnen), die als heilkräftig erachtet wurde. (Vgl. z.B. Eichstätter Walpurgis-Öl, das bloßes Wasser ist!) W
Endlkirchen Erlbach ERL

(mundartl.: „Elkiachà “);

urk.

1167 Neudilchirchen 8

1205 Nendelchirchen 23

1435 Endelkirchen 34

Bei der Kirche des Nendil(o) (altd. PN; vgl. dazu auch Engelsberg, Gde. Burgkirchen a.d. Alz). W, Ki
Enggrub Erlbach ERL

(mundartl.: „Engrua(wà)“);

urk.

1435 Ödengrueb 34

1517 Ödenngrueber 39

1602 Ed(e)ngrueb 52

Öde Grube, Talgrund, Mulde. Der alte abgegangene Ortsname „Enggrub“ wurde 1930 amtlich auf das bis dahin sog. Biserl-Anwesen übertragen 29 (urk. 1508 Pusn 37 – 1517 Pussterl 39 – 1588 Pißerl 48 – 1602 Piserl 52 vom mhd. buzen = hervorragen; „Bussenäcker“ nannte man einst bucklige Ackergründe). E
Freiung Erlbach ERL

(mundartl.: „à dà Freiung“);

urk.

1602 Freiung 52

1671 auf der Freÿung 58

Die Freiung (= Befreiung) war einst ein von grundherrschaftlichen Abgaben befreites Gebiet. W
Gallau Erlbach ERL

(mundartl.: „Gålau“);

urk.

1288 Galaere 29

1300 Goldawe 19

1435 Goldaw 34

1517 Goldawci 39

Aue, an oder bei der ein Galo siedelte (altd. PN Gaielo, Gailo oder ähnlich). W
Gensöd Erlbach END

(mundartl.: „Gensed(à)“);

urk.

1417 Genßöd(er) 33

1438 Gensoed vel Muerbach 11

1517 Gennsöder 39

1602 Gensedt 52

Gänseweide an einem öden moorigen Talgrund nahe am Murbach. E
Giglberg Erlbach ERL

(mundartl.: „Giglbeag(à)“);

urk.

1435 Gukelperg 34

1597 Gügkhlperger beÿ Pleining 50

Berg, der eine besondere Kuppe („Gigl“ oder „Gugl“) aufweist. W
Gmachl Erlbach ERL

(mundartl.: „Gmàche“);

urk.

1435 Gmächel 34

1517 Gmächll 39

1602 Gmächel 52

1734 auf der Gmächlsölde 68

Anwesen, das ursprünglich von einem „Gemächt“ (= zwei miteinander verehelichte Personen) gegründet wurde und diesen dann (wohl freieigen) gehörte. E
Grub Erlbach END

(mundartl.: „Owà- bzw. Undàgrua(wà)“);

urk.

1435 noch zu Murbach 34 zählend,

1517 Grueber 39

1602 Grueb 52

Heimstatt an oder in einem Graben (Grube, Mulde, Senke) am Murbach. E
Guntendobl Erlbach END

(mundartl.: „Gundndowe“);

urk.

1435 Thobel 34

1508 Gumpentobl 37

1602 Gumpmtobl 52

Dobl (= Bergvorsprung, Hügel in einem Tal), wo sich ein „Gumpen“ (= tiefe nasse Schlucht, Wasserstelle) befindet. E
Haizing Erlbach END

(mundartl.: „Hoazing“);

urk.

1180 Haicingen 5

1300 Haitzing 19

1435 Hayzing 34

1517 Haitzinger 39

1602 Haizing 52

Bei den Leuten des Haizo (altd. PN, auch Huzo und ähnlich). W
Hasling Erlbach ERL

(mundartl.: „Håsling“);

urk.

1180 Hasela 5

1435 Haslach 34

1517 Hasling(er) 39

1602 Hasling 52

Gehöft an einem Haselgebüsch (Haselstauden, Haselwald). W
Hauzing Erlbach END

(mundartl.: „Hauzing“);

urk.

1435 Hauzing 4 und Hauczigk 34

1517 Hautzing 39

1602 Hauzing 52

Bei den Leuten des Haut(z)o (altd. PN, ähnl. wie bei Haizing). E
Hinterbuch Erlbach ERL

(mundartl.: „Hintàbua(nà)“);

urk.

1245 Hinterpuoch 4

1407 Hinderpuch 32

1435 Hinterpuch 34

1517 Hindernpuecher 39

1602 Hindterpuech 52

Gehöft hinter einem Buchenwald (von der Erschließung aus betrachtet). E
Hintereck Erlbach ERL

(mundartl.: „Hinta(r)eck“);

urk.

1300 Hinterekh 19

1435 Hinderegk 34

1517 Hinderegkher 39

1602 Hinndteregkh 52

Auf dem hinteren Eck (= Anhöhe, Höhenkamm) von Erlbach aus betrachtet. E
Hinterthann Erlbach ERL

(mundartl.: „Hintàdann(à)“);

urk.

1242 Hinter der Tanne 11

1435 Hinthaimer 34

1517 Hinderthanner 39

1602 Hinndterthann 52

Gehöft (Heimstatt) hinter einem Tannenwald (von der Erschließung aus betrachtet). E
Hochreit Erlbach ERL

(mundartl.: „Houreid(à)“);

urk.

1560 Hochreiter 46

1588 Hochreutt 48

1602 Hochreut 52

Hochgelegenes Hochholz-Gereut (Rodungsplatz). E
Hochwimm Erlbach ERL

(mundartl.: „Houwimm(à)“);

urk.

1407 Widem 32

1435 Widmer von Pirnpach 34

1517 Hochwidmer 39

1602 Hochwidm 52

Hochgelegenes Widmungsgut einer Kirche (hier der Kirche von Zeilarn 29). E
Hölzlwimm Erlbach END

(mundartl.: „Höizlwimm“);

urk.

1300 ze Widem 19

1592 Wibmer zu Hölz(l)widm 49

1602 Hölzlwidm 52

An einer kleinen Waldung (Hölzl) gelegenes Widmungsgut einer Kirche. ^W
Hofer Erlbach ERL

(mundartl.: „Dá Hofà (z` Biambo(h)“);

urk.

1407 Hoff gelegen zw Piernpach 32

1435 Hoffen 34

1517 Hofer 39

1602 Hof 52

Ursprünglich ein Besitzer eines ganzen (= 1/1) Hofes, der sein freies Eigentum war und sich unweit des Ortes Birnbach befindet. E
Holzbrand Erlbach END

(mundartl.: „Hoizbrand(n)“);

urk.

1637 Prandt am Holz 68

1760 Holzbrandt Schneider zu Öhrlbach 62

1808 Holzbrand zu Erlbach 65

1851 in Holzbrand 67

Vermutlich war es ein Familienname (Brandt), der diesem vor Mitte des 17. Jahrhunderts einsam oben am Wald nordwestl. von Erlbach durch Rodung eines Waldstücks gegründeten Anwesen den Haus- und Ortsnamen gab. E
Hütting Erlbach ERL

(mundartl.: „Hitting“);

urk.

1435 Hittinger 34

1517 Hütting(er) 39

1602 Hütting 52

Bei den Leuten des Hiti (altd. PN Hitti, Hito, Hitto). W
Kammergrub Erlbach ERL

(mundartl.: „Kammàgrua(wà)“);

urk.

1407 Kammergrub 32

1468 Kamb`grueb 36

Ursprünglich ein Kammergut der Dompropstei Bamberg 29, das sich in einem großen Graben (Geländeschlucht, Grube) befindet. E
Katzhub Erlbach ERL

(mundartl.: „Kozhua(wà)“);

urk.

1300 Chatzhvob 19

1435 Chazhueb 34

1602 Kazhueb 52

Hube (= ½-Hof) an einem buckligen (Katzenbuckel!), mühsam zu erreichenden und zu bearbeitenden Gelände. E
Kirchberg Erlbach END

(mundartl.: „Kiabeag(à)“);

urk.

1300 Chirchperch 19

1407 Chirichperger zw Obernerelpach 32

1435 Kirchperg 34

1517 Kirchperger 39

1602 Kirchperg 52

Ein dem Gotteshaus zu Erlbach gehöriger Bauernhof auf einem Berg (Anhöhe). W
Kroned Erlbach ERL

(mundartl.: „Graned(à)“);

urk.

1435 Granöd 34

1517 Krannödt 39

1560 Khraneder 46

1602 Kraned 52

Gehöft in einer Öde, wo viele Kranwitstauden (= Wacholderbüsche) wachsen. Deutung jedoch nach Krähen nicht ausgeschlossen. E
Kronsberg Erlbach ERL

(mundartl.: „Grandschbeag(à)“);

urk.

1140 Grantperch 17

1407 Chranperig 32

1435 Kranperg 34

1517 Kranntzsperger 39

1560 Khrandsperg

1602 Kranndtsperg 52

Berg, um oder auf dem einst gestritten wurde (mhd. grant, krant-werre = Verwirrung, Zwietracht, Streit, Krieg). E
Listhub Erlbach ERL

(mundartl.: „Listhua(wà)“);

urk.

1407 Listhueb 32

1435 Lischueb 34

1517 Listhueber 39

1602 Listhueb 52

Hube (= ½-Hof), auf deren Gründe viel Lischgras (= Rohrkolben und verschieden anderes in Nasswiesen gedeihendes Gras) wächst. E
Maierhof Erlbach END

(mundartl.: „Moj(h)of “), „Owà- und Undà-Moj(h)of(à)“);

urk.

1234 Maierhof 9

1300 ze Mayerhof 19

1517 Mairhoffer 39

1602 Mairhof 52

Großer Maierhof (ganzer od. 1/1-Hof) eines Verwalters eines größeren Güterkomplexes (z.B. eines Klosters oder eines Schlosses). W
Maschberg Erlbach END

(mundartl.: „Màschbeag(à)“);

urk.

1461 Maisberg 29

1598 Mäschperg(er) 51

Gehöft, das nach Maißung (= Schlagrodung) eines bewaldeten Berges entstand. E
Moos Erlbach END

(mundartl.: „Mosà z`Eging“);

urk.

1180 Moosen 11

1334 Moßer zu Moßen 11

1517 Mosser 39

Moosiger (mooriger), sumpfiger Grund. E
Moosgrub Erlbach END

(mundartl.: „Mosgrua(wà)“);

urk.

1407 Mosgrueb 32

1435 Mosgrueber 34

1517 Moßgrueber 39

1602 Mosgrueb 52

Moosige, moorig sumpfige Talschlucht (Grube, Graben). E
Murbach Erlbach END

(mundartl.: „Muabeck“ und „Muabå(h)“);

urk.

1180 Murbach 11

1334 Murbach 11

1407 Murbach 32

1435 Muerbach 34

1517 Murbach 39

1602 Murbach 52

Bach, der ein muriges (= moosig, moorig, sumpfiges) Tal durchfließt. E
Niederach Erlbach ERL

(mundartll.: „Nidà(r)å“);

urk.

1407 Nideraw 32

1435 Nidenab 34

1517 Niderab 39

1602 Niderab 52

1717 Nidernab 68

Ein wasserreiches, tiefliegendes, mit Augehölz durchsetztes Wiesenland (mhd. aw oder awe = Aue). E
Nunend Erlbach END

(mundartl.: „Nunend“);

urk.

1300 ze Genaden 19

1435 Gnadenent 34

1517 Gnadennennter 39

1602 Gnadnenndt 52

Eine am äußersten Ende, an der Grenze der einstigen Landgerichte Eggenfelden/Neuötting gelegene sog. Überantwortstelle für Übeltäter, aber auch für Personen, die freigelassen wurden, denen also Gnade zuteil wurde. E
Obereck Erlbach END

(mundartl.: „Owa(r)eck“);

urk.

1407 Obernegk 32

1435 Ab dem egk 34 und am Ob`m egk 34

1517 Oberegkh 39

1602 Oberögkh 52

Ansiedlung am oberen hochgelegenen Eck (= Höhenkamm, Geländerücken; hier Wasserscheide zwischen Inn und Rott). W
Öging Erlbach END

(mundartl.: „Eging“);

urk.

1300 Ekhing 19

1435 Eging 34

1517 Egning 39

1602 Öging 52

Bei den Leuten des Egino oder Ekin(o) (altd. PN). W
Pallerstall Erlbach ERL

(mundartl.: „Boischtoi(à)“);

urk.

1300 Paldweinstal 19

1407 Paldrachstal 32

1417 Polderstal 33

1435 Paltrachstaler 34

1517 Polderstaller 39

1602 Pollerstall 52

Ansieldung eines Mannes namens Paldwein (altd. PN, auch Balduin) an bzw. in einem Tal. E
Petzenthal Erlbach ERL

(mundartl.: „Bezndoi“);

urk.

1407 Petzntal 32

1435 Pezentaler 34 und Penczntal 34

1517 Petzenntaller 39

1602 Pezntall 52

Tal in dem ein Mann namens Bezzo siedelte (Pezzo, altd. PN, in der Verkleinerungsform Pezl). Vgl. dazu auch Petzlberg, Gde. Reischach! W
Pfaffenberg Erlbach ERL

(mundartl.: „Pfàffnbeag(à)“);

urk.

1435 Pfaffenperg 34

1517 Pfäffennperger 39

1602 Pfäffnperg 52

Berg, der einem Pfaffen (= Priester, Weltgeistlichen) gehört; hier ein Widmungsgut des Pfarrers bzw. der Kirche von Zeilarn 29. E
Pleining Erlbach ERL

(mundartl.: „Bleining“);

urk.

1300 Plavning 19

1435 Pleÿniger beÿ Pluemelhueb 34

1517 Pleining(er) 39

1602 Pleining 52

Bei den Leuten des Pligo (altd. PN, auch Pli(nin)go). W
Reichhof Erlbach END

(mundartl.: „Reichhof(à)“);

urk.

1435 Sibengarten im ambt zu Reÿsach 34

1508 Hof 37

1592 Hofer zu Hof 4

Ursprünglich ein 1/1- od. ganzer Hof. Da der Reichhofer-Bauer ab etwa 1500 eine Zeit lang auch noch den ganzen Reichaicher-Hof als zweites Gut besaß, wurden beide Höfe die „reichen Höfe“: Reichaich und Reichhof. E
Reiter Erlbach END

(mundartl.: „Reidà z`Woidbeag“);

urk.

1300 ze Raeuet 19

1435 Reÿt 34

1560 Reuter bei Waldperg 46

Ein nach dem reuten (= roden) eines Waldes entstandenes Hofgut im Gereut. E
Sachsened Erlbach ERL

(mundartl.: „Saxned(à)“);

urk.

1130 Sachsenhus 29

1468 Sachsenöd 36

1517 Saxennöder 39

1752 Saxened 61

Behausung eines Mannes names Saxo oder Sachso (altd. PN) in einer Ödung. E
Samping Erlbach ERL

(mundartl.: „Sambin“);

urk.

1435 Sämping 34

1517 Sämping(er) 39

1602 Sämping 52

Bei den Leuten des Sam(p)o oder Semin(us) (altd. PN, kurz Sem oder Säm). W
Schöftenhub Erlbach END

(mundartll.: „Scheffnhua“),

urk.

1300 ze Scheften hueb 19

1407 Scheftenhueber 32

1602 Schöfftnhueb 52

Hube (= ½-Hof) eines nach Bedarf bei der nahen Gerichtsschranne zu Fuchshub (Ehehaftrecht!) tätigen Schöffen (= Richterbeisitzer, Urteilsfinder). E
Seiböck Erlbach ERL

(mundartl.: „Seibeck“);

urk.

1300 Saevlbach 19

1435 Seilpach 34

1517 Saellpekh 39

1602 Seilpach 52

Ein viel mäandernd dahinfließender kleiner Bach (vermutl. vom mhd. sinwel = rund, kreisförmig, abgeleitet?). E
Siedelsberg Erlbach ERL

(mundartl.: „Sidlschbeag“);

urk.

1435 Sündleinsperg 34

1588 Schintlsperger 48

1602 Sindlsperg 52

Berg, auf dem ein Mann namens Giselsind siedelte (altd. PN, in der Verkleinerungsform Sindl oder Sindlein). W
Sonnöd Erlbach END

(mundartl.: „Suned“);

urk.

1435 Sundrer 34

1517 Sonnder 39

1560 Sondert 46

1602 Sonndert(er) 52

Ursprünglich ein eingefriedeter Sonderacker einer Grundherrschaft in einer Ödung. W
Spielberg Erlbach ERL

(mundartl.: „Spöjbeag“);

urk.

1183 Spieler- oder Spielbergergut (predium lusoris...) 8

1255 Spillberg 17

1435 Spilberg 34

1602 Spilberg 52

Vermutlich Berg (Anhöhe), auf dem in alter Zeit Spiele oder auch Rechtsprechungen (Gedinge, Ehehafte) abgehalten wurden. E
Steinhausen Erlbach END

(mundartl.: „Stoahaus“);

urk.

1180 Steinhusen 8

1245 Stainhausen 4

1435 Stainhawsen 34

1602 Stainhausen 52

Einstiger Ritter- und Edlmannssitz 29. Der Name des Ortes deutet auf eine „steinere“ (= gemauerte) Behausung (Burg), im Gegensatz zu den damals ausschließlich hölzernen Behausungen der bäuerlichen Umgebung. W, Ki
Straß Erlbach ERL

(mundartl.: „Stråß(nà)“);

urk.

1417 Strasz 33

1435 Strazz 34

1517 Strasser 39 und Strassner 39

1602 Strasß 52

Bauernanwesen an einer Straße (alte Fuhr- od. Handelsstraße, evtl. sogar Römerstraße!) E
Streifing Erlbach ERL

(mundartl.: „Stroafing(à)“);

urk.

1407 Straiffing 32

1435 Straiffing 34

1517 Straiffinger 39

1602 Straifing 52

Name sich wohl von einem schmalen, langen Ackerstreifen (Bifänge in der Breite eines Saatwurfs) sich ableitend. W
Sulzberg Erlbach ERL

(mundartl.: „Suizbeag“);

urk.

1183 Sulzperge 8

1272 Sulzberg 17

1306 Sulzberg 17

1435 Sulzperg 34

1517 Sullzpach 39

1602 Sulzperg 52

Salzlecke für das jagdbare Wild, das auf diesem Berg sich sammelte. D
Taiding Erlbach END

(mundartl.: „Doading“);

urk.

1185 Taitingen 1

1300 Taiting 19

1435 Taÿtting 34

1517 Thaiding 39

1602 Taiting 52

Bei den Leuten des Teito, Taido oder Daito (altd. PN). Ein Ort, wo Gerichtstaidinge abgehalten wurden, scheidet hier aus. W
Thannermann Erlbach END

(mundartl.: „Dannàman“);

urk.

erst 1727 Dannermann 68

Mann = einzelner Siedler, hier am nahen Tannenbach (= Bach, der durch eine Tannenwaldung fließt). E
Thomasbach Erlbach ERL

(mundartl.: „Damàschbå(h)“);

urk.

1151 Tangerspach 8

1435 Tangerspach 34

1517 Tanngerspach 39

1602 Tannglspach 52

Bei den Leuten der Sippe des Tangelt oder der Dangildis (altd. PN) in Nähe eines Baches. W
Trossen Erlbach ERL

(mundartl.: „Drossn(à)“);

urk.

1435 Tross`n 34

1488 Drossß 33

1517 Trossnner 39

1602 Trossn 52

Ansiedlung bei den Trosen oder Drusen (= Bergerle), Platz, wo viele Trossen wachsen. W
Untereck Erlbach ERL

(mundartl.: „Undá(r)eck“);

urk.

1435 Osteregk 34

1517 Ostereckh 39 und Egkh 39

1592 Österekh 49

1602 Osteregkh 52

Ansiedlung am unteren, östlichen Eck (= Anhöhe, Höhenkamm) im Gegensatz zu Obereck, das westl. weiter oben liegt. W
Vilseck Erlbach END

(mundartl.: „Vöiseck“);

urk.

1300 Fulsacheck 19

1435 Fulsegk 34

1517 Vilsegkher 39

1602 Vilsegkh 52

Hochgelegener, verwachsener mooriger Grund (vilz = kleines, verwachsenes Moor). E
Vorrathing Erlbach ERL

(mundartl.: „Voareiding“);

urk.

1151 Volrating 8

1300 Voltating 19

1435 Voltäting 34

1517 Vollrating(er) 39

1602 Volrätting 52

Bei den Leuten des Volrat, Volchrat oder Vu(o)lrad (altd. PN). E
Weiher Erlbach ERL

(mundartl.: „Weià(rà)“);

urk.

1435 Weirer beÿ hinter puch 34

1508 Weyer 37

1517 Weÿrer 39

1602 Waÿer 52

Behausung eines „Weiherers“, eines Mannes, der für den Unterhalt von herrschaftl. Fischweihern verantwortlich ist (vgl. auch Weiher, Gde. Reischach!). E
Weingarten Erlbach END

(mundartl.: „Weigoadn(à)“);

urk.

1300 Weingarten 19

1435 Weingarten bey Ärbing 34

1517 Weingartn(ner) 39

1602 Göblweingartten 52

Weingarten; hier wurde im Mittelalter Weinbau betrieben. Göbl = altd. PN (Giâbilo, in der Verkleinerung Göb(e)l). E
Weißgraben Erlbach ERL

(mundartl.: „Weisgramà“);

urk.

1140 Wasegrimigen 8

1300 Waseg`eim 19

1435 Weysgram 34

1517 Wässgräml 39

1671 Weißgramer 58

Bei den Leuten der Sippe des Wasegrim (altd. PN; vgl. dazu auch Waitzgraming, Gde. Unterneukirchen!). E
Wolfsberg Erlbach ERL

(mundartl.: „Woischbeag(à)“);

urk.

1165 Wolvesberch 8

1256 Wolfsperch 10

1560 Wolfsperger 46

1602 Wolfsperg 52

Berg, auf dem ein Mann namens Wolf(erus) oder Wolfgang siedelte. Auszuschließen ist hier wohl eine Deutung nach Wölfen, also Berg, auf dem sich Wölfe aufgehalten hätten. E
Zaunhub Erlbach END

(mundartl.: „Zauhua“);

urk.

1300 zu Hueb 19

1407 Zaunhueb 32

1517 Zaunhueber 39

1602 Zaunhueb 52

Hube (= ½-Hof), die, weil rings vom Wald umschlossen, mit einem dauernden Zaun umfriedet ist. W
Zell Erlbach ERL

(mundartl.: „Zöi(nà)“);

urk.

1183 Sele 8

1300 ze Zelle 19

1435 Zeller 34

1517 Zellnner 39

1602 Zell 52

Anfänglich Zelle eines Priesters oder Mönchs; wohl Ursprung zur Gründung des nahen Pfarrsitzes Zeilarn. E
Zellreit Erlbach ERL

(mundartl.: „Zöireid(à)“);

urk.

1417 Zellasßrot 33

1824 Zellreiter 30

Wohl erst anfangs des 15. Jahrhunderts durch roden (reuten) von weiteren, zum nahen Zellnerhof gehörigen Waldungen entstandenes Anwesen. E
Zogl Erlbach END

(mundartl.: „Zogl(à)“);

urk.

1407 Zagl 32

1435 Zagler 34

1517 Zogler 39

1602 Sagl 52

Geländezagl (zagl = Zipfel, hinterster schmal zusammenlaufender Teil einer Landzunge). E
Feichten a.d.Alz Feichten a.d.Alz FEI

(mundartl.: „Feichtn");

urk.

788 Fuohte 8

798 Fiuohte 8

815 Fiuhtan 8

1165 Fuhten 8

1200 Viuthen 8

1290 Vaeuhten 10

1315 Fevhten 10

1435 Veichten 34

1467 Feuchten 12

1558 Veichten 2

Ansiedlung bei einem Fichtenwald; (ahd. fiohta, mhd. fichta = Fichte). Vgl. auch Feichten, Stadt Töging a. Inn. D, Pfa, Ki
Amsham Feichten a.d.Alz FEI

(mundartl.: „Amsham");

urk.

1040 Homisheim 5

1300 Omshaim 19

1435 Ambshaim 34

1468 Amsheim 2

1508 Ambshaim 38

Heim(statt) eines Mannes namens Hom(an) (altd. PN, auch Omo und Amo(no)). W
Attenberg Feichten a.d.Alz FEI

(mundartl.: „Áttnbeag");

urk.

1180 Attenberc 2

1290 Aettenperig 10

1334 Attenperge 11

1407 Ättnperig 32

1417 Ädenperg 33

1498 Ättenperge 2

1508 Ätnperg 38

1611 Attenperg 11

Berg, auf dem ein Mann namens Atthari oder Atto siedelte; (altd. PN, auch Athalo od. ähnl.) E
Brandl Feichten a.d.Alz FEI

(mundartl.: „Brándl");

urk.

1556 Präntl 2

1720 Brandl 2

Widmungsgut (des Pfarrers von Zeilarn 29) in der Nähe der (Alt-)Straße, das von einem Bauern namens Brandl bewirtschaftet wird. (Ableitung von einem Brandfall jedoch nicht ausgeschlossen.) E
Bruckhaus Feichten a.d.Alz FEI

(mundartl.: „Bruckhaus");

urk.

1904 Zollbruckhaus 21

Mitte des 19. Jahrh. entstandenes Zolleinnehmerhaus bei der Alzbrücke. E
Edelham Feichten a.d.Alz FEI

(mundartl.: „Edlham");

urk.

1300 Oetelhaim 19

1435 Ötelhaim 34

1467 Otelhaim 2

1508 Otlhaim 38

1543 Ettlhaim 2

Heimstatt eines Mannes namens Odila od. Otto; (altd. PN, in der Kurzform Ötel und Ötl). E
Edenstraß Feichten a.d.Alz FEI

(mundartl.: „Ernstråß");

urk.

1244 Oedenstraß 2

1300 Oedenstrazz 19

1435 Ödenstrass 34

1508 Ödenstraß 38

In einer Ödung gelegenes Anwesen, wo eine Straße (Altstraße) vorbeiführt. E
Eggfeld Feichten a.d.Alz FEI

(mundartl.: „Eggföin");

urk.

1904 --- 21

Eine erst im 20. Jahrh. aus dem sog. Eckfeld od. Edfeld von Manetsed gebrochene Grundfläche, auf der dann ein Anwesen gegründet wurde.2 E
Ellerting Feichten a.d.Alz FEI

(mundartl.: „Oiading");

urk.

1135 Ellantingen 8

1180 Elendingen 2

1435 Ellading 34

1508 Elating 17

1580 Elotting 12

1637 Elarting 2

Bei den Leuten eines Mannes namens Elan(t)hard oder Elanhart; (altd. PN, auch Elenhard). W
Eschetshub Feichten a.d.Alz FEI

(mundartl.: „Escházhuaw");

urk.

1300 Höfschatzhueb 19

1435 Höbschalzhub 34

1508 Höbstholzhueb 38

1555 Heschatzhueb 2

1644 Höschetshub 2

Besitzer (Bauer) einer Hube (= ½-Hof), welcher als „Hofschätzer" zu den vereidigten Schätzleuten der hohen Obrigkeit gehörte. W
Fernreith Feichten a.d.Alz FEI

(mundartl.: „Feanreid");

urk.

1298 Huob 2

1435 Riewtt 34

1502 Reuth 2

1522 Hueber zu Reit 2

1594 Reidt 2

1671 Hueber zu Fernreith 2

Fernreith = Föhrengereut, also ein gerodeter Föhrenwald; (ahd. riod, mhd. ried = Rodung). Der Bauernhof dort hatte urspr. die Größe einer Hube (= ½-Hof). W
Fernschachen Feichten a.d.Alz FEI

(mundartl.: „Feanscháchá");

urk.

1300 ze Schaechen 19

1435 Schächen 34

1643 Fernschächen 2

1695 Fern-Schächner 2

„Fern" = Föhre (Kiefer). Einen „Schachen" nannte man eine bei einer Großrodung stehen gelassene kleine Waldparzelle; hier wohl die eines Föhrenwaldes. W
Geberting Feichten a.d.Alz FEI

(mundartl.: „Gewáding");

urk.

1150 Gebehartingen 16

1224 Gebehertingen 2

1383 Gebharting 11

1438 Gebharting 11

1611 Geberting 11

Bei den Leuten eines Mannes namens Geb(e)hart (altd. PN, auch Gebert und ähnl.) E
Gigling Feichten a.d.Alz FEI

(mundartl.: „Gigling(á)");

urk.

1290 Gugling 10

1407 Gügling 32

1427 Gügling 2

1478 abm Gügling 2

1502 Auf dem Gugling 2

1618 am Gigling 2

Runder Berg, Bergkuppe (mundartl. „Gigerling"), auch große runde Bodenerhebung; (ahd. Kugula, mhd. Kugel, Kogel = Kuppe). Vgl. auch Gittlberg, Gde. Unterneukirchen, und Kiegl, Gde. Marktl! E
Gramsham Feichten a.d.Alz FEI

(mundartl.: „Gramsham");

urk.

1280 Gramsheim 11

1334 Gramshaim 11

1435 Gramshaim 34

1508 Grambshaim 38

Heimstatt eines Mannes namens Graman (altd. PN); ham = Heim, Heimstatt, Heimat im engsten Sinne überhaupt. D
Haid Feichten a.d.Alz FEI

(mundartl.: „Heid");

urk.

1255 Haeidt

1412 zu Haidt 2

1435 Haid peÿ Esstorn 34

1467 zu Haide 12

Heidelandschaft (Ödland). E
Hüttenthal Feichten a.d.Alz FEI

(mundartl.: „Hittndoi(á)");

urk.

1435 Hinttental 34

1508 Hintental 38

1644 Hindtenthall 2

Bei der Herkunft des Namens würde man an ein „hinteres Tal" od. „hinten im Tal" denken, doch ist hier ein Tal gemeint, wo sich Hirsche (Hinde = weibl. Hirsch, Hirschkuh) aufhalten; also Hirschtal. E
Irgreit Feichten a.d.Alz FEI

(mundartl.: „Iagreid(á)");

urk.

1399 Räut 2

1415 im Reit 2

1610 Gilg Reiter 2

1678 Georg Reiter oder Irgreiter 2

„Reut" = Gereut, d.h. ein gerodeter, dann urbar gemachter Waldboden; (ahd. riod, mhd. ried = Rodung). Das dem Namen „Reit" später vorgesetzte „Irg" (von Jörg, Jürg, Irg = Georg) ist auf den Vornamen eines einstigen Besitzers des dort befindlichen Anwesens zurückzuführen. E
Kaitl Feichten a.d.Alz FEI

(mundartl.: „Keitl");

urk.

1570 Klein Kaltenstadl 2

1602 Khältl 2

Ein durch Abtrümmerung des Hofes Kaltenstadel gebildetes, kleines „Kaltl"-(Kaitl)-Anwesen. Siehe Kaltenstadel! E
Kaltenstadl Feichten a.d.Alz FEI

(mundartl.: „Koinstol(á)");

urk.

1435 Khaltnstadl 34

1502 Khaltnstadl 2

1517 Kalltennstadl 12

1556 Khaltenstadler 2

Ein „Kalten- od. Galtenstadl" ist ein Unterstellgebäude für das die ganze warme Jahreszeit über auf der Weide sich befindende Jungvieh. Ein Galterer od. Goiderer ist einer, der dieses Vieh hütet bzw. versorgt. E
Lehen Feichten a.d.Alz FEI

(mundartl.: „Lehá");

urk.

1300 Ze Lehen 19

1435 Lehner bey Esstorn 34

1508 Lehner 38

Ein von der Grundherrschaft (hier die Edlen von Wald) einem Bauern geliehenes Gut. (Das Lehen war einstmals eine der verschiedenen Formen von Zeitleihe.) E
Lohner Feichten a.d.Alz FEI

(mundartl.: „Launá");

urk.

1190 Lohen 11

1334 Lohen 11

1486 Loch 2

1508 Lo 38

1600 Lochen 2

1611 Lohner 11

Eine Loh (ahd. u. mhd. loh, lauha, lat. loukos) bedeutet eine Lichtung inmitten eines Waldes, auch eine Wiese im Wald. E
Manetsed Feichten a.d.Alz FEI

(mundartl.: „Manázed(á)");

urk.

1435 Mánolzöd 34 und Manoldsöd 34

1495 Mänezöd 2

1508 Mänoltzöd 38

Ansiedlung eines Mannes namens Manold od. Manhold (altd. PN) in einer Ödung. E
Mankham Feichten a.d.Alz FEI

(mundartl.: „Mágham");

urk.

1045 Montichinga 18

1120 Montencheim 2

1190 Meincheimen 2

1300 Meinchaim 19

1435 Mánkchaim 34

1508 Mangkhaim 38

Ursprünglich bei den Leuten des Monticho, dann Heimstatt des Montenco (altd. PN). W
Moos Feichten a.d.Alz FEI

(mundartl.: „Mos");

urk.

1904 Moos 21

Moosiger (mooriger), sumpfiger Grund. E
Oberweidach Feichten a.d.Alz FEI

(mundartl.: „Obánweiárá");

urk.

788 Uvidaha 8

1260 Weidingen 11

1300 Weidach 19

1407 Obernweydach 32

1438 Weydach 11

1508 Oberweidach 38

Ansiedlung an einem Platz an stehenden Gewässern (Weihern), wo sich viele Weidenbäume befinden; hier im Gegensatz zum östlich benachbarten Kirchweidach, das obere (westl.) gelegene Weidach. W
Östern Feichten a.d.Alz FEI

(mundartl.: „Estàn");

urk.

1300 Ze Estarn 19

1435 Esstorn 34

1508 Estern 38

Zu dem Estor (mhd. ester = Estor), ein Falltor, das ist ein nach Öffnung von sich selber wieder zufallendes Gatter (Tor an einem Grenzzaun). E
Piretz Feichten a.d.Alz FEI

(mundartl.: „Biarez(á)");

urk.

1644 Püriz 2

1904 Pürötz 21

Einen abgesonderten Weideplatz (manchmal sogar mitten im Wald) nannte man Ez oder Etz (mhd. ezzen = äsen, fressen). Die Vorsilbe „Pir" oder „Pür" (mhd. pir) bedeutet Birke; hier also eine Etz in oder an einem „Birkicht" (= Birkenwald). E
Priel Feichten a.d.Alz FEI

(mundartl.: „Bri(á)");

urk.

1224 Prouele 16

1435 daz Prüel 34

1449 Prüeler von Solheim 2

1507 Priel 2

1634 Prieler zu Sölhamsbriel 2

1712 Prieler 2

Sumpfiger Grund (brüel = Kotlache, Sumpftümpel); gleiches bedeutet auch „Sole" (mhd. sol = Kotlache), Solheim ) Heimstatt bei der Kotlache. E
Reichstraß Feichten a.d.Alz FEI

(mundartl.: „Reichstråß(á)");

urk.

1435 Reichenstrass 34

1556 Reichenstrass 2

1618 Reichstraß 2

Gehöft an einer Altstraße; spätere (ab etwa 1526) Entwicklung ähnlich wie bei Reichaich und Reichhof. Reich = Reichtum, Wohlhabenheit. E
Schachen Feichten a.d.Alz FEI

(mundartl.: „Schåchà");

urk.

1508 Schaechen 38

1584 Schächen 2

1601 am Schachen 2

Ein „Schachen" ist eine bei einer Großrodung stehen gelassene kleine Waldparzelle. (Vgl. auch Schächen und Fernschachen!) W
Schächen Feichten a.d.Alz FEI

(mundartl.: „Scháchá");

urk.

1435 Schachen bey Veichten 34

1464 Oberschächen 2

1508 Schäichen 38

1584 Schächen 2

1608 Schächner oberhalb Feichten

Ein „Schachen" ist eine bei einer Großrodung stehen gelassene kleine Waldparzelle. (Vgl. auch Schächen und Fernschachen!) E
Schifföd Feichten a.d.Alz FEI

(mundartl.: „Schifed(á)");

urk.

1435 Obern Öd 34

1498 Ödergut bei Mänatzöd 2

1595 Eder zu Ed zunächst Manetzed 2

Geländemäßig weiter oben, d.h. höher gelegene Ödung. Als 1601 dann ein „Georg Eder, Schöfmacher (= Schäffler, Binder) auf der Ed" dieses Anwesen innehatte, wurde nach ihm schließlich ein „Schifföd" daraus2. E
Schmidstadt Feichten a.d.Alz FEI

(mundartl.: „Schmidståd");

urk.

1300 Schmidsed 19

1502 Schmidstatt 2

Heimstatt bzw. Anwesen eines Schmiedes in einer Ödung. E
Schregl Feichten a.d.Alz FEI

(mundartl.: „Schregl(á)");

urk.

1435 Rambolzlehen oder Slegelperg 34

1460 Schregelsperger 12

1508 Schreglsperg 38

1601 Schreglern 2

1698 Schregler 2

Lehengut eines Mannes namens Rambold (altd. PN), das sich an einem „Slegelsperg" befindet; (ahd. slegil, mhd. slegel = Schlegel). „Schlegelwalz" nannte man den Grat an einer steilen Waldhöhe, von welchem aus beiderseits immer wieder Abrutsche ins Tal erfolgen. E
Steinbrecher Feichten a.d.Alz FEI

(mundartl.: „Stoabrechá");

urk.

1300 Stainpruh 19

1502 Steinprecher 2

1618 Stainprecher 2

Steinbruch, Stelle, wo Hausteine (Nagelfluh, Tuff) gebrochen werden. Vgl. „Georg Steinprecher", den Baumeister der Pfarrkirche von Feichten a.d. Alz, der dort seine Behausung hatte. Der Steinbrecher hatte Abgaben von 1 Pfund Pfennigen zu leisten „wenn sie stain prechen..." 2 E
Thal Feichten a.d.Alz FEI

(mundartl.: „Doi(á)");

urk.

1435 Tal 34

E
Veitlöd Feichten a.d.Alz FEI

(mundartl.: „Veichtled(á)");

urk.

1435 Öd bei Purckhering 34

Öd = Ödung, unbebaute Flur. Im Jahr 1639 war ein Mann namens Vitus (Veit, Veitl) auf diesem Einödgehöft 2; von ihm leitet sich der Name „Veitl(-öd)" ab. E
Garching a.d.Alz Garching a.d.Alz GAR

(mundartl.: „Gáching");

urk.

788 Govrichhingen 8

1218 Gevrichingen 3

1219 Gavrichinge 3

1285 Geurichingen 3

1315 Gauereichinge 3

1435 Gärching 34

Bei den Leuten eines Mannes namens Gowirich (altd. PN). D, Pfa, Ki
Am Winklhart Garching a.d.Alz GAR

(mundartl.: „Wingehoad“);

urk.

1234 Winchelhart 9

1435 Winkchelhard 34

1529 Wincklhardt 41

1560 Winckelhart 46

1602 Wingkhlhardt 52

Ein Hart ist ein lichter Weidewald; hier ein Waldeinschnitt, an dessen Winkel (Ende) einst die Ansiedlung erfolgte. Vergleiche auch Winklhart! W
Ausleiten Garching a.d.Alz GAR

(mundartl.: „Ausleitn(á)“);

urk.

1234 Vozliten 9

1300 Ausleitten 19

1407 Hawsleiten 39

1468 Außlewthener 3

1517 Ausleitnner 39

1529 Ausleitn 41

1560 Ober- und Vnnderausleuttner 46

1602 Ausleitten 52

Ein weit außerhalb der übrigen Urbargüter liegendes Gehöft an einer Leiten (mhd. lîte = Hang, schiefe Ebene). W
Bartlehen Garching a.d.Alz WAA

(mundartl.: „Bartle(h)á“ bzw. „Bartlehnà“);

urk.

1618 Partlechner 3

1752 Partlechner 6

1810 Bartlehner 66

Lehengut, das ein Mann namens Bartl (= Bartholomäus) inne hat. E
Berndlmühle Garching a.d.Alz UNK

(mundartl.: „Beandlmui(ná)“);

urk.

1265 medium molendinum ... de gerchingen 3 (lat. mittlere Mühle bei Garching)

1435 Mittermül 34

1556 Die Mitter Hartmül 3 (= mittlere von drei Mühlen am Hart)

1602 Berndlmüll 52

Berndl = Kurzform für Bernd oder Bernhart. Name eines Besitzers dieser Mühle am Hart (Hart = lichter Weidewald). Str.S.
Brandl Garching a.d.Alz GAR

(mundartl.: „Brándl“);

urk.

1300 Prochloch 19

1435 Pvolachslehen 34

1517 Pränntl 39

1556 Hanns Pranntl auf der Pruehloshueb 3

1560 Präntl 46

1585 Prulachslehen 3

1752 Prändl bei Mauerberg 61

Widmungsgut (des Pfarrers von Zeilarn 29) in der Nähe der (Alt-)Straße, das von einem Bauern namens Brandl bewirtschaftet wird. (Ableitung von einem Brandfall jedoch nicht ausgeschlossen.) E
Brandstätt Garching a.d.Alz GAR

(mundartl.: „Brandstoid(á)“);

urk.

1300 Prantstet 19

1508 Branntstet 38

1602 Pranndtstöt 52

1560 Pranndtstetter 46

Brandstätte, d.h. abgebranntes und später wieder aufgebautes Gehöft (hier über den Alzauen südwestl. von Margarethenberg). Vgl. auch die Orte Brandstätt und Brandstätt a.d. Alz, beide Gde. Kastl! E
Bruck Garching a.d.Alz GAR

(mundartl.: „Bruck“);

urk.

1120 Prucca 3

1407 Prugk 32

1435 Pruck 34

1508 Pruckh 38

1602 Prugkh 52

Ein Anwesen an der Alzbrücke, das ein Mann (Bruckmeister, Zolleinnehmer?) namens Rudhart (altd. PN) besitzt. Auch das spätere „Jeus(-prugkh)“ deutet wohl auf einen PN (z.B. Je(ner)us = Generosus?), sofern es sich nicht um eine historische Verschreibung handelte und „Jesusprugkh“ heißen müsste. Vgl. auch den östl. Teil von Bruck, der zur Gde. Emmerting zählt, wie urspr. diese ganze Flur Bruck! W
Brucköd Garching a.d.Alz GAR

(mundartl.: „Bruged(á)“);

urk.

1435 Pruköd 34

1517 Prugkhöder 39

1560 Prugkheder 46

1602 Pruckhed 52

„Ulrich Brucköder“ war angeblich 1535 einer der damals insges. 17 „Bruckedl“-Bauern im Landgericht Neuötting, welche schon seit Generationen und noch bis 1783 die Innbrücke bei Neuötting zu beschützen und zu bewachen hatten und dafür vom Landesfürsten Sonderrechte und Steuerfreiheiten genossen 3; (Brucköder = Bruckedler). E
Brunn Garching a.d.Alz WAA

(mundartl.: „Brun“);

urk.

1300 ze Prune 19

1407 datz Prun 32

1508 Prunn 38

1560 Pronner 46

Quelle, Brunnen. W
Brunnthal Garching a.d.Alz WAA

(mundartl.: „Brundoi“);

urk.

1180 Bruntal 3

1298 Pruntal 3

1300 am Pruntal 19

1407 am Pruntal 32

1417 Prunntal 3

1508 Pruntal 38

Tal mit vielen Wasserquellen bzw. Brunnen. D
Dorfen Garching a.d.Alz WAA

(mundartl.: „Doafá“);

urk.

1282 Dorfen 11

1334 Dorfen 11

1671 Dorffen 3

1752 Dorfen 3

Bei den Dorfbewohnern; (Dorf, urspr. 3 bis 5 Häuser). Vgl. auch Dorfen, Gde. Garching a.d. Alz, Dorfen, Gde. Kastl, und Dorfen, Stadtgem. Töging a. Inn! W
Egg Garching a.d.Alz GAR

(mundartl.: „Egg(á)“);

urk.

1234 Ekke 9

1300 Ek 19

1435 Niederegk 34

1517 Egkher 39

1560 Ögkher 46

1602 Ögkh 52

Auf dem Eck (= Anhöhe, Höhenkamm, einsamer Platz). W
Enhub Garching a.d.Alz WAA

(mundartl.: „Enhuaw(á)“);

urk.

1618 Edenhub 3

1671 Edenhuber 3

Eine Hube (= ½-Hof) in einer Ödung. E
Fleck Garching a.d.Alz GAR

(mundartl.: „Fleg“);

urk.

1234 der Flech 9

1300 Flechslehen 19

1435 der Wisfleck 34

1517 Flegkh 39

1602 Flögkh 52

1752 Flöckhinger bey Maurperg 61

Ein kleiner Fleck Land (Wiese oder Acker), den die Grundherrschaft (hier der Herzog von Bayern) einem dort siedelnden Bauern zur Nutzung überließ; (ahd. flecho od. fleccho = Fleck, kleines Stück). E
Förgenthal Garching a.d.Alz WAA

(mundartl.: „Füagádoi(á)“);

urk.

1300 Füegental 19

1435 Fuegentaler 34

1505 Füegntaler 3

1604 Füegentall 3

1752 Förgenthaler 6 und Fergenthalle 3

Futterstelle oder Viehweide in einem Talgrund; (mhd. vuore = Futter). E
Galland Garching a.d.Alz GAR

(mundartl.: „Gäi(n)“);

urk.

1435 Ga(l)tlant 34

1517 Gaylanndt 39

1602 Gailanndt 52

1752 Gaillandt 61

Ein „Galt“ (Gat?)land ist ein Weideplatz für das Jungvieh, dagegen deutet „Gai“ od. „Gay“ auf gail = üppig, fruchtbar, also ein sehr fruchtbares Ackerland (land = Ackerboden). E
Geisberg Garching a.d.Alz WAA

(mundartl.: „Geischbeag(á)“);

urk.

1525 Geyersperg 3

1618 Geissperger 3

1752 Geyrsperger 61

Berg, auf dem es viele (Aas-)Geier gibt (z.B., wenn sich dort einst ein sog. Viertelgalgen befand). E
Gloneck Garching a.d.Alz WAA

(mundartl.: „Gloanegg(à)“);

urk.

1407 Glannegk 32

1420 Glanegker 3

1495 Glaneck 3

1752 Glonegger 61

Lichtes, ausgerodetes, abgelegenes Eck (= Anhöhe, Höhenkamm; ahd. glan = Glanz, Helligkeit). Vgl. auch Gloneck, Gde. Kastl! E
Hart a.d.Alz Garching a.d.Alz UNK

(mundartl.: „án Hard“, wogegen man zum Hart (Wald) „Hoacht“ sagt);

urk.

1234 ze Hard 9

1300 ze Harde 19

1435 Hard 34

1508 Gârchinger Hard 8

1560 am Hart 46

1602 Hardt 52

Ein „Hart“ (ahd. und mhd. hard) ist ein lichter Weidewald (Gemeinweide), hier bei Garching a.d. Alz. (Vgl. auch den Teil von Hart a.d. Alz, der auch heute noch zur Gemeinde Unterneukirchen gehört!) D, Pfa, Ki
Harteck Garching a.d.Alz GAR

(mundartl.: „Hoaregg(á)“);

urk.

1300 Niedereck 19

1468 Hardecker 36

1517 Hardegkher 39

1556 Niedereckh so man nennt das Hardeck 3

1602 Hardegkh 52

Das untere (niedriger gelegene) Eck am Hart. (Vgl. Egg und Hart a.d. Alz!) E
Hartfeld Garching a.d.Alz UNK

(mundartl.: „Hartfeld“);

urk.

1904 -- 21

Neue, erst nach dem ersten Weltkrieg entstandene Ansiedlung auf dem sog. Hartfeld (Feld inmitten des Garchinger Hartes nördl. der Alz). Str.S.
Hartmühle Garching a.d.Alz UNK

(mundartl.: „Hartmui“);

urk.

1270 ze Hard der ober mül 3

1435 Hardmül enthalb der Alz 34

1468 Hardmüller 3

1508 Hardmul 38

1560 Hartmüllner bej der Alz 46

1599 Hardtmihl 3

1739 Hardtmühl 3

Eine unten am Bach gelegene Mühle nahe Hart (= lichter Weidewald) an der Alz. Str.S.
Hausen Garching a.d.Alz GAR

(mundartl.: „Hausn(á)“);

urk.

1234 Husen 9

1300 ze Hausen 19

1407 Hawsen 32

1517 Hawsnner 39

1602 Hausen 52

Leute, die an diesem Ort hausen, d.h. ihre Behausungen errichteten (mhd. hus, huos = Haus, Behausung). W
Hub Garching a.d.Alz GAR

(mundartl.: „Huaw(á)“);

urk.

1230 an der hube 3

1234 Hvbe 9

1300 Der huob 19

1468 Hueb(er) 3

1508 an der Hueb 38

1602 Hueb am Hardt 52

Eine Hube war ursprünglich ein als ½-Hof steuerlich eintaxiertes bäuerliches Anwesen. Vgl. auch andere „Hub“-Orte! E
Hutlehen Garching a.d.Alz WAA

(mundartl.: „án Huadle(h)á“);

urk.

1334 Huoeterslehen 3

1508 am Huetlehen 38

1604 am Huetlehen 53

1752 am Hutlehen 61

Eine „Hut“ (= Hutung, Grund) zum Hüten des Viehes und letztlich das Recht zur Weide, das von der Grundherrschaft lehensweise (= leihweise) an den Bauern dort vergeben wurde; (ahd. huota = die Hut). E
Kaindl Garching a.d.Alz GAR

(mundartl.: „Koal“);

urk.

1180 Strazze 3 (siehe unter Straß!)

1564 Khaindl 3

1580 ein Pierhaus zum Kändlein genannt 3

Ein Wirtshaus an der Straße, genannt „Zum Koal Wirt“; (altd. PN Kaindl, Kainrad, Kainz). E
Kastenstatt Garching a.d.Alz WAA

(mundartl.: „Kåståd(á)“);

urk.

1283 Chasten 3

1435 Chasstenstat 34

1508 Kastenstat 38

1556 Castenstatt 3

Stelle (Stätte) eines herrschaftl. Kornkastens bzw. Getreidespeichers (hier des Gerichtes Wald). E
Kobler Garching a.d.Alz WAA

(mundartl.: „Kowjer“);

urk.

1304 Chopel 10

1407 Chopel 32

1556 Khopler 3

1752 Koppler bei Wald 61

Kleine schlechte (= einfache) Behausung (vgl. Taubenkobl!) E
Kronberg Garching a.d.Alz GAR

(mundartl.: „Gråbeag(á)“);

urk.

1234 Cranperger 3

1300 Chronperg 19

1468 Kranperg 3

1517 Krannperger 39

1560 Khrannperger 46

1602 Krannperg 52

Berg (Anhöhe), wo viele Kranwitstauden (= Wacholderbüsche) wachsen oder besonders Krammetvögel bzw. Krähen sich aufhalten. Vgl. auch Kronberg, Gde. Winhöring! E
Kronposthub Garching a.d.Alz WAA

(mundartl.: „Krambátzhuaw(á)“);

urk.

ca. 1390 Chrampatzhueb 3

1536 Krampatzhue 3

1618 Krampoßhub 3

1671 Khrampetzhueber 3

1752 Cramposthuber 61

Eine Hube (= ½-Hof), die ein Bauer mit dem altd. PN Krap(p)oto oder Chrapoto inne hatte. E
Lacken Garching a.d.Alz GAR

(mundartl.: „Logn(á)“);

urk.

1300 Lachen 19

1468 Lackner 3

1556 zu der Lach 45

1560 Lagkhner 46

1602 Lagkhen 52

1671 Lackhner 3

Bei einer oder mehreren Lacken (= Wasseransammlungen), die sich an diesem Ort bildeten bzw. bilden. E
Langschwert Garching a.d.Alz GAR

(mundartl.: beim „Langschwean“ bzw. „z‘ Langschwead“);

urk.

1234 Lanchswert 9

1300 Longswert 19

1508 Lanngschwert 38

1556 Lanngswerdt 45

1560 Ober- und Vunderlanngschwerd 46

1602 Lanngschwert 52

Name vom ahd. lanc(h) = lang (langgestreckt, sich dahinziehend) und swert = Schwert; hier wohl einen langen, aber nur schmalen schwertförmigen Acker bedeutend. Vgl. auch „Pfannenstiel“, der ein ähnlich geformtes, langes Grundstück bezeichnet. E
Lehen Garching a.d.Alz GAR

(mundartl.: „Le(h)á“);

urk.

1234 Haistalt 9

1300 Haistaltlehen 19

1400 Lehen 32

1507 Heimstolzlehen 3

1517 Lehnner 39

1602 Lehen 52

Ein von der Grundherrschaft (hier die Edlen von Wald) einem Bauern geliehenes Gut. (Das Lehen war einstmals eine der verschiedenen Formen von Zeitleihe.) W
Lex Garching a.d.Alz GAR

(mundartl.: beim „Lex(n)“);

urk.

1234 Ze Husen 9

1300 Futhaus 19

1556 Fudhausen oder Lex Hausner 3

1667 Mitterhauser 3

1752 Mitterhausen 61

Behausung in feuchter, nasser Umgebung (ahd. fuhti = feucht); „Lex“ (= Alexius, Alexander od. ähnl.) ist der Vorname eines späteren Besitzers dieses mittleren Hausner-Anwesens. E
Lindach Garching a.d.Alz WAA

(mundartl.: „Lindá(rá)“);

urk.

1180 Lintha 3

1334 Lintach 3

1602 Linndach 3

1658 Lindach 3

Lindenwaldung. Vgl. auch Lindach, Gde. Mehring! E
Loderer Garching a.d.Alz GAR

(mundartl.: „Lodá(rá)“);

urk.

1234 Latran 9

1300 Latran 19

1468 Lotranger 3

1535 Loderer 3

1560 Latrener 46

1563 Lotran 3

1602 Latron 52

1752 Loderer 61

Name wohl vom lat. Latro = abgeschiedener Außenbereich der Rodung. E
Maierhofen Garching a.d.Alz WAA

(mundartl.: „Moj(h)ofá“);

urk.

1300 da selb ein hof 19

1417 Mayrhof 3

1427 Mayrhoffen ze nägst bey Wald 3

1435 Maÿrhoffen 34

1517 Mairhoffer 39

1566 Mairhoven bey Wald 12

Ein großer 1/1- oder ganzer Hof (Urmaierhof?) eines Verwalters eines größeren Güterkomplexes. E
Matzen Garching a.d.Alz GAR

(mundartl.: „Máz(n)“);

urk.

1234 Meuze 9

1300 Maeutzhub 19

1468 Matz 3

1517 Mätz 39

1602 Mäz 52

1752 Mäz bey Maurberg 61

Das Gemeiße, d.h. der geschlagene, abgeholzte Waldboden; (mhd. meiz, meizen = meißen, schlagen, roden). Vgl. auch Moise, Gde. Perach, welcher Ortsname die gleiche Wurzel hat. E
Mauerberg Garching a.d.Alz GAR

(mundartl.: „Mauabeag“, gelegentl. noch „Mau(a)beag“);

urk.

1045 Murperch 3

1131 Murberch 6

1245 Mauwerperch 4

1492 Mauperg 6

1517 Mawerperg(er) 39

1602 Maurperg 52

Steil aus dem sumpfig moorigen Mörntal aufragender Berg; (ahd. und mhd. muor, muorîn = sumpfig, nasser, mooriger Grund). Vgl. auch Mörn und Mörmoosen, Gde. Tüßling! D, Pfa, Ki
Maurer Garching a.d.Alz WAA

(mundartl.: „Mauárá“);

urk.

1472 Mawrer 3

1752 Mauer 61

1904 Maurer 21

Name vom Beruf des ursprüngl. Söldners dort herrührend. E
Mörn Garching a.d.Alz GAR

(mundartl.: „Mianá“);

urk.

1234 Mernaer 9

1300 Mernhub 19

1468 Moerner 3

1517 auf der Mern 3 und Mernner 3

1529 Mernn 41

1560 Auf der Mörn 46

1602 Mörn 52

Der Name deutet auf die Lage des Hofes (½-Hof oder Hube), der oben auf der Ebene nahe des Mörntales liegt. (ahd. und mhd. muor, muorîn = sumpfig, nasser, mooriger Grund; hier Talgrund der Mörn). Vgl. auch Mörmoosen und Moos, Gde. Tüßling, ebenso auch Mauerberg! E
Obergarching Garching a.d.Alz GAR

(mundartl.: „Owágáching“);

urk.

1435 34

1545 3

Hier ist die Ansiedlung südwestlich, weiter oberhalb Garching gemeint. Zur Erklärung des Namens Garching siehe dort! W
Oberhausen Garching a.d.Alz GAR

(mundartl.: „Owáhausn(á)“);

urk.

1300 Obernhausen 19

1526 Oberhausen 3

1556 Oberhaußen 3

1671 Oberhauser 3

Der obere Hof zu Hausen; (mhd. hus, huos = Haus, Behausung). Vgl. auch Hausen! E
Oberlindach Garching a.d.Alz WAA

(mundartl.: „Owálindá(rá)“);

urk.

1180 Lintha 3

1481 Oberlintach 3

1671 Oberlindacher 3

Beim Lindenwald; hier das weiter oben stehende Gehöft von Lindach (vgl. mit dort!). E
Oed Garching a.d.Alz GAR

(mundartl.: „Ed(á)“);

urk.

1234 Ode 9

1435 Öd 34

1464 Oed 3

1517 Öder 39

1578 Edt 3

1602 Oed und Edt 52

Ödung, unbebaute Gründe; (ahd. ôdi = leer, unbebaut). W
Pirzlöd Garching a.d.Alz WAA

(mundartl.: „Biazled(á)“);

urk.

1516 Purtlatzöd 3

1693 Purtzelsödt 3

1752 Pürz zu Edt 61

Wahrscheinlich von einem PN (welcher?). Da bisher aber ein solcher (z.B. Perchtold od. ähnl.) hier nicht nachgewiesen werden konnte, muss auf eine richtige Deutung dieses auf „öd“ = Ödung endenden Namens vorerst verzichtet werden; auch fehlen frühere Belege für die Schreibweise dieses Ortsnamens. E
Point Garching a.d.Alz WAA

(mundartl.: „Boint(ná)“);

urk.

1671 Peundt 3

Eine Point ist ein freies, eingefriedetes, besonderer Nutzung vorbehaltenes Grundstück; (ahd. biunt, mhd. biunte oder biunde, nhd. peunt, paint u. point). Vgl. auch Point, Gde. Perach! E
Reit Garching a.d.Alz GAR

(mundartl.: „Reid(á)“);

urk.

1234 Rivte 9

1300 Reuet 19

1517 Reiter 39

1602 Reuth 52

Gereuteter (= gerodeter) Platz, wo ein Hofgut errichtet wurde, nahe Wechselberg. E
Schnabling Garching a.d.Alz GAR

(mundartl.: „Schnoweng“);

urk.

1177 Snabel 3

1234 Snabelaeren 9

1300 Snablorn 19

1454 Snebling 3

1517 Schnablärn 39

1560 Schnablern 46

1619 Schnäblern 3

Name hier offensichtlich auf den auffallend schnabelförmigen Geländesporn deutend, auf dem sich die Ansiedlung und das Kirchlein befinden. E, Ki
Schönstadt Garching a.d.Alz WAA

(mundartl.: „Schönståd“);

urk.

1300 Schoenstat 19

Eine sonnige und landschaftl. schöne Stelle; (stat = Stätte, Stelle). E
Schwarzmann Garching a.d.Alz GAR

(mundartl.: „Schwazman“);

urk.

1300 Swartzmanslehen 19

1468 Swartzmann 3

1517 Schwartzman 39

1560 Schwartzmair 46

1602 Schwarzmair 52

Lehengut eines Mannes namens Swarzman (altd. PN, nhd. Schwarzmann). E
Simetsbichl Garching a.d.Alz GAR

(mundartl.: „Simásbui“);

urk.

1230 Sinwelpueheln 3

1234 Sinewelpuheln 9

1300 Sinbelpuehel 19

1468 Simanspühl 3

1517 Symannspüehl 39

1560 Simonspiegel 46

1602 Simonspühl 52

Kreisrunder Bichl (Hügel); (mhd. sinwel = rund, kreisförmig; ahd. buhil = Bichl, kleiner Berg, Hügel). E
Spiegelsberg Garching a.d.Alz GAR

(mundartl.: „Schpiaglschbeag(á)“);

urk.

1234 Spigelberc 9

1300 Spiegelberch 19

1435 Spiegelperg 34

1468 Spieglsperg 3

1517 Spieglsperger 39

1560 Langerspiegelsperg 46 und Khleiner Spiegelsperger 46

1602 Spieglsperg 52

Berg, auf dem man spähen bzw. Ausschau halten kann; (lat. specula; spekulieren = spähen, Ausschau halten). E
Stecken Garching a.d.Alz WAA

(mundartl.: „án Steggá“);

urk.

1300 bey dem Stechen 19

1435 an dem Stekchn 34

1508 am Stegken 38

1517 Stegkher 39

1543 Stegken und Am Stekhen 3

Bei dem Pfahl, der einst wohl hier die Grenze der Gerichte Wald und Ötting markierte; (ahd. stecho, mhd. der steche = hölzerner Pfahl, Marchstecken, Grenzpfahl). W
Steffellehen Garching a.d.Alz GAR

(mundartl.: „Steffelehn(á)“);

urk.

1468 Lechner 3

1507 Lechner 3

1612 Stephan Lechner von Maurperg 56

1808 Steffellehner 65

Ein Lehengut (= vom Grundherrn geliehenes Bauernanwesen), das urk. 1612 ein Bauer namens Stephan (Kurzform: Steffel) besitzt; seitdem wird das Anwesen „Steffellehen“ genannt. E
Straß Garching a.d.Alz GAR

(mundartl.: „Stråß(á)“);

urk.

1180 Strazze 3

1760 Strasser guett zu Winckhl 3

1810 Straßer am Kaindl 66

Bauernanwesen an einer Straße (alte Fuhr- od. Handelsstraße, evtl. sogar Römerstraße!) E
Thalhausen Garching a.d.Alz WAA

(mundartl.: „Doihausn“);

urk.

1234 Talhusun 9

1618 Dallhauser in der Au 3

1671 Thallhaußer 3

1810 Thallhauser 66

Bei den Häusern (Behausungen) im Tal. D
Wald a.d.Alz Garching a.d.Alz WAA

(mundartl.: „Woid“);

urk.

1079 Walde 72

1139 de Silva (= von Wald) 72

1210 Wald 3

1300 Wald 19

1435 Wald 34

Am großen Wald (in Nähe der Alz); ahd. wald = Wald, Wildnis. D, Pfa, Ki, B
Weipolding Garching a.d.Alz GAR

(mundartl.: „Weibáding“);

urk.

1435 Weinpalting 34

1449 Weypolding 3

1517 Weibpolding 39

1543 Weitpolding 3

1560 Weÿprechting 46

1602 Weiprechting 52

Bei den Leuten eines Mannes namens Weitpold (altd. PN, auch Wippo, Witbold u. ähnl.). E
Will Garching a.d.Alz GAR

(mundartl.: „Wuin“);

urk.

1234 Willinchil 9

1300 Willen 19

1435 Wielating 34

1517 der Will 39

1602 Willn 52

Gehöft (Behausung) eines Mannes namens Willihe od. Willinc; (altd. PN, evtl. sogar altd. weibl. PN Willica od. ähnl.). E
Wimm Garching a.d.Alz WAA

(mundartl.: „Wimma z‘ Wimm“);

urk.

1304 Widmer 3

1420 Widem 3

1435 in der Widbm 34

Widmungsgut zu einem Pfarrherrn (im geg. Falle zum Pfarrherrn von Burghausen). E
Winkl Garching a.d.Alz GAR

(mundartl.: „Wingejá“);

urk.

1180 Winichil 3

1587 Winkhel 3

1598 Wünkhler 3

Name auf eine Geländeform (Winkel) der Rodungszeit deutend. E
Winklhart Garching a.d.Alz GAR

(mundartl.: „Wingehoárá“);

urk.

1234 Winchelhart 19

1435 Winkchelhard 34

1508 Wincklhart 37

1560 Wingkhelharter 46

1602 Wingkhlhardt 52

Einzelnes, abseits gelegenes Gehöft am Winkelhart (Genaueres dazu siehe „Am Winklhart“!) E
Wurasöd Garching a.d.Alz WAA

(mundartl.: „Wurásed(á)“);

urk.

1752 Wurased 61

Der ursprüngliche Name des Ortes ist mir nicht bekannt. Der derzeitige Name könnte auch durch einen Familiennamen „Wuraseder“ oder „Purasöder“ (durch Kauf, Tausch od. Einheirat) auf dieses Einödgehöft gekommen sein(?) E
Zaunbos Garching a.d.Alz WAA

(mundartl.: „Zaubos“);

urk.

1435 Zawnpoz 4

1500 Zaunpas 3 und Zaunpaws 3

1508 Zaunpäs 17

1571 Zaunpach 3

Ein Anwesen, dessen Gründe mit einem langen, aus vielen Teilen bestehenden Zaun eingefriedet sind; (ahd. pos od. pas = anstoßen, aneinander stückeln). E
Zeilhub Garching a.d.Alz GAR

(mundartl.: „Zeilhuaw(á)“);

urk.

1234 Zidelhvobe 9

1300 Zeidelhuob 19

1435 Zeidhueb 34

1468 Seidlhueb 3

1517 Zeidlhueber 39

1602 Zeidlhueb 52

Eine Hube (= ½-Hof), bei der auch Bienenzucht („zeideln“) betrieben wird. E
Haiming Haiming HAI

(mundartl.: „Hoaming“);

urk.

748 Heiminka 6

790 Heuningen 6

1150 Haimingin 17

1167 Heimingin 8

1202 Heimingen 15

1242 Haiminge 10

1320 Haiming 14

1602 Haiming 52

Bei den Leuten des Heimo (altd. PN, auch Haimo, Hemmo u. ähnl.). D, Pfa, Ki, B
Au Haiming PIE

(mundartl.: „Au“);

urk.

1554 Forstau 14

1704 in der Au 14

Auland, Aue (mhd. auwe und awe = urspr. eine mit Wasser (ahwa) in Beziehung stehende Halbinsel, später wasserreiches Wiesenland, bzw. mit Augehölz bestandene, mit Wasser überflutete Gründe. W
Aumühle Haiming HAI

(mundartl.: „Aumui(nà)“);

urk.

1762 das Ölstampfmühlerl in der Au 14

Ursprünglich eine kleine Ölstampfmühle (Rapsöl) in der Salzachau. W
Berg Haiming SCH

(mundartl.: „Beag“);

urk.

1300 an dem Perg 19

1517 Pergmair 39 und am Perg 39

1602 Perg 52

Bauerngehöft (Maierhof) an einem Berg. E
Daxenthal Haiming SCH

(mundartl.: „Daxndoi“);

urk.

1560 Täxntall 46

1598 Täxentall 51

1612 Täxenthall 56

Ansiedlung bei einer jungen Nadelholzwaldung in einem Talgrund (ahd. taxe = junges Nadelholz). D
Dietweg Haiming PIE

(mundartl.: „Diaweg(à)“);

urk.

1300 ze Dietweg 19

1517 Dietweger 39

1560 Dietnwöber

1602 Dietweg 52

Ein Dietweg bedeutet einen wichtigen, allgemeinen vom Volk benutzten öffentlichen Verkehrsweg (ahd. diot = Volk). E
Ed Haiming SCH

(mundartl.: „Ed(à)“);

urk.

1300 auf der Öd 19 und auf der Öd an dem Perg 19

1435 Öd 34 und Öden 34

1507 Öder 14

1560 Eder 46

1602 Ed 52

Öd und Ed bedeutet ursprüngl. ein ödes, unbebautes Gebiet, hier an und auf einem Berg (Anhöhe). E
Eisching Haiming PIE

(mundartl.: „Eisching“);

urk.

1234 Evscharn 9

1242 Eisschin 11

1300 Eysching 19

1400 Awsching 14

1435 Aüsching 34

1526 Eyschach 40

1560 Eishing 46

1602 Eisching 52

Name wohl auf einen einstigen Gerichts-Schrannenplatz hinweisend; ahd. ewa = Recht, Gesetz, Gebot; scharn und schran = Schranke, Schranne, Gerichtsplatz. D
Fahnbach Haiming PIE

(mundartl.: „Fabå(h)“ und „Fabeck“);

urk.

1300 Fanpach 19 und Vampach 19

1435 Fanpekch 34

1517 Fahnpach 39

1560 Fanngpegkh 46

1602 Fanpach 52

Bach, der von Farnkraut umwachsen ist (mhd. fa(h)rn = Farnkraut). W
Haarbach Haiming PIE

(mundartl.: „Hoabå“);

urk.

1140 Harbach 17

1268 Haurbach 17

1300 ze Harbach 19

1407 Horbekh 32

1435 Harbekh 34

1517 Harbegkh 39

1560 Harrbegkh 46

1598 Harböeckh 51

Ein zwischen den Haarfeldern (Flachsfeldern) dahinfließender Bach (ahd. haro = Flachs). Die Endsilbe „bach“ hat sich hier z.T. zu „beck“ verformt. W
Haid Haiming PIE

(mundartl.: „Hoid“);

urk.

1255 Haeidt 14

1517 Haider 39

1560 Haider auf der Haid 46

1602 Auf der Haidt 52

Heidelandschaft (Ödland). W
Hochreit Haiming PIE

(mundartl.: „Hoareid(à)“);

urk.

1602 Hochreut 52

1608 Hochreiter 14

Hochgelegenes Hochholz-Gereut (Rodungsplatz). E
Holzhausen Haiming PIE

(mundartl.: „Hoizhausn“);

urk.

828 Holzhuson 14

900 Holzhusa 14

1190 Holzhusen 5

1234 Holzhusen 9

1300 Holtzhausen 19

1407 Holtzhawsen 32

1517 Hollzhausen 39

1602 Holzhausen 52

Bei den Behausungen (Häusern) am Holz (mhd. holz = Wald). D
Hub Haiming PIE

(mundartl.: „Hua“);

urk.

1392 Mühlhueb 14

1430 Hueber 14

1550 Huebmiller 14

1560 Huebmüllner 46

1600 Huebmühl 14

Eine Hube war ursprünglich ein als ½-Hof steuerlich eintaxiertes bäuerliches Anwesen. Vgl. auch andere „Hub“-Orte! W
Kemerting Haiming PIE

(mundartl.: „Kemàding“);

urk.

1135 Chemenaten 8

1234 Chemnaten 9

1300 Choemnaten 19

1435 Kemnaten 34

1560 Khematten 46

1602 Kematten 52

Vom lat. caminata = Feuerstelle, hier heizbare Räume (Stuben) in einem Herrenhaus (Burg, Ansitz eines Edelmannes). D
Leichspoint Haiming PIE

(mundartl.: „Leischboint“);

urk.

1506 Laischbaind 14

1518 Leutschpeundt 14

1602 Leitschpeundt 52

1612 Leuthspeuntner 56

Der Fischzucht vorbehaltener, eingezäunter Grundbereich (mhd. leich = laichen, befruchten der Fische; eine Point, ahd. biunt = ein eingefriedetes, besonderen Zwecken vorbehaltenes Grundstück). W
Moosen Haiming PIE

(mundartl.: „Mosn“);

urk.

1435 Mos`n 34

1560 Moßer zum Moßn 46

1602 Mosen 52

Moosig, mooriger Grund beiderseits des Fahnbaches. D
Motzenbrunn Haiming PIE

(mundartl.: „Moznbrunn“);

urk.

1600 zu Mozen Prunn 14

Ein Motz = Schafhammel, auch Widder. Motzenbrunn bedeutet eine Schafweide, bei der sich eine Quelle (Brunnen) befindet. W
Neuhäusl Haiming HAI

(mundartl.: „Neihaus(à)“);

urk.

1721 Neuhaus 56

Eine erst damals erfolgte Neugründung eines Anwesens, daher das „neue Haus“. E
Neuhofen Haiming PIE

(mundartl.: „Neihofà“);

urk.

1180 Nuwenhouen 5

1271 Nevnhofen 10

1300 Neunhoven 19

1435 Newnhoffen 34

1517 Neunhoffen 39

1560 Neuhouen 46

1602 Neuhofen 52

Bei den neuen Höfen, die nach einer weiteren Großrodung dort entstanden. D, Ki
Niedergottsau Haiming PIE

(mundartl.: („Nidà-)Godsau“);

urk.

748 Nidikeltesauvua 6

790 Nigoltesowe 6

1259 Nidergoltsôwe 11

1334 Nidergoltsau 11

1407 Niderngotzaw 32

1435 Nyderngozaw 34

1517 Nidernngotzaw 39

1560 Nidergonzau 46

1602 Niderngozaw 52

Bei der Au des Nidikelt (= altd. PN). D, Pfa, Ki
Oberloh Haiming PIE

(mundartl.: „Owàlou“);

urk.

1300 ze Lohen 19

1435 Oberlochner 34

1560 Oberloher 46

1602 Oberlohen 52

Obere, d.h. innaufwärts gelegene Loh; (ahd. loh und lauha = Lichtung im Wald, auch Wiese im Wald). E
Oberviehhausen Haiming PIE

(mundartl.: „(Owà-)Viehausn“);

urk.

1130 Vihehusen 17

1300 ze Vichausen 19

1407 Vyhawsen 32

1435 Viehawsen 34

1517 Viechhausenn 39

1560 Obernviechhausen 46

1602 Ober Viechhausen 52

Bei den geländemäßig weiter oben gelegenen Häusern bei den Viehweiden (vgl. auch Unterviehhausen!). W
Piesing Haiming PIE

(mundartl.: „Büasing“);

urk.

1268 Pusingen 17

1350 Puesing 17

1435 Puesing 34

1517 Puessing 39

1560 Piesüng 46

1598 Puesing 52

Bei den Leuten des Puso (altd. PN). W, B
Schwaig Haiming HAI

(mundartl.: „Schwoig(à)“);

urk.

1435 Swaiger 34

1485 Schwaig 14

1535 Schwaiger 14

1612 auf der Schwaig in der Gurgl 56

1667 Schwaig 56

Unter „Schwaig“ ist eine reine Viehwirtschaft (im Gegensatz zu einem Ackerbaubetrieb) zu verstehen; der Bauer einer solchen Schwaige ist eben der Schwaiger. (Gurgl = Wasserschlund, Wasserloch, zeitweise aufquellende Wasserstelle). E
Spannloh Haiming PIE

(mundartl.: „Spàlou“);

urk.

1522 an der Forchenlouch 14

1591 Forchenlohe 14

1606 Spanloch 54

Eine Loh in einem Föhrenwald; (ahd. loh und lauha = Lichtung im Wald, auch Wiese im Wald. Forche = Föhre; ahd. foraha = Forche oder Föhre, Kienspanföhre). W
Stockach Haiming PIE

(mundartl.: „Stockà “);

urk.

1506 zu Stock 14

1535 Stockach 40

1602 Stogkhach 52

Gerodeter und ausgestockter Waldboden; auch darauf nachwachsender Jungwald (ma. „Gstockert“). W
Thalweg Haiming SCH

(mundartl.: „Däuweg(à)“);

urk.

1309 Talweger 10

1335 Tolweger 10

1410 Thalweg 14

1435 Talbeg 34

1560 Talbegn 46

1598 am Talweg 51

Der Name deutet auf einen Weg (Fuhrweg), der von der Einöde auf dem Berg hinunter ins Tal führt. E
Unterviehhausen Haiming PIE

(mundartl.: „(Undà-)Viehausn“);

urk.

1130 Vihehusen 17

1300 ze Vichausen 19

1407 Vyhawsen 32

1435 Viehawsen 34

1517 Viechhausenn 39

1560 Vnnderfiechhausen 46

1602 Vndter Viechhausen 52

Bei den geländemäßig weiter unten gelegenen Behausungen bei den Viehweiden. (Vgl. auch Oberviehhausen!). W
Vordorf Haiming HAI

(mundartl.: „Voadoaf“);

urk.

1300 Vordorf 19

1430 Fordarff 14

1506 Fachdorf 14

1563 Vadorf 14

1602 Fachdorf 52

1660 Fachendorf 14

Ansiedlung (Dorf, ursprüngl. 3 – 5 Häuser) vo(r) dem eigentlichen Hauptdorf, nämlich Haiming, vom Inn aus betrachtet. Eine Ableitung vom mhd. vohe = Füchsin (somit Fuchsdorf) ist hier wohl nicht anwendbar! D
Weg Haiming PIE

(mundartl.: „Weg(àrà)“);

urk.

1300 hintz Weg 19

1507 Weglohner 14

1560 Weger 46

1602 Wög 52

Ansiedlung (Gehöft) am Weg (Viehtriebweg, Straße) von Haiming über Viehhausen nach Holzhausen. D
Winklham Haiming HAI

(mundartl.: „Wingeham“);

urk.

1180 Winchelhaim 5

1220 Winchelheim 17

1300 Winchelheim 19

1417 Wincklhaim 33

1435 Winkelhaim 34

1517 Wingklham 39

1560 Wincklhaimb 46

1602 Wingkhlhaimb 52

Heimstatt (Ansiedlung) im Winkel am Zusammenfluss von Inn und Salzach. D
Halsbach Halsbach OZE

(mundartl.: „Hoischbo(h)“);

urk.

788 Hadoluespach 8

799 Hadolvespah 8

1188 Halspahc 8

1225 Halspach 10

1604 Halspach 53

Ort am Bach, wo ein Mann namens Hadolf siedelte. D, Pfa, Ki
Antenfressen Halsbach OZE

(mundartl.: „Antafressn“ bzw. „Antafressà“);

urk.

1190 Antfrist 11

1334 Anterfrist 11

1481 Antterfrist 23

1611 Anterfrister 11

1752 Antefrister 61

1785 Antenfresser 23

Ein Antfrist war im Mittelalter ein Mann, dessen Rat und Auskunft man einholte, weil man ihm ein tieferes Wissen zutraute; 23 (ahd. antfrist, mhd. antvrist). W
Baumgarten Halsbach OZE

(mundartl.: „Baugoachtn“ bzw. „Baugoachtà“);

urk.

1167 Povngarte 8

1180 Povngartin 8

1334 Paumgarten 11

1438 Pawngarten 11

1611 Baumgartner bei Wagenhofen 11

1752 Paumbgarttner 61

Gehöft an oder in einem Baumgarten; (ahd. und mhd. boum, poun(m) = Baum; mhd. garte = Garten, ein mit Flechtwerk umzäuntes Grundstück). Siehe auch Unterbaumgarten! E
Biering Halsbach HAB

(mundartl.: „Biring(à)“);

urk.

1334 Pirichach 11

1435 Pirchach 34

1508 Pirchag 38

1604 Pirckhaim 53

1611 Piring 11

1752 Püring 61

Ansiedlung an einem Birkenwald; (ahd. birih(h)a und birka = Birke). W
Birnbaum Halsbach HAB

(mundartl.: „Biabàm(à)“);

urk.

1472 Pirpäum 12

1752 Pierpämb 61

Ansiedlung an einem Ort, wo Birnbäume stehen; (mhd. bir = Birne, boum oder poun(m) = Baum). W
Brandhub Halsbach OZE

(mundartl.: „Brandhuab“);

urk.

1402 Pranthueb 12

1493 Prannthub 12

1604 Prandthueber 53

1752 Prandhueb 61

Eine einst abgebrannte und vermutlich erst später wieder aufgebaute Hube (= ½-Hof nach altbayer. Zins- oder Hoffuß). W
Brandl Halsbach HAB

(mundartl.: „Brandl“);

urk.

1456 Prantstet 12

1508 Prantstet bey Loh 38

1604 Präntl beÿ Loh im Halspach 53

1611 Pranntl bei Spindlhofen 11

1675 Prändl 59

1752 Prändl 61

Widmungsgut (des Pfarrers von Zeilarn 29) in der Nähe der (Alt-)Straße, das von einem Bauern namens Brandl bewirtschaftet wird. (Ableitung von einem Brandfall jedoch nicht ausgeschlossen.) E
Brunnhaus Halsbach HAB

(mundartl.: „Brunnhaus“);

urk.

1435 Pruvnn 34

1574 Prunnhaus 47

1611 Kaltenprunngütl 11

1752 Prunhaus(er) 61

Ein frisches, kaltes Wasser liefernder Brunnen, der mit einem kleinen Gebäude, dem Brunnhaus, überbaut war; auch Quellfassung in ähnlicher Form. E
Buch Halsbach OZE

(mundartl.: „Bua(nà)“);

urk.

1190 Puche 11

1334 Puoech 11

1438 Puechen 11

1611 Puechner 11

1752 Puechner 61

Bei den Buchen (Buchenwaldung). W
Dösham Halsbach HAB

(mundartl.: „Desham“);

urk.

1125 Teuesheiman 8

1190 Tebezhaim 11

1334 Teuzhaim 11

1438 Tewshaym 11

1508 Teshaim 38

1611 Teshaimb 11

1675 Deshaimb 59

Heimstatt von Leuten der Sippe eines Mannes namens Tevit; (eingedeutschter PN, auch Teuit = David). W
Edholz Halsbach HAB

(mundartl.: „Edhoiz“);

urk.

1611 beim Edholz 11 und Ödtholz 11

1752 Edtholz 61

Ansiedlung bei einem öden (unbebauten) Grund an einem Gehölz; (Holz = Wald). W
Eicheck Halsbach HAB

(mundartl.: „Oacheck“);

urk.

1438 Aychekk 11

1611 Aichegger 11

1752 Aichecker 61

Hochgelegenes, oberes Ende (Eck) einer Eichenwaldung. E
Eneck Halsbach HAB

(mundartl.: „Eneck“);

urk.

1611 Ödeneckher bei Halsbach 11

1671 Edeneckh 58

1752 Edenegg 61

Ursprünglich eine öde, unbebaute, hochgelegene Flur; (Eck, egg = ganz oben, hochliegend). Vgl. Eicheck und andere Eck-Orte! W
Freudling Halsbach HAB

(mundartl.: „Freiling(à)“);

urk.

1146 Fritelingin 8

1190 Freitlinge 8

1220 Fritelingen 8

1435 Freitling 34

1508 Freitling 38

1675 Freidling 59

Bei den Leuten eines Mannes namens Fritilo; (altd. PN, auch Fritelo und Frid(u)lin(g)). E
Fürholzen Halsbach OZE

(mundartl.: „Fiahoizn(à)“);

urk.

1407 datz Fürholcz 32

1752 Fürholzner 61

Gehöft, wo das Holz (= der Wald) davor ist (für = vor; dafür = davor). E
Gallersöd Halsbach HAB

(mundartl.: „Goaràsed“);

urk.

1286 Garlozhoet 10

1580 Garlaseder 12

1752 Garlased(er) 61

Ein Bauerngut bei einer Ödung, das ein Mann namens Garloz(h) besitzt. W
Gassen Halsbach OZE

(mundartl.: „Gåsn(à)“);

urk.

1334 Gazzen 11

1752 Gassn 61

„Gazzen“ (= Gassen) bezeichnet urspr. einen alten, öffentlichen Triebweg für das Vieh (Fahrweg, Straße). Vgl. auch Gassen, Gde. Marktl, und andere! E
Geisberg Halsbach HAB

(mundartl.: „Geischbeag(à)“);

urk.

1286 Geirsperg 10

1435 Geirsperg 34

1508 Gewsperg 38

1543 Geiersperg 12

1752 Geyrsperg(er) 61

1767 Geysperg

1810 Geisberg 66

Berg, auf dem es viele (Aas-)Geier gibt (z.B., wenn sich dort einst ein sog. Viertelgalgen befand). E
Großschleberg Halsbach OZE

(mundartl.: „Groiß-Schlebeag(à)“);

urk.

1334 Slechperch 11

1438 Schlechperg 11

1508 Ober Schlechberg 38

1752 Großerschlechberger 61

Berg (Anhöhe), wo es viele Schlehen (= Schledornsträucher) gibt; (ahd. slèha = Schlehe). „Groß“ bedeutet hier den größeren von zwei Höfen zu Schleberg. (Vgl. dazu Schlehberg, Gde. Kirchweidach!) E
Hahngreding Halsbach HAB

(mundartl.: „Hågràding“);

urk.

1280 Hanchretingen 10

1300 Hanchrat 19

1305 Hanchraeding 10

1400 Hanchraäding 12

1435 Hankratinc 34

1508 Hankrating 38

1752 Hongräding 61

1810 Handgrading 66

Bei den Leuten eines Mannes namens Han(o)chrat oder Hancrad (altd. PN). W
Heitzenberg Halsbach HAB

(mundartl.: „Hoaznbeag(à)“);

urk.

1385 Haitzenperch 11

1438 Haiczenperg 11

1611 Haitzenperg 11

1752 Haizenberg 61

Berg, auf dem ein Mann namens Haizo siedelte; (altd. PN, auch Huzo u. ähnl.). E
Hofschalling Halsbach HAB

(mundartl.: „Hofschäin“ und „Hofschäia“);

urk.

1165 Houescalchen 17

1345 Hofschalichen 10

1407 Hofschälichel 32

1438 Hofschalhen 11

1490 Hofschalchen 17

1508 Hofschallen 38

1752 Hofschalching 61

1810 Hofschallerer 66

Sitz eines Bediensteten eines großen Gutshofes eines Adeligen; (ahd. scalc = Knecht, Diener, Bediensteter). W
Hollerberg Halsbach HAB

(mundartl.: „Hojàbeag“);

urk.

1269 Holerperh 11

1280 Holerberch 11

1334 Holerwerch 11

1435 Obernhollaberg 34

1508 Hallaberg 38

1563 Holerweg

1752 Hollaberg 61

Höhle, Schlucht oder auch Höhlung an oder auf einem Berg; (ahd. hol, mhd. hüle = Höhle oder Schlucht etc.). W
Huber a.Bach Halsbach OZE

(mundartl.: „Huawà àn Båch“);

urk.

1508 Hueb 38

1705 Hueber 12

1752 Hueber am Pach 61

Nahe am Bach gelegene Hube (= ½-Hof, lat. mansus). E
Itschenöd Halsbach OZE

(mundartl.: „Itschned(à)“);

urk.

1407 Oezenöd 32

1570 Ödschned(er) 12

1752 Etschened 61

Abgelegene Ödung, die als Weideplatz für das Vieh dient (mhd. ezzen, ötzen = äsen, eine Etz oder Ötz = Weidestelle, meist inmitten des Waldes oder zumindest in der Nähe eines solchen). E
Itsching Halsbach OZE

(mundartl.: „Itsching“);

urk.

1190 Utichingin 11

1334 Vtschinge 11

1338 Vczchsing 11

1403 Unczsching 12

1435 Vtsching 34

1481 Vetzsching 11

1508 Ütsching 38

1611 Ytsching 11

1752 Itsching 61

Bei den Leuten eines Mannes namens Utich(o), (altd. PN). W
Kirchberg Halsbach OZE

(mundartl.: „Kiabeag(à)“);

urk.

1160 Chirchp`c 17

1165 Cueberc 17

1220 Chovberc 17

1268 Chirperch 10

1334 Chirichperch 11

1438 Khirchperg 11

1752 Kürchperg 61

Ein dem Gotteshaus zu Erlbach gehöriger Bauernhof auf einem Berg (Anhöhe). E
Kriechbaum Halsbach OZE

(mundartl.: „Krüabàm(à)“);

urk.

1403 Chriechpawn 12

1435 Kriechpawm 34

1508 Krügpawm 38

1752 Krüechpämer 61

Ort (in der Nähe von Brandhub), wo viele Kriechbäume stehen. (Name von „Krüa“ oder „Kriecheln“ = kleine blaue Pflaumenart). E
Krieging Halsbach HAB

(mundartl.: „Krüaing(à)“);

urk.

1435 Krueging 34

1508 Krwging 38

1574 Kruoging 47

1604 Khrieging 58

1752 Krüeching 61

Bei den Krügemachern (Töpfern); ahd. kruag, mhd.krug und krueg = Krug. Jedoch ist hier auch ein altd. PN (welcher?) nicht auszuschließen(?). Noch ältere Schreibweisen fehlen leider. E
Kronhub Halsbach HAB

(mundartll: „Grahuaw(à)“);

urk.

1611 Khranhueber 11

1752 Gronhueber 61

Der Name deutet auf „Kranwitstauden“ (= Wacholderbüsche), die dort einst wohl in großen Mengen wuchsen, wo die Hube (= 1/2 Hof, lat. mansus) entstanden ist; (ahd. chranawitu oder chranpoum, später kran(ach) = Wacholder). E
Krumbach Halsbach OZE

(mundartl.: „Grumbåch(nà)“);

urk.

1180 Crumbach 5

1335 Krumpechn 10

1435 Chrumpach 34

1508 Krumpach 38

1752 Krumppach 61

Im weiten Bogen vorbeifließender Bach; auch Bachbett, das viele Krümmungen aufweist; (mhd. krump = krumm). E
Lebern Halsbach HAB

(mundartl.: „Lewàn“ bzw. „Lewàrà“);

urk.

1190 Lewarn 8

1435 Lebern 34

1508 Leber 38

1574 Löber 47

1604 Leberer 53

1752 Löberer 61 und Leeberer 61

Name vom mhd. Lêwer = Erdaufwurf, Grab- oder Grenzhügel, auch Damm, sich ableitend. E
Liebleiten Halsbach HAB

(mundartl.: „Leitn(à)“);

urk.

1449 Lewtten 11

1481 Lewtten 11

1611 Liebleittnergut bey Hollerberg 11

1752 Liebleuthner 61

zuerst eine Leiten (mhd. Lîte = Hang [schiefe Ebene]); die spätere Vorsilbe „Lieb(l)“ ist eine Kurzform für den PN Liebhart oder ähnl., der das Anwesen dort einst in Besitz hatte. E
Lohen Halsbach HAB

(mundartl.: „Loh(à)“);

urk.

1190 Lohen 8

1301 Lohen 10

1454 Lohen 12

1508 Lohen 38

1752 Locher 61

Bei der Lohen; (ahd. und mhd. loh = Lichtung im Wald, auch Wiese im Wald). E
Loipl Halsbach HAB

(mundartl.: „Loibbe“);

urk.

1334 Im Holtze 11

1438 Im Holcz am Lewppellehen 11

1611 Leopl beÿ Schupfing 11

1752 Loipl 61

Beim Loipl im Holze (PN Liudbert, Loidprecht u. ähnl., in der Kurzform Loipl), der das Lehengut dort im Holze (= Wald) einst besaß. E
Mooseck Halsbach HAB

(mundartl. „Moosegg(à)“);

urk.

1512 Moseckh 12

1532 Moseckher 12

1602 Mosegkh 52

1752 Moosegger 61

Hochgelegenes, d.h. oberes Ende (Eck) einer größeren moosigen, moorigen Flur. E
Moosen Halsbach OZE

(mundartl.: „Moosn“);

urk.

1190 Mosen 11

1334 Mosen 11

1448 Moosen 12

1752 Mosen 61

Moosig, mooriger Grund beiderseits des Fahnbaches. W
Mooswinkel Halsbach HAB

(mundartl.: „Moawinge(à)“);

urk.

1280 Manwinchel 10

1334 Manwinchel 11

1466 Manwinckchel 12

1611 Manwinckhlergut bey Angern 11

1675 Mowinkhler 59

1752 Moswünckler 61

1810 Mannwinkl 66

An einem Waldwinkel gelegene Felder, wo Mohnanbau betrieben wurde; (mhd. mâge(n), mâhen = Mohn [Man]). E
Niederangern Halsbach HAB

(mundartl.: „Nidàangàn“ bzw. „Nidàangàrà“);

urk.

1307 zu Anger 11

1481 Anger 11

1611 Niderangerer zu Angern 11

1752 Niederangerer 61

Die Änger (Einzahl: Anger), (ahd. angar = Wiese) waren eingefriedete Wiesen (Grasplätze) beim Haus. „Nieder“ bedeutet hier das untere, tiefer gelegene Angern im Gegensatz zum benachbarten weiter oben sich befindende Oberangern (vgl. dort!). E
Oberangern Halsbach HAB

(mundartl.: „Owàangàn“ bzw. „Owàangàrà“);

urk.

1435 Oberanger 34

1490 Oberangerer

1508 Oberannger 38

1752 Oberangerer 61

Siehe bei Niederangern! E
Peising Halsbach HAB

(mundartl.: „Beißing(à)“);

urk.

1177 Pulazingen 11

1251 Pvlezzingen 11

1334 Paelezzinge 11

1395 Paelaessing 12

1481 Pälässing 11

1611 Pälässinger 11

1752 Peissing 61

Bei den Leuten eines Mannes namens Pul(a)zo oder Bulso (altd. PN, auch Bulez(o)). E
Pfaffenreit Halsbach HAB

(mundartl.: „Pfåffnreit(à)“);

urk.

1752 Pfaffenreith 61

Wohl auf Weisung eines Priesters (Pfaffen) gerodeter Wald; auch eine kircheneigene Waldung, die gerodet und urbar gemacht wurde; (ahd. ruit = Gereut, Rodung). E
Pfeffersöd Halsbach OZE

(mundartl.: „Pfeffàsed(à)“);

urk.

1508 Pfeffersöd 38

1752 Pfefferseder 61

Von pfaffe = Weltgeistlicher, Priester, aber auch von einem Manne, der mit Pfeffer (ahd. pfeffar) handelte (?). Nicht auszuschließen auch ein Spottname für die dort einst völlig abgelegene in einer Öde liegende Behausung „wo der Pfeffer wächst“. (Frühe Belege fehlen leider). E
Racherting Halsbach HAB

(mundartl.: „Ràding“);

urk.

1180 Einneringen 11

1290 Reinheringen 11

1334 Reinheringe 11

1438 Renheringen 11

1508 Rennhering 38

1574 Rännhering 47

Bei den Leuten vom Stamme des Ein(e)rich (altd. PN). W
Reisachöd Halsbach HAB

(mundartl. „Reisà(r)ed(à)“);

urk.

1438 Reysachoede 11

1611 Reischached 11

1752 Reisached(er) 61

Ödung (unbebaute Flur), wo viel Staudach (Stauden) und Gebüsch ist; (mhd. risach = Gebüsch, Dickicht). E
Reising Halsbach HAB

(mundartl.: „Reising(à)“);

urk.

1334 Reisach 11

1435 Reisach 34

1508 Reisach 38

1611 Reisacher bey Hofschallen 11

1752 Reisinger 61

Gebüsch, Staudenwaldung, vgl. Reisachöd! E
Reit Halsbach HAB

(mundartl. „Reid(à)“);

urk.

1508 Reut 38

1752 Reutter 61

Gereuteter (= gerodeter) Platz, wo ein Hofgut errichtet wurde, nahe Wechselberg. E
Resch a.Holz Halsbach HAB

(mundartl.: „beim Resch(n)“);

urk.

1304 Frvmansoed 11

1334 Frummans Oede 11

1438 Frumansoede oder datz dem Reschen 11

1611 Reschenguet im Holtz 11

1752 Rösch am Holz 61

Ansiedlung eines Mannes namens Fruman oder Froman (altd. PN) in einer Ödung. Das „datz dem Reschen“ ist so zu verstehen, dass dieser Einödhof nahe am Holz nun einen Bauern namens Resch gehört. E
Schiellehen Halsbach HAB

(mundartl.: beim „Schuià“);

urk.

1752 Schirllehen 61

1810 Schierlechnergut 66

Wohl vom mhd. schuor = Teilstück; also ein Lehengut, dessen Gründe sich aus mehreren Schüren einer Dorfflur zusammensetzen. E
Schliefhausen Halsbach HAB

(mundartl.: „Schlifhausn“ bzw. „Schlifhausà“);

urk.

1257 Sliffenhusen 5

1435 Sliffenhawsen 34

1508 Sluffenhawsen 38

1752 Schlifhauser 61

Behausung nahe an einem Hang, wo von Zeit zu Zeit Erde abrutscht (mhd. sli(p)f = Erdrutsch, Schluff); auch Haus auf einem solchen „wandernden“ Abhang. E
Schmidham Halsbach OZE

(mundartl.: „Schmidham“);

urk.

1395 Smidhaim 12

1435 Smidhaim 34

1490 Schmidhaim 12

1508 Smidhaim 38

1752 Schmidhamb 61

Heimstatt eines Schmiedes. W
Schmidhub Halsbach HAB

(mundartl.: „Schmidhuab" bzw. „Schmidhuawà“);

urk.

1752 Schmidhuber 61

1810 Schmidhubergut 66

Eine Hube (= ½-Hof), zu welcher auch eine Schmiede gehört. E
Schupfing Halsbach HAB

(mundartl.: „Schupfing“);

urk.

1180 Scufingen 6

1190 Schupfingin 6

1422 Schupphing 12

1558 Schupfing 12

1675 Schupfing 59

Bei den Leuten eines Mannes namens Scufin oder Scuffilo (altd. PN). E, Ki
Spielhof Halsbach HAB

(mundartl.: „Spilhof(à)“);

urk.

1438 Spindelhof 11

1481 Spindelhof 11

1508 Spindlhof 38

1611 Spindlhofer bei Pälassing 11 (= Peising)

1752 Spidlhofer 61

1810 Spielhof 66

Vom mhd. spindel oder spille = Getreideart, auf Böden (Spindeläcker), wo die Halme leicht „spindeln“ (= schießen, auswachsen). E
Stadl a.Holz Halsbach HAB

(mundartl. „Stolà àn Hoiz“);

urk.

1435 Stadler 34

1611 Stadler im Holz 11

1752 Stadler im Holz 61

1810 Stadl 66

Ein Stadelhof (lat. curia stabularia) inmitten eines Waldes, bei dem dann später auch ein Haus errichtet und ein weiterer Teil des Waldes gerodet wurde, sodass das Gehöft nun am Holz (= Wald) liegt. E
Steinthal Halsbach HAB

(mundartl.: „Stoadöj(à)“);

urk.

1407 Staintal 32

1574 Staintall 47

1752 Stainthall(er) 61

Unfruchtbarer, steiniger Boden in einem Tal. E
Stockötz Halsbach HAB

(mundartl.: „Stogez(à)“);

urk.

1180 Stochaim 11

1334 Stochach 11

1481 Stockach 11

1611 Stockhötzer bei Schupfing 11

1752 Stokkezer 61

Ausgestockter, gerodeter Wald („Gestocket“), der dann als Etz oder Ötz (= Weidegrund) für das Vieh diente; (ahd. stoc(h) = Baumstumpf, Wurzelstock). E
Ströben Halsbach HAB

(mundartl.: „Ströbà");

urk.

1147 Strepphekingint 8

1190 Strebflechtingen 8

1435 Strèflekching 34

1508 Sträflegkin 38

1574 Strefleckhing 47

1675 Streber 59

1752 Ströber 61

Wohl vom ahd. strüban, mhd. strûben = emporstehen, hervorbrechen. Wir hätten es demnach mit einem Flecken zu tun, der jäh aus dem Wald hervorbricht (= sichtbar wird) und auf dem ein Mann namens Feg(k)in oder Fekin(bolt) (altd. PN) mit seinen Leuten siedelte. E
Thalhausen Halsbach HAB

(mundartl.: „Döjhausn“);

urk.

1190 Talhusin 8

1574 Talhausen 47

1611 Thalhausen beym Edtholz 11

Bei den Häusern (Behausungen) im Tal. D
Thalleiten Halsbach OZE

(mundartl.: „Döjleitn(à)“);

urk.

1395 Talleitten 12

1512 Tallewten 12

1752 Thalleuthen 61

Eine Leitn, die sich von einer Talebene heraufzieht; (mhd. lite = Hang, schiefe Ebene). E
Unterbaumgarten Halsbach HAB

(mundartl.: „Undàbaugoachtn(à)“);

urk.

1167 Povngarte 8

1334 Paumgarten 11

Wie bei Baumgarten, hier jedoch die geländemäßig tiefer (= weiter unten) liegende Hofstatt. E
Voglsam Halsbach HAB

(mundartl.: „Voglsam(à)“);

urk.

1300 Vogelsang 19

1752 Voglsang(er) 61

Der Name ist eine im Mittelalter gern etwas poetisch gefärbte Bezeichnung für ein kleines Wäldchen, in dessen Nähe sich, in Abgeschiedenheit von der übrigen Ansiedlung, ein Gehöft befindet. Vgl. auch Voglsam, Gde. Unterneukirchen! E
Wagenhofen Halsbach HAB

(mundartl.: „Wånghof(à)“);

urk.

1234 ze Wagenhoven 9

1300 Wagenhof 19

1334 Wagenhouen 11

1435 Wagenhofen 34

1560 Wagenhover 46

1611 Wägenhofer 11

1752 Wognhof 61

Ein Gehöft nahe an einem nicht ständig stehenden Wasser (z.B. große Wasserlachen bei Schneeschmelze, starken Regenfällen, Gießlauf udgl.). Vgl. auch Wagenbichl, Gde. Unterneukirchen! E
Wohlprechting Halsbach HAB

(mundartl.: „Woibbàding(à)“);

urk.

1180 Uvolfprehtingin 8

1190 Wolfprehtingin 8

1435 Wolfprechting 34

1508 Walchprechting 38

1604 Wolprechtinger 53

1752 Wollprechtinger 61

Bei den Leuten des Wolfbrecht oder Wolfprecht (altd. PN). E
Zaun Halsbach OZE

(mundartl.: „Zau(nà)“);

urk.

1334 Auf dem Zauon 11

1435 Zawn 34

1502 Zauner 12

1602 Zaun 52

1611 Zauner 11

Gehöft am (Grenz-)Zaun. E
Zeitlarn Halsbach OZE

(mundartl.: „Zeiling“);

urk.

1051 Zidalare 10

1165 Cidelere 11

1190 Zidelaren 5

1214 Cidelare 11

1286 Zeidlarn 11

1334 Zeidlorn 11

1563 Zeidlorn 12

Bei den Zeidlern (= Bienenzüchtern). E
Zettlaign Halsbach HAB

(mundartl.: „Zialoing(à)“);

urk.

1604 Zettlaigen oder Niederaigen 53

1752 Niederaigner 61

Aigen = ursprüngl. ein Eigengut, das keiner Grundherrschaft unterworfen war. Die Vorsilbe „Zettl“ könnte sich hier von „zial“ (= Ziel, Grenzzeichen) ableiten. In alter Zeit wurden große Grenzpfähle auch „Zialbäume“ genannt. E
Kastl Kastl FKA + UKA

(mundartl.: „Gåstl“);

urk.

1407 sand Kastel 32

1435 bey sand Castel 34

1517 Sannd Casstl 39

1602 St: Gastl 52

Ansiedlung mit Kirche des hl. Kastulus. D, Pfa, Ki
Aichpoint Kastl FKA

(mundartl.: „Oibeandn(à)“);

urk.

1407 Aichpewnt 32

1435 Aichpewnt 34

1517 Aichpewnntner 39

1560 Aichpointer 46

1602 Aichpeundt 52

Eine Aupoint, ein eingefriedeter, besonderer Nutzung vorbehaltener Augrund (mhd. awn, aue = Au, das hier zu „ai“ und schließlich zu „oj“ geworden ist). Vgl. Aicher, Gde. Perach! W
Aigengrub Kastl FKA

(mundartl.: „Oingrua(wà)“);

urk.

1300 ze Grub 19

1517 Grueber 39

1602 Edngrueb 52

Heimstatt an oder in einem Graben (Grube, Mulde, Senke) in einer Ödung. E
Aigner a.Holz Kastl FKA

(mundartl.: „Oingà“);

urk.

1300 Aigen 19

1517 Aigner vorm Holtz 39

1612 Aigner im Veichtach 55

1671 Aigner am Schachen 57

Frei eigenes, also keiner Grundherrschaft unterworfenes Bauerngut am oder vor dem großen Fichtengehölz (Flurname: „Feichta“). W
Aigner a.Wald Kastl OKA

(mundartl.: „Bedaoingà“);

urk.

1300 Aigen 19

1517 Aigner 39

Frei eigenes, somit keiner Grundherrschaft unterworfenes Bauerngut am Wald. Mundartl. „Beda"=Peter E
Alberer Kastl FKA

(mundartl. „Uiwàrà“);

urk.

1234 Albreht 9

1300 Alber 19

1517 Alberer 39

1560 Albern 46

1602 Albern 52

1721 Alberer am Veichta 55

Albre(c)hat, Name eines Mannes, der dort siedelte; (altd. PN, auch Albero u. ähnl.). E
Altenbuch Kastl FKA

(mundartl.: „Oimbuan(à)“);

urk.

1234 Altenpvch 9

1407 Altenpuch 32

1435 Altenpuch 34

1517 Alltennpuech(er) 42

1560 Altenbuechner 46

1602 Altnpuech 52

Ansiedlung bei einer mächtigen alten Buche. D
Bachmaier a.d.Alz Kastl UKA

(mundartl.: „Båmoià“);

urk.

1300 Pachmaierlehen 19

Ein „bemeiertes“ Lehengütl an einem Bach (Nebenarm der Alz). E
Baumgartner Kastl OKA

(mundartl.: „Bàgoadn(à)“);

urk.

1300 Pavmgarten 19 und Poumgarten 19

1517 Paumgartnner 39

1602 Paungartten 52

Eingefriedeter (Obst)-Baumgarten; (ahd. und mhd. boum, poun(m) = Baum; mhd. garte = Garten, mit Flechtwerk eingefriedet). E
Berger a.Brunn Kastl UKA

(mundartl.: „Beagà àn Brunn“);

urk.

1407 Perg in Altenöttinger Pfarr 32

1517 Perger 39

1602 Aufm Perg 52

Einödgehöft an einem Berg, in dessen Nähe ein markanter Brunnen (für die Wallfahrer nach Altötting) errichtet wurde. E
Bichl Kastl FKA

(mundartl.: „Buià“);

urk.

1300 Puhel 19

1407 Püchler 32

1517 Püchler 39

1560 Püchler 46

1602 Pühel 52

Bichl = Hügel, kleiner Berg (ahd. buhil). E
Böslhäusl Kastl FKA

(mundartl.: „Beslheisl“);

urk.

1602 Pösl 52

Bösl oder Pösl = Kurzform des altd. PN Boso oder Poso. Das „Böslhäusl“ war vermutlich einst das Zu- oder Austragshäusl des weit abseits stehenden Böslhofes (vgl. Bösl, Gde. Unterneukirchen!) oder aber ein hierher transferierter Familienname (?). E
Bonauer Kastl FKA

(mundartl.: „Bonauà“);

urk.

1140 Pannouwe 17

1170 Pannowe 17

1435 Panhaw 34

Anwesen (Bauer) an einem Augrund, den zu nutzen mehreren Grundanliegern zustand und somit eine „Bannau“ war; (ahd. pan, mhd. bann, nhd. bann = Gebot; mhd. awn, aue = Au). E
Brandstätt Kastl OKA

(mundartl.: „Brandstett(à)“);

urk.

1300 Prantstet 19

1560 Pranndtstetter 46

1602 Prandtstöt beim Össter 52

Brandstätte, d.h. abgebranntes und später wieder aufgebautes Gehöft (hier über den Alzauen südwestl. von Margarethenberg). Vgl. auch die Orte Brandstätt und Brandstätt a.d. Alz, beide Gde. Kastl! E
Brandstätt a.d.Alz Kastl UKA

(mundartl.: „Brandstettà à dà Oiz “);

urk.

1334 Prandsteten 11

1435 Prantstet 34

1481 Prantstet enthalb der Altz 11

1560 Pranntstötter 46

1611 Pranntstetter 11

Wie vor, jedoch mit dem Unterschied, dass sich dieser Ort oberhalb der Alzauen nordöstl. von Margarethenberg befindet. E
Brunnjodl Kastl FKA

(mundartl.: „Brunn-Jüal“);

urk.

1517 Prunnlehner 39

1560 Brunnmair 46

Bemeiertes Anwesen an einem Brunnen (Quelle) im Besitz eines Mannes namens Jodl (= alte Kurzform des PN Jodok, aber auch gelegentlich für Georg (Jörg), mundartl.: „Jüal“). E
Dorfen Kastl UKA

(mundartl.: „Doaffà“);

urk.

1234 Dorfen 9

1334 Dorfen 11

1435 Dorffen 34

1517 Dorff`n 39

1602 Dorffen 52

Bei den Dorfbewohnern; (Dorf, urspr. 3 bis 5 Häuser). Vgl. auch Dorfen, Gde. Garching a.d. Alz, Dorfen, Gde. Kastl, und Dorfen, Stadtgem. Töging a. Inn! W
Eder Kastl UKA

(mundartl.: „Edà“);

urk.

1300 an der Öed 19

1407 Öd 32

1602 Eed 52

Ödes, abgelegenes unbebautes Gebiet. E
Edmaier Kastl FKA

(mundartl.: „Emoa“);

urk.

1560 Edtmair 46

Maierhof (ursprüngl. 1/1- oder ganzer Hof) in einer abgeschiedenen Öde (Einzelgehöft, Einöde). E
Endfelln Kastl FKA

(mundartl.: „Emföin“);

urk.

1160 Entevelt 17

1273 Entefelden 17

1300 Entuelden 19

1435 Entfelden 34

1517 Enntfelder 39

1560 Ober- u. Underentfeldner 46

1602 Enndtfelden 52

Bei den „entern“ oder weiter „enten“ (= weiter weg von der ursprüngl. Rodungsflur) gelegenen Feldern. W
Erber Kastl OKA

(mundartl.: „Eawà“),

urk.

1300 Erbein 19

1517 Ermann 39

1560 Erban 46

1602 Erban 52

Gehöft in der Nähe von Pirach, das von der Grundherrschaft dem darauf hausenden Bauern auf Erbrecht (= Form von Zeitleihe) zur Nutzung überlassen ist. E
Ettlberg Kastl OKA

(mundartl.: „Ettlbeag(à)“);

urk.

1517 Öttlperger 39

1560 Öttlperger 46

1602 Öttlperg 52

Berg, auf dem ein Mann namens Odilo oder Öttl siedelte; (altd. PN, auch Otto oder Oettl). E
Fagl Kastl FKA

(mundartl.: „Fàgl“);

urk.

1612 Faigl 55

1721 Fägl zu Veichta 55

Vom PN Faghart, Fa(i)ghart, Fagewold und ähnl. in der Kurzform Fagl oder Faigl genannt, der am Feichter (= Fichtenwaldung, Forst) hauste. E
Fellner i.Dorfen Kastl UKA

(mundartl.: „Föinà z` Doaffà“);

urk.

1517 Veldnner 39

1560 Feldner 46

1602 Feldn 52

Bei einem, der auf den Feldern nahe außerhalb der schon bestehenden Ansiedlung (Dorf, 3 – 5 Häuser) eine Heimstatt gründete. E
Ferndörfl Kastl FKA

(mundartl.: Deaffe“);

urk.

1300 Doerflein 19

1435 Dörffl 34

1489 Doerffl bei Sand Kasstl 26

1560 zum Doerffel 46

Kleine Ansiedlung (Dörfl, urspr. 3 – 5 Häuser) an einer Föhrenwaldung unweit der Kirche von St. Kastl. W
Forster Kastl FKA

(mundartl.: „Foåschdàrà“);

urk.

1612 Forster im Veichtach 55

1721 Forster 55

Die am Forst (Feichter) gelegene Behausung eines Försters (Jagd- und Waldaufsehers). E
Forstergütl Kastl FKA

(mundartl.: „Foåschdàgüadl“);

urk.

1612 Vorstergütl am Praitnnberg 55

1721 Forstergütl am Braitenberg in Feuchter 55

Ein am Forst (Feichter) gelegenes Bauerngütl eines Försters. E
Freudelsberg Kastl OKA

(mundartl.: „Fràdlschbeag(à)“);

urk.

1300 Freitagsperg 19

1407 Freytalsperig 32 und Freythofsperger 32

1517 Freitlsperger 39

1560 Freitlsperg 46

1602 Freidlssperg 52

Der „Freitagsperg“ gehörte wohl zu den sog. Wochentagsäckern, das sind Fluren, die an Bauern verliehen wurden, die an bestimmten Wochentagen (z.B. Freitags) für die Grundherrschaft (geistl. oder weltl. Herren) Leistungen zu erbringen hatten. Auf solchen Fluren konnte später durchaus auch eine neue Ansiedlung stattfinden. E
Friedl Kastl FKA

(mundartl: „Fridl“);

urk.

1612 Millpeuntner im Veichtach 55

Der Name ist hier auf einen Zimmermannssohn vom „Friedlgütl“ bei Lindach (nahe Marienberg) zurückzuführen, der dieses Anwesen hier 1831 gründete.25 E
Fuchs i.Reit Kastl FKA

(mundartl.: „beim Fuchsn“);

urk.

1602 Fux am Reut 52

1671 das Fuxenheisl im Reith 57

1721 Fux oder Holzman in Reith 55

Wohl Familienname eines Mannes namens Fux oder Fuchs, der hier am Gereut (Rodungsplatz) hauste. E
Fürstberg Kastl FKA

(mundartl.: „Fiaschtbeag(à)“);

urk.

1612 aufm Fürstenberg 55

1721 Fürstenberg 55

Wohl einst auf Befehl des Landesfürsten (Herzog) gerodeter Berg oder fürstl. Urbarsgrund. Vgl. auch Fürstenberg, Gde. Marktl! E
Gasteig Kastl FKA

(mundartl.: „Gåsteig(à)“);

urk.

1300 Gastaig 19

1560 Gasteiger 46

Steil ansteigender Weg od. Straße, auch Stufenweg; (ga(ch) = jäh, steil, plötzlich). Vgl. auch Gasteig, Gde. Kastl, und andere! E
Geier Kastl FKA

(mundartl.: „Geiàn“);

urk.

1560 Gailanndt 46

1612 Geyer am Praitenberg 55

1671 Geiern am Breitenberg 57

1721 Geyr am Praidtenberg 55

Üppiges, sehr gutes (geiles) Ackerland am Breitenberg. E
Geierschuster Kastl FKA

(mundartl.: „Geianschuasdà“);

urk.

1612 Schuster im Veichtach 55

Kleine Sölde eines Schusters unweit des Geieranwesens am Feichter. E
Gerl Kastl UKA

(mundartl.: „Geal“);

urk.

1560 Gerlechen 46

1602 Gerlach 52

Altd. PN Gerich, Gerhard oder Gerland (Kurzform: „Gerl“); Name eines einstigen Besitzers dieses Anwesens. E
Gerlhof Kastl UKA

(mundartl.: „Gealhof“);

urk.

1904 Gerlhof 21

Eine auf einem ursprünglich zum benachbarten „Gerl-Hof“ gehörenden Grund in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstandene Gastwirtschaft (Gasthof). Diese diente hauptsächlich zur Bewirtung der im nahen Steinbruch zum Bau der Eisenbahnlinie München – Simbach – Braunau 1868 – 1871 für den Bereich Neuötting – Marktl beschäftigten Arbeiter. E
Gloneck Kastl OKA

(mundartl.: „Gloanegg(à)“);

urk.

1300 Glonek 19

Lichtes, ausgerodetes, abgelegenes Eck (= Anhöhe, Höhenkamm; ahd. glan = Glanz, Helligkeit). Vgl. auch Gloneck, Gde. Kastl! E
Gröbn Kastl UKA

(mundartl.: „Grem(à)“);

urk.

1300 Grebn 19

1334 Greben 11

1456 Obern- und Niderngreben 12

1517 Grebmer 39

1560 Gröbm 46

1611 Unter- und Obergrebmer 11

Bei den flachen Gräben; (mhd. grabe = flache Mulde oder Graben, Gießlauf!) W
Grub Kastl UKA

(mundartl.: „Grua(wà)“);

urk.

1300 Grub 19

1407 Grueb 32

1517 Grueber 39

1602 Grueb 52

Heimstatt an oder in einem Graben (Grube, Mulde, Senke) am Murbach. E
Grund Kastl UKA

(mundartl.: „Grund(nà)“);

urk.

1234 Grvonde 9

1300 Grunt 19

1407 Grunt 32

1517 Gruntner 39

1602 Grundt 52

Grund (= Boden) schlechthin. E
Haindl Kastl FKA

(mundartl.: „Hoal“);

urk.

1560 Hainns 46

1612 Haindl am Praitenberg 55

1721 Haindl am Veichtach 55

Haindl (= Kurzform für Heinrich), Name eines einstigen Besitzers dieses Anwesens. E
Hansbauer Kastl FKA

(mundartl.: „Hansbauà“);

urk.

1671 Hans im Feichta 57

Hans (Kurzform für Johann), Name eines einstigen Besitzers dieses Anwesens im Feichter. E
Hauslehen Kastl OKA

(mundartl.: „Heislehn(à)“);

urk.

1300 Havslin 19

1517 Heislechner 39

1602 Heislehen 52

Ursprüngl. ein Häuslein, aus dem später ein Lehengütl geworden ist. E
Herrenberg Kastl OKA

(mundartl.: „Heanbeag(à)“);

urk.

1300 Hermansperg 19

1407 zum Herrn am Perg 32

1456 Hermansperger 12

1560 Herrnperger aufm Wald 46

Berg (Abhang), an dem ein Mann namens Herman (altd. PN) siedelte. E
Hinterberg Kastl UKA

(mundartl.: „Hintàbeag“);

urk.

1234 Hinterperge 9

1300 Hinterperch 19

1407 Hinterperg 32

1602 Hinderperg 52

Ansiedlung hinten am Berg (Anhöhe), von der (ursprüngl.) Zufahrt aus gesehen. Vgl. Hinterberg, Gde. Kastl! W
Hof Kastl UKA

(mundartl.: „Hofà“);

urk.

1300 der ober Hof 19

1435 daz dem Hoff 34

1517 Hofer 39

1560 Hoffen 46

1602 Hof 52

Ein Hof (= 1/1 oder ganzer Hof) oberhalb eines zweiten, weiter unten sich befindenden Hofes. E
Hub Kastl UKA

(mundartl.: „Hua(wà )“);

urk.

1300 ze Hvb 19

1407 Hub 32 und Hueb 32

1517 Hueber 39

1602 Hueb 52

Eine Hube war ursprünglich ein als ½-Hof steuerlich eintaxiertes bäuerliches Anwesen. Vgl. auch andere „Hub“-Orte! E
Jakobhub Kastl FKA

(mundartl.: „Jåggàshua(wà)“)

Wie vor, jedoch Hube, die einst ein Bauer namens Jakob innehatte. E
Kager Kastl UKA

(mundartl.: „Kågà(rà)“);

urk.

1234 Kager 9

1300 Chager 19

1456 Chager 12

1517 Kagerer 39

1560 Khagerer 46

1602 Kager 52

Ein „Gehag“ ist ein sog. lebender Zaun, eine ständige Einfriedung von Fluren mittels Hecke, Strauch- und Buschwerk. Vgl. auch Kagern, Gde. Burgkirchen a.d. Alz! E
Kagerer a.Berg Kastl UKA

(mundartl.: „Kågàrà àn Beag“);

urk.

1420 Chager 12

1560 Kagerer 46

1602 Kager aufm Berg 52

Wie vor, jedoch an einem Berg (Anhöhe). E
Kalteneck Kastl FKA

(mundartl.: „Koineck“);

urk.

1435 Kaltenegker 34

1517 Kalltennegkher 39

1560 Khaltnegkher 46

1602 Kaltnegkher 52

Platz auf einer Anhöhe (Eck), wo der Wind besonders ankann. Eine Ableitung von „Galt“ oder „Galterer“ (Weideplatz, Viehhirte) ist jedoch wohl nicht völlig auszuschließen. W
Kammerlehner Kastl OKA

(mundartl.: „Kammàlehn(à)“);

urk.

1435 Cammerlehn 34 und Chamrerlehen 34

1517 Kamerlehner 39

1560 Khamerlechner 46

1602 Kammerlehen 52

Ein sog. Kammergut einer höheren Verwaltungsbehörde, das dem darauf sitzenden Bauern als Lehen (Form von Zeitleihe) zur Nutzung überlassen war. E
Klaffl Kastl UKA

(mundartl.: „Glàffe“);

urk.

1300 Chlaeffel 19

1517 Klàffl 39

1560 Khläffel 46

1602 Kläffl 52

Name von „klaffen“ (= Spalten, Erdrisse), zu deuten als Hof bei den Erdspalten (dort Nagelfluh, Truff, felsiger Untergrund!) E
Klugham Kastl OKA

(mundartl.: „Gluagham(à)“);

urk.

1517 Kluegkhamer 39

1560 Kluegkhammern 46

1602 Kluegkhaim 52

Heimstatt eines klugen Mannes. (ahd chluog, mhd. kluoc = klug, karg, freundlich, mild, auch sparsam.) E
Kothdörfl Kastl UKA

(mundartl.: „Köiddeaffe“);

urk.

1407 Chottdärfflein 32 und Choting dörfflein 32

1517 Kotderfler 39

1560 Kothderffel 46

1602 Kotderffl 52

1721 Khottderffl 55

Ansiedlung (Dörflein, ursprüngl. 3 – 5 Häuser) der Leute des Chot(ing) oder Kotting (altd. PN auch Gotichin, Gottinch, Kott und ähnlich). E
Kronhof Kastl UKA

(mundartl.: „Gråhof(à)“);

urk.

1407 Chronhofer 32

1560 Khranhofer 46

1671 Khranhofer 57

Gehöft in Nähe von vielen Wachholderbüschen („Kronwittstauden“). Deutung jedoch nach Krähen (oder „Krammetvögeln“) nicht ausgeschlossen. E
Maierhöfl Kastl FKA

(mundartl.: „Meierhefe“);

urk.

1560 zu Mairhof zählend

Kleines, bemeiertes (= bewirtschaftetes) Gütl (Höfl). E
Maierhof Kastl UKA

(mundartl.: „Måjhof(à)“);

urk.

1234 Mairhof 9

1517 airhofer9

1560 airhof(er46

1602Mairho 52

Großer Maierhof (ganzer od. 1/1-Hof) eines Verwalters eines größeren Güterkomplexes (z.B. eines Klosters oder eines Schlosses). E
Meisterlehen Kastl OKA

(mundartl.: „Moasdàlehn(à)“);

urk.

1300 Maisterlehen 19

1560 Maisterlechner 46

1602 Maisterlehen 52

Kleines Lehengütl, auf dem ein Zimmermeister haust. E
Mittersaß Kastl FKA

(mundartl.: „Middà-Sossà“);

urk.

1300 in der Sazze 19

1407 Mitternsass 32

1517 Mittersasser 39

1602 Mitter-Sasß 52

Bei den nun Sesshaften (mittlere Ansiedlung); ahd. saeze = sitzen, sesshaft sein. Vgl. auch Nieder- und Obersaß! E
Moosen Kastl UKA

(mundartl.: „Mosn“);

urk.

1407 auf dem Mos zu sand Castel 32

1598 Moser bei S. Casstl 51

Moosig, mooriger Grund beiderseits des Fahnbaches. E
Mühlhof Kastl UKA

(mundartl.: „Muihof(à)“);

urk.

1300 Mülhof 19

1407 Mülhof 32

1517 Mülhofer 39

1602 Mülhof 52

Bauernhof, zu dem eine (weit davon entfernte) Mühle gehört. W
Neuhäusl Kastl OKA

(mundartl.: „Neiheisl“);

urk.

1560 Nehäusl 46

1671 Nöhäusl 57

Eine erst damals erfolgte Neugründung eines Anwesens, daher das „neue Haus“. E
Niedersaß Kastl FKA

(mundartl.: „Nidà-Sossà“);

urk.

1300 in der Sazze 19

1602 Nider Sasßer 52

Wie bei Mittersaß, hier jedoch das geländemäßig niedere „Saß“. E
Nöhhäusl Kastl FKA

(mundartl.: „Neheisl“);

urk.

1560 Neheusl 46

1612 Neuheusl 55

1721 Neuheußl im Schacha 55

Neues Häusl, das abseits der älteren Ansiedlung entstand. (Vgl. auch Neuhäusl!). E
Obergöpping Kastl OKA

(mundartl.: „Simmerl-Gepping(à)“);

urk.

1234 Gepinger 9

1300 Geppinger 19

Bei den Leuten eines Mannes namens Godeprecht (ahd. PN God(e)precht, Ge(d)precht u. ähnl.). Das dem mundartl. Namen vorgesetzte „Simmerl“ (= Simon) weist auf den Vornamen des Besitzers dieses Anwesens hin. Vgl. auch Untergöpping! E
Oberöd Kastl OKA

(mundartl.: „Owà(r)ed(à)“);

urk.

1300 ze Öd 19

1407 Öd auf dem Wald 32 (= Waldpfarrei Unterneukirchen)

1517 Öder 39

Die obere Ödung (im Gegensatz zu dem heute nicht mehr existierenden, weiter östlich gewesenen Niederöd). Der Oberederhof wurde auch „Eder am Wetterkreuz“ genannt. E
Obersaß Kastl FKA

(mundartl.: „Owà-Sossà“);

urk.

1300 in der Sazze 19

1602 Ober-Sasß 52

Bei den nun Sesshaften; (obere Ansiedlung); vgl. dazu auch Mitter- und Niedersaß! E
Oberthaling Kastl FKA

(mundartl.: „Owà-Dojing(à)“);

urk.

1612 Lizltall 55

1721 Liezthall 55

Ansiedlung eines Mannes namens Liuzo (altd. PN) im oberen Bereich eines Tales. (Vgl. auch Unterthaling!). E
Pirach Kastl FKA

(mundartl.: „Birà“);

urk.

1300 Pirchach 19

1435 Pirchach 34

1517 Pirhah 39

1560 Pirach 46

1602 Pierach 52

Am Birkenwald. W
Popp a.Wald Kastl OKA

(mundartl.: beim „Bobbm“);

urk.

1234 Poppo 9

1300 Poppenlehen 19

1407 beim Poppen 32

1517 Popp 39

1560 Popp 46

Bei dem Manne namens Popp(o) (altd. PN) am Wald. E
Prähub Kastl OKA

(mundartl.: „Brehua(wà)“);

urk.

1220 predium Hube 11

1334 Preuhueb 11

1517 Prehofer 39

1602 Prehueb 52

Der Name leitet sich hier interessanterweise von der latein. urkundl. Ersterwähnung ab („predium“ = Lehengut, hube = ½-Hof). E
Putz Kastl UKA

(mundartl.: beim „Buzn“);

urk.

1300 Pvtzenlehen 19

1407 Pucz auf dem Wald 32

1517 Putz 39

1560 Putz 46

Gehöft (Lehen) eines Mannes namens Puozzo oder Buozolt; (altd. PN). E
Radeck Kastl OKA

(mundartl.: „Röidegg(à)“);

urk.

1300 Randeck 19

1517 Rodegkher 39

1560 Radegkher 46

1602 Radegkh 52

Das gerodete Waldende (Eck) der Gemarkungsfläche. E
Radfelln Kastl OKA

(mundartl.: „Rådföin(à)“);

urk.

1456 Ratvelden 12

1517 Rattfelden 39

1560 Radfelder 46

1602 Radfeldn 52

Bei den durch Rodung eines Waldes entstandenen Feldern (ahd. riut(t)i baierisch rait = Gereut, gerodeter Waldboden). E
Reichkobl Kastl UKA

(mundartl.: „Reichkowe(à)“);

urk.

1259 Chopel 8

1602 Reichkhopl 52

Unter einem Kobel verstand man in alter Zeit ein kleines, schlechtes (einfaches) Haus. (Vgl. Taubenkobl!). Die Vorsilbe „Reich“ deutet auf die spätere wesentl. Besserstellung dieses Anwesens hin. E
Reit Kastl OKA

(mundartl.: „Reid(à)“);

urk.

1300 Raevt 19

1407 Räwt 32

1481 zu Reyt auf dem Wald 26

1517 Reyt 39

1560 Reut 46

1602 Reuth 52

Gereuteter (= gerodeter) Platz, wo ein Hofgut errichtet wurde, nahe Wechselberg. E
Riching Kastl UKA

(mundartl.: „Riching(à)“);

urk.

1150 Richinche 16

1234 Richinc 9

1300 Riching 19

1435 Riching 34

1517 Ruehing 39

1560 Richinger 46

Bei den Leuten des Richin(o); (altd. PN, auch Richo od. ähnl.) E
Schachen Kastl FKA

(mundartl.: „Schåchà“);

urk.

1435 Schachenhueb 34

1517 Schachnner 39

1602 Schachnerguet 52

1671 Schachner am Schacha 57

Ein „Schachen" ist eine bei einer Großrodung stehen gelassene kleine Waldparzelle. (Vgl. auch Schächen und Fernschachen!) W
Schauer Kastl FKA

(mundartl.: „Schauàn“);

urk.

1300 Schaidlehen 19

1435 Schawr 34

1517 Schauer vorm Hollz 39

1560 Schaur 46

1602 Schaur vor dem Holz 52

Lehengut an einer „Scheid“ (= Grenze, Trennung, Flur- oder Gemarkungsgrenze), vor dem Holz (= Wald, Forst). E
Schießler Kastl FKA

(mundartl.: „Schißlà“);

urk.

1300 Schuzellehen 19

1602 Schisßler 52

1721 Schisslerberg 55

Ein Schüssler (= Holzschüsselmacher), der sein Anwesen von seiner Grundherrschaft auf Lehensbasis besitzt. (Vgl. auch Schnitzlehen!) E
Schmid Kastl FKA

(mundartl.: „Schmid“);

urk.

1612 Schmidt im Haag 55

1721 Schmidt im Veichta 55

Anwesen eines Schmiedes, der hier am Feichter sein Handwerk ausübte (Hag = Grenzzaun, Gehege). E
Schmidhub Kastl UKA

(mundartl.: „Schmidhua“);

urk.

1300 Smidhuab 19

1407 Smidhub 32

1517 Schmidhueber 39

1602 Schmidthueb 52

Eine Hube (= ½-Hof), zu welcher auch eine Schmiede gehört. W
Schmid i.Lehen Kastl OKA

(mundartl.: „Schmid àn Lehà“);

urk.

1300 Smidlehen 19

1435 Smidlehn 34

1517 Schmidlehnner 39

1560 Schmidt am Lehen 46

Behausung (Gütl) eines Schmiedes, der diese auf Lehensrecht von seiner Grundherrschaft besitzt. E
Schnitzlehen Kastl OKA

(mundartl.: „Schnizlehn(à)“);

urk.

1234 Der Snitzer 9

1300 Snitzlehen 19

1560 Schnizlehner 46

Behausung (Gütl) eines Schnitzers (Holzbildhauer), der diese auf Lehensrecht von seiner Grundherrschaft besitzt. E
Schönwinkl Kastl OKA

(mundartl.: „Schewinge(à)“);

urk.

1598 Schenwünkhler aufm Waldt 51

1602 Urbanswingkhl 52

Schöner, freier, lichter Platz am Ende (Winkel) einer Gemarkung. „Urban“ = Name eines späteren Besitzers dieses Anwesens. E
Schwaikl Kastl FKA

(mundartl.: „Schweiggl“);

urk.

1560 Schwaiger 46

Bei der Behausung eines Mannes namens Schweiger; (altd. PN Schweighart, Schweiker, in der Kurzform Schweikl oder Schwaiggl). Eine Deutung nach einem Schwaighof (Viehwirtschaft) dürfte hier wohl nicht zutreffen). E
Schwarz Kastl OKA

(mundartl.: „beim Schwoaz(n)“);

urk.

1300 der Schwartz 19

1517 Schwartz 39

1602 Schwarz 52

Beim Schwarzen (d.h. bei dem schwarzhaarigen Siedler 11 (im Gegensatz zu den einst wohl ausnahmlos „Weissen“ (= Blonden) dieser Gegend). E
Sebald Kastl FKA

(mundartl.: „Sewoid“);

urk.

1612 Entfellner in Veichta 55

1721 Sebaldt am Veichta 55

Beim Sebald (bzw. Seybold od. ähnl.; altd. PN). Der ältere Name „Entfellner“ dürfte ein vom einstigen Endfellner-Hof abgeleiteter, übertragener Familienname für dieses Anwesen am Feichter sein. E
Seidlalber Kastl UKA

(mundartl.: „Sei(d)luiwàrà“);

urk.

1264 Seidelorn

1560 Seidlalbrer 46

1602 Seudlalberer 52

Ich vermute im Namen „Seidelorn“ ein früheres „Zeidelorn“, was „bei den Bienenzüchtern (Zeidlern)“ bedeuten würde. Inwieweit das frühe „Orn“ mit dem später „alber“ etwas zu tun hat, bleibt fraglich. Alber (altd. PN Albero, Alban u. ähnl.), dürfte der Name eines späteren Besitzers dieses Hofes gewesen sein. E
Starneck Kastl FKA

(mundartl.: „Stouanegg(à)“);

urk.

1517 Stornnegkh 39

1560 Starnegkher 46

1602 Starnegkh 52

Abgelegenes Waldeck, wo nach der Rodung die Storren noch vorhanden sind (ahd. storro, mhd. Storre = Stock, Stumpf (Wurzelstock von einem Baum). E
Staudhub Kastl UKA

(mundartl.: „Staudhua“);

urk.

1407 Stawtteshub 32

1560 Staudhueb 46

1602 Staudhueb 52

Hube (= ½-Hof) an einer Staudenwaldung. W
Stegen Kastl UKA

(mundartl.: „Stegà“);

urk.

1258 Stegen

1300 Am Steegen 19

1560 Stöger 46

1602 Stög 52

Anwesen, in dessen Nähe sich ein Steg (über den Bach) befindet. E
Steinberg Kastl UKA

(mundartl.: „Stoabeag“);

urk.

1300 Stainperch 19 und Stainberg 19

1456 Stainperg 12

1517 Stainperger 39

1560 Stainperg 46

1602 Stainberg 52

Steiniger Berg; Gehöft an od. auf einem steinigen Berg in der Nähe von Mad bzw. Pirach. W
Stepf Kastl UKA

(mundartl.: „Stepf(àn)“);

urk.

1234 Stepfaer 9

1300 Stepfner 19

1517 Stepfer 39

1560 Stepffer 46

1602 Stepf 52

Der bei der Stufe (übersteigbare Stelle) am Gemarkungs-, Flur- oder Grenzzaun hausende; (mhd. stapf, stäpf = Staffel (Stufe). E
Strahlehen Kastl UKA

(mundartl.: „Stràlehn(à)“);

urk.

1456 Strellehen 12

1517 Strällehnner 39

1560 Strälechner 46

1602 Stärlehen 52

Ein Bauernlehen, dessen Besitzer für bestimmte Scharwerksleistungen (Frondienste) zu einer bestimmten Zeit im Jahr Stra(h) (= Laubstreu, Holzstreu) aus den Waldungen seiner Grundherrschaft rechen bzw. hauen durfte. W
Straß Kastl UKA

(mundartl.: „Stråssà“);

urk.

1234 Von Straze 9

1300 Strazze 19

1407 zu Straß 32

1517 Strasser 39

1602 Strasß 52

Bauernanwesen an einer Straße (alte Fuhr- od. Handelsstraße, evtl. sogar Römerstraße!) E
Straßdorfen Kastl OKA

(mundartl.: „Stråß-Doaffà“);

urk.

1435 Dorffen 34

1602 Dorffen 52

1904 Dorfen 21

Eine Ansiedlung von (ursprüngl.) 3 bis 5 Häusern (Dorf) an einer Straße (Altstraße). W
Strickerschneider Kastl FKA

(mundartl.: „Striggàschneidà“);

urk.

1612 Schneider aufm Schacha 55

1904 Strickerschneider 21

Ein Gütl, auf dem einst wohl mehrere Generationen Schneider und dann ein Stricker hauste. E
Strohhof Kastl UKA

(mundartl.: „Ströihof(à)“);

urk.

1300 Strohof 19

1517 Strohofer 39

1602 Strohof 52

Ein Bauernhof (vermutl. 1/1- oder ganzer Hof), dessen Besitzer als Scharwerksleistung (Frondienst) zu einer bestimmten Zeit im Jahr Stroh (zur Einstreu oder Fütterung) an seine Grundherrschaft zu liefern hatte. E
Strohmaier Kastl UKA

(mundartl.: „Ströimoià“);

urk.

1300 ze Strohof 19

1517 Stromair 39

Wie bei Strohhof, jedoch hier einen Maierhof (1/1- oder ganzer Hof) betreffend, auf dem (ursprüngl.) ein Verwalter eines größeren Güterkomplexes saß. E
Thalmann Kastl FKA

(mundartl.: „Doiman“);

urk.

1612 Thallman im Veichta 55

1671 Thalman in Feichta 57

1721 Dallman im Veichta 55

Beim Dalman; (altd. PN, auch Tal(o)man) im Feichter (= Fichtenwaldung, Forst). E
Untergöpping Kastl OKA

(mundartl.: „Ros-Gepping(à)“);

urk.

1234 Geppingaer 9

1300 Geppinger 19

Wie bei Obergöpping, hier jedoch die untere der beiden Hofstellen betreffend. Die mundartl. Vorsilbe „Ros“ (= Roß) weist auf einen Besitzer hin, der Pferdehandel betrieb. E
Unterthaling Kastl FKA

(mundartl.: „Undà-Dojing(à)“);

urk.

1612 im Lizltall 55

1721 Liezenthall 55

Wie bei Oberthaling, jedoch hier im unteren Bereich eines Tales. (Vgl. auch Oberthaling!). E
Wallner a.Wald Kastl OKA

(mundartl.: „Woinà“);

urk.

1300 Wald 19

1517 Waldnner 39

1560 Waldner 46

1602 Waldt 52

Der einsam am Wald hausende. E
Weglehner Kastl OKA

(mundartl.: „Weglehn(à)“);

urk.

1560 Weglechner 46

1602 Wöglehen 52

Ein Lehengut, das an einem Weg (Altstraße, Fuhrweg schlechthin) liegt. E
Weindlgrub Kastl UKA

(mundartl.: „Weijal“);

urk.

1456 Weindl in der Grueb 12

1560 Weindlgrueber 46

1602 Weindlgrueb 52

Der Name dieses Einödgehöfts dürfte auf „Weindlstauden“ deuten, die einst in dieser Senke (Mulde, Grube) wuchsen. E
Weinthal Kastl FKA

(mundartl.: „Weidöjà“);

urk.

1407 Weingarten bei St. Castul 32

1517 Weindl 39

1612 Weinthall 52

Tal, inmitten eines Bergrückens in sonniger, windstiller Lage, wo Weinbau betrieben wird. E
Wichtl Kastl OKA

(mundartl.: „Wichtl“);

urk.

1234 Wihtil 9

1300 der Wihtel 19

1471 Wichttl

1517 Wichtl 39

1602 Wichtl 52

Beim Wihtil(i) oder Wittilo; (altd. PN in versch. Variationen). E
Wimmer a.Weg Kastl OKA

(mundartl.: „Wimmà àn Weg“);

urk.

1300 an dem Weg 19

1560 Widmer beim Weeg 46

1602 Wibmer am Wög 52

Widmungsgut (Wimmgut) eines Gotteshauses bzw. Pfarrers, das an einem Weg (Altstraße, Fuhrweg) sich befindet. E
Winkler a.Holz Kastl OKA

(mundartl.: „Wingjà àn Hoiz“);

urk.

1260 Winchel 7

1300 ze Winchel 19

1560 Winckhler vorm Holz 46

1602 Wingkhler vorm Holz 52

Einsamer Waldwinkel (vor dem Holz). E
Zauner Kastl UKA

(mundartl.: „Zauná“);

urk.

1234 In dem Zvone 9

1300 Zavnpvhel 19

1435 Zawner 34

1517 Pannzauner 39 und Zauner 39

1602 Zaun 52

Mit einem Bannzaun umzäunter Bichel; (ahd. buhil, mhd. bühel = Hügel, kleiner Berg, Anhöhe); ahd. pan mhd. bann = Gebot. Ein Bannzaun durfte nicht beseitigt werden. E
Zimmermeister Kastl FKA

(mundartl.: „Zimmà-Moastà“);

urk.

1517 Zimmerman 39

1560 Zimmerman an der Hueb 46

1602 Zimmerman Güetl 52

Gütl (Sölde) eines Zimmermanns bzw. Zimmermeisters. E
Zipfer a. Berg Kastl FKA

(mundartl.: „Zipfà àn Beag“);

urk.

1407 Zipf 32

1517 Zipfer 39

1560 Zipfer beÿ S. Casstl 46

1598 Zipfler bej S. Casstl 51

Ein Bauerngehöft, welches sich auf einem Geländezipfel am Berg nahe der Kirche St. Kastulus befindet. E
Zwirglmaier Kastl UKA

(mundartl.: „Zwiaglmojà“);

urk.

1300 Zwiegelhof 19

1517 Zwieglmaier 39

1560 Zwieglmair 46

1602 Zwiegl 52

Maierhof, welcher sich auf einem Zwickel (= keilförmiges Landstück) befindet. W
Zwiselsberg Kastl UKA

(mundartl.: „Zwislschbeag(à)“);

urk.

1517 Zwisthlsperg(er) 39

1560 Unnder- und ober Zwislsperg 46

1602 Zwislsperg 52

Gehöft auf einem zwiesel- (=gabel-)förmigen Berg (zweihöckriger Berg). E
Kirchweidach Kirchweidach KIW

(mundartl.: „Kiaweidá");

urk.

788 Uvidaha 8

1165 Widahe 8

1340 Chirchweidach 10

1435 Chirchweydach 34

1481 Chirichweydach 11

1508 Kuerhweidach 38

Ursprünglich Ansiedlung an einem Platz an stehenden Gewässern (Weihern, Wasserflächen), wo sich viele Weidenbäume befinden (und wo später dann auch eine Kirche errichtet wurde). D, Pfa, Ki
Aderleiten Kirchweidach NKI

(mundartl.: „Ådáleitn(á)");

urk.

1180 Noderliten 10

1334 Noderleuten 11

1438 Naderleitten 11

1570 Naderleiten 12

1611 Aderleittner 11

1752 Aderleuthner 61

Ein nach Norden hin abfallendes Gelände (Leiten); mhd. lite = schiefe Ebene, Abhang. NB. Fast alle Leiten befinden sich in sonnigen Lagen und kaum an der Nordseite! E
Aich Kirchweidach KIW

(mundartl.: „Woidloi(á)");

urk.

1150 Aicha 5

1180 Eiche 5

1384 Aich 12

1435 Aich 34

1508 Aich 38

1752 Aicher 61

Zu den Eichen (Eichenwald). Vgl. auch Aicher, Stadtgemeinde Altötting! E
Amersberg Kirchweidach KIW

(mundartl.: „Amáschbeag(á)");

urk.

1435 Amasperg 34

1508 Amorsperg 38

1752 Ammersperg 61

Berg, wo es viele Ameisen gibt (mhd.am(a)se = Ameise). E
Berg Kirchweidach NKI

(mundartl.: „Beag");

urk.

1180 Perge 11

1334 Perige 11

1611 Perg 11

1752 Berg 61

Bauerngehöft (Maierhof) an einem Berg. W
Berreit Kirchweidach KIW

(mundartl.: „Beareid");

urk.

1752 zum Perreiter 61

1810 Bärnreiter 66

Da keine ältere Schreibweise dieses Ortsnamens vorliegt, könnte man als mögliche Erklärung an einen herzogl. oder kurfürstl. Kastenbereiter (= berittener Bote, Steuereinnehmer) denken. W
Biburg Kirchweidach NKI

(mundartl.: „Bibing" und „Bibuag");

urk.

1190 Biburc 5

1334 Piburch 11

1752 Biburg 61

1810 Bibing 66

Umwallung, Viereckschanze, Befestigung. Biburg weist einen derartigen Burgstall auf (ahd. bi = um). W
Bicheln Kirchweidach KIW

(mundartl.: „Buin" („Buiá"));

urk.

1407 Pühel 32

1468 Püchel 36

1508 zu Puchl 38

1752 Bichl 61

Am Bichl; (ahd. buhil, mhd. bühel = Hügel, kleiner Berg, Anhöhe). E
Birnbaum Kirchweidach KIW

(mundartl.: „Biabám (á z'Amáschbeag");

urk.

1435 Pierpawn 34

1481 Pirpaum 12

1508 Pirnpawn 38

1752 Pierpämb 61

1810 Pierpamer bei Amersberg 66

Ansiedlung an einem Ort, wo Birnbäume stehen; (mhd. bir = Birne, boum oder poun(m) = Baum). E
Bonau Kirchweidach KIW

(mundartl.: „Bonau(á)");

urk.

1140 Pannowe 17

1435 Pannaw 34

1508 Panaw 38

1752 Ponnau 61

Ein Augrund, den zu nutzen mehreren Grundanliegern zustand und somit eine „Bannau" war; (ahd. pan, mhd. pann und bann = Gebot). E
Brandhub Kirchweidach NKI

(mundartl.: „Brandhuaw(á)");

urk.

1752 Brandhueber in Neukürchen 61

Eine einst abgebrannte und vermutlich erst später wieder aufgebaute Hube (= ½-Hof nach altbayer. Zins- oder Hoffuß). E
Brunnhof Kirchweidach KIW

(mundartl.: „Brunnhof(á)");

urk.

1536 Prunnhof 73

1543 zw Pronnhof 73

1600 Prunnhof 73

1752 Prunhofer 61

Ein Hof (Bauernhof), der sich einst an einem allgemeinen Brunnen oder an einer dergleichen reichen Quelle befand bzw. noch befindet (mhd. brunn, brunne = Quellen, Brunnen). E
Edenberg Kirchweidach KIW

(mundartl.: „Embeag(á)");

urk.

1384 Ödenpergh 6

1407 Ödenperger 32

1752 Edenberg(er) 61

Öder, unbebauter Berg (Hang), wo später ein Anwesen gegründet wurde. E
Edt Kirchweidach KIW

(mundartl.: „Ed");

urk.

1167 Ode 8

1190 Öde bei Widach 8

1435 am Ödlein 34

1508 Ödlein 38

1595 Ed 73

1752 zu Edt 61

Ödes, unbebautes Gebiet in der Nähe von (Kirch-)Weidach, das später durch weitere Urbarmachung immer kleiner, daher ein „Ödlein" wurde. W
Erdlehen Kirchweidach KIW

(mundartl.: „Erdlehá");

urk.

1607 Ertlechner am Ertlehen 12

1752 Erdlechen 61

1810 Erdlehen 66

Ein Lehen, das wohl ursprüngl. einem Manne namens Ard(e)o, mhd. Erd(t)l gehörte. E
Fehenberg Kirchweidach KIW

(mundartl.: „Fe(h)ábeag(á)");

urk.

1602 Fechenperg(er) 12

1752 Fechenberg 61

1904 Föchenberg 21

Ein Berg, um den einst gestritten (eine Fehde ausgetragen) wurde; (ahd. fêhjan und fêhen = Feindschaft, Streit). E
Feller Kirchweidach NKI

(mundartl.: „Föjá(rá)");

urk.

1752 Fellerer 61

Anwesen bei den Fellerstauden (Feller- oder Felberstauden = Weiden). E
Gatterstall Kirchweidach KIW

(mundartl.: „Gådástoi(á)");

urk.

1752 Gatterstaller 61

Ursprünglich eine freistehende Hütte (Stall) für das Weidevieh, welche mit einem Gatter versehen war. Später entstand dort ein Anwesen: eben der Gatterstaller. E
Glocken Kirchweidach KIW

(mundartl.: „Glockn(á)");

urk.

1435 Holzglokking 34

1508 Holzglogking 38

1595 Glocknergut zu Glocken 73

1695 Holzglocken 73

1752 Gloggen 61

1810 Holzglocken 66

Ursprüngl. bei den Holzglocken; ein Bauernhof, der wohl im weiten Umkreis der einzige war, der eine Dachglocke (aus Holz?) hatte. Vgl. auch Glöcklhof, Gde. Burgkirchen a.d. Alz!) E
Grub Kirchweidach NKI

(mundartl.: „Grua(wá)");

urk.

1435 in der Grueb 34

1752 Grueber 61

Heimstatt an oder in einem Graben (Grube, Mulde, Senke) am Murbach. E
Gutendorf Kirchweidach KIW

(mundartl.: „Guandoaf");

urk.

1334 Guetendorf 11

1435 Guttendorff 34

1438 Guettendorf 11

1508 Guetendorff 38

1752 Guetendorf 61

Dorf (Ansiedlung, urspr. 3 – 5 Hausstätten) der Leute eines Mannes namens Guoter(i) (altd. PN, auch Guther). E
Haid Kirchweidach KIW

(mundartl.: „Håid");

urk.

1396 Hayd 12

1407 Haid 32

1435 Hayd bey pänaw 34

1467 zu Haide 12

1508 Haid bey Panaw 37

1752 Haider bei Ponnau 61

Heidelandschaft (Ödland). W
Halla Kirchweidach KIW

(mundartl.: „Håiá");

urk.

1280 Haller 10

1290 Hallaer 10

1435 am Haller 34

1752 am Halla 61

Ausgetrocknete, dürre Gegend, auch Trockenbachtal, dürrer Wald (mhd. schal und halli = trocken bzw. dürre Reiser). E
Harl Kirchweidach KIW

(mundartl.: „Hál");

urk.

1904 Harl 21

Alte Schreibweise vorerst nicht eruierbar. Name wohl zu deuten als Ansiedlung eines Hariulf (Kurzform: Harl). Falls neuere Ansiedlung, dann evtl. Leonhard (Kurzform: Hartl u. Har(d)l). W
Hart Kirchweidach KIW

(mundartl.: „Hoacht");

urk.

1340 am Hard 10

1752 Schmid am Hart 61

Großer, lichter Weidewald (vgl. Hart a.d. Alz!) E
Hochholzen Kirchweidach KIW

(mundartl.: „Höjhoizn");

urk.

1435 Hochholz 34

1508 Hochholtzen 38

1752 Hochholtzen 61

1810 Hochholzing 66

Anwesen an einem Hochwald (Hochholz). E
Hütting Kirchweidach NKI

(mundartl.: „Hitting");

urk.

1180 Hittingen 11

1334 Hitlinge 11

1438 Hitting 11

1611 Ober- und Niederhüttinger 11

Bei den Leuten des Hiti (altd. PN Hitti, Hito, Hitto). W
Kielhub Kirchweidach NKI

(mundartl.: „Kiahuaw(á)");

urk.

1597 Khirchlhueb 12

1752 Kielhueb(er) 61

Wohl zu erklären als Hube (= ½-Hof), zu der ein kleines Kirchlein (größere Kapelle) gehörte. E
Kräuburg Kirchweidach KIW

(mundartl.: „Gräuwing(á)");

urk.

1752 Kraiburg 61

1904 Kräuburg 21

Wohl vom mhd. kräe oder kraeje = Krähe (Vogel) sich ableitend. Die Schlusssilbe „burg" dürfte sich auf buech = Buche beziehen; also ein Gehöft, das an einer Buchenwaldung liegt, wo sich besonders viele Krähen aufhalten. Eine Ableitung von burg = Burg, Befestigung, scheidet hier wohl aus. E
Lenzau Kirchweidach KIW

(mundartl.: „Lenzau(á)");

urspr. zu Au gezählt:

1340 Awe 10

1517 In der Aw 12

1752 Lenzauer 61

Gehöft an einer großen Aue, das später ein Bauer namens Lenz (= Kurzform für Lorenz) besitzt. (Vgl. auch das benachbarte Mitter- und Niederau!) E
Mitterau Kirchweidach KIW

(mundartl.: „Middrau(á)");

urk.

1340 Awe 10

1517 in der Aw 12

1752 Mitteraur 61

Ein Bauernanwesen, das sich etwa in der Mitte von Lenzau und Niederau befindet. E
Mitterwinkl Kirchweidach NKI

(mundartl.: „Middáwinge(já)");

urk.

1181 Winchil 11

1334 Winchel 11

1402 Mitterwinchkel 12

1435 Mittebinkchelln 34

1508 Miterwingkl 38

1611 Mitterwinckhler 11

Anwesen inmitten eines zwischen Bergen und Waldungen einbiegenden, abgelegenen Winkels zwischen Oberwinkl und Wagenhofen. E
Neukirchen a.d.Alz Kirchweidach NKI

(mundartl.: „Neikiachá");

urk.

1150 Niunchirchen 6

1170 Neunchirichen 6

1225 Neunchirchen 10

1379 Newchirch 12

1435 Newnkirchen 34

1508 Newkirchen 38

1560 Neunchirchen 66

1678 Neukhürchen 12

1752 Neukirchen 61

Neu gegründete Kirche (Gotteshaus) in dieser Gegend. Das „an der Alz" wurde dem Namen erst im 20. Jahrhundert zur Unterscheidung von anderen nahen Neukirchen-Orten amtlich hinzugefügt. W, Ki
Niederau Kirchweidach KIW

(mundartl.: „Nidrau(á)");

urk.

1396 Nidernaw 12

1752 Nideraur 61

Das weiter unten (= niedriger, tiefer) gelegene Gehöft in bzw. an der Au (Alzauen). E
Niederhofen Kirchweidach NKI

(mundartl.: „Nidáhofn");

urk.

1140 Niderhoven 17

1435 Niderhoffen 34

1508 Niderhofen 38

1752 Niedernhofen 61

Bei den (von Neukirchen a.d. Alz aus gesehen) niedriger, d.h. geländemäßig tiefer gelegenen Höfen. E
Oberaign Kirchweidach KIW

(mundartl.: „Owá(r)oing(á)");

urk.

1752 Oberaigner 61

Ein geländemäßig weiter oben gelegener urspr. freieigener (also keiner Grundherrschaft unterworfener) Bauernhof. E
Oberleiten Kirchweidach KIW

(mundartl.: „Owáleitn");

urk.

1384 Obernleitt'n 6

1407 Obernleitten 32

1435 Obern Leÿtten 34

1508 Oberleuten 38

1597 Oberleithn 12

1752 Oberleuthen 61

Oberer Bereich einer Leiten (mhd. lîte = Hang), aber auch oberer Hang. E
Oberwinkl Kirchweidach NKI

(mundartl.: „Owáwinge(já)");

urk.

1334 Winchel 11

1390 Winchel 12

1438 Winchel 11

1611 Obernwinckhler zu Winckln 11

Oberhalb der Einöde Mitterwinkel an einem zwischen Bergen und Waldungen einbiegenden, abgelegenen Winkel sich befindendes Bauernanwesen. E
Rabensberg Kirchweidach KIW

(mundartl.: „Ramschbeag");

urk.

1435 Ramsperg 34

1508 Ramsperg 38

1752 Ramsperg(er) 61 und Rabensberg 61

Berg, auf dem ein Mann namens Raban od. (H)raban (= hrabo = Rabe, altd. PN) siedelte. (Vgl. auch Rabenberg, Gde. Pleiskirchen!) E
Reisachberg Kirchweidach NKI

(mundartl.: „Reisábeag(á)");

urk.

1334 Reisachperch 11

1438 Reisachperch 11

1611 Reisachberger 11

1752 Reisachberger 61

Berg (Anhöhe), wo sich viel Reisach befindet (mhd. risach = Reisig, Gebüsch, Stauden). E
Röckenwagen Kirchweidach KIW

(mundartl.: „Reggáwong(á)");

urk.

1304 Mitterhulgen 11

1327 Mitterhulgen 11

1440 Mitterhuligen 12

1611 Mitterhillinger 11

1755 Mitterhillinger- oder Reckhenwagnergut 11

1904 Reckenwagen 21

Der ursprüngliche Name deutet auf „Hülge", mhd. hülwe = kleines, stehendes Gewässer, Sumpf- oder Froschlache. Ein „Reckel" (Räckel) ist ein Sumpffrosch. Das mhd. wâc und wagan = bewegtes, nicht ständig stehendes Wasser. Sowohl der Name „hülgen" als auch „Reckenwag(en)" deuten auf ein solches Gewässer hin, in dessen mittleren Nähebereich das Anwesen gegründet wurde. E
Roidham Kirchweidach KIW

(mundartl.: „Roidham");

urk.

1070 Rutehaim 17

1165 Routheim 17

1334 Reuthaim 11

1384 Reythaim 6

1443 Reuthaim 11

1508 Rewthaim 37

1752 Roithamb 61

Heimstatt (Ansiedlung) der Leute eines Mannes namens Ruotho oder Ruodo (altd. PN). W
Schachen Kirchweidach NKI

(mundartl.: „Schåchá");

urk.

1170 Schachen 5

1338 Schachen 11

1438 Schachner 11 (Ober- u. Unter)

1508 Schachen 38

Ein „Schachen" ist eine bei einer Großrodung stehen gelassene kleine Waldparzelle. (Vgl. auch Schächen und Fernschachen!) E
Scharrn Kirchweidach KIW

(mundartl.: „Schoan");

urk.

1190 Scorren 11

1334 Schorren 11

1390 Schorren 12

1435 zw Scharren 34

1462 Scharn 38

1752 Scharn 61

Ein sonst abgelegenes Gehöft, das sich ganz besonders aus der bewaldeten Umgebung erhebt und sichtbar wird; (mhd. scorrên = empor- oder hervorragen). E
Schlehberg Kirchweidach KIW

(mundartl.: „Schlebeag(á)");

urk.

1334 Slechperch 11

1438 Schlechperg 11

1611 Schlechperger zu Schlechperg 12

1752 Schlechberger 61

Berg (Anhöhe), wo viele Schlehen (Schledornsträucher) wachsen; (ahd. sleha = Schlehe). Vgl. dazu auch Großschleberg, Gde. Halsbach! E
Stein Kirchweidach KIW

(mundartl.: beim „Stoiná z' Stoa");

urk.

1190 auf dem Steine 11

1334 am Stain 11

1752 Herndlstainer 61

Uralter Grenzstein od. ein vorchristlicher, besonders verehrter Kultstein, in dessen Nähe später ein Anwesen gegründet wurde. E
Stelzenberg Kirchweidach KIW

(mundartl.: „Stöiznbeag(á)");

urk.

1384 Steltzenperg 6

1502 Stelcznperg(er) 12

1752 Stelzenberg 61

Berg (Anhöhe) mit meist rechtwinkeligen Äckern („Stelzen", mhd. stelze) mit schmalem Teil als Anhängsel. E
Strohhof Kirchweidach KIW

(mundartl.: „Ströihof(á)");

urk.

1508 Streöhofen 38

1543 Strohof 73

1752 Strohofer 61

Ein Bauernhof (vermutl. 1/1- oder ganzer Hof), dessen Besitzer als Scharwerksleistung (Frondienst) zu einer bestimmten Zeit im Jahr Stroh (zur Einstreu oder Fütterung) an seine Grundherrschaft zu liefern hatte. E
Thann Kirchweidach KIW

(mundartl.: „Dann");

urk.

1280 Tanne 10

1442 zu Tann 12

1560 Tann 46

1752 Danner 61

Ansiedlung bei einer Tannenwaldung. W
Wagenhofen Kirchweidach NKI

(mundartl.: „Wonghofn (Wonghofá)");

urk.

1752 Oberwagenhofen 61

Ein Gehöft nahe an einem nicht ständig stehenden Wasser (z.B. große Wasserlachen bei Schneeschmelze, starken Regenfällen, Gießlauf udgl.). Vgl. auch Wagenbichl, Gde. Unterneukirchen! E
Wiesen Kirchweidach KIW

(mundartl.: „Wisn");

urk.

1273 Wisen 10

1334 Wisen 11

1438 Wisen 11

1508 ab der Wiß 38

1752 zu Wisen 61

Ansiedlung bei der großen Wiese. W
Zaunreit Kirchweidach KIW

(mundartl.: „Zaureid(á)");

urk.

1752 Zaunreitter 61

Gerodeter und mit einem Zaun (Flechtwerk) umfriedeter Waldboden; (reuten = roden, reit u. reut = das Gerodete). E
Zweck Kirchweidach KIW

(mundartl.: „Zweck");

urk.

1560 Zwegkhen Perg 46

1752 Beym langen Zwecker 61 und kurzen Zwecker 61

Wohl ein Mann (Bauer?), der auf der Straße an der Grenze Bayern – Salzburg auf einer Anhöhe (Berg) das „Zwicken" (= Überprüfen, Öffnen und Schließen) von Waren, z.B. der Salzfässer, zu besorgen hatte; (mhd. zweck, zwecken = zwicken, einschränken, prüfen). E
Marktl Marktl MAR

(mundartl.:„Mákl“);

urk.

1297 S. Oswald in Forulo 6 (lat. = Märktlein, der kleine Markt)

1386 Markchtel 72

1435 Märgktlein 34

1517 Märckh’l 39

1560 Märcktl 46

1602 Märgkhtl 52

1796 Märktel 72 und Marktel 72

Kleiner Markt (Märktlein) mit einer dem hl. Oswald geweihten Kirche. M, Pfa, Ki
Adelsberg Marktl MAB

(mundartl.:„Ådlschbeag“);

urk.

1435 Adersperg(er) 34

1560 Adersperger 46

1598 Aidersperg(er) 51

Berg (Anhöhe) mit vielen Wasseradern. W
Aiching Marktl SCH

(mundartl.:„Oaching(á)“);

urk.

1435 Aichinger 34

1526 Zw Aich 40

1560 Aiching 46

1602 Aüching 52

Ansiedlung bei den Eichen. W
Altwies Marktl MAB

(mundartl.: „Oiwis(á)“);

urk.

1300 ze Wisen 19

1602 Wiß 52

1904 Altwies 21

Anwesen, das bei einer gerodeten Waldfläche und daraus längst urbar gemachten Wiese gegründet wurde; (hier oben auf dem Berg, nahe der ehemal. Burg Leonberg). E
Augenthal Marktl MAB

(mundartl.: „Ággádoi“);

urk.

1334 Auchkental 11

1435 Aukental(er) 34

1481 Auggenthal 11

1517 Augkhenn-tall 39

1560 Augkhentall 46

1602 Auckhentall 52

Tal, wo sich besonders viele Kröten aufhalten (mhd. ouke, auchke = Kröte). D
Bergham Marktl SCH

(mundartl.: „Beagham“);

urk.

1155 Perchaim 8

1180 Berchaim 5

1234 Perchaeim 9

1334 Perchaim 11

1438 Perkchaim 11

1517 Perckham 39

1560 Perckhaim 46

1580 Perkham 6

1612 Perckhaim 56

Ansiedlung (Heimstatt) auf dem Berg (Anhöhe). Vgl. auch Bergham, Gde. Burgkirchen a.d. Alz! D, Ki
Besserer Marktl MAB

(mundartl.: „Bessárá“);

urk.

1435 Peserer 34

1517 Pesserer 39

1560 Pösserer 46

1602 Pössern 52

Ein Mann (Bauer), der im Gegensatz zu den übrigen seiner Standesgenossen es verstand, seinen kargen Boden einer wesentlichen Verbesserung zu unterziehen. (ahd. pezirôn, mhd. bezzern = verbessern, vermehren, erhöhen). W
Buchmaier Marktl MAB

(mundartl.: „Buamoa“);

urk.

1417 Puehnär 33

1435 Puchmair 34

1517 Puechmair 39

1560 Puechmair zu Puech 46

Ansiedler (Mair, Bauer) an einer Buchenwaldung. W
Buchner Marktl MAB

(mundartl.: „Buachná“);

urk.

1180 Buochen 10

1334 Puech 11

1526 zw Puech 40

1560 Puechner 46

1602 Puech 52

Der an einer Buchenwaldung hausende (Bauer). E
Buchöd Marktl SCH

(mundartl.: „Buached“);

urk.

1560 Puechof 46

1602 Puechag 52

Ödung an einer Buchenwaldung. Die spätere Endung „hag“ bedeutet eine Einfriedung aus Strauchwerk (= sog. lebender Zaun). W
Deinöd Marktl MAB

(mundartl.: „Deimed(á)“);

urk.

1435 Teymöd(er) 34

1517 Teumhueber 39

1526 Däimoed 40

1560 Deineder 46

1602 Deimed 52

Ödung, in der ein Mann namens Timo od. Teimo (altd. PN) siedelte. E
Dornitzen Marktl SCH

(mundartl.: „Donitzn“);

urk.

1242 Dormizze 11

1300 Tormventz 19

1334 Tormuntz 11

1438 Tormüntzen 11

1517 Tornminz 39

1598 Dallmünzen 51

1602 Dormizen 52

Dieser eigenartige Name bezeichnet lt. Pittner 23 „eine Siedlung, die entweder selbst von einer Dornenhecke umzäunt war oder bei einem auf entsprechende Weise eingefriedeten Ackerland ihren Anfang nahm“. (dorn oder torn = Dornengestrüpp, Hecke; bize, bütze = eingezäuntes Grundstück). W
Edhof Marktl MAB

(mundartl.: „Edhof(á)“);

urk.

1517 Ödhof(er) 39

1560 Edhof(er) 46

1602 Edhof 52

Bauernhof, der an einer Ödung (unbebautes Gebiet) liegt. E
Eggen Marktl MAB

(mundartl.: „Eggn“);

urk.

1435 auff den Eckken 34

Hochgelegener Ort (Bergrücken, auch vorspringende Bergform). Vgl. auch Engfurt, Stadt Töging a. Inn! E
Falkenhof Marktl SCH

(mundartl.: „Foiknhof“);

urk.

1417 an den Tweng 33

Tweng = Queng, mhd. twengen = zwängen, hier ein schmaler Geländestreifen, der sich zwischen dem Inn und dem Abhang (einstiger Standplatz des Anwesens) eingezwängt befindet. Auch Flußenge. Der Name: „Falkenhof“ dagegen ist neu; (künstlicher Name, nach 1900, ohne jeden histor. Hintergrund). E
Forst Marktl MAB

(mundartl.: „Foaschdá“);

urk.

1185 de Forste 5

1517 Vorster 39

Am (oder im) Forst (große Waldung); später Behausung eines Försters (Jagd- u. Waldaufseher). E
Forstergütl Marktl SCH

(mundartl.: „Stoibauá“);

urk.

1721 Forster am Mitterholz 55

Ein am Forst (Feichter) gelegenes Bauerngütl eines Försters. E
Forstpoint Marktl MAB

(mundartl.: „Foaschtboin(á)“);

urk.

1612 Forstpeundtner 55

1721 Forstpeuntner 55

Ursprüngl. eine inmitten eines Forstes gelegene Point (ahd. biunt, mhd. biunte od. biunde, nhd. peunt, paint u. point = freies, besonderer Nutzung vorbehaltenes, eingefriedetes Grundstück), in welcher letztlich das Einödgehöft entstanden ist. E
Freiberg Marktl MAB

(mundartl.: „Frejbeag“);

urk.

1407 Freinperig 32

1435 Freinperg 34

1526 Freinberg 40

1560 Freinperg 46

1671 Freinberg 58

Freier, nicht abgabenpflichtiger bzw. nicht gebannter (= verbotener) Berg. W
Fürstenberg Marktl MAB

(mundartl.: „Fiaschnbeag“);

urk.

1417 Füestenperg 33

1435 Fürstenperg 34

1517 Fürstennperger 39

1602 Fürstnperg 52

Ansiedlung auf einem ursprünglich dem Landesfürsten eigenen (urbaren) Berg. Vgl. auch Fürstberg, Gde. Kastl! W
Garteis Marktl MAB

(mundartl.: „Gateis“);

urk.

1435 Garteysen 34

1469 Gareis 15

Bei der Ansiedlung eines Mannes namens Gartheri, Gardo, später Gar(t)eis (altd. PN). E
Gassen Marktl MAB

(mundartl.: „Gossn(á)“);

urk.

1517 Gassnn(er) 39

1526 Gassn 40

1602 Gassn(er) 52

„Gazzen“ (= Gassen) bezeichnet urspr. einen alten, öffentlichen Triebweg für das Vieh (Fahrweg, Straße). Vgl. auch Gassen, Gde. Marktl, und andere! W
Gerling Marktl MAB

(mundartl.: „Gealing“);

urk.

1517 Gerlach(er) 39

1560 Gerlach 46

1602 Gerlach 52

Behausung (Platz, Ansiedlung) eines Mannes namens Gerlach; (altd. PN, auch Gerlac u. ähnl.) W
Gießübel Marktl MAB

(mundartl.: „Gißiwe“);

urk.

1435 Güssübel 34

1517 Gißibl 39

Vermutl. Berufsname eines Mannes, der im Mittelalter an Heilung suchende Kranke Wasserübergüsse (vgl. Kneipp-Anwendungen!) vorgenommen hatte und offenbar Erfolg damit hatte. Siehe auch Gießübel, Stadt Neuötting, und andere Orte gleichen Namens! E
Grimm Marktl MAB

(mundartl.: „Grimm(á)“);

urk.

1179 Grimme 5

1220 de Grimme 5

1435 Grimär 34

1517 Gruemner 39

1560 Grÿmer 46

1602 Grÿm 52

Beim Grimmo (alt. PN). E
Holzmann Marktl MAB

(mundartl.: „Hoizma(n)“);

urk.

1517 Hollzman 39

1598 Holtzman 51

Der im oder am Holz (Wald) wohnende. E
Irngarting Marktl MAB

(mundartl.: „Iangading(á)“);

urk.

1435 Irngater 34

1517 Irmgarting(er) 39

1526 Yedngerdtinger 40

1560 Irngärtting 46

1602 Irngartting 52

Bei den Leuten einer Frau namens Ir(i)ngard; (altd. weibl. PN, auch Irimgarda, Irmengard, Irmingard u. ähnl.) E
Jägerhäusl Marktl MAB

(mundartl.: „Jágáheisl“);

urk.

1808 Jagerhäusl 65

Anfangs des 19. Jh. Behausung eines Königl. Revierförsters (Jäger). E
Kiegl Marktl MAB

(mundartl.: „Kigl(á)“);

urk.

1517 Kugler 39

1560 Khigler 46

1602 Khügl 52

Gehöft auf einer Bergkuppe; (ahd. kugula, mhd. kugel, kogel = Kuppe). Vgl. auch Gitlberg, Gde. Unterneukirchen, und Gigling, Gde. Feichten a.d. Alz, und andere ähnl. Orte! E
Knab Marktl MAB

(mundartl.: „Knåb“);

urk.

1435 Knaben 34

1517 Knabmair 39 und Knab 39

1526 Zum Knaben 40

1602 Khnabm52

Diener (Knappe) eines Ritters, der mit einem Gut belehnt wurde (mhd. knabe = Knecht, Knappe, Diener). E
Kobl Marktl MAB

(mundartl.: „Kowe“);

urk.

1407 Chobelegk 32

1435 Chobler 34

1517 Kobler 39

1526 zw Kobl 40

1560 Khobler zu Freinperg 46

Unter einem Kobel verstand man einstmals ein kleines, schlechtes (einfaches) Haus. Vgl. auch Taubenkobl! E
Kollmünz Marktl MAB

(mundartl.: „Koiminz(á)“);

urk.

1435 Cholminzer 34

1454 Kollmüntz 26

1466 Colmuencz 26

1517 Kollmunntzer 39

1560 Khalbmunzer 46

1602 Kalmünz 52

Anwesen bei oder in einer eingefriedeten Kohlstatt eines Holzkohlenbrenners; (mhd. der oder daz kol = Kohle, Kohlstatt; die Endsilbe leitet sich (wie bei Dornitzen) von bize, bütze = eingezäuntes Grundstück, ab). E
Leonberg Marktl MAB

(mundartl.: „Lebeag“);

urk.

1179 Lewenberge 5

1226 Leonberg 17

1300 Leonberch bei dem Yn 19

1351 Leuberch 17

1381 Lenberch 12

1435 Lenbergk 34

1560 Lenberg 46

1672 Leoberg 6

Berg, hoch über dem Inntal, auf dem einst Heinrich der Löwe eine Burg („Löwenburg“!) erbauen ließ. W, Ki
Lepsen Marktl MAB

(mundartl.: „z‘ Lebsn“);

urk.

1435 Lebsun 34

1526 Lebshan 40

1560 Löbsung 46

Wohl von Hügel, Erdaufwurf (mhd. lê, lewer); eine Ableitung vom altd. PN Laibizo, Laipso od. ähnl. ist jedoch nicht auszuschließen. W
Listegg Marktl MAB

(mundartl.: „Listegg(á)“);

urk.

1488 Listeckn 33

1517 Listegg 39

1560 Listögkh(er) 46

1602 Listegkh 52

Bergrücken, Geländewinkel (Eck), wo viel Lischgras wächst. (ahd. lisca, mhd. liesche = Liesch, das ist Sumpfgras, Rohrkolben udgl.) E
Lohen Marktl MAR

(mundartl.: „Loubauá“);

urk.

1300 ze Lohen 19

1517 Luegpauer 39

Bei der Lohen; (ahd. und mhd. loh = Lichtung im Wald, auch Wiese im Wald). E
Mangassen Marktl MAB

(mundartl.: „Mágossn(á)“);

urk.

1417 Mängäs 33

1435 Mangas 34

1488 Mengas

1517 Männgassner 39

1560 Mangassner 46

1602 Mängaß 52

Ein Viehtriebweg (Gasse, auch Fuhrweg, später Straße) bei den Mohnfeldern; (mhd. mâge(n) = Mohn). E
Mehltheurer Marktl MAB

(mundartl.: „Möjdárá“);

urk.

1435 Melteir 34

1517 Mellthewr 39

1526 Meldeyer 40

1602 Meldeier 52

Wohl von „Gemalter“, das ist das, was an Getreide zur Mühle gegeben wird oder als Küchendienst der Grundherrschaft zu leisten war, gleich wie teuer jeweils das Mehl im Werte war. (Evtl. Spitzname für den Bauern?) E
Neuhäusl Marktl MAB

(mundartl.: „Neiheisl“);

urk.

1612 Neuheusl 55

1721 Neuheußl 55

Eine erst damals erfolgte Neugründung eines Anwesens, daher das „neue Haus“. E
Neuhaus Marktl SCH

(mundartl.: „Neihaus“);

urk.

1904 Neuhaus 21

Neues, erst 1829 entstandenes Anwesen (neues Haus). W
Niederöd Marktl MAB

(mundartl.: „Nida(r)ed“);

urk.

1435 Nÿdernöder 34

1517 Niedereder 39

1526 Niedernöd 40

1560 Nidered 46

1602 Niderned 52

Niedriger, d.h. weiter talabwärts gelegenes Gehöft in einer einstmals öden, unbebauten Flur. E
Niederwinkl Marktl MAB

(mundartl.: „Nidáwinge“);

urk.

1435 Niderwinkchel 34

1560 Niderwinkhl(er) 46

1602 Niderwingkhl 52

Nieder, d.h. talabwärts gelegener Feld- oder Waldwinkel (einsamer, abgelegener Platz). E
Oberpiesing Marktl SCH

(mundartl.: „Owábiasing“);

urk.

1253 Bvehsingen 5

1300 Pvesing 19

1334 Puesinge 11

1438 Puesing 11

1517 Puessing 39

1602 Piesing 52

Bei den Leuten des Pu(o)so, bzw. Buozzo od. Puoz(z)o; (altd. PN); hier die geländemäßig höher (weiter oben) gelegene Ansiedlung. D
Oberwinkl Marktl MAB

(mundartl.: „Owáwinge“);

urk.

1517 Wingkhler 39

1560 Winkhler 46

Oberhalb der Einöde Mitterwinkel an einem zwischen Bergen und Waldungen einbiegenden, abgelegenen Winkel sich befindendes Bauernanwesen. E
Pfeffer Marktl MAB

(mundartl.: „z‘ Pfeff“);

urk.

1435 Pfaffer 34

1517 Pfeffer 39

1526 Pfeffwer 40

1560 Pfeffer 46

1602 Pfeff 52

Hier hat man es wohl mit dem Wort „Pfaffe“ (= Weltpriester) zu tun, das zu „Pfaff“ und „Pfaffer“ und letztlich zu „Pfeffer“ wurde; somit zu erklären als ein Gehöft, das einem Pfaffen gehört. E
Piering Marktl MAB

(mundartl.: „Biaring(á)“);

urk.

1435 Piriching(er) 34

1517 Pirhing(er) 39

1560 Pierhing(er) 46

1602 Pirhing 52

Bei den Leuten des Bircho (altd. PN, auch Bir(i)ho); vgl. auch Biering, Gde. Halsbach, das jedoch als „Ansiedlung am Birkenwald“ zu deuten ist! E
Point Marktl MAB

(mundartl.: „Boand“);

urk.

1560 in der Peunt 46

Eine Point ist ein freies, eingefriedetes, besonderer Nutzung vorbehaltenes Grundstück; (ahd. biunt, mhd. biunte oder biunde, nhd. peunt, paint u. point). Vgl. auch Point, Gde. Perach! E
Queng Marktl MAR

(mundartl.: „Gweng“);

urk.

1407 Tweng 32

1435 Im Tweng 34

1517 Twenng 39

1526 aufm Thweng 40

1560 Im Gwenng 46

1602 Gweng 52

Schmaler Geländestreifen zwischen Inn und den Steilabhängen; jedoch auch Flussenge (des Inn) bedeutend; (mhd. twengen = zwängen, tweng = Zwang). W
Riedhof Marktl MAB

(mundartl.: „Ridhof“);

urk.

1417 Rithhovn 33

1488 Riedhoff 33

1517 Riedhofer 39

1602 Riedhof 52

Platz, wo keine Weiterfahrt (Durchgangsstraße oder –weg) hinführt, sondern wo man umkehren muss; (mhd. rîden = wenden). Eine Erklärung nach „Ried“ (ahd. hriot = Schilf, Sumpfgras) scheidet hier auf dieser Höhenlage aus. W
Rosenberg Marktl MAB

(mundartl.: „Rousnbeag(á)“);

urk.

1435 Rosenperger 34

1517 Rosnnperg 39

1560 Rosenperg(er) 46

1602 Rosnperg 52

Wohl Berg, auf dem Rösser weiden; aber auch Deutung nach Platz, wo man den Flachs nach dem Wässern „in die Rossen führt“ (Flachsröste!) nicht auszuschließen. E
Schatzhof Marktl MAB

(mundartl.: „Schåzhof“);

urk.

1435 Schazhueber 34

1517 Schatzhofer 39

1526 Schazhofer 40

1560 Schazhouer 46

Wohl einstmals Anwesen (Hube = ½-Hof) eines vereidigten Hofschätzers (Vergl. dazu auch Eschetshub, Gde. Feichten a.d. Alz !). W
Schenkhub Marktl MAB

(mundartl.: „Schenghua(w)“);

urk.

1435Schenkchenhueber 34

1560 Schennackhenhueb(er) 46

1602 Schänhof 52

Eine durch Schenkung überlassene Hube (= ½-Hof). W
Schlehaid Marktl MAB

(mundartl.: „Schlehoad(á)“);

urk.

1417 Slechaidt 33

1435 Slechayher 34

1488 Slechhaid 33

1517 Schlechhaid(er) 39

1526 Schlechay 40

1560 Schlehaider 46

1602 Schlechhaidt 52

Mit Schlehen (= Schlehdorn-Hecken) bewachsenes Heideland. E
Schlott Marktl MAB

(mundartl.: „z‘ Schloud“ bzw. „dá Schlouná“);

urk.

1435 Sloter 34

1517 Schloter 39

1602 Schlodt 52

Der an einem Schlot wohnende (mhd. stôte und sluot = z.T. sumpfiges, großes Waldtal (Waldschlucht)). E
Schützing Marktl SCH

(mundartl.: „Schizing“);

urk.

1140 Scuzzingin 8

1179 Scuzhinkin 5

1236 Schuzzingen 10

1255 Scuzinken 5

1385 Schützing 6

1438 Schuczing 11

1517 Schutzing 39

1602 Schizing 52

Ansiedlung der Leute von der Sippe des Scizzeo oder Scuz(z)o (altd. PN). D
Schwarzfurt Marktl MAB

(mundartl.: „Schwarzfuat“);

urk.

1417 Svatzenvord 33

1560 Schwarzenfürt 46

1602 Schwarznfurdt 52

Fahrweg (Furt) durch einen langen, dunklen (schwarzen) Tannen- oder Fichtenwald. Ein vorzügl. von „Schwärzern“ (Schmuggler) benutzter Fuhrweg dürfte hier wohl nicht in Frage kommen. E
Steigthal Marktl MAB

(mundartl.: „Steigdoi“);

urk.

1435 Ober Steigtaler 34

1488 Steigtal 39

1526 Steygtall 40

1560 Steigtall(er) 46

1602 Steigtall 52

Siedler (Bauer) an einem alten Gangsteig (steiler Weg, auch Stufenweg) ins Tal; hier von Marktlberg nach Marktl im Inntal. W
Thannöd Marktl MAB

(mundartl.: „Daned(á)“);

urk.

1435 Tannach 34

1526 Hueber von Tanna 40

1602 Tannach 52

Urspr. Tannenwald, dann Hube (= ½-Hof) an diesem Wald. E
Trittling Marktl MAB

(mundartl.: „Dridling(á)“);

urk.

1435 Tritlinger 34

1526 Drittling(er) 40

1602 Tritling 52

Ein Bauer, der sich ursprünglich seinen Besitz wohl mit weiteren zwei Bauern (1/3) teilen musste. E
Umweg Marktl MAR

(mundartl.: „Umweg(á)“);

urk.

1602 Umbweg 52

Anwesen, das an einem Umweg zum hochgelegenen Marktlberg liegt (wobei der eigentliche Weg über Steigthal führte). E
Walln Marktl MAB

(mundartl.: „Woiná (án Máklbeag)“);

urk.

1517 Wallner 39

1526 zw Waldn 40

1602 Waldt 52

Der im (od. am) Wald wohnende. E
Wiesing Marktl MAB

(mundartl.: „Wiasing(á)“);

urk.

1435 Wiesing(er) 34

1517 Wiersing(er) 39

1602 Wiersing 52

Siedlung eines Mannes namens Wissing(o) (altd. PN, auch Wisunt od. Visung). E
Mehring Mehring MEH

(mundartl.: „Me(h)ring“);

urk.

788 Moringen 8

1140 Moringin 15

1183 Moring 5

1244 Moeringen 10

1264 Morringen 10

1300 Moering 19

1334 Moeringe 11

1405 Möring 12

1517 Möring 39

1560 Merinng 46

1602 Mering 52

Bei den Leuten eines Mannes namens Mori(no); (altd. PN). D, Pfa, Ki
Badhöring Mehring MEH

(mundartl.: „Bådhöring“);

urk.

1165 Batheringen 10

1180 Battringen 5

1191 Batheringen 10

1255 Battaringin 5

1304 Pathering 23

1560 Badring 46

1602 Padhöring 52

1776 Badhöring 23

Bei den Leuten eines Mannes namens Badhari (altd. PN). W
Brunn Mehring MEH

(mundartl.: „Brun(n)“);

urk.

1334 Prunn 11

1435 bey dem Brunn 34

1517 Prun 39

1560 Pronn 46

1612 Prunn 56.

Quelle, Brunnen. W
Eschlberg Mehring MEH

(mundartl.: „Eschlbeag“);

urk.

1300 Eschelperch 19

1334 Eschilberch 11

1407 Eschenperg 32

1438 Eschelberg 11

1517 Eshlperg 39

1560 am Öschlperg 46

1602 Öschlperg 52

Zu deuten wohl als Berg, auf dem hauptsächlich Eschen wachsen. (Nicht außer Acht zu lassen ist hier der altd. PN Eschel (auch Eschil und Eskil ), was einen Berg, auf dem ein Mann namens Eschel siedelte, bedeuten würde!). Vgl. auch Eschelberg, Gde. Burgkirchen a.d. Alz! Str.S.
Gegend Mehring MEH

(mundartl.: „à dà Gengád“);

urk.

1300 werden zu Lindach (= Lindenwaldung) und Gegend bereits drei Anwesen genannt. 1612 sind es deren 17. Erst 1769 heißt es urkundl. von der „Gegend“, 22 welcher Name alle dort verstreut liegenden Anwesen meint und schließlich zum Ortsnamen wurde.

Str.S
Hintermehring Mehring MEH

(mundartl.: „Hindàme(h)ring“);

urk.

1405 Hintermöring 12

1429 Hinternmoring 12

1435 Hindermoring 34

1517 Hindermöring 39

1526 hinderm Möring 40

1560 Hind`mering 46

1602 Hinndtermering 52

1671 Hindermehring 58

Deutung des Namens wie bei Mehring, wobei Hintermehring als das hintere Mehring zu gelten hat. D
Hohenwart Mehring MEH

(mundartl.: „He(h)àwoad“);

urk.

1147 Hohenwart 8

1183 Hohenwarte 5

1300 Hoehenwortt 19

1435 Hohenwartt 34

1517 Hohenwardt 39

1560 Hehenwarth 46

1612 Hechenwarth 56

Eine gute Aussicht bietende, hoch über einem Tal (hier das Alztal) gelegene Stelle (Warte); (ahd. wartên= spähen, lauern). Sich in die Länge ziehendes Tal; (ahd. lengan = in die Länge ziehen). D, Ki
Lettenthal Mehring MEH

(mundartl.: „Lettndoi“);

urk.

1183 Lettental 11

1334 Lettental 11

1517 Lettenntaller 39

1560 Ledndaller 46

1602 Lettntall 52

1721 Lettenthal 56

Ein Tal, dessen Untergrund aus „Letten“ (= Tonmergel) besteht; (mhd. lette = Tonmergel). W
Lindach Mehring MEH

(mundartl.: „Lindà“);

urk.

1190 Lintah 11

1334 Linden 11

1358 Lintach 12

1517 Lintacher 39

1598 am Lindach 51

1602 Lindach 52

Lindenwaldung. Vgl. auch Lindach, Gde. Mehring! W
Niederholz Mehring MEH

(mundartl.: „Nidàhoiz“);

urk.

1255 Haid 11

1334 auf der Haid 11

1438 Hajd bei Lengtal 11

1560 beym Niderholz 46

1602 Niderholz 52

1612 Haider am Niederholz 56

Ursprüngl. Heidegebiet, später ein mit Jungholz bestockter Wald. D
Öd Mehring MEH

(mundartl.: „Ed“);

urk.

1244 Oede 10

1300 an der Öd 19

1407 Öd 32

1517 Öder 39

1612 auf der Edt 56

1851 auf der Ed 67

Ödung, unbebautes Gebiet; (ahd. ôdi = leer, unbebaut). D
Unghausen Mehring MEH

(mundartl.: „Unghausn“);

urk.

1180 Unkusen 5

1189 Vnchusen 5

1268 Unchusen 11

1334 Vnchausen 11

1517 Unchausen 39

1560 Vnghausen 46

1591 Unkhausen 12

1602 Vngkhausen 52

1721 Unkhausen 56

Bei den Behausungen der Sippe eines Mannes namens Un(i)co oder Un(n)o (altd. PN). D
Winklhardt Mehring MEH

(mundartl.: „Wingehoarà“);

urk.

1234 Von Winchelhart(?) 9

1300 ze Winchelhart 19

1543 Winkelharter 22

1598 Wünkhlharter 51

1723 Winkelharter 22

Ein Hart ist ein lichter Weidewald, hier ein solcher Waldeinschnitt, an dessen Winkel (Ende) einst die Ansiedlung erfolgte. (Vgl. auch Winklhart, Gde. Garching a.d.Alz!). Da durch den Bau und dabei erfolgter Neutrassierung der Staatsstraße 2108 der abseits gelegene Winklhardter-Hof von Hohenwart, unter dessen Gemeindeteilnamen er bisher amtlich geführt wurde, räumlich völlig abgetrennt ist (großer, tiefer Geländeeinschnitt), wird er nun seit 1988 amtlich als eigener Gemeindeteil mit dem Namen Winklhardt geführt! Namenserteilung durch Bescheid der Regierung von Oberbayern vom 20.06.1988. E
Neuötting Neuötting

(mundartl.: „Neieding“);

urk.

1231 novi Odingen 72 (zuvor gemeinsame Geschichte mit Altötting, urk. 748 Autingas) 72

1231 novi Odinge 77

1285 Newe Otinge 72

1300 ze Oeting 19

1321 Oettinge 76

1364 die Stat ze Oting 72

1474 Newenöting 72

1517 Otting 39

1602 Ötting 52

1671 Neuoetting 58

1813 Neuöding 72

1832 Neuötting 72

ursprüngl. Autingas = bei den Leuten eines Mannes namens Authari oder Auto auch Oto (altd. PN); mhd. novi Odingen = das neue Ötting. Vgl. auch Altötting! Stdt, Pfa, Ki
Alzberg Neuötting ALG

(mundartl.: „Oizbeag(à) “);

urk.

1164 Altesberche 13

1287 Altsperig 13

1334 Altzperige 11

1481 Altzperg 11

1517 Alltzperger 39

1602 Alzperg 52

Ein Berg (Anhöhe) nahe der Alz. E
Alzgern Neuötting ALG

(mundartl.: „Oizgean“);

urk.

1300 Sant Marein Chirchen 19

1382 Samareinchirichen 13

1455 Sand Mareinkirchen im Gern 13

1517 Im Gern 39

1602 Alzgern 52 und Samarreinkhirchen 52

1760 St. Mariakirchen 62

1830 Alzgern oder Mareinkirchen 13

1831 Alzgern 13

Bei der Kirche St. Maria im Gern (ahd. ger = Speer, mhd. gêre = Spitze), ein Geländespitz zwischen dem Inn einerseits und dem Mittlinger Bach und Forst andererseits. D, Pfa, Ki
Bemberg Neuötting ALG

(mundartl.: „Bembeag(à)“);

urk.

1517 Pemberg 39 und Pennperge 39

1560 Penperger 46

1592 Pemberg 49

1602 Penperg 52

1671 Pembberg 58

Berg, der um eine gewisse Summe Pfennige erworben wurde; das „pach“ ist hier als Stelle (Ort) zu verstehen. E
Bremsthal Neuötting ALG

(mundartl.: „Bremsdàmui(nà)“);

urk.

1300 zu Steg ein mül 19

1481 Premstal Stegmül 11

1517 Prembstaller 39

1602 Prembstall 52

1612 Premstaller Müll 56

1785 Stegmüllner oder Prembstalmül 11

Stall (Hütte) an einem größeren Weideplatz, der dem Vieh Schutz vor Bremsen und großer Hitze bietet. Auch befindet sich dort eine Mühle. Vgl. auch Bremstallmühle, Gde. Burgkirchen a.d. Alz! E
Erber Neuötting ALG

(mundartl. :„Iawà “);

urk.

1517 Erber 39

1602 Örb 52

1808 Erber 65

Gehöft in der Nähe von Pirach, das von der Grundherrschaft dem darauf hausenden Bauern auf Erbrecht (= Form von Zeitleihe) zur Nutzung überlassen ist. E
Fading Neuötting ALG

(mundartl.: „Fáding(à)“);

urk.

1407 Fäting 32

1468 Fettingen 36

1517 Vättinger 39

1538 Vähdinger 43

1612 Fätting 56

Bei den Leuten eines Mannes namens Fat(t)o (altd. PN). E
Gasteig Neuötting ALG

(mundartl.: „Gåsteig(à)“);

urk.

1517 Gasteiger 39

1560 Gassteiger 46

1588 Erber vorm Holz 48

1718 Gasteiger 13

1746 Erber, nun Gasteiger 13

Steil ansteigender Weg od. Straße, auch Stufenweg; (ga(ch) = jäh, steil, plötzlich). Vgl. auch Gasteig, Gde. Kastl, und andere! E
Gießübel Neuötting ALG

(mundartl.:„Gißiwe“);

urk.

1435 Güssübel 34

1517 Güssübl 39

1560 Gissibl 46

1602 Gissibl 52

1671 Gißibl 56

Vermutl. Berufsname eines Mannes, der im Mittelalter an Heilung suchende Kranke Wasserübergüsse (vgl. Kneipp-Anwendungen!) vorgenommen hatte und offenbar Erfolg damit hatte. Siehe auch Gießübel, Stadt Neuötting, und andere Orte gleichen Namens! E
Holzmann Neuötting ALG

(mundartl.: „Hoizmann“);

urk.

1435 Holzmacher 34

1517 Perkmair 39

1560 Edtmar vorm Holz 46

1671 Pergmayr oder Holzmann 56

Der im oder am Holz (Wald) wohnende. E
Jaubing Neuötting ALG

(mundartl.: „Jauwing“);

urk.

1180 Jubingen 13

1234 Jvobingen 9

1300 Jaubing 19

1405 Gawbing 13

1517 Jaubing 39 und Gawbing 39

1560 Jhaubing 46

1602 Jaubing 52

Bei den Leuten eines Mannes namens Jup(p)o (altd. auch Judbert, evtl. sogar Jacob(?)). W
Kainzberg Neuötting ALG

(mundartl.: „Kanschbeag(à)“);

urk.

1517 Gunradtsperger 39

1588 Khainzsperger 48

1612 Geunzperger 56

1671 Khainzsperger 58

1721 Kainzsperger 56

Berg, auf dem ein Mann namens Kunrad (Kunz, Kainz, altd. PN) siedelte. E
Kohlstatt Neuötting ALG

(mundartl.: „Koiståd“);

urk.

1300 Sneiderslehen 19

1554 Schneider an der Kohlstatt 44

1560 Kholstat 46

1588 Kholstetter 48

1602 Auf der Kolstat 52

1612 Kholstetter auf der Gannspruckhen 56

1671 Kholstätter 57

Stätte (= Stelle), wo Holzkohlen gebrannt werden und in deren Nähe sich ein Lehengut eines Schneiders nahe einer ganz kleinen Brücke (Steg ?, Spottname „Gansbrucken“ = Gänsebrücklein ?) befindet. W
Kuhbauer Neuötting ALG

(mundartl.: „Kuabauà “);

urk.

1517 Winheringer 39

1535 Bamberger Erb 40

1671 Winhöringer oder Khuepaur 58

1756 Kuepaur 13

Der Name deutet auf einen einstigen Kuhhaltungsbetrieb (Schwaighof) hin, welcher der Hofmarksherrschaft Winhöring („Bamberger Erb“) angehörte. E
Lehneck Neuötting ALG

(mundartl.: „Lehnegg(à) “);

urk.

1407 Lerchenekg 32 und Lechenegk 32

1508 Leheneck 37

1598 Lehenöckh 51

1606 Lehenegg 13

1721 Lechenöckh 55

Anwesen in einem Eck (Ende, Winkel) an einem (Lärchen-)Wald. Das Anwesen ist dem Besitzer auf Lehensbasis überlassen. E
Lohner Neuötting ALG

(mundartl.: „Lounà “);

urk.

1517 Lohner 39

1529 Lochner 41

1602 Lohen 52

1760 Lohner 62

Eine Loh (ahd. u. mhd. loh, lauha, lat. loukos) bedeutet eine Lichtung inmitten eines Waldes, auch eine Wiese im Wald. E
Maierhof Neuötting ALG

(mundartl.: „Moj(h)of(à)“);

urk.

1334 Maierhouven 11

1588 Mairhof 48

1602 Mairhof 52

1721 Mayrhofer 56

Großer Maierhof (ganzer od. 1/1-Hof) eines Verwalters eines größeren Güterkomplexes (z.B. eines Klosters oder eines Schlosses). E
Mitterhausen Neuötting ALG

(mundartl.: „Middàhausn“);

urk.

1164 Mitternhusen 13

1300 Mitterhaus 19

1517 Mitterhausen 39

1560 Mitterhaußen 46

Ansiedlung bei der Kirche in der Mitte der beiden Gotteshäuser Alzgern und Mittling. D, Ki
Mitterlehen Neuötting ALG

(mundartl.: „Middàlehnà “);

urk.

1334 Mitterlehen 11

1481 Mitterlehner 11

1602 Mitterlehen 52

Das mittlere von drei Lehengütern (des Klosters Raitenhaslach). E
Mittling Neuötting ALG

(mundartl.: „Midling“);

urk.

928 Mutilingam 13 und Mutilinga 13

1179 Mutelinken 13

1231 Mutelingen 13

1300 Muetling 19

1334 Mutlinge 11

1382 Muetling 12

1517 Mutling 39

1588 Mitling 13

1602 Mittling 52

1797 Midling 13

Bei den Leuten eines Mannes namens Mutilo (altd. PN). D, Ki
Obereschelbach (jetzt siehe Lohwimm) Neuötting ALG

(mundartl.: „Eschlbåch“; heute ist Obereschelbach als Ortsname nicht mehr geläufig; der Ort wird „Lohwimm(er)“ (= Hofname des einzigen von den ehemaligen Obereschelbacher Höfen übrig gebliebenen Bauern) genannt;

urk.

933 Esckili(n)pah 13

1180 Esschelbac 13

1217 Eschelbach 13

1300 Obereschelbach 19

1517 Eschlbach 39

1560 Obernöschlpach 46

1602 Ober Öschlbach 52

Bei der oberen Ansiedlung der Leute einer (edlen) Frau namens Es(ch)ilinga am Bach (Aubach, einst Nebenarm des Inns). Vgl. Untereschelbach!
Namensaufhebung mit Bescheid des Landratsamtes Altötting vom 06.10.2003.
E
Oed Neuötting ALG

(mundartl.: „Ed “);

urk.

1300 Oed 19

1378 Oedhof 11

1481 Oedhoff 11

1517 Öder 39

1602 Edt 52

Ödung, unbebaute Gründe; (ahd. ôdi = leer, unbebaut). W
Ortfischer Neuötting ALG

(mundartl.: „Fischà“);

urk.

1300 über die Altz 19

1334 am Oertl 11

1438 am Ortt 11

1560 Vischer am Orth 46

1602 Orth 52

1612 Ortvischer 56

Ort (mundartl.: „Ouert“) = Ende der Landzunge zwischen den beiden Flüssen Alz und Inn, wo ein Fischer seine Behausung hat. E
Pfaffenöd Neuötting ALG

(mundartl.: „Pfaffned(à)“);

urk.

1300 Pfaffenoed 19

1517 Pfaffennöder 39

1560 Pfaffeneder 46

1602 Pfaffenedt 52

Besitz eines Pfaffen (= Geistlicher, Weltpriester) in einer Ödung; (später dort Einödgehöft). E
Reitmann Neuötting ALG

(mundartl.: „Reiman“);

urk.

1435 Reytlehner 34

1517 Reitmair 39

1602 Reitmair zu Reut 52

1612 Reithmayr 56

1808 Reithmaiergut zu Mitterhausen 65

Gerodetes und urbar gemachtes Gebiet, auf dem ein bemeiertes (= auf Lehensbasis bewirtschaftetes) Anwesen entstand, das sich in der Nähe von Mitterhausen befindet. E
Riedergütl Neuötting ALG

(mundartl.: „Riedergüadl “; heute jedoch nicht mehr geläufig; der Ort wird „beim Haderer“ genannt);

urk.

1529 Perngeer im Loch 41

1671 Perngehr 58

1760 Perngeher 62

1810 Michael Rieder, Bräu zu Neuötting, besitzt das Berngeher-Zubaugütl 66

Kleines Anwesen (Gütl), das einst dem Rieder Bräu in Neuötting gehörte. Der alte Name „Perngeer“ dagegen ist zu erklären als „Gehöft des Perngaer (altd. PN, auch Perengar) im Loch (= Geländemulde, Grabeneinschnitt, Senke)". E
Roja Neuötting ALG

(mundartl.: „Roja“);

urk.

1300 Reusheim 19

1377 Reuhen 13

1427 Reuchen 13

1481 Rewchen 11

1517 Reuchnner 39

1560 Reuhen 46

1602 Reuhen 52

1760 Roya 62

Heimstatt bei den (Fisch-)Reusen. W
Sankt Johann Neuötting ALG

(mundartl.: „Sankt Johann“);

urk.

seit 1611 Standplatz der vom nahen Obereschelbach hierher transferierten Kirche St. Johann (d. Täufer) mit damals nördl. daneben aufgebauten Mesneranwesen 13.

Bei der Kirche St. Johann. E, Ki
Schwepfing Neuötting ALG

(mundartl.: „Schwepfing“);

urk.

1180 Swephingen 11

1300 ze Swephing 19

1435 Swepfhing 34

1517 Schwepfinger 39

1523 Schwepffing 13

1560 Schwepfinger 46

Bei den Leuten eines Mannes namens Swepo (altd. PN). D
Sigl Neuötting ALG

(mundartl.: „Sigl“);

urk.

1529 Richard im Loch 41

1535 Sigl im Loch 40

1592 Sigl im Loh 49

1612 Sigl im Loch 56

1671 Sigl 58

Anwesen im Loch (= Geländemulde, Grabeneinschnitt, Senke), auf dem im 16. Jahrh. ein Mann namens Sigl (= Siegfried, Sigmund, Sighard od. ähnl.) hauste und dessen Name orts- und hofnamensgebend wurde. E
Sporneck Neuötting ALG

(mundartl.: „Spo(r)negg(à)“ );

urk.

1529 Sperneckh 41

1588 Spernögckh 48

1671 Sporneckh 58

Speres (= mageres, unfruchtbares) Eck (Feld- oder Wieseneck bzw. –ende), wohl nahe einer Waldung. E
Stockmann Neuötting ALG

(mundartl.: „Stogmann“);

urk.

1588 Stockhach 48

1602 Stogkhach 52

1671 Stockham 58

1760 Stockmann zu Stockach 62

1808 Stockmann 65

Siedler (Bauer), der zu der Wiese (Mahd) am Eschelberg nach einer weiteren Rodung durch Ausstocken von Wurzelstöcken sich zusätzliche Gründe urbar machte. E
Stög Neuötting ALG

(mundartl.: „Steg“);

urk.

1300 Steg 19

1334 Stege 11

1481 Steghof 11

1517 Steger 39

1560 Stegkhueb 46

1602 Stög 52

Am Steg (über dem Mittlinger Bach). W
Straß Neuötting ALG

(mundartl.: „Stråß“);

urk.

1300 ze Strazze 19

1407 Strass 32

1517 Strasser 39

1529 Strass im Gern 41

1588 Strasser 48

1602 Strasß 52

1760 Straß im Gern 62

Bauernanwesen an einer Straße (alte Fuhr- od. Handelsstraße, evtl. sogar Römerstraße!) W
Untereschelbach Neuötting ALG

(mundartl.: „Eschlbåch“);

urk.

933 Esckili(n)pah 13

1180 Esschelbac 13

1217 Eschelbach 13

1300 Nidereschelbach 19

1380 Eschelbach 13

1488 Nidern Eschelbach 13

1517 Eschlbach 39

1568 Nid`Eschlbach 13

1602 Nÿdern Öschlbach 52

Bei der geländemäßig niedriger gelegenen unteren Ansiedlung der Leute einer (edlen) Frau namens Es(ch)ilinga am Bach (Aubach, einst Nebenarm des Inns). Vgl. Obereschelbach! W, Ki
Winkl Neuötting ALG

(mundartl.: „Winkl(er)“);

urk.

1300 Winchel 19

1517 Wingkhler 39

1535 Winckhler 40

1602 Winngkhl 52

1671 Wünckhler 58

Name auf eine Geländeform (Winkel) der Rodungszeit deutend. E
Perach Perach PER

(mundartl.: „Bera“);

urk.

927 Perahah 8(?)

1147 Perhchach 8

1190 Berka 11

1205 Percha 10

1255 Bercha 10

1300 Perchach 19

1384 Perihach 28

1412 Perchach 12

1435 Perach 34

1480 Perhach 70

1517 Perhach 39 und Perach 39

1602 Perach 52

Ansiedlung auf einem Berg (Uferhöhe) am Bach. D, Pfa, Ki
Aicher Perach PER

(mundartl.: „Oi(à)“);

urk.

1190 Aiche

1300 Aych(er) 19

1435 Aichach 34

1517 Aiche 39

1556 Aych 45

Der Eichenwald bzw. der am Eichenwald hausende. E
Allmannsberg Perach PER

(mundartl.: „Oimaschbeag“);

urk.

1407 Altmansperig 32

1417 Altmansp`g 33

1463 Altmannsperig 38

1517 Albrechtsperg(er) 39

1606 Altmansperg 54

Berg, auf dem ein Mann namens Altman(n) siedelte (altd. PN). W
Anzenberg Perach PER

(mundartl.: „Anznbeag(à)“);

urk.

1179 Anzenberge 5

1407 Antzenperg 32

1435 Einzenperg 34

1481 Antzenperig 11

1517 Anntzennperg(er) 39

1602 Annznperg 52

Berg, auf dem ein Mann namens Anzo siedelte (altd. PN Anzo, mhd. Enzo). E
Berg Perach PER

(mundartl.: „Beag“);

urk.

1180 de Bergen 5

1300 Perg 19

1407 ab dem Perg 32

1435 Perig 34

1602 Perg 52

Bauerngehöft (Maierhof) an einem Berg. W
Buchreit Perach PER

(mundartl.: „Buareid“);

urk.

1508 Puechrheit(er) 7

1517 Puechreiter 39

1602 Puechreut 52

1808 Burgreit(er) 65

Im Buchengereut (= gerodeter Buchenwald). W
Eglsed Perach PER

(mundartl.: „Eglsed(à)“);

urk.

1384 Egelse 28

1435 Egelseär 34

1517 Eglsöder 39

1602 Eglse 52

Weiher („See“), wo für die Volksmedizin wichtige Blutegel gezüchtet werden. E
Einöd Perach PER

(mundartl.: „Oaned(à)“);

urk.

1250 Oede 5

1435 Öd 34

1451 Oed 28

1517 Ainöd(er) 39

1602 Ained 52

Abgelegenes, ödes (unbebautes) Gebiet. E
Guggenberg Perach PER

(mundartl.: „Gupmbeag(à)“);

urk.

1407 auf dem Gugkenperg 32

1417 Guklperg 33

1435 Gukkenperg 34

1535 Guckhenperg(er) 40

1602 Guckhenperg 52

Berg, auf dem man Ausschau halten kann (mhd. gucke= sehen, schauen, spähen, beobachten). E
Hasenberg Perach PER

(mundartl.: „Hàsnbeag“);

urk.

1253 Haesenperg 7

1300 Haesenperch 19

1350 Hasleinsperg 28

1517 Hässennperg 39

1602 Häsnperg 52

Berg, auf dem ein Mann namens Hasso oder Haz(z)o siedelte (altd. PN). W
Hirschpoint Perach PER

(mundartl.: „Höibauà(n)“);

urk.

1560 in der Höll 46

1750 Höllpaur 68

1824 Hirschpointgütl 30

Höll (Hel), in der Höll bedeutet einen unheimlichen, versteckten Ort (ahd. helan = verbergen, verstecken). Der Name „Hirschpoint“ dagegen ist eigentlich ein Flurname und bedeutet: Hirschgehege (Point = eingefriedeter Platz), das wohl einst dem angrenzenden „Förster am Berg“ (Faistenberg, Gde. Reischach) zur Betreuung oblag. E
Hundmühl Perach PER

(mundartl.: „Hundmöj“);

urk.

1407 Huntmühl 12

1435 Hunt mül 34

1481 Huentmuel 11

1517 Hundtmüllnner 39

1602 Hundtmüll(ner) 52

Mühle vor einem Hanggraben, die infolge periodischen Kiesgeschieben mit „Hunten“ geschützt werden muss (hunt = Wehr, Talsperre, Auffangvorrichtung). W
Kohlpoint Perach PER

(mundartl.: „Koiboad“);

urk.

1537 Kolpeut(er) 42

1598 Kholpeunt(ner) 51

1635 Kolpaint 68

Eingefriedete Kohlstatt zur Gewinnung von Holzkohlen (Point ahd. biunt, mhd. biunte oder biunde = freies, besonderer Nutzung vorbehaltenes, eingezäuntes Grundstück). E
Kreuzwies Perach PER

(mundartl.: „Kreizwis(à)“);

urk.

1602 „Söldnheußl bej der Hundtmill" 52

1724 Greuz Wiß 68

1748 in der Creutzwies 68

1782 Kreuzwies 64

Wiese, in oder an der sich ein Kreuz (Kruzifix) befindet. E
Kronhügel Perach PER

(mundartl.: „beim Hågà“);

urk.

1407 zählte das Anwesen am „Hag“ zur benachbarten Flur Allmannsberg 32

1625 am Gronhügl 68

1679 Chranhöchl 68

Hag (=Gehege, lebender Zaun) auf einem Hügel, wo viele Kranwittstauden wachsen (mhd. chran, chranapoum = Wacholder). E
Lacken Perach PER

(mundartl.: „à dà Loggà“);

urk.

1412 Lantzieter Müll 12

1517 Landthütten 39

1606 Landshuter 54

1752 Landshuett oder Adellack 61

1808 Lacken 65

Bei einer oder mehreren Lacken (= Wasseransammlungen), die sich an diesem Ort bildeten bzw. bilden. E
Landshut Perach PER

(mundartl.: „Lands(h)uad(à)“);

urk.

1407 zw Lanzieten 32

1417 Lantzit 33

1468 Landzeter 36

1535 Lanzhuet(er) 40

1602 Landtshiet 52

1633 Landshuott 68

1763 Landshut 63

Mit einem „Etter“ umfriedeter größerer Flurbereich (hier eine Hofmarksflur im Außenbereich), der von einem eigenen Wächter (Flur- oder Feld- bzw. Landshüter) überwacht wird (ahd. etar, mhd. eter, nhd. etter = durchflochtener Zaun; mhd. huot = hut, hüten, bewachen). W
Moise Perach PER

(mundartl.: „Moise“);

urk.

1205 de Maise 15

1407 Mitteraltensperg 32

1604 Moysner 53

1752 Moyse 61

1782 Mayser Gütl 64

1808 Moise 65

Das Gemeiße, d.h. der geschlagene, abgeholzte Waldboden; (mhd. meiz, meizen = meißen, schlagen, ausroden des Waldes). E
Neumühle Perach PER

(mundartl.: „Neimöj“);

urk.

1407 die Newnmul (zu Perach) 32

1435 Newmül 34

1482 zu Neumill 7

1529 Newmul 41

1602 Neumül 52

Neue, vermutl. wohl letzte in der Reihe der Peracher Mühlen gegründete Mühle. W
Niederleiten Perach PER

(mundartl.: „Nidàleitn(à)“);

urk.

1300 an der Leitten 19

1334 Spielmannsleitten 11

1438 Spilmansleyt`n 11

1535 Niderleiten 40

Gehöft eines Spielmanns (Musikers) am niedriger gelegenen Bereich einer Leiten (mhd. lite = schiefe Ebene, Abhang). Vgl. auch das benachbarte weiter oben gelegene Oberleiten, Gde. Reischach. E
Niederöd Perach PER

(mundartl.: „Nidà(r)ed(à)“);

urk.

1508 zu Öd 37

1517 Öder 39

1537 Niederöd(er) 42

1602 Nidered(er 52

Niedriger, d.h. weiter talabwärts gelegenes Gehöft in einer einstmals öden, unbebauten Flur. E
Niederperach Perach PER

(mundartl.: „Nidàberà“);

urk.

1435 Nydern pirchach 34

1508 Nidernperach 37

1606 Nidernperach 54

Niedriger gelegene Ansiedlung (Dorf) östlich von Perach, das hier als „Ober-Perach“ zu gelten hat. Das „pirch“ (= Birke) ist wohl eine hier unzutreffende spätere falsche Schreibweise (15. Jahrhundert) des zweifellos viel älteren Ortes (vgl. Perach!). D, Ki
Oberhauzing Perach PER

(mundartl.: „Owàhauzing(à)“);

urk.

1904 Oberhauzing 21

Dieses Anwesen wurde 1847 weiter oberhalb des Hauzinger-Hofes in Hauzing gegründet 28, während dabei das alte Hauzing den Namen „Unterhauzing“ erhielt. (Siehe Unterhauzing!) E
Oberöd Perach PER

(mundartl.: „Owà(r)ed(à)“);

urk.

1508 zu Öd 37

1517 Öder 39

1537 Oberöd(er) 42

1602 Ober Ed 52

Die obere Ödung (im Gegensatz zu dem heute nicht mehr existierenden, weiter östlich gewesenen Niederöd). Der Oberederhof wurde auch „Eder am Wetterkreuz“ genannt. E
Pfaffenberg Perach PER

(mundartl.: „Pfàffnbeag“;

urk.

1300 Pfaeffenperg 19

1334 Pfaffinge 11

1438 Pfäffing das man, nu(n) Pfaffenberg 11

1535 Pfäffenperg 40

1602 Pfäffnperg 52

Berg, der einem Pfaffen (= Priester, Weltgeistlichen) gehört; hier ein Widmungsgut des Pfarrers bzw. der Kirche von Zeilarn 29. W
Point Perach PER

(mundartl.: „dà Bindà à dà Boad“);

urk.

1560 in der Peunt 46

1612 Peundt 56

1699 Paint 68

1780 Point 68

Eine Point ist ein freies, eingefriedetes, besonderer Nutzung vorbehaltenes Grundstück; (ahd. biunt, mhd. biunte oder biunde, nhd. peunt, paint u. point). Vgl. auch Point, Gde. Perach! E
Pomming Perach PER

(mundartl.: „Bo(h)ming“);

urk.

1011 Pahmanun 27

1190 Pachaim 5

1287 Pahaim 28

1338 Pachmang 28

1508 Pachheim 38 und Pachmaning 38

1535 Pachman 40

1602 Pochmairn 52

1612 Pomern 56

1760 Pombing 62

„Pahmanun“ und „Pachmaning“ bedeutet: Bei den Leuten am Bach, während „Pahaim“ und „Pachman“ als einzelne Heimstatt am Bach zu deuten ist. W
Rothhaus Perach PER

(mundartl.: „Roudhaus“);

urk.

1264 Rufam domum 11 – (= Rothaus)

1334 Ruffa Domus 11

1407 Rothaws 32

1438 Rothawsen 11

1517 Rothusn 39

1560 Rottauß 46

1602 Rothauß 52

Haus (Herberge, Station) an einer Rottstraße, (Altstraße, Römerstraße?), wo die Pferde ausgewechselt (umgespannt) wurden. W
Rupertsöd Perach PER

(mundartl.: „Ruapàzed(à)“);

urk.

1435 Ruprechtzöd 34

1560 Ruepetsed 46

1598 Ruepprechtsedt 51

1656 Ruepertsed(er) 68

Ödung (abgelegener, unbebauter Platz), wo ein Mann namens Ruprecht siedelte; (altd. PN, auch Roudpert und ähnl.) E
Schlagberg Perach PER

(mundartl.: „Schlogbeag“);

urk.

1468 Slaperg 36

1517 Schlotperg(er) 39

1592 Schlotperger 49

1671 Schlotberg 58

1752 Schlagberg 61

Platz an bzw. auf einem Berg, wo der Wald eingeschlagen wurde (Schlagrodung!). W
Schmidhub Perach PER

(mundartl.: „Schmidhua(wà)“);

urk.

1435 Smidhueb 34

1517 Tannäch 39

1560 Tannachhueb 46

1612 Smithueb(er) 56

1704 Schmidhueb 68

Eine Hube (= ½-Hof), zu welcher auch eine Schmiede gehört. E
Solleröd Perach PER

(mundartl.: „Sojàred(à)“);

urk.

1554 Zolleder 44

1588 Söleder 48

1602 Sollereder 52

Wohnstatt eines Söldners (Kleingütlers) in einer Ödung (zolle oder solle und sölle = Sölde). E
Steinbach Perach PER

(mundartl.: „Stoabå(h)“);

urk.

1379 Stainpach 7

1435 Stainpach 34

Bach, der viele Steine (Geröll) mit sich führt. D
Tafelberg Perach PER

(mundartl.: „Dofebeag(à)“);

urk.

1238 Dachenberch 8

1300 bei der purig ze Tahenperch 19

1328 Tachenberg 8

1435 Tachenberg 34

1517 Tachennberg(er) 39

1602 Tahenperg 52

1671 Tachenperg 58

1760 Tachenperg 62

1819 Tafelberg 68

Berg, auf dem eine Burg steht und an den Steilwänden dieses Berges (heute noch sehr zahlreich) die „Dachen“ (= Dohlen) nisten; (mhd. tahe, tachele = Dohle, Vogelart). Eine Deutung nach ebenfalls mhd. tahe, dahe = Lehm, scheidet hier aus, da es dort kein nennenswertes Lehmvorkommen gibt! E
Unterhauzing Perach PER

(mundartl.: „Undàhauzing(à)“);

urk.

1435 Hautzig 34

1535 Hindterwerdstettner 40

1602 Hinnderwerchstet 52

1612 Hindterwerchstetter oder Hauzinger 56

1683 Hauzing 68

Bei den Leuten eines Mannes namens Hauz (auch Huz(z)o oder ähnl. altd. PN). Der Name „Hinterwerkstetten“ weist auf das benachbarte Werkstetten, Gde. Reischach, hin. Die Vorsilbe „Unter“ wurde dem Ortsnamen erst 1847 vorgesetzt, als weiter oben am Berg ein zusätzliches Anwesen, Oberhauzing, entstand 38. E
Untreu Perach PER

(mundartl.: „Udrei(à)“);

urk.

1414 Untraue 7

1435 Untrewn 34

1517 Vntrewer 39

1535 Untreu 40

1602 Untrew 52

Dieser interessante Ortsname hat nichts mit Untreue zu tun, sondern ist zweifellos eine frühe Verfälschung des Namens „Unteraich“ (von untere aue = Aue), das im Gegensatz zum weiter oben am Hang sich befindenden benachbarten „Aich“ (das hier als „Oberaich“ = obere aue) zu gelten hat, weiter unten am Hang liegt. Vgl. dazu Aicher! E
Weingarten Perach PER

(mundartl.: „Weigoadn(à)“);

urk.

1435 Weingarten bey tahenberg 34

1535 Weingartn(er) 40

1602 Weingartten 52

Weingarten; hier wurde im Mittelalter Weinbau betrieben. Göbl = altd. PN (Giâbilo, in der Verkleinerung Göb(e)l). E
Weinzierl Perach PER

(mundartl.: „Wei(n)zirl“);

urk.

1481 Weinzuerlmul 11

1517 Weinzirel 39

1560 Weinzierl im Perachbach 46

1602 Weinzierlmill 52

Weinzieher, Winzer oder Weinbauer (ahd. vuinzoril, mhd. winzürl = Winzer, Weinzieher). Hier wurde im Mittelalter ebenfalls Weinbau betrieben; auch stand hier eine Mühle, die Weinzierlmühle 28. E
Westerndorf Perach PER

(mundartl.: „Westndoaf “);

urk.

1254 Westendor 11

1272 Westingdorf 11

1305 Westendorf 5

1334 Westendorf 11

1449 Westerndorf 18

1517 Westenndorff 39

1602 Wösstendorf 52

Das westlich von Perach gelegene Dorf (ursprüngl. Ansiedlung mit 3 bis 5 Wohnstätten). D
Pleiskirchen Pleiskirchen OPL

(mundartl.: „Bleiskiachà“);

urk.

1190 Plidolveschirchen 6

1210 Plidolfchirchen 15

1239 Plidolsckirchen 10

1414 Pleideskirchen 6

1468 Playerskirchen 36

1517 Pleiskirchen 39

1560 Playskirchen 12

1602 Pleißkchirchen 52

(Eigen-)Kirche eines Mannes namens Plidolf (altd. PN). D, Pfa, Ki
Aich Pleiskirchen UPL

(mundartl.: „Oach(à) à dà Lederhua“);

urk.

1300 an der Aych 19

1470 Aych 7

1517 Aicher 39

1602 Aich 52

Zu den Eichen (Eichenwald). Vgl. auch Aicher, Stadtgemeinde Altötting! E
Aign Pleiskirchen OPL

(mundartl.: „Oing(à)“);

urk.

1300 Aigner hueb 19

1517 Aignner 39

1602 Eign 52

1752 Aigner 61

Frei eigener, keiner Grundherrschaft unterworfener Besitz (Hube = ½-Hof). E
Albersberg Pleiskirchen UPL

(mundartl.: „Oiwàsbeag(à)“);

urk.

1517 Albersperg(er) 39

1560 Albersperg 46

1592 Allersperg 49

1602 Albersperg 52

Berg, auf dem ein Mann namens Alber(o) siedelte (altd. PN). E
Almering Pleiskirchen ERH

(mundartl.: „Oimàring“);

urk.

1597 Almering 50

1671 Albering 58

Bei den Leuten des Almar(o) (altd. PN). E, Ki
Altsberg Pleiskirchen GER

(mundartl.: „Oidschbeag“);

urk.

1234 „Altesperge 9

1560 „Aschperch 46

1598 „Allersperg 51

Berg (Anhöhe), auf dem ein Mann namens Altes (Althe(re)s) oder ähnlich siedelte (Altd. PN). E
Anhaltsberg Pleiskirchen OPL

(mundartl.: „Annàschbeag“);

urk.

1300 Anhartzperg 19

1468 Arnatsberg 36

1517 Ainatzsperg 39

1560 Annhartsperg 46

1602 Anhartsberg 52

Berg, auf dem ein Mann namens Anhart oder Anhard (altd. PN) siedelte. W
Antersberg Pleiskirchen EGG

(mundartl.: „Àndàschbeag“);

urk.

1470 Änttersperg 7 und Änttesperg 7

1517 Änntersperg(er) 39

1602 Äntersperg 52

Berg, auf dem ein Mann namens Anter(i) siedelte (altd. PN Andahari, kurz Ander, Anter, auch En(d)teri, Änter u.ä.). W
Anzing Pleiskirchen GER

(mundartl.: „Ànzing“);

urk.

1468 Entzingen 36

1517 Anntzing 39

Bei den Leuten des Anzo (altd. PN, mhd. Enzo). W
Asbach Pleiskirchen OPL

(mundartl.: „Åschbå(h)“);

urk.

1407 Aspach 32

1435 Aschpeck 34

1517 Aschpekh 39

1560 Aschperch 46

1602 Aschpach 52

Ansiedlung bei einer Espenwaldung (ahd. aspa = Aspe, Espe) W
Asenwinkl Pleiskirchen GER

(mundartl.: „Àsnwinge“);

urk.

1517 Armannswingkl(er) 39

1560 Armatswingkhl 46

1602 Armetswüngkhel 52

Ansiedlung eines Mannes namens Arman (altd. PN) in einem abseits gelegenen, verborgenen Platz (Winkel). W
Bachleiten Pleiskirchen OPL

(mundartl. „Baleitn);

urk.

1517 Pachleiten 39

1560 Pachleuten 46

1602 Pachleutten 52

An einem Bach angrenzende Leiten (mhd. lite = Hang). D
Bartlöd Pleiskirchen GER

(mundartl.: „Bàdled(à)“);

urk.

1560 Perhtoltz huob 46

1602 Auf der Ed, sonst Bärtlgüetl genannt 52

1671 Bärtl Eder 58

Ein Mann namens Per(c)htold (od. Berhtold), der eine Hube (= ½-Hof) in einer Ödung besitzt. E
Belzberg Pleiskirchen NOB

(mundartl.: „Böizbeag(à)“);

urk.

1407 Pecznperg 32

1588 Peltzperg 48

1602 Pelzperg(er) 52

Berg, auf dem ein Mann namens Peczo siedelte (altd. PN Peczo, Bezzo, Petzo; vergl. Petzlberg, Gde. Reischach und Petzenthal, Gde. Erlbach!) E
Bichl Pleiskirchen NOB

(mundartl.: „Bi(h)e“);

urk.

1468 Püchel 36

1517 Büchel 39

1560 Püchel 46

1602 Pühel 52

Bichl = Hügel, kleiner Berg (ahd. buhil). E
Blümelhub Pleiskirchen OPL

(mundartl. „Bleamehua(wà)“);

urk.

1517 Pluemlhueb 39

1560 Pliembelhueb(er) 46

1602 Pliemblhueb(er) 52

Eine Hube (= ½-Hof), welche das Weiderecht bei den gerodeten Waldgründen hat (mhd. bluome = Blume, Graswuchs überhaupt). E
Brandhub Pleiskirchen NOB

(mundartl.: „Brandhua“);

urk.

1407 Pranthueb 32

1517 Prannthueb 39

1602 Pranndthueb 52

Eine einst abgebrannte und vermutlich erst später wieder aufgebaute Hube (= ½-Hof nach altbayer. Zins- oder Hoffuß). E
Dachgrub Pleiskirchen UPL

(mundartl.: „Dåchgrua(wà)“);

urk.

1300 Dachgruob 19

1517 Tachgrueb(er) 39

1560 Dachgrueb 46

1602 Dachgrueb 52

Bei einer Lehmgrube (mhd. tahe, dahe = Lehm). E
Dornach Pleiskirchen NOB

(mundartl.: „Doning(à)“);

urk.

1300 Dornach 19

1407 Tornach 32

1517Dornnach 39

1602 Dornach 52

1671 Dorninger 58

Durch Rodung entstandenes Dornengebüsch in großen Ausmaßen. E
Einzenbach Pleiskirchen GER

(mundartl.: „Einsnbå(h)“);

urk.

1468 Eytzenbach 36

Wohl Ansiedlung eines Mannes namens Eizo (altd. PN) nahe eines Baches. W
Engberg Pleiskirchen UPL

(mundartl.: „Engbeag(à)“);

urk.

1407 Egenperig 32

1435 Egkenperg 34

1468 Eckenberg 36

1517 Egennperger 39

1602 Ögnperg 52

1671 Öggenberge 58

Einzelner Berg (Anhöhe) auf dem Höhenkamm (Eggen) des Hügellandes. E
Englsperg Pleiskirchen UPL

(mundartl.: „Englschbeag(à)“),

urk.

1300 Engelsbrehting 19

1517 Eglatzsperger 39

1560 Ögnesperg 46

1671 Egnersperger 58

Der ursprüngl. Name ist zu erklären als „Bei den Leuten des Engelbrecht" (altd. PN). Die späteren Schreibweisen geschahen in Verkennung des ursprüngl. Namens. E
Estor Pleiskirchen EGG

(mundartl.: „Esdouà(rà)“);

urk.

1234 Ester 9

1300 Östen 19

1468 Estor 36

1470 Estorn 7

1517 Esster 39

1526 Össter 40

Ein nach dem Öffnen von sich selber wieder zufallendes hölzernes Zaungatter (estor = Falltor an einem Flurgrenzzaun). E
Fallthor Pleiskirchen GER

(mundartl.: beim „Foiddàn“);

urk.

1470 Mülfalthor 7

1517 Valltrer 39

1560 Volterer 46

1602 Valter 52

1671 Valterer 58

Gleiche Bedeutung wie bei Estor, jedoch hier ein Falltor an einem öffentlichen Mühlweg (Fahrweg zu und von der Mühle). E
Furth Pleiskirchen GER

(mundartl.: „Fuat“);

urk.

1468 Furtt 36

Uralte Furt (Altstraße), Furt = Fahrweg. W
Gallöd Pleiskirchen OPL

(mundartl.: „Gålled(à)“);

urk.

1517 Goldeder 39

1560 Golteder 46

1598 Golted(er) 51

Eine Ödung, wo nicht melkbares Jungvieh auf Sommerweide gehalten wird (mhd. galt-vihe = Weidevieh). E
Geisberg Pleiskirchen OPL

(mundartl.: „Goasbeag(à)“);

urk.

1435 Geÿersperg 34

1468 Gerhardsberg 36

1517 Geyersperg 39

1560 Geiersperg(er) 46

1602 Geirsperg 52

Berg, auf dem es viele (Aas-)Geier gibt (z.B., wenn sich dort einst ein sog. Viertelgalgen befand). E
Geiselloh Pleiskirchen GER

(mundartl.: „Geisllou(h)“);

urk.

1468 Geiselloh 36

1470 Geÿselloch 7

1517 Geißenloch 39 und Geisloch 39

Lichtung im Wald, wo Geissen weiden (ahd. loh = lichter Wald, Weidewald, auch Lichtung im Wald). W
Georgenberg Pleiskirchen UPL

(mundartl.: „Giangbeag“);

urk.

1167 Monte Sancti Georii 8

1300 Goergenperg 19 und sand Georgen perg 19

1517 Jörgennperg 39

1560 Geörgenperg 46

1588 S: Georgen perg 48

Berg, auf dem eine dem hl. Georg geweihte Kirche steht. D, Ki
Gmaindl Pleiskirchen NOB

(mundartl.: „Gmoal“);

urk.

1517 Gmainnach 39

1560 Gmaindl 46

1602 Gmainach 52

1671 Gmeindl 58

Ursprünglich Ansiedlung von mehreren Leuten auf Gemeingrund. D
Goldhub Pleiskirchen EGG

(mundartl.: „Goihua(wà)“);

urk.

1468 Goldhube 36

1517 Goldhueb 39

1538 Golthueb(er) 43

Hube (= ½-Hof) bei der den Sommer über nicht melkbares Vieh (Jungvieh) geweidet wird (mhd. galt-vihe = Weidevieh). E
Grafing Pleiskirchen OPL

(mundartl.: „Gràfing“);

urk.

1245 Graeving 4

1300 Graeving 19

1440 Gräfing 35

1517 Gräffing 39

1602 Gräfing 52

Bei den Leuten des (Gau-)Grafen (ahd. grâfo = Graf); uralter gräflicher Besitz, später urbar. E
Großspitzing Pleiskirchen UPL

(mundartl.: „Grous-Bizing(à)“);

urk.

1517 G`pitzing(er) 39

1560 Pitzing(er) 46

1602 Pizing 52

Ansiedlung (Gehöft) eines Mannes namens Pizz(o) (altd. PN); hier der größere Hof von Pitzing. E
Grub Pleiskirchen EGG

(mundartl.: „Grua“);

urk.

1470 Grueb 7

1517 Grueb(er) 39

1560 Grueb 46

1602 Grueb 52

Heimstatt an oder in einem Graben (Grube, Mulde, Senke) am Murbach. W
Güntering Pleiskirchen OPL

(mundartl.: „Gindáring“);

urk.

1220 Guntheringen 71

1234 Gvnteringen 9

1251 Gventheringen 17

1288 Gunthering 17

1300 Gventhering 19

1343 Gunthering 17

1526 Günthering 40

1606 Guntering 54

Bei den Leuten des Gunther (altd. PN, auch Guntheri, Günther etc.) D
Guggenberg Pleiskirchen GER

(mundartl.: „Guggnbeag“);

urk.

1407 Gukenperig 32

1468 Kuckenberg 36

1517 Gugkhennperg 39

1602 Guckhenperg 52

Berg, auf dem man Ausschau halten kann (mhd. gucke= sehen, schauen, spähen, beobachten). W
Häuslaign Pleiskirchen OPL

(mundartl.: „Heisloing(à)“);

urk.

1560 Heisl zu Eigen 46

Ein Häusl in freieigentümlichem Besitz, also von Anfang an keiner Grundherrschaft unterworfen. E
Hanning Pleiskirchen UPL

(mundartl.: „Hàning“);

urk.

1300 Haeinching 19

1517 Hanning(er) 39

1560 Hänning(er) 46

1602 Häning 52

1752 Hanning 61

Bei den Leuten des Han(i)cho (altd. PN). W
Harland Pleiskirchen EGG

(mundartl.: „Harland(à)“);

urk.

1468 Harlant 36

1517 Harlannd(er) 39

Land (Acker), auf dem Flachs angebaut wird (mhd. har = Flachs). E
Harpeting Pleiskirchen EGG

(mundartl.: „Hoapàding“);

urk.

1140 Hartperingin 17

1300 Herranting 19

1468 Hartmutingen 36

1470 Hartmatting 7

1517 Hartmating 39

1560 Hartpotting 46

1602 Hurpeting 52

Bei den Leuten der Sippe des Hartper(o) (altd. PN). W
Harpfen Pleiskirchen NOB

(mundartl.: „Hàpfà“);

urk.

1407 Härpfarn 32

1517 Härpffen 39

1602 Härpfen 52

Siedlung an einer harpfenformähnlichen Landzunge (ahd. harapha, mhd. harpfe, herpfe = Harfe). Auch eine harfenähnliche Vorrichtung als Schirmdach für Getreidegarben auf freiem Feld wurde „Harpfe“ genannt. W
Hartberg Pleiskirchen EGG

(mundartl.: „Hartbeag(à)“);

urk.

1300 Hard 19

1435 Harperg 34

1468 Fernharberg 36 und Harberg 36

1470 Hartperg 7

1517 Hardtperg 39

Ursprünglich eine große lichte Waldung (Föhrenwaldung), die auch als Viehweide diente (Hart = lichter Weidewald). E
Hartlöd Pleiskirchen NOB

(mundartl.; „Hàdtled(à)“);

urk.

1517 Härtlöd(er) 39

1560 Härdleder 46

1602 Härtled 52

Gehöft eines Mannes namens Hartl in einer Ödung. (Hartl = Verkleinerungsform für den altd. PN Hartmut, Wolfhard und ähnl.). E
Hausen Pleiskirchen GER

(mundartl.: zum „Hausà“);

urk.

1234 Husen 9

1407 zu Haws 32

1517 Hawsner 39

1560 Hauser an der Hueb 46

Leute, die an diesem Ort hausen, d.h. ihre Behausungen errichteten (mhd. hus, huos = Haus, Behausung). E
Heisting Pleiskirchen UPL

(mundartl.: „Heisting“);

urk.

1234 Hvstingen 9

1517 Heÿsting 39

1602 Heisting 52

Bei den Leuten des Hust(o) (altd. PN, auch Hus(i)to). D
Hilling Pleiskirchen EGG

(mundartl.: „Höjing“);

urk.

1468 Hülgen 36

1517 Huolling 39 und Hullgen 39

Ansiedlung nahe einem sumpfigen Gelände (ahd. hulia, mhd. hülwe = Sumpf). D
Hinten Pleiskirchen NOB

(mundartl.: beim „Hindtàn“);

urk.

1517 Hündtnner 39

1560 Hindter 46

1602 Hinndterguet 52

Das hintere von zwei oder mehreren Anwesen (von Osten, talaufwärts betrachtet). E
Hinterwinkl Pleiskirchen GER

(mundartl.: „Hintàwinge(à)“);

urk.

1517 Wingkgl(er) 39

1560 Wingkhl 46

1602 Winngkhl 52

1671 Wünckhler 58 und Hindterwünckhl(er) 58

Weit abseits, am hintersten Winkel (verborgener Platz) gelegenes Gehöft. E
Hitzenberg Pleiskirchen EGG

(mundartl.: „Hizenbeag“);

urk.

1417 Hitzenperg 33

1468 Hitzenberg 36

1470 Hÿtznperg 7

1517 Hitzennperg 39 und Nidern Hitzennperg 39

Berg (Anhöhe), auf dem ein Mann namens Hitzo oder Hitz(il)o (altd. PN) siedelte. W
Hochstraß Pleiskirchen UPL

(mundartl.: „Houstråß“);

urk.

1300 Strazze oder avf der strazz 19

1602 Strasß 52

Uralte Hochstraße (Altstraße). D
Höll Pleiskirchen NOB

(mundartl.: „à dà Höj“);

urk.

1300 Gerharting 19

1517 Gerharting 39

1560 Auf der Hel 46

1602 Höll oder Gerharting 52

a) Ursprünglich: Bei den Leuten des Gerhart (altd. PN), b) „Auf der Hel“ bedeutet einen unheimlichen versteckten Ort (verhehlen = verbergen, verstecken (ahd. helan). W
Höllthal Pleiskirchen OPL

(mundartl.: „Hojdoj“);

urk.

1517 Hellthal(er) 39

1560 Höltall(er) 46

1602 Höltall 52

Ursprünglich verstecktes, unheimlich verborgenes Tal (Graben, Geländeeinschnitt); (ahd. helan = verhehlen, verbergen, verstecken). W
Hölzling Pleiskirchen GER

(mundartl.: „Höizlen“);

urk.

1435 Holzing 34

1468 Holtzlingen 36

1517 Holltzing 39

1560 Im Holz 46

Bei den Leuten des Holzilo (altd. PN Hulzilo, Holzil(o), Holzolt, mhd. Hölzl). W
Hönning Pleiskirchen OPL

(mundartl.: „Henning(à)“);

urk.

1470 Heyning 7

1558 Henning(er) 43

1602 Henning 52

Bei den Leuten des Höning (altd. PN, Huning, nhd. Höning und Henning). E
Holzgrandl Pleiskirchen NOB

(mundartl.: „Hoizgrándl“);

urk.

1526 Gräntl zu Grännt 40

1560 Grändl 46

1671 Grändl hindterm Holz 58

Vermutlich Berufsname eines einstigen „Grándlhauers“ (Holztrogmachers), der seine Behausung dort abseits, hinterm Holz hatte. Name urspr., aber auch auf einen „Grändl(er)", d.h. besonders unfreudlichen Menschen deutend nicht völlig auszuschließen. E
Hub Pleiskirchen GER

(mundartl. „Hua“);

urk.

1517 Hueber 39

1560 an der Hueb 46

1602 Hueb 52

Eine Hube war ursprünglich ein als ½-Hof steuerlich eintaxiertes bäuerliches Anwesen. Vgl. auch andere „Hub“-Orte! W
Hütting Pleiskirchen GER

(mundartl.: „Hitting“);

urk.

1470 Hytting 7

1564 Hütting 12

Bei den Leuten des Hiti (altd. PN Hitti, Hito, Hitto). W
Illbach Pleiskirchen EGG, GER, UPL

(mundartl.: „Öibå(h)“);

urk.

1245 Elhpach 4

1407 Ilpach 32

1468 Ylbach 36

1470 Jll`npach 7

1517 obern Yllpach 39

1560 Ÿlbach 46

1602 Ilbach 52

Ansiedlung in Nähe eines mit vielen Elhorn- oder El(l)ernstauden (Erlen) umsäumten Baches; (ahd. pach = Bach). Vgl. auch Einöde Illbach, Gde. Winhöring! W
Irlach Pleiskirchen GER

(mundartl.: „Üalà(rà)“);

urk.

1373 Erlach 12

1468 Erlach 36

1517 Erlach 39

(Jüngere) Ansiedlung an einer Erlenwaldung. W
Johannsbuchbach Pleiskirchen OPL

(mundartl.: „Johanns-Buabå(h)“);

urk.

788 Pôhpah 8

930 Puohpach 8

1060 Puohpahc 8

1121 Puochpach 6

1257 Pvohpach 10

1300 Pvochpach 19

1517 Sannd Johanns 39

1560 Johannes Puechpach 46

1602 Sannct Johannspuechpach 52

Eine dem hl. Johannes d. Täufer geweihte Kirche in Nähe eines Baches, in dessen Umgebung viele Buchen wachsen bzw. der in einer Buchenwaldung entspringt. W, Ki
Kaining Pleiskirchen UPL

(mundartl.: „Koaning“);

urk.

1468 Cheninge 36

1602 Kening 52

1752 Kainering 61

Bei den Leuten des Chening; (altd. PN, auch Gening). W
Klebing Pleiskirchen OPL

(mundartl.: „Glewing“);

urk.

1526 Khlebing 40

1558 Klewing

1621 Klebing 12

Bei den Leuten des Cleph(o); (altd. PN Cleph, Cleb, Clebus). D, B
Kolmbach Pleiskirchen GER

(mundartl.: „Koinbå(h)“);

urk.

1517 Kalltennpegkh

1560 Kaltnpeckh (-pach)

1602 Kaltnbach

Kalter Bach; (das „bach“ hat sich hier sehr früh zu „beck“ (pegkh) verformt!). W
Kothingbuchbach Pleiskirchen UPL

(mundartl.: „Kouding-Buabå(h)“);

urk.

1041 Puohpahe 8

1300 Puchpach 19

1468 Buchbach 36

1560 Khotingbuechbach 46

1598 Im Puechpach 51

1602 Khotting-Puechpach 52

1671 Khottingen Puechbach 58

Kotiger (schmutzig schlammiger) Bach, in dessen Tal viele Buchen wachsen bzw. der aus einer Buchenwaldung herauskommt. D
Laibeng Pleiskirchen GER

(mundartl.: „Loaweng(à)“);

urk.

1517 Lainwenger 39

1560 Lainbenger 46

1602 Lainbeng 52

1671 Lainberger 58

Flachsfeld an (oder auf) einem Abhang (ahd. wanc(h) = Wang (Weng) = natürlich grünender Abhang). E
Lampersberg Pleiskirchen GER

(mundartl.: „Lampàschbeag(à)“);

urk..

1517 Lannprechtzsperger 39

1560 Lanndtmansperg(er) 46

1606 Landtsperg(er) 54

Berg, auf dem ein Mann namens Lamprecht siedelte (altd. PN, auch Lanprecht, Lambert udgl.). E
Lederhub Pleiskirchen UPL

(mundartl. „Ledàhua“);

urk.

1407 Lederhueb 32

1517 Lehennhueber 39 und Lederhueber 39

1560 Lederhueb 46

1602 Lederhueb 52 und Lehenhueber 52

Wohl ein Bauernanwesen (Hube = ½-Hof), zu dem einst ein Lederer (= Rotgerber; wohl im Zuhäusl) gehörte, wie andernorts z.B. eine Schmiede. W
Lehen b.Wald Pleiskirchen EGG

(mundartl.: „Lehnà z` Woid“);

urk.

1300 an dem Lehen 19

1407 Lechen 32

1517 Lehnner von Waldt 39

1560 Lehner vorm Waldt 46

1602 Lehen 52

Ein landwirtschaftliches Anwesen nahe des Ortes Wald, das von seiner Grundherrschaft einem Bauern leihweise (= lehensweise) überlassen wurde. E
Lichtsberg Pleiskirchen GER

(mundartl.: „Liacht(sch)beag(à)“);

urk.

1407 Lyenhartzperig 32

1517 Lühartsperg 39

1560 Lihetsperg 46

1602 Liehelsperg 52

1671 Liebhartsperg 58

Berg, auf dem ein Mann namens Lienhart (= Leonhart) siedelte. E
Lindlhütt Pleiskirchen OPL

(mundartl: „Hittà“);

urk.

1517 Lindmair 39

1560 Lündtmair 46

1602 Lünndtmair 52

1752 Lindlhütt 61

Bemeiertes (= bewirtschaftetes) einfaches, schlechtes Anwesen (Hütte), an einer markanten Linde. Der späte mundartl. Name „Hittà“ deutet auf Hirte oder Hüter (Landhüter, Feldhüter), mundartl. „Hüetà“. E
Lohr Pleiskirchen OPL

(mundartl.: „Lohr “);

urk.

1300 ze Loch 19

1535Loher 40

1560 Lohr 46

1602 Lohr 52

Anwesen in einem Loch (schmale, unwirtschaftliche Mulde, Grabeneinschnitt), das durchaus auch eine Lohe (= Lichtung) sein konnte. E
Luneck Pleiskirchen NOB

(mundartl.: „Luanegg(à)“);

urk.

1560 Khapssegkh(er) 46

1602 Kapssegkh 52

1671 Khapseckher 58

1752 Luegenegg 61

Platz (Eck), von dem aus man eine gute Ausschau hat (ahd. Kapfas = das Schauen). Luneck hat gleiche Bedeutung (= luren, luegen= lugen, horchen, spähen, Ausschau halten). E
Manghof Pleiskirchen OPL

(mundartl.: „Manghof(à)“);

urk.

1300 Mangelharting 19

1517 Mannglkoffn 39

1560 Mangkhhof(er) 46

1602 Mannglkhoven 52

1671 Mänckhlhover 58

Bei den Leuten (bzw. Gehöft) eines Mannes namens Mangelhar (altd. PN Man(gl)hart, Manert u. ähnlich). E
Mitterbuchbach Pleiskirchen OPL

(mundartl.: „(Mittà-)-Buabå(h)“);

urk.

1300 Puchpach 19

1468 Buchbach 36

1560 Buchbach 46

1517 Im Puechpach 39

(Ansiedlung im) Bereich des mittleren Buchbachtales (vergl. Johannsbuchbach!). W
Mitterhausen Pleiskirchen EGG

(mundartl.: „Mittàhausn“);

urk.

1309 Mitterhausen 10

1470 Mitterhaws`n 7

1517 Miterhausen 39

1602 Mitterhausen 52

Ansiedlung bei der Kirche in der Mitte der beiden Gotteshäuser Alzgern und Mittling. W
Moored Pleiskirchen NOB

(mundartl.: „Mored(à)“);

urk.

1517 Maröder 39

1560 Mareder 46

1602 Mored 52

Anwesen, das in einer Ödung liegt, welche an das March (ahd. marac = Grenze) anstößt; hier an die uralte Grenze der beiden Landgerichte Neuötting und Eggenfelden. E
Moos Pleiskirchen GER

(mundartl.:„Mos(à)“);

urk.

1517 Mosser 39

1535 Moßer 40

1560 Mosner 46

1602 Mosn 52

Moosiger (mooriger), sumpfiger Grund. E
Moosbuch Pleiskirchen NOB

(mundartl.: „Mosbua“);

urk.

1121 Maginpachi 8

1506 Magnpuch 6

1517 Magennspuech 39

1560 Mangspuech 46

1602 Manngs Puech 52

Bei den Leuten der Sippe des Magin(o); (altd. PN, auch Maginhold und ähnlich). W
Näglstall Pleiskirchen EGG

(mundartl.: „àn Neglstoi“);

urk.

1468 Negleinsthal 36

1470 Negleinstall 7

1517 Egerstall 39

1538 Neglostal 43

1606 Öglstall 52

Tal, in dem viele Gewürznelken (ahd. nagal) wachsen. W
Neuerding Pleiskirchen GER

(mundartl.: „Neiàding“);

urk.

1435 Newnhartting 34

1470 Newrätting 7

Bei den Leuten des Neu(d)hart oder Nihard (altd. PN). W
Niederaich Pleiskirchen GER

(mundartl.: „Hindá(r)oj“);

urk,

1517 Hinderaich(er) 39

1560 Hinderaich(er) 46

1602 Hindternaich 52

1671 Hindernaich 58

Gehöft und Kirche hinter (= unten in) einer Aue (oj) (Auwaldung, sumpfige, wasserreiche Niederung). E, Ki
Nonnberg Pleiskirchen NOB

(mundartl.: „Numbeag“);

urk.

1234 Nunnenperch 9

1300 Nvnnperg 19

1517 Nunperg 39

1560 Nonperg 46

1602 Nonnperg 52

Berg der Nonnen; (wohl frühe Niederlassung oder Besitz eines Frauenklosters). D, Pfa, Ki
Oberau Pleiskirchen UPL

(mundartl.: „Owàrau(à)“);

urk.

1560 Oberau(er) 46

1602 Oberauer zu Aw 52

Oberer Bereich einer Aue (mhd. aw, awn oder aue = Au, wasserreiches Wiesenland, Auwald); vgl. auch Unterau! E
Obergrusberg Pleiskirchen UPL

(mundartl.: „Owa-Gruschbeag(à)“);

urk.

1517 Kruegsperg 39

1560 Khruesperg 46

1752 Oberkrugsperger 61

Berg, auf dem ein Mann namens Cruc(ko) siedelte (altd. PN Cruc(ko), Kruckh); vgl. auch Untergrusberg! E
Oberlohr Pleiskirchen OPL

(mundartl.: „dà Louà“);

urk.

1300 ze Loch 19

1560 Lohr 46

1602 Lohr 52

1752 Oberloher 61

Oberes Anwesen in einem „Loch“ (= schmaler, unwirtlicher Talgrund, Mulde, welche durchaus einst auch eine Lohe [= Lichtung] sein konnte). Vgl. auch Lohr und Unterlohr! E
Oberthann Pleiskirchen NOB

(mundartl.: „Owàdann");

urk.

1407 Tann 32

1517 Thann 39

1602 Thann 52

Obere Ansiedlung bei einer Tannenwaldung. Vgl. auch Unterthann! W
Oed Pleiskirchen GER

(mundartl.: „Ed“);

urk.

1300 datz Oeden 19

1407 an der Oed 32

1468 Zu der Öde 36

1517 Öder 39

1535 ab der Öd 40

1602 Auf der Ed 52

Ödung, unbebaute Gründe; (ahd. ôdi = leer, unbebaut). W
Petzling Pleiskirchen GER

(mundartl.: „Bezlen“);

urk.

1300 Petzling 19

1407 Petzling 32

1517 Petzling 39

1560 Pezling 46

Bei den Leuten des Petz(o); (altd. PN Petzel, Petzold, Petzelin oder ähnlich). Vgl. auch Petzlberg, Gde. Reischach und Petzenthal, Gde. Erlbach! W
Pitzing Pleiskirchen OPL

(mundartl.: „Bizing(à)“);

urk.

1517 Pützing(er) 39

1560 Pitzing 46

1602 Pizing 52

Ansiedlung (Gehöft) eines Mannes namens Pizz(o) (altd. PN); hier der kleinere Hof von Pitzing. Vgl. Groß(s)pitzing! E
Plackersdorf Pleiskirchen NOB

(mundartl.: „Bloackàschdoaf“);

urk.

1245 Uebelacherstorf 4

1412 Polakerstorf 69

1468 Ybelackersdorff 36

1560 Plagkherstorff 46

1593 Plackhenstorff 26

1602 Plackhenstorf 52

Ansiedlung (Dorf) auf dem Acker des Uebel(e); (altd. PN, auch Uebl(her) – ahd. a(c)har, achar = Acker, Feld; torf = Dorf). W
Prasting Pleiskirchen NOB

(mundartl.: „Bràsding“);

urk.

1234 Prastet 9

1517 Prästing 39

1602 Prästing(er) 52

Prä-Stätte; eine solche Stätte (Platz) diente einst vorzüglich zur Abhaltung von Raufereien, Ringkämpfen, Wettläufen, Narreteien usw. (ahd. stet(i). mhd. stat = Stätte, Stelle, Platz). E
Prost Pleiskirchen OPL

(mundartl.: „beim Brostn“);

urk.

1190 Albaren 5

1334 Alborn 11

1366 Prost zuw Alboren 12

1438 Propst zu Albern 11

1517 Brost 39

1560 Probst von Alban 46

1598 Hindtern Albarn 51

1602 Albern 52

1785 Brostengut zu Albern 11

Probst = Vorsteher (Verwalter) von klösterlichen Besitztümern; hier ein dem Kloster Raitenhaslach gehörig gewesenes Hofgut zu Alborn (altd. PN Albor(o), Name eines Mannes, der dort einst siedelte und von dem sich der ursprüngliche Ortsname ableitet). E
Prostgrub Pleiskirchen OPL

(mundartl.: „Brostgrua(wà)“);

urk.

1602 Grueb 52

Wie vor, jedoch ein Anwesen, das sich in Nähe des Prosthofes in einer „Grube“ (Graben, Talsenke, Mulde) befindet. Grundherr war auch hier das Kloster Raitenhaslach. Das Anwesen ist urkundlich entweder unter Albern oder Grub aufgeführt. E
Rabenberg Pleiskirchen NOB

(mundartl.: „Rombeag(à)“);

urk.

1517 Rabennperg(er) 39

1598 Rabmpaur 51

1671 Rabmpaur 58

Berg, auf dem ein Mann namens Raban siedelte. (Altd. PN Hraban = Rabe). E
Reichschmitt Pleiskirchen UPL

(mundartl.: „Reichschmitt“);

urk.

1602 Schmidtner Gut 52

Ursprünglich ein Bauernanwesen, zu dem eine (später gutgehende) Schmiede gehörte. Die Vorsilbe „Reich“ bedeutet Wohlstand, Reichtum! W
Reisach Pleiskirchen GER

(mundartl.: „Reisà“);

urk.

1407 Reysach 52

1671 Reising(er) 58

Ansiedlung an einem Reisach; (mhd. ris = Zweig, risach, reisach = Gesträuch, Buschwerk, Staudenwaldung). W
Reit Pleiskirchen EGG

(mundartl.: “Reid" bzw. "Owà-, Middà-und Hiadlreid“);

urk.

1300 Raevot 19

1435 Rewt 34

1470 Reÿtt 7

1517 Reiter 39 Ober Reiter 39 Nidern Reit 39

1602 Reut 52

Gereuteter (= gerodeter) Platz, wo ein Hofgut errichtet wurde, nahe Wechselberg. W
Rettenbach Pleiskirchen NOB

(mundartl.: „Retnbå(h)“);

urk.

1025 Rotinpahc 8

1180 Rotinpah 8

1300 Raetenpach 17

1517 Redennpegkh 39

1560 Ratnpach 46

1602 Retnpach 52

1671 Rethenbach 58

Eigentlich der rote Bach (eisenhaltiges Wasser), doch ist hier eine Ableitung des Namens von einem Manne namens Roti(n) oder Rod(in) (altd. PN), der mit seinen Leuten nahe am Bache dort siedelte viel wahrscheinlicher (ahd. pah(c) = Bach). E
Ruhnsberg Pleiskirchen UPL

(mundartl.: „Ruanschbeag“);

urk.

1234 Rvthardesperge 9

1300 Rudolsperg 19

1407 Rudensperg 32

1517 Ruedersperg 39

1602 Ruednsperg 52

Berg, auf dem ein Mann namens Rudhard (Ruthard) siedelte (altd. PN). Vgl. auch Rudersberg, Gde. Reischach. W
Ruhnstetten Pleiskirchen GER

(mundartl.: „Ruanschtedn(à)“);

urk.

1407 Rüdenstetten 32

1517 Ruederstetter 39

1560 Ruednstetn(er) 46

1602 Ruednstöt 52

Stätte (Platz), wo sich haufenweise Füchse (Rüden) aufhalten. Sammelplatz für Wild überhaupt. Nicht gänzlich auszuschließen ist aber auch eine Ableitung von einem altd. PN, z.B. Ruod(in) oder ähnlich. E
Ruhwies Pleiskirchen GER

(mundartl.: „Ruawis“);

urk.

1904 Ruhwies 21

Abgelegene Wiese, (Ruhe-)Platz für Weidetiere. E
Sauberg Pleiskirchen UPL

(mundartl.: „Saubeag“);

urk.

1517 Sawperg 39

1560 Sauberg(er) 46

1602 Sauperg 52

Berg, auf dem Schweine geweidet werden; auch Berg, wo sich vorzüglich Wildschweine aufhalten. E
Schmidhub Pleiskirchen OPL

(mundartl.: „Schmidhua“);

urk.

1517 Schmidtn 39

1560 Schmidthueb 46

1602 Schmithueb 52

Eine Hube (= ½-Hof), zu welcher auch eine Schmiede gehört. W
Schmitten Pleiskirchen EGG

(mundartl.: „Schmidtn(à)“);

urk.

1517 Schmidtn 39

1560 Schmidtner 46

1602 Schmit 52

Ein Schmiedeanwesen bzw. eine Schmiede schlechthin. E
Schollaberg Pleiskirchen EGG

(mundartl.: „Schoiàbeag“);

urk.

1407 Scholachperh 32

1417 Schalgenperg 33

1435 Schallenperg 34

1468 Schallenberg 36

1517 Schallennperg 39

1560 Schalaperg 46

1602 Schalhenperg 52

Ansiedlung auf einem Berg, der sich über einem sog. Trockenbachtal erhebt (mhd. schol, schal = schal, trocken; ach = Bach). W
Schwalbenberg Pleiskirchen NOB

(mundartl. „Schwoimbeag(à)“);

urk.

1517 Schwalbennperg(er) 39

1560 Schwalmperg(er) 46

1602 Schwalbmperg 52

Berg, auf dem sich alljährlich die Schwalben zum Abflug sammeln. E
Sigrün Pleiskirchen EGG

(mundartl.: „Sigreá(nà)“);

urk.

1407 Singrien 32

1468 Singrün 36

1470 Sÿngrüenn 7

1517 Sigruenn(er) 39

1588 Sygrien 48

1643 Süngrien 6

1720 Singrien 7

Ansiedlung und Kirche in einem Tal, wo die (in der Volksmedizin einst sehr geschätzte) Sinngrün-Pflanze (lat. Vinca minor) wächst. E, Ki
Sonnberg Pleiskirchen NOB

(mundartl.: „Sumbeag(à)“);

urk.

1435 ab der Sundt 34

1468 Andersund (= an der Sonne) 36

1517 Sumer 39

1560 Sonnwerger 46

1602 Sonnberg 52

Freier sonniger Südhang (Berg). E
Sorsbach Pleiskirchen UPL

(mundartl.: „Schosbå(h)“);

urk.

1517 Sorspegkh 39

1560 Sorspach 46 und Sorspegkh 46

1602 Sorspach 52

Ansiedlung an einem nur zeitweise wasserführenden, die meiste Zeit im Jahr aber trockenen Bach (mhd. sôr = trocken, dürr, sorren = vertrocknen). Das „bach“ hat sich hier beim Hofnamen zu „beck“ verformt. W, Ki
Starzen Pleiskirchen GER

(mundartl.: „Stàzn(à)“);

urk.

1407 Stäczn 32 und Stätzen 32

1417 Staetzn 33

1560 Stäzner 46

1602 Stätz 52

Ansiedlung eines Mannes namens Stacco (altd. PN, in der Verkleinerungsform Stac`z(n); beim „Stac`zen“). E
Steinparz Pleiskirchen GER

(mundartl.: „Stoaboaz(à)“);

urk.

1300 Steinach 19

1468 Steinpartz 36

1517 Stainparz 39

Jäh hervorbrechender (hervorbarzender), viele Steine (Geröll) führender Bach (barzen = hervorbrechen); mhd. ache = Bach, fließendes Wasser. E
Stocking Pleiskirchen GER

(mundartl.: „Stocking(à)“);

urk.

1407 Stokchach 34

1468 Stockach 36

1517 Stockha 39

1538 Stockhing(er) 43

Ansiedlung an einem Stockach (ahd. stoc(h) = Baumstumpf, Gestocket, ausgestockte Wurzelstöcke, Rodungsplatz überhaupt). E
Stöpfing Pleiskirchen EGG

(mundartl.: „Stepfing(à)“);

urk.

1468 Stepfingen 36

1517 Stepfing 39

Auffallende Geländestufe (stapf = Staffel, Stufe); die Nachsilbe „ing“ und „ingen“ bedeutet hier den Ort bzw. die Lokalität (sog. falscher Ing-Ort). E
Straß Pleiskirchen NOB

(mundartl.: „Dau(b)mstråß“);

urk.

1300 ze Strazze 19

1517 Straß 39

1560 Strass(er) 46

1602 Strasß 52

Bauernanwesen an einer Straße (alte Fuhr- od. Handelsstraße, evtl. sogar Römerstraße!) D
Thal Pleiskirchen GER

(mundartl.: „Doi“);

urk.

1468 Im Thal 36

1517 Tall(er) 39

1609 Im Tall 52

W
Thalham Pleiskirchen EGG

(mundartl.: „Doiham“);

urk.

1120 Tallheim 17

1260 Talheim 10

1300 Talhaim 19

1468 Talheim 36

1517 Talham 39

1538 Talhaim 43

Heimstatt (Ansiedlung) in einem Tal. W
Thurmading Pleiskirchen GER

(mundartl.: „Duamàding“);

urk.

1407 Durmolding 32

1517 Dormäting 39

1560 Turmating 46

1602 Turmatting 52

Bei den Leuten eines Mannes namens Durmold; (altd. PN, Thur(o), Thurmod, Thurmold u. ähnlich). E
Unterau Pleiskirchen UPL

(mundartl.: „Undà(r)au(à)“);

urk.

1560 Vunderau(er) 46

1602 Unter Auer zu Aw 52

Unteres Anwesen an der Au (mhd. aw, awn oder aue = Au, wasserreiches Wiesenland, Auwaldung); vgl. auch Oberau! E
Unterbuchbach Pleiskirchen OPL

(mundartl.: „(Undà-)Buabå(h)“);

urk.

1300 Puochpach 19

1435 Puchpach 34

1468 Buchbach 36

1517 Puechpach 39

Ansiedlung im unteren Bereich des Buchbachtales (siehe dazu auch Johannsbuchbach und Mitterbuchbach!). W
Untergrusberg Pleiskirchen UPL

(mundartl.: „Gruschbeag(à)“);

urk.

1517 Kruegsperg 39

1560 Khruesperg(er) 46

1752 Unterkruegsperger 61

Berg, auf dem ein Mann namens Cruc(ko) siedelte (altd. PN Cruc(k)o, Kruckh); vgl. auch Obergrusberg! E
Unterlohr Pleiskirchen OPL

(mundartl.: „beim Rankn“);

urk.

1300 zu Loch 19

1560 Locher 46

1602 Lohr 52

1752 Unterloher 61

Unteres Anwesen in einem „Loch“ (= schmaler, unwirtschaftlicher Talgrund, Mulde, welche durchaus einst auch eine Lohe (= Lichtung) sein konnte. Die mundartl. Bezeichnung „beim Ranken“ dürfte auf den Namen eines späteren Besitzers dieses Anwesens zurückzuführen sein. E
Unterstraß Pleiskirchen OPL

(mundartl.: „Undàschtråss(à)“);

urk.

1300 Strazze 19

1560 Strass 46

1602 Vnndter Strasser (zu) Strasß 52

1752 Strasser 61

Untere Ansiedlung an einer einst wichtigen Straße (Altstraße). E
Unterthann Pleiskirchen NOB

(mundartl.: „Undàdann“);

urk.

1407 Tann 32

1517 Thann 39

1598 Vnnderthann 51

1602 Vnndternthann 52

Untere Ansiedlung bei einer Tannenwaldung. Vgl. auch Oberthann! W
Vorach Pleiskirchen NOB

(mundartl.: „Voring(à)");

urk.

1150 Vorhahe 8

1245 Voching 4

1417 Vorach 33

1517 Vorhing(er) 39

1560 Foring(er) 46

1602 Vorchach 52

Ansiedlung an einem Bach, in dem es viele Forellen gibt; eigentl. Forellenbach (ahd. for(a)hana = Forelle; ahd. aha, ahi, mhd. ache = fließendes Gewässer, Bach). E
Vorwald Pleiskirchen GER

(mundartl.: „Voawoin(à)“);

urk.

1468 Vorwald 36

1517 Vorwald(er) 39

Siedlung vor der eigentlichen Ortschaft Wald (am großen Wald gelegen). W
Wald b.Winhöring Pleiskirchen GER

(mundartl.: „Woid“);

urk.

1079 villa Walde (im Isengau) 10

1300 Walt 19

1468 zu Walde 36

1470 Wald 7

1517 Walldt 39

1602 Waldt 52

Ansiedlung inmitten eines großen Waldgebietes in Nähe von Winhöring. D, Pfa, Ki
Waldhäusl Pleiskirchen GER

(mundartl.: „Woidheisl“);

urk.

1904 Waldhäusl 21

Häuser (Häusl) in Nähe des Ortes Wald bei Winhöring (am großen Wald) gelegen. Entstehung vermutlich 19. Jahrhundert? E
Walding Pleiskirchen UPL

(mundartl.: „Woiding“);

urk.

1560 Walting 46

1602 Walting(er) 52

1752 Walding 61

Bei den Leuten des Walting (altd. PN Walding, Waltinc(o), Waldunc u. ähnlich); nicht auszuschließen aber auch Deutung nach „Waldbewohner, Waldsiedler“. W
Walln Pleiskirchen GER

(mundartl.: „Woin(á)“);

urk.

1517 Hamprechtswald(er) 39

1560 Waldner zu Emerzwaldt 46

1602 Waldner zu Empertzwald 52

1671 Waldner 58

Der im (od. am) Wald wohnende. E
Wilhartsberg Pleiskirchen GER

(mundartl.: „Wuidschbeag(à)“);

urk.

924 Vuillihalmesperge 8

1300 Wilhalmsperg 19

1517 Wilhartsperg 39

1560 Wilertsperg 46

1602 Wilhertsperg 52 und Wilhartsperg(er) 52

Berg, auf dem ein Mann namens Willihalm siedelte (altd. PN Vuillihalm, Wil(li)halm, Wilhelm). E
Wimm Pleiskirchen GER

(mundartl.: „Wimm(à)“);

urk.

1407 Widmer 32

1560 Wibm 46

1602 Wibmer 52

Widmungsgut zu einem Pfarrherrn (im geg. Falle zum Pfarrherrn von Burghausen). E
Wöllersdorf Pleiskirchen NOB

(mundartl.: „Wöllàschdoaf");

urk.

1517Werlastorff 39

1560 Werlstorf 46

1602 Wörlstorf 52

Bei der Ansiedlung (Dorf) der Leute eines Mannes namens Werlant (altd. PN, auch Werlan und ähnlich). D
Wolfsgrub Pleiskirchen GER

(mundartl.: „Woifgrua(wà)“);

urk.

1300 Wolfstal 19

1468 Wolffgrub 36

1517 Wolfgrueb(er) 39

Ansiedlung bei einer Wolfsgrube (Erdfalle, Grube) in einem Tal, wo sich gern Wölfe aufhalten(?). Nicht auszuschließen auch eine Deutung als Tal (Grube, Graben, Geländeeinschnitt, Mulde), wo ein Mann namens Wolf siedelte. (altd. PN Wolfhart, Wolferus, Wolful, Wulvil(o) und ähnlich). E
Zeiling Pleiskirchen NOB

(mundartl.: „Zejing(à)“);

urk.

1517 Zeillinger 39

1560 Zeilach(er) 46

1602 Zeillach 52

1671 Zeihling(er) 58

Bei den Leuten des Zeil(l)o; (altd. PN, auch Zahilo und ähnlich). Nicht gänzlich auszuschließen ist hier auch eine Deutung auf Bienenzüchter (zeideln = Bienenzucht betreiben). E
Reischach Reischach REI

(mundartl.: „Reischá");

urk.

930 Riska 8

1011 Riscah 27

1150 Rihschah 17

1205 Riska 10

1300 Reisach 19

1407 Räwschach 32

1435 Reÿsach 34

1517 Reißhach 39

1602 Reÿschach 52

(Bei dem) Schilf- oder Binsenbach (mhd. risk, risch = Binse; ahd. aha, ach = Bach, fließendes Gewässer). D, Pfa, Ki
Aichberg Reischach REI

(mundartl.: „Oachbeag(á)");

urk.

1180 Aichsperc 10

1334 Aichperch 11

1438 Aychperig 11

1517 Aichperg(er) 39

1602 Aichperg 52

Berg (Hang), wo fast nur Eichen wachsen (Eichenberg). E
Arbing Reischach ARB

(mundartl.: „Áwing");

urk.

1150 Arbingen 17

1300 Aerbing 19

1407 Ärbing 32

Bei den Leuten des Ar(i)bo; (altd. PN; auch Arbo). D, Pfa, Ki
Aushofen Reischach REI

(mundartl.: „Aus(h)ofá");

urk.

1011 Uzhovara 27

1245 Aushoven 4

1435 Ausshoffen 34

1517 Aushoffen 39

1602 Außhofen 52

Bei den Außenhöfen, d.h. bei den Höfen außerhalb (der ursprüngl. Dorfflur) von Reischach. W
Berg Reischach REI

(mundartl.: „Beag);

urk.

788 Ad Perc 8

1140 Perge 17

1234 ze Perge 9

1407 datz Perg 32

1435 Perig 34

1635 Berg im Tobl 68

Bauerngehöft (Maierhof) an einem Berg. W, Ki
Brandmühl Reischach REI

(mundartl.: „Brandmöj");

urk.

1407 Prantmül 32

1435 Prantmül im Reyssenpach 34

1517 Pranntmüll(ner) 39

1602 Pränndtmüll 52

Wohl einst durch Brandschatzung zugrunde gegangene, später wieder entstandene Mühle am Reischachbach (mhd. brant od. prant = brennen). D
Burgharting Reischach REI

(mundartl.: „Buagáding");

urk.

1407 Purkchering 32

1435 Purkhering 34

1517 Purkhering 39

1535 Burkhering 40

1602 Purckhering 52

1612 Burckharting 56

Burgharting ist zwar ein später, doch echter kleiner „Ing-Ort" und bedeutet „Bei den Leuten des Purgher oder Burghar" (altd. PN). Ei
Daxöd Reischach REI

(mundartl.: „Daxed(á)");

urk.

1435 Daxsöder 34

1560 Taxed(er) 46

1602 Taxed 52

Einsame Ödung (am Wald), wo sich viele Dachse aufhalten (ahd. dahs u. mhd. ebenfalls dahs = Dachs). E
Dietersberg Reischach ARB

(mundartl.: „Diadáschbeag");

urk.

1185 Dietrichsperch 8

1407 Dietrachsperig 32

1517 Dietrichsperg 39

1602 Dietersperg 52

Berg, auf dem ein Mann namens Dietrich (altd. PN) siedelte. E
Ecking Reischach ARB

(mundartl.: „Eggen");

urk.

1185 Ekcingen 5

1205 Echingen 5

1300 Ecking 19

1435 Egking 34

1517 Egkhing 39

1602 Ober- und Vnndteregkhing 52

1760 Ögging 62

Bei den Leuten eines Mannes namens Ecko (Echo od. Eko, altd. PN). D, Ki
Edermühle Reischach ARB

(mundartl.: „Edàmöj(ná)")

Urkundl. erst 1866 am Rockersbach gegründetes Anwesen mit Mühle und Sägewerk (Ausbruch aus dem nahen Gilg-Ederhof, daher auch der Name "Eder"-Mühle 27). E
Ehrnsberg Reischach REI

(mundartl.: „Enschbeag(á)");

urk.

1234 Ernperge 9

1407 Ernsperck 32

1435 Ernsperg 34

1517 Ernnsperg 39

1602 Ernsperg 52

1699 Endsperg 68

Ein Berg, der unter den Pflug genommen wird; (mhd. ern oder erren = ackern, pflügen). R
Fachenberg Reischach ARB

(mundartl.: „Fo(h)ábeag(á)");

urk.

1150 Vochenberg 16

1407 Vohenperg 32

1435 Vokenlehen 34

1517 Vohennperg(er) 39

1535 Vahennperg 40

1602 Fahenperg 52

Berg der Füchsinnen oder Füchse überhaupt; (ahd. foha, mhd. vohe, nhd. Fahe = Füchsin). E
Faistenberg Reischach REI

(mundartl.: „Foaschnbeag(á)");

urk.

1334 Fronberch 11

1438 Fronperg 11

1592 Fraunperg 49

1671 Fraunberg oder Faistenberg 58

Ersterer Name deutet auf einen in Fronarbeit urbar gemachten Berg. Später hauste dort ein Förster (Waldaufseher), so dass daraus "Foaschter (= Förster) am Berg", letztlich dann "Foaschnberg" (= Faistenberg) wurde. E
Fuchshub Reischach REI

(mundartl.: „Fuxhua");

urk.

1407 Fuchshueb 32

1435 Fugshueb 34

1535 Fuchshueb 40

Am nahen sog. Fuchsberg gelegene Hube (= ½-Hof). Fuchsberg = Berg, wo Füchse hausen. W
Gausberg Reischach REI

(mundartl.: „Gauschbeag(á)");

urk.

1435 Gausperg 34

1468 Gaunksberg 36

1535 Gaursperg 40

Anwesen auf einem Berg, wo ein Mann namens Gausbert siedelte; (altd. PN, auch Gausbald, Gaurwin bzw. Gaur(b)ald). E
Gilgöd Reischach ARB

(mundartl.: „Giged(á)");

urk.

1404 an d' Oed 27

1435 In der Öed 34

1517 Öd(er) 39

1526 Gilg Öeder 40

1588 Wolf Eder 48

1592 Hans Eder 49

1602 Ed beÿ Hizling 52

Siedler in einer Ödung nahe Hitzing, von denen einer den Vornamen Gilg (= Egidius) trug, der sich letztlich namengebend für unser Gilgöd durchsetzte. E
Gmeinholzen Reischach REI

(mundartl.: „Gmoahoizn");

urk.

1334 Gmainholtz 11

1438 Gmaynholz 11

1517 Gmainhollz(er) 39

1535 Gmainholzn 40

1602 Gmainholz 52

Gemeinwaldung (Gemeinbesitz aller Markgenossen). Ei
Golderberg Reischach ARB

(mundartl.: „Goidábeag");

urk.

1011 Goldaraperc 27

1300 Golderperg 19

1435 Golderperg 34

1517 Golderperg 39

Berg (Anhöhe), worauf das nichtmelkbare Jungvieh von einem "Galterer" oder "Goiderer" (= Viehhirte) übersommert wird; (ahd. goldara = Hirte; mhd. perg = Berg). Wi
Großillenberg Reischach REI

(mundartl.: „Grous-Öynbeag");

urk.

963 Ilpungesperch 8

1435 Ülleinsperg 34

1468 Yllenberg 36

1517 Vllenwperg 39

1535 Yedenperg 40

1602 Yelnperg 52

1729 Groß Jllnberg 68

Berg, auf dem ein Mann namens Ilpung od. Ilpunch (altd. PN) siedelte. W
Hatzelsberg Reischach ARB

(mundartl.: „Hádlschbeag");

urk.

1300 Haetzlinsperg 19

1407 Hätzleinsperg 32

1435 Häznsperg 34

1517 Hätzleinsperger 39

1602 Häzlesperg 52

Berg, auf dem ein Mann namens Hatzilo od. Hatzo siedelte (altd. PN). E
Haunberg Reischach REI

(mundartl.: „Haubeag");

urk.

1300 Havnperg 19

1468 Hawnberg 36

1517 Hawnnperg 39

1535 Haunperg 40

Ein in mehreren "Gehauen" abgeholzter und urbar gemachter Berg (Anhöhe); (mhd. houwen = hauen, Schlagrodung). W
Heitzmannsberg Reischach ARB

(mundartl.: „Hoadlschbeag");

urk.

1165 Haicemannesperge 17

1245 Haitzmannsperig 4

1300 Hatzmannsperg 19

1435 Hazmansperg 34

1602 Haizmansperg 52

Berg, auf dem ein Mann namens Haicmann (altd. PN) siedelte. E
Herzöd Reischach REI

(mundartl.: „Heazed(á)");

urk.

1407 Hewczöd 32

1470 Heroltzöd 7

1535 Heritzed 40

1602 Herezedt 52

Ansiedlung eines Mannes namens Herolt (od. Herold(i), altd. PN) in einer Ödung. E
Hintereck Reischach EGG

(mundartl.: „Hindtá(r)egg");

urk.

1435 Hinderegk 34

1468 zu hintern Eck 36

1535 Hitteregkh 40

1671 Hinderoekh 58

Auf dem hinteren Eck (= Anhöhe, Höhenkamm) von Erlbach aus betrachtet. E
Hitzing Reischach ARB

(mundartl.: „Hizing(á)");

urk.

1407 Hützling 32

1435 Hüzling(er) 34

1517 Hizling(er) 39

1602 Hizling 52

Bei den Leuten des Hitz(il)o oder Hitzo (altd. PN). E
Hochhäusl Reischach REI

(mundartl.: „Houheisl“);

urk.

1517 Hochheisl 39

1535 Hochheusl 40

Einsam hoch auf einem Berg stehendes Häusl (das später dann durch weitere Zurodungen zu einem Bauernhof geworden ist). E
Hochmühl Reischach REI

(mundartl.: „Houmöj(nà)“);

urk.

1300 Hochmuel 19

1435 Hochmül 34

1517 Hohenmüllner 39

1556 Hochmul 45

1602 Hohenmüll 52

Vermutlich erste stationäre Mühle (deshalb Hochmühle) am Reischachbach im Gegensatz zur älteren, benachbart gewesenen „Schöff- oder Schiffsmühle“27. W
Hoheneck Reischach ARB

(mundartl.: „Hounegg(à)“);

urk.

1366 Hochenekk 12

1407 Hoheneckh 32

1435 Hohenekg 34

1517 Hohennegkh 39

1602 Hohenegkh 52

Langezogener, hochgelegener Landrücken (Eck); hier auch Wasserscheide zwischen Inn und Rott. E
Holzschmied Reischach EGG

(mundartl.: „Hoizschmid“);

urk.

1606 Schmidt am Holz 54

1636 Vorm Holz 68

1720 Schmidt hinder dem Holz 68

Ein Schmied, der vor oder an einem Wald (Holz) wohnt und sein Handwerk ausübt. E
Iffelsberg Reischach EGG

(mundartl.: „Iffáschbeag(à)“);

urk.

1468 Infridsberg 36

1535 Ifelsperger 40

Berg, auf dem ein Mann namens In(go)fried (altd. PN) siedelte. E
Indobl Reischach REI

(mundartl.: „Idowe(jer)“);

urk.

1180 Hinhiltobele 5 und Inhilttobel 5

1290 Intobl 17

1402 Intobbel 12

1588 Im Tobl 48

1602 Yntobl 52

Dobl (Waldtal), auf oder in dem ein Mann namens Hinhil(t) oder Inhilt (altd. PN) siedelte, (mhd. tobel = Waldtal, Bergvorsprung in einem Tal). E
Kager Reischach REI

(mundartll.: „Kågà(rà)“);

urk.

1407 Kager 32

1602 Kagermill 52

Ein „Gehag“ ist ein sog. lebender Zaun, eine ständige Einfriedung von Fluren mittels Hecke, Strauch- und Buschwerk. Vgl. auch Kagern, Gde. Burgkirchen a.d. Alz! W
Kaisersberg Reischach REI

(mundartl.: „Keisàschbeag“);

urk.

1468 Keysersberg 36

1538 Khaysersperg 43

Heute Bodendenkmal und Burgruine. Der Name Kaisersberg leitet sich vermutlich von Kaiser Ludwig d. Bayer ab, der einstmals diesen strategisch wichtigen Platz nutzte, in dem er in der Nacht zum 29. September 1322 mit seinem Heer „...noch am Tage der Schlacht nach Oetting (zog) und dort eine durch die Isen und den Inn geschützte Stellung“ bezog.27 RU
Karrersäge Reischach REI

(mundartl.: „Karràsog“);

urk.

1417 die Schefmül im Reisch`pach 33

1602 Schöfmill (im) Reischnpach 52

(Ursprünglich) eine im Reischachbach schwimmende Schöff- oder Schiffsmühle. Der Name „Karrersäge“ ist auf einen Karrer (= Viktualienhändler) zurückzuführen, der 1878/79 an der Stelle der längst abgegangenen Schöffmühle ein Sägewerk gründete.27 W
Kerschbichl Reischach REI

(mundartl.: „Keaschbi(h)e“);

urk.

1468 Büchel 36

1526 Pühl 40

1671 Kherschbichl 58

Berg (Hügel), wo auffallend viele Kirschbäume stehen; (ahd.buhil = Bichl [Berg, Hügel, Buckl] ). E
Kienberg Reischach ARB

(mundartl.: „Keabeag“);

urk.

933 Chienperch 8

1165 Cueberc 11

1190 Chueberch 5

1300 Chyenperch 19

1435 Hohenkienberger 34

1470 Kinperg 7

1517 Kyennperg 39

1602 Küenperg 52

Ein mit einer Kiefernwaldung bewachsener Berg (ahd. chien, mhd. kien = Kienföhre, Kiefer). E
Kirchhaunberg Reischach EGG

(mundartl.: „Kiachàhaubeag(à)“);

urk.

1254 Havnperg 10

1360 Hauenperg 12

1407 Hawnperig 32

1468 Kirchberg 36

1538 Haunperg 43

Ein in mehreren Gehauen (Schlagrodung) abgeholzter und dann urbar gemachter Berg (Anhöhe), auf dem dann zu einer Behausung später auch eine Kirche errichtet wurde. (mhd. houwen, nhd. hauen = schlagen [eines Waldes] ). Den Namen „Kirchhaunberg“ gibt es amtl. erst seit 1967 zur Unterscheidung vom anderen Haunberg in der Gemeinde Reischach 27. Vorher hieß der Ort „Haunberg“. E, Ki
Kleinillenberg Reischach REI

(mundartl.: „Gloa-Öynbeag(à)“);

urk.

963 bis 1468 siehe Großillenberg!

1468 Nidern Yllenberg 36

1535 Klain Velenperg 40

1588 Khlain Jelnperg 48

Wie bei Großillenberg, hier jedoch weiter entferntes, geländemäßig tiefer gelegenes und zudem kleineres „Illenberg“. W
Kolbersberg Reischach EGG

(mundartl.: „Koiwàschbeag(à)“);

urk.

1461 Kolbersperg 27

1470 Cholbersperg 7

1485 Kolbersberg 27

1671 Kholbersperg 58

Berg (Anhöhe), auf dem ein Mann namens Colbert (altd. PN (?) evtl. auch Kolumban oder Koloman) siedelte. E
Kreuzbind Reischach EGG

(mundartl.: „Greizbindà“);

urk.

1636 beym Creiz 68

1671 Pindter beim Creiz 58

1694 Binder am Creuz 68

1802 Kreuzbinder 68

Markantes Wegkreuz, in dessen unmittelbarer Umgebung sich ein Anwesen befindet, in dem später dann ein Binder (= Schäffler) sein Handwerk ausübte 27. E
Lanzenberg Reischach REI

(mundartl.: „Lanznbeag“);

urk.

1011 Lanzinperc 27

1435 Lanzenperg 34

1517 Lanntzennperg 39

Berg, auf dem ein Mann namens Lanzo (altd. PN) siedelte. W
Maierwiesweb Reischach REI

(mundartl.: „Moawiesweb(à)“);

urk.

1435 Mayrwies 34

1851 Wieshäusl 67

Wiese, die zum „Mayrgut“ (= Hofbauer) in Großillenberg gehört. Später wurde auf dieser am Rockersbach gelegenen Wiese ein Häusl gebaut, in welchem Generationen lang Weber ihr Handwerk ausübten 27. W
Mittermühl Reischach REI

(mundartl.: „Middàmöj“);

urk.

1407 Mittermul in dem Räwschachpach 32

1435 Müt`müllner 34

1517 Mittermüllnner 39

1602 Mittermill 52

Die mittlere von insgesamt drei Mühlen („Obermühle, Mittermühle und Brandmühle“) links des Reischachbaches. W
Oberfriesing Reischach REI

(mundartl.: „Owàfrüasing(à)“);

urk.

1150 Friesingen 17

1245 Vriesing 4

1300 ze Friesing 19

1435 Obern Friesing 34

1517 Friessing(er) 39

1560 Oberfriesing 46

1602 Friesing 52

Bei den Leuten des Frieso (altd. PN). Vgl. auch Unterfriesing! E
Oberkobl Reischach REI

(mundartl.: „Owàkowe(à)“);

urk.

1407 Obern Kobl 32

1535 Oberkhobl(er) 40

1602 Kobl 52

(mhd. kobel = Kasten) Hütte, einfaches Haus (vgl. auch Taubenkobl!); hier das weiter oben am Berg stehende Anwesen (siehe auch Unterkobl!). E
Oberleiten Reischach REI

(mundartl.: „Owàleitn(à)“);

urk.

1334 Leutoltsleitten 11

1438 Lewtoltzleuten 11

1481 Lutzenleiten 11

1535 Oberleutn(er) 40

Oberer Bereich einer Leiten (mhd. lîte = Hang), aber auch oberer Hang. E
Obermühl Reischach REI

(mundartl.: „Owàmöj“);

urk.

1435 Obermüll(ner) 34

1517 Obermüllnner 39

1535 Obermüll 40

1602 Obermüll 52

Eine weiter bachaufwärts gelegene und damit obere Mühle zu „Bremsstall“, wobei die Bremsstallmühle als die „untere Mühle zu Bremsstall“ zu gelten hat. (Vgl. auch Bremsstallmühle!) E
Oberthal Reischach ARB

(mundartl.: „àn Doi“);

urk.

1234 in dem Tal 9

1300 in dem Tal 19

1435 im Tal 34

1517 zw Oberntall 39

1592 Obertall 49

1602 Mitterthall und Obertall 52 (= Perseis)

Obere bzw. mittlere Ansiedlung in einem Talgrund (vgl. auch Unterthal!). W
Petzlberg Reischach REI

(mundartl.: „Beslbeag“);

urk.

1300 Petzenperg 19

1371 Peczelsperig 27

1407 Pecznperg 32 und Petzenperg 32

1435 Peselperg 34

1517 Petzlperg 39

Ansiedlung eines Mannes namens Petzel auf einem Berg (altd. PN Petzelin, Petzold, Bezzo (Pezzo), in der Verkleinerungsform Pe(t)zl). Vgl. auch Petzenthal, Gde. Erlbach! D
Pimannsberg Reischach ARB

(mundartl.: „Bimmàschbeag“);

urk.

1147 Pudemingisperge 8

1300 Bidensperg 19

1435 Pudmansperg 34

1517 Pidmansperg 39

1526 Pimansperg 40

1602 Pimblsperg 52

Bauchförmiger Berg (?) (ahd. budeming und pudeming = Bauch). Nicht auszuschließen aber ist auch ein altd. PN (welcher?). W
Pistor Reischach REI

(mundartl.: „Bisdouà(rà)“),

urk.

1018 bei Burgtor 27

1300 ze Burch 19

1435 Purtorl 34

1470 Pürgthor(er) 7

1533 Purchtor 27

1650 Pirtaur(er) 68

1680 Pistor(er) 68

Der vor (unweit) dem Tor der Burg (Kaisersberg!) hausende. E
Rauscheck Reischach REI

(mundartl.: „Rauscheck(à)“);

urk.

1457 Rauscheckh 27

1518 Rauschegkh 27

1602 Rauschögkh 52

Hohe (hochgelegene) Landzunge (Eck), die am reißendem Gewässer ihren Anfang bzw. ihren Auslauf nimmt. (mhd. rusch = Wasserfall, reißendes Gewässer [Reischachbach!]). Rauscheck ist ein mittelalterlicher Burgstall! E
Reichwald Reischach ARB

(mundartl.: „Reichwoin(à)“);

urk.

1300 ze Walde 19

1435 Wald bey Ärbing 34

1517 Waldnner 39

1535 Waldner von Wald 40

1602 Waldt 52

1612 Reichwald(ner) 56

Der am Wald hausende (Bauer); die spätere Vorsilbe „Reich“ ist als „reich“, d.h. wohlhabend zu erklären. Der Reichwallner war einst der größte und reichste Bauer der Arbinger Gegend. (Zum 1/1-Hof gehörten zwei Zuhäuser und ein Sägewerk!)27. E
Reisermühl Reischach REI

(mundartl.: „Reisàmöj(nà)“);

urk.

1560 Reisermüll(ner) 46

1606 Reisachmühl 54

Mühle am Bach (Rockersbach) welcher von Gesträuch und Buschwald umgeben ist. (mhd. ris = Zweig, Reisig, - risach = Gesträuch, Stauden, Buschwerk). E
Reising Reischach EGG

(mundartl.: „Reising(à)“, gelegentlich auch „z`Reisà(h)“);

urk.

1407 Reysach 32

1468 Reyßinger (zu) Reyßach 36

1586 Reißing 27

Gebüsch, Staudenwaldung, vgl. Reisachöd! E
Rockersbach Reischach ARB + EGG

(mundartl.: „Roggàschbå(h)“);

urk.

1151 Ruotkozzispach 8

1435 Rokkolspach 34

1535 Rockherspach 40

1602 Rogkherspach 52

Ort am Bach, wo ein Mann namens Ruodgozz (Ruotkozz, altd. PN), mit seinen Leuten siedelte. W
Rudersberg Reischach REI

(mundartll. „Ruadàschbeag“);

urk.

1245 Rudolfsperig 4

1300 Rudolfsp`g 19

1435 Ruedersperg 34

1517 Ruedersperg 39

1602 Ruedersperg 52

Berg, auf dem ein Mann namens Rudolf (altd. PN) siedelte. W
Schöffberg Reischach REI

(mundartl.: „Schefbeag“);

urk.

1407 Schefperg 32

1435 Scheffperg 34

1468 Schöfberg 36

Berg, der von der Schöff- oder Schiffsmühle im Reischachbach aus ansteigt und dessen Ansiedlung danach benannt wurde. (Vermutl. gab es einst mehrere Schiffsmühlen im Reischachbach)27. W
Schönbüchl Reischach REI

(mundartl. „Schebi(h)e“);

urk.

1407 Schönbühel 32

1435 Schönpühel 34

1518 Schoenpuechl 27

1602 Schönpühl 52

1612 Schönpichl 56

Schöner Bichl (ahd. buhil = Buckl, Hügel, Anhöhe, Berg) an einer Südlage. W
Speck Reischach ARB

(mundartl.: „dà Specknà“);

urk.

1300 Spech 19

1407 Spekh 32

1435 Speck 34

1517 Spegkhnner 39

1529 In der Speck 41

1602 Spögkh 52

Vom mhd. speche = ein mit Reisigbündeln oder Prügeln gebauter (befestigter) Weg über ein sumpfiges Talgelände. E
Staudenhäuser Reischach REI

(mundartl.: „Stauànheisl“);

urk.

1636 Edtgarten oder Huet-Weyd 68

1650 in den Stauden 68

1667 Staudenhäusl 68

1754 bei den Staudenhäusln 68

Ursprüngl. eine Viehweide in einer Ödung, später entstanden dann dort in den Stauden (Gebüsch, Buschwald) einige Anwesen (Häusl). W
Stockwimm Reischach ARB

(mundartl.: „Stogwimm(à)“);

urk.

1300 Dez ersten widem 19

1435 Widem bey Strazz 34

1529 Widmer an der Straß 41

1560 Stockhwidm(er) 46

Vom mhd. wibm bzw. widem = das gewidmete Gut, welches (seit 1261) zum Unterhalt des Chorherren-Stockes in Altötting gewidmet war 27. E
Straß b.Ecking Reischach ARB

(mundartl.: „Stråßnà z`Eggen“);

urk.

1300 auf der strazz 19

1417 zw Strass 33

1435 Strazz 34

1488 Straß bei Ecking 33

1517 Strasser 39

1602 Strasß 52

(Gehöft) an einer Straße (Altstraße, nahe bei Ecking). E
Thannberg Reischach REI

(mundartl.: „Dabeag(à)“);,

urk.

927 montem Tanperch 8

1120 Tanninperc 17

1262 Tanneberg 17

1517 Tanberg(er) 39

1602 Tannperg 52

Berg, an dem Tannen wachsen (Tannenberg). E
Unterfriesing Reischach REI

(mundartl.: „Undàfrüasing(à)“);

urk.

1150 Friesingen 17

1435 Nidern Friesing 34

1517 Friessing(er) 39

1560 Vnnderfriesing(er) 46

1602 Friesing 52

Wie bei Oberfriesing, das östl. und geländemäßig weiter oben als Unterfriesing liegt. E
Unterkobl Reischach REI

(mundartl.: „Undàkowe(à)“);

urk.

1407 zw Nid`n Chopl 32

1470 Nidernchobl 7

1526 Nidernkobl 40

1662 Underkobl(er) 68

Wie bei dem westl. und geländemäßig weiter oberhalb des Berges sich befindenden Oberkobl. E
Unterthal Reischach ARB

(mundartl.: „àn Doi“);

urk.

1234 In dem Tal 9

1300 in dem Tal 19

1435 Nydern Tal 34

1508 im Niderntall 37

1602 Niderthall 52

1712 Undern Thall 68

Untere Ansiedlung in einem Talgrund. (Vgl. Oberthal!). W
Wälschmühle Reischach REI

(mundartl.: „Woischmöj(nà)“);

urk.

1517 Wolfsmüll(ner) 39

1599 Wolffsmüll(ner) 50

1620 Walschmüll 68

1671 Wälschmihl 58

Mühle (am Rockersbach), die einst ein Mann namens Wolf (Wolferus, Wolfhart, Wolfram, etc. altd. PN) besaß oder gar gründete. E
Waldberg Reischach ARB

(mundartl.: „Woidbeag“);

urk.

1392 Waldperg 27

1461 Waltperg 27

1544 Waldberg 27

1602 Waltperg 52

Bewaldeter Berg. (Auf dem Waldberg stand einstmals ein Schloss. Die Ansiedlung der Häuser erfolgte südwestl. im Tal, im Halbkreis unterhalb des Wald- oder Schlossberges) 27. D
Watzenberg Reischach ARB

(mundartl.: „Wàznbeag(à)“);

urk.

1468 Wetzenberg 36

1517 Watzennperg(er) 39

1526 Wetzesperg 40

1535 Wätzennperg 40

1625 Wäzenberg 68

Berg, auf dem ein Mann namens Wetzo oder Watzo (altd. PN) siedelte. E
Weiher Reischach ARB

(mundartl.: „Weià(rà)“);

urk.

1461 Weyhergütl 27

1517 Weÿrer 39

1567 Weyr(er) 27

1598 Weirer bej Hochenöckh 51

Behausung eines „Weiherers“, eines Mannes, der für den Unterhalt von herrschaftl. Fischweihern verantwortlich ist (vgl. auch Weiher, Gde. Reischach!). E
Werkstetten Reischach REI

(mundartl.: „Weagstedn(à)“);

urk.

1468 Wolffstetten 36

1517 Werchsteter 39

1535 Werchstetten 40

1734 Werkstödn 68

1790 Werkstetten 68

1824 Werkstetter 30

Wohl Stätte (Stelle), so sich Wölfe aufhalten. Nicht auszuschließen ist jedoch eine Ableitung vom altd. PN Wolf (Wolfhart, Wolfgang, Wolfram, Wolfer oder gar Wer(i)cho u. ähnlich.), einem Mann mit einem solchen Namen, der sich dort in der gerodeten, urbar gemachten Stätte sesshaft machte. E
Wiesweb Reischach REI

(mundartl.: „Wiswew(à)“);

urk.

1435 ab der Wiß 34

1602 auf der Lanngwiß (am) Reischnpach 52

(Ortschaft heute dem Dorfe Reischach eingegliedert). Der Name kommt von Webern, die in mehreren Generationen auf diesem Anwesen „auf der langen Wiese“ ihr Handwerk ausübten 27. E
Wipfelsberg Reischach REI

(mundartl.: „Wipfàschbeag(à)“);

urk.

1407 Wippfleinsp`g 32

1435 Wipfleinsperg 34

1517 Wipflersperg(er) 39

1602 Wipflsperg(er) 52

Berg, auf dem vermutlich ein Mann namens Wippert (Wipprecht) siedelte; (altd. PN, in der Verkleinerungsform „Wipplein“ oder ähnlich.) (?). Eher aber ist dagegen eine Ableitung vom mhd. wipfel, auch wipfelin = Gipfel, Spitze eines Baumes, Gebäudes aber auch Berges, die wahrscheinlichste Erklärung. W
Wissersdorf Reischach ARB

(mundartl.: „Wisàschdoaf");

urk.

1011 Vuisagartadorff 27

1300 Wisgartorf 19

1407 Wiskarsdorf 32

1435 Wiskerstorff 34

1517 Wisterstorff 39

1671 Wüsterstorff 58

Bei der Ansiedlung (ursprüngl. Dorf von nur 3 bis 5 Häusern) einer (edlen) Frau namens Wisagart oder Wisigart (altd. weibl. PN). D
Wurmgarten Reischach REI

(mundartl.: „Wuamgoadn(à)“);

urk.

1180 Wurmgarten 11

1517 Wurmgartnner 39

1602 Wurmbmgartn 52

Vom mhd. wurmgarte = ein eingefriedeter Platz (Ort, Garten, wo gehegte Schlangen oder derartige andere wilde Tiere liegen). E
Zehenthof Reischach REI

(mundartl.: „Zehdhof(à)“);

urk.

1407 Zehenthof 32

1517 Zehennthoff 39

1602 Zechenthof 52

1671 Zechenthof 58

Ein Hofgut, das nachweislich im Gegensatz zu den übrigen Höfen der Pfarrei (die nur 2/3 abzugeben hatten) den ganzen (= 3/3) Zehent der Kirche bzw. dem Pfarrherrn reichen musste 27. E
Stammham Stammham STA

(mundartl.: „Stammham“);

urk.

740 Stamheim 8

924 Stamheim 8

1136 Stamaheiman 8

1203 Stamheim 10

1300 Stammhaim 19

1435 Stamhaim 34

1517 Stamham 39 und Stamhaim 39

1602 Stambhamb 52

Heimstatt eines Mannes namens Stam(o); (altd. PN D, Pfa, Ki
Grubmühle Stammham STA

(mundartl.: „Gruawmöj(nà)“);

urk.

1435 Grubmüller 34

1517 Gruebmullnner 39

1560 Gruebmüllner 46

1602 Gruebmüll 52

Mühle in einem Geländeeinschnitt (Grube, Senke, Tiefe, Mulde). E
Haunreit Stammham STA

(mundartl.: „Haureid“);

urk.

1435 Hawnrewter 34

1598 Haunreitt(er) 51

1602 Haunreit 52

1752 Haunreith 61

Der Siedler bei dem in mehreren Gehauen gerodeten Auwald am Inn; (mhd. houwen= hauen; reuten, reiten = roden, Gereut). W
Hofschallern Stammham STA

(mundartl.: „Hofschäuàn“);

urk.

1435 Hoffschalhen 34

1517 Hofschalhen 39

1602 Hofschaln 52

Scheunenhof für den landwirtschaftl. Eigenbetrieb eines großen Güterkomplexes (z.B. eines Klosters). D
Vogled Stammham STA

(mundartl.: „Vogled(à)“);

urk.

1407 Voglöd 32

1435 Vogelöder 34

1517 Voglöder 39

1560 Volgleder 46

1602 Vogled 52

Ödung (= unbebauter Grund), wo sich besonders gerne viele Vögel aufhalten. E
Teising Teising TEI

(mundartl.: „Deising“);

urk.

724 Tisingen 6

930 Tisinga 8

1183 Tisingen 5

1234 Tysingaere 9 und Tysingen 9

1300 Teising 19

1407 Teysing 32

1517 Teising 39

1602 Teising 52

Bei den Leuten eines Mannes namens Tiso (altd. PN, auch Diso). Vgl. dazu auch Dashub, Gde. Unterneukirchen! D, Ki
Gschwandtner Teising TEI

(mundartl.: "Gschwandnà“);

urk.

1287 Swantnar 18

1407 Swendt 32

1904 --- 21

Der Name deutet auf Urbarmachung durch „Schwenden“ (= Brandrodung) von Stauden, Kleingebüsch, Dornen udgl. zur Gründung eines Anwesens. (Eine Brandrodung bei Hoch- oder Nutzholz ist unwahrscheinlich, es wäre eine solche ja eine ungeheuerliche „Verschwendung“ gewesen.) E
Holzhauser Eck Teising TEI

(mundartl.: „Hoizhausàeck“);

urk.

1300 Holzhavsen 19

1560 Holzhauser 46

1598 Holtzhauser von Teising 51

1602 Holzhauser von Teising 52

Haus (Anwesen) am Eck (Spitze, Ende der Gemarkung), in Richtung Holzhausen (Ober- und Unterholzhausen). E
Lohberg Teising TEI

(mundartl.: „Lohbeag“);

urk.

1904 --- 21

Lohberg bedeutet eine Loh an einem Hang bzw. Berg; (ahd. und mhd. loh, lauha = Lichtung in einem Wald, auch Wiese in einer Waldlichtung). Das heute abgegangene Anwesen dort nannte man beim „Lex“. E
Weitfeld Teising TEI

(mundartl.: „Weidföid“);

urk.

1904 Weitfeld 21

Große, weite Felder. W
Töging a.Inn Töging a.Inn TÖG

(mundartll: „Deging“);

urk.

1050 Teginingun 72

1190 Tegingen 72

1300 Tegning 19

1435 Tegning 34

1517 Tegning 39

1556 Teging 72

1602 Tögning 52

1610 Töging 72

Bei den Leuten von der Sippe des Tegino (altd. PN, auch Thegino und Thagino). Stdt, Pfa, Ki
Aresing Töging a.Inn TÖG

(mundartl.: „Arasing“);

urk.

842 Antesina 7

953 Antesena 7

1014 Antisna 7

1140 Antesin 17

1407 Ädäsing 32

1468 Adesing 36

1517 Adässing 39

1560 Adessing 46

Uralter Name und schwer zu deuten. Nach dem mhd. würde ante oder anti = Ende, Spitze und sin = alt bedeuten, was demnach als eine Ansiedlung am Ende einer altgerodeten Flur ergeben würde (?). Vermutlich war Aresing schon in der Römerzeit besiedelt. D
Dorfen Töging a.Inn TÖG

(mundartl.: „Doaffà", gelegentl. noch „Darffà“);

urk.

1300 Dorfen 19

1407 Dorffen 32

1470 Dorffen 7

1517 Dorffn 39

1602 Dorffen 52

Bei den Dorfbewohnern; (Dorf, urspr. 3 bis 5 Häuser). Vgl. auch Dorfen, Gde. Garching a.d. Alz, Dorfen, Gde. Kastl, und Dorfen, Stadtgem. Töging a. Inn! D
Engfurt Töging a.Inn TÖG

(mundartl.: „Engfuat“);

urk.

1300 Egenfurt ein mül 19

1435 Mül auf dem Egenfurtt 34

1468 Egnfurtt(er) 36

1517 Egennfurt(er) 39

1560 Egnfurter Müllner 46

1602 Ögnfurdt 52

1671 Eggenfurttner 58

1752 Engfurth 61

Eine Mühle an der Furt (= Fuhr- od. Fahrweg) nach Eggen (= hügeliges, hochgelegenes Gebiet [Holzland] ). W, Ki
Feichten Töging a.Inn TÖG

(mundartl.: „Feichtn“);

urk.

1234 Viht 9

1300 Vaevohten 19

1470 Veychten 7

1517 Veichten 39

1560 Feichten 46

1602 Feichtn 52

Ansiedlung bei einer Fichtenwaldung; (ahd. fichta, mhd. fichta, ma. Feichtn = Fichte). Vgl. auch Feichten a.d. Alz! W
Höchfelden Töging a.Inn TÖG

(mundartl.: „z`Hefing“);

urk.

1300 Hevelden 19

1435 Hefelden 34

1517 Hefeldn 39

1526 Hechefelden 40 und Hefelden 40

1602 Hehenfeln 52

1671 Hechenvelden 58

Bei den höheren (= höhergelegenen) Feldern; (he = oben, höher). W
Hubmühl Töging a.Inn TÖG

(mundartl.: „Huabmöj“);

urk.

1420 Hubmül 12

1470 Huebmül(ner) 7

1526 Huebmüll 40

1560 Huebmüllner 46

Eine Hube (= ½-Hof), zu der auch eine Mühle gehört. W
Westerham Töging a.Inn TÖG

(mundartl.: „Westàham“);

urk.

1468 Westerheim 36

1470 Westerhaym

1517 Westerham 39

Das Heim im Westen, das heißt: eine westlich vom gleich alten Osterham gegründete Ansiedlung (Heimstatt; ham = Heim). Vgl. auch Osterham, Gde. Winhöring! W
Wildmann Töging a.Inn TÖG

(mundartl.: „dà Wöidmå“);

urk.

1407 Wildmann 32

1470 Wildman 7

1517 Wildman 39

1560 Wildmann 46

1602 Wildtman 52

Fremder („wilder“) unbekannter, von einer weit entfernten Gegend herkommender Ansiedler (in einer Ödung). E
Tüßling Tüßling TÜS

(mundartl.: „Dißling“);

urk.

748 Tuzlingas 72

798 Tuzzilinga 8

930 Tuzzilinga 8

1183 Tuzzelingen 5

1245 Tuessling 22

1300 Tvezzling 19

1407 Tüssling 32

1444 Tusling 12

1553 Disling 12

Bei den Leuten des Tuz(z)ilo (altd. PN). M, Ki, B,
Alte Bahn Tüßling TÜS

(mundartl.: „á dá oidn Bahn“);

urk.

1904 --- 21

Siedlung, welche sich ab 1908 nach Eröffnung der Umverlegung der Eisenbahnstrecke (Tauernbahn) von Norden nach Süden von Tüßling an der Stelle der „Alten Bahn“ entwickelte.
Auösterer Tüßling TÜS

(mundartl.: „Auestárá“);

urk.

1517 Aw 39

1602 Aw 52

Au (mhd. awn = wasserreiche Wiese, Auwald) und Ester (mhd. ester) = Falltor, das sich nach Öffnung von selber wieder schließt, hier nahe an oder in einer Aue. E
Boinham Tüßling UBK

(mundartl.: „Berham“);

urk.

1435 Pewnhaim 34

1560 Peunham(er) 46

1602 Peunham 52

Heimstatt (Ansiedlung) der Leute des Bevo(n); (altd. PN). W
Buch Tüßling UBK

(mundartl.: „Bua(h)“);

urk.

748 Puch 8

877 ad Puoche 6

1234 Vor deme Pvch 9

1300 Puch 19

1517 Puech 39

1560 Puechner 46

1602 Puech 52

Bei den Buchen (Buchenwaldung). D
Burgkirchen a.Wald Tüßling UBK

(mundartl.: „Buagkiachá (án Woid)“);

urk.

724 Purch 6

788 Povhkirc eccl. 8

930 Purg 8

1200 Purchirchen 8

1491 Purckirchen 12

1517 Purgkhirchen 39

1602 Burgkhirchen 52

Die älteste Schreibweise weist auf eine Burg, die zweitälteste ist als „Kirche aus Baumstämmen, Holz, Balken“ (ahd. bov(m)) zu übersetzen. Dagegen weist die Schreibweise von 930 und 1200 wieder auf „Burg“ (ahd. burc(h) = Burg, Befestigung, Kirchenburg (?) hin. D, Pfa, Ki
Edelthalham Tüßling UBK

(mundartl.: „Ialdoiham(á)“);

urk.

1517 Talhaim 39

1560 Edltalham 46

1602 Edltalhaim 52

Heimstatt im (Erlen-)tal. Bei der späteren Vorsilbe „Edel“ könnte es sich um eine Verballhornung des Wortes „Erl“ oder „Irl“ (= Erle) handeln, was auch in der mundartl. Ausdrucksweise ihre Bestätigung fände. Leider ist vorerst eine ganz alte Schreibweise nicht bekannt und daher auch nicht, ob das „Erl“ etwa gar von einem altd. PN, z.B. Edil(o) od. ähnl., sich ableitet. E
Engolding Tüßling UBK

(mundartl.: „Engading“);

urk.

1130 Engellantingen 8

1234 Engelantingen 9

1300 Egolting 19

1435 Egelting 34

1486 Englating 26

1517 Ennglharting 39

1560 Engölting 46

1606 Engolding 54

Bei den Leuten eines Mannes namens Engelant (auch Angilhart od. ähnl. altd. PN). W
Gänsberg Tüßling UBK

(mundartl.: „Gensbeag(á)“);

urk.

1435 Gensperg 34

1517 Gennsperg(er) 39

1560 Gensperger 46

1602 Gennsperg 52

Berg, an od. auf dem Gänse weiden. E
Gassen Tüßling UBK

(mundartl.: „Gossn(á)“);

urk.

1130 Gazzen 6

1234 In der Gazzen 9

1435 Gassner 34

1517 Gassnner 39

1602 Gassn 52

„Gazzen“ (= Gassen) bezeichnet urspr. einen alten, öffentlichen Triebweg für das Vieh (Fahrweg, Straße). Vgl. auch Gassen, Gde. Marktl, und andere! E
Haid Tüßling UBK

(mundartl.: „Heidá“);

urk.

1435 Haider 34

1517 Haider 39

1560 Ober- u. Unterhaider 46

1602 Haidt 52

Heidelandschaft (Ödland). E
Heiligenstatt Tüßling TÜS

(mundartl.: „Heilingståd“);

urk.

1553 zu Heiligenstat bei Disling 12

1606 Heiligenstatt 54

Heilige Stätte (Platz, Ort) und erfolgte Gründung einer Kirche dort. D, Ki
Hiebl Tüßling UBK

(mundartl.: „Hüawe“);

urk.

1234 Hvobe 9

1300 Hvobler 19

1435 in dem Hueblein 34

1560 Hiebler 46

1602 Hüebl 52

Die kleine Hube (weniger als ½-Hof); das Hüblein in der Nähe von Ströben (Stroflecking). E
Hüttenberg Tüßling UBK

(mundartl.: „Hittnbeag“);

urk.

1300 Hitenperg 19

1517 Hitennperg(er) 39

1560 Hittnperg 46

1602 Hüttnperg 52

Berg mit Hütte für das Weidevieh. Eine Deutung nach dem altd. PN Hitti oder Hito dürfte hier wohl nicht angebracht sein. E
Kiefering Tüßling UBK

(mundartl.: „Kiefering“);

urk.

1517 Kufring 39

1560 Küfering 46

1602 Kifering 52

Wohl vom altd. chuofa, lat. cupa = Wölbung, Buckel, großer Hügel, somit: „Bei den Siedlern auf einer (solchen) Chuofa.“ W
Krems Tüßling UBK

(mundartl.: „Gremsn“);

urk.

927 Chremissam 8

1130 Chrinne 6

1602 Chrembs 52

Hier könnte es sich entweder um einen Namen keltisch-illyrischer Herkunft (chremisa = scharfeckig) oder slawischer Herkunft handeln: kremy = Kieselstein = Steinbach. (Vgl. auch Krems an der Donau, das eine gleiche Namensentwicklung hat und ebenso erklärt wird!) E
Kronack Tüßling UBK

(mundartl.: „Gronogg(á)“);

urk.

1517 Kranagkh 39

1598 Granackher 51

Acker, wo sich immer viele Krähen sammeln; (ahd. krâwa, kraja, krâ(ha) = Krähe (Vogel). E
Mörmoosen Tüßling MÖM

(mundartl.: „Miamosn“);

urk.

927 Merinunmos 8

930 Merinamos 8

1135 Mermos 8

1243 Mermos 10

1317 Mermos 10

1364 Mermosen 12

1489 Mermoos 12

1571 Mermosen 12

Ansiedlung über dem moosig sumpfigen Mörntal (Mörn, vom ahd. und mhd. muor, morîn = sumpfig, moorig nasser Grund). Vgl. auch Mauerberg, Mörn und Moos, Gde. Garching a.d. Alz! D, Ki
Moos Tüßling UBK

(mundartl.: „Moos“);

urk.

1234 Mos 9

1560 in der Moßwiß 46

1602 Beim Moß 52

Moosiger (mooriger), sumpfiger Grund. D
Mooshäusl Tüßling TÜS

(mundartl.: „Mosheisl“);

urk.

1560 ain Heisl beim Mosß alda 46

1602 Häusl am Moß 52

Ein Häusl am Moos (siehe auch Moos und Mörmoosen!) E
Neue Heimat Tüßling TÜS

(mundartl.: „Neie Heimat“);

urk.

1904 --- 21

Nach dem Zweiten Weltkrieg von und für Flüchtlinge und Heimatvertriebene gegründete „neue Heimat“ (neue Ansiedlung).
Reichbrandstätt Tüßling UBK

(mundartl.: „Rei(h)brandstett(á)“);

urk.

1560 Reichpranntstetter 46

1602 Prannstöt beim Össter 52

Abgebrannte und wiederaufgebaute Wohnstätte eines Bauern, dessen Nachfahren später zu Wohlhabenheit (Reichtum) gelangten. Össter (mhd. ester) ist ein Falltor an einem Flurgrenzzaun. (Vgl. dazu auch Estor, Gde. Pleiskirchen!) E
Reichenspurn Tüßling UBK

(mundartl.: „Reichspua“);

urk.

1130 Reicherspvch 6

1489 Reichenspuech 26

1517 Reichennspuech 39

1602 Reichenpuechner 52

Ansiedlung (Gehöft) eines Mannes namens Reicher oder Richo (altd. PN) an einer Buchenwaldung. E
Sägmeister Tüßling TÜS

(mundartl.: „Sogmoasdá“);

urk.

1904 Sägmeister 21

Der Meister (= Besitzer; Betreiber) einer Sägemühle; (hier einstmals Mühle mit Sägewerk, Ölstampfe und Tuchwalke) 11 . E
Schlehub Tüßling TÜS

(mundartl.: „Schlehua(wá)“);

urk.

1904 Schlehub 21

Name vom ahd. sleha = Schlehe (Schlehdorn), also: Hube (= ½-Hof), in dessen Umgebung es viele Schlehdornbüsche (Sträucher) gibt. Ältere Schreibweise leider nicht bekannt; Name evtl. auch „schlechte“ = einfache, kleine Hube bedeutend. E
Schwanthal i.Loch Tüßling UBK

(mundartl.: „Schwadoiá án Loch“);

urk.

1407 Swaintal 32

1517 Schwaintaller 39

1602 Schwaintall 52

Großes, langgezogenes, enges Tal, welches das darinnen stehende Gehöft als „im Loch“ erscheinen lässt. Dieses Tal diente offensichtlich einstmals als Schweineweide. E
Schwarzbrunn Tüßling UBK

(mundartl.: „Schwoazbrunn(á)“);

urk.

1560 Prunnhaus 46

1904 Schwarzbrunn 21

Quelle (Brunnen) nahe Heiligenstatt, aus der dunkles mooriges (heilkräftiges?) Wasser hervortritt. (Vgl. dazu auch Ellbrunn, Gde. Erlbach!) E
Stockham Tüßling UBK

(mundartl.: „Stogham(á)“);

urk.

1435 Stockchaim 34

1517 Stogkhamer 39

1560 Stogkhamen 46

1602 Stockhamb 52

Heimstatt, Ansiedlung an einem Gestocket (Rodungsplatz). E
Streitberg Tüßling UBK

(mundartl.: „Streitbeag(á)“);

urk.

1130 Stritperch 17

1160 Stritperch 18

1904 Streitberg 21

Berg, um den gestritten wurde. W
Troßmating Tüßling UBK

(mundartl.: „Drousmáding“);

urk.

1300 Trasm’ding 19

1517 Trasmating 39

1602 Trasmatting 52

Bei den Leuten von der Sippe des Trasmar (altd. PN). E
Wallering Tüßling UBK

(mundartl.: „Woiáring“);

urk.

1435 Waltaching 34

1517 Walhering 39

1560 Walhering 46

1602 Walhering 52

Bei den Leuten eines Mannes namens Waltta(ch) od. Walt(th)er(i); (altd. PN). E
Waltenberg Tüßling UBK

(mundartl.: „Woi(d)nbeag");

urk.

1282 Waltenperge 10

1288 Waltenperg 10

1300 Waltenperg ein mvel 19

1334 Waltenperge 11

1446 Woltenperg 12

1517 Walltennperg, Müllner 39

1602 Waltnperg 52

Berg, auf dem ein Mann namens Walte(n)bert od. Walto (altd. PN) siedelte. Später entstand unterhalb des Berges auch eine Mühle. W
Weitfeld Tüßling UBK

(mundartl.: „Weidföin(á)“);

urk.

1904 Weitfeld 21

Große, weite Felder. E
Tyrlaching Tyrlaching TYR

(mundartl.: „Dialing");

urk.

788 Deorlekingas 8

1023 Tierlechinga 8

1167 Tierlaichingen 8

1341 Türling 15

1431 Tyerlaching 6

1481 Dirlaching 11

1656 Türlaching 6

Bei den Leuten des Deorlek (od. Diurleic, auch Deorlich oder ähnl. altd. PN). D, Pfa, Ki
Aichbichl Tyrlaching TYR

(mundartl.: „Euchbuin“ bzw. „Euchbuià“);

urk.

1300 Aich 19

1427 Aichpüchlär 12

Eichenbichl (ahd. buhil = kleiner Hügel, Anhöhe, Buckel), also kleiner, mit Eichen bewachsener Hügel. E
Eberheissing Tyrlaching TYR

(mundartl.: „Eberheissing(à)“);

urk.

1163 Eberhartingen 10

1250 Eberhartinge 15

1435 Eberharting 34

1508 Eberharting 38

Bei den Leuten eines Mannes namens Eberhart (altd. PN, auch Eberher). E
Emmering Tyrlaching TYR

(mundartl.: „Emmàring“);

urk.

1050 Engilmanninga 8

1150 Engilmaringin 8

Bei den Leuten des Engilman oder Engilmar (altd. PN, auch Engelmar). W
Hainbuchreut Tyrlaching TYR

(mundartl.: „Hoabàreit(à)“);

urk.

1190 Heimpuch 8

1292 Raevt 10

1300 Raevt 19

1334 Reut 11

1438 Reytt 11

1593 Reuttergut im Hainpuech 11

1778 Hainbuchreit 71

Gerodeter Hainbuchenwald; (reuten = roden). E
Kienertsham Tyrlaching TYR

(mundartl.: „Keanàtsham“);

urk.

1148 Chvenersheym 8

1300 Chynreichshaim 19

Heimstatt (Ansiedlung) des Chuenert; (altd. PN, auch Kunihart oder Kunhart). W
Kraham Tyrlaching TYR

(mundartl.: „Gråham“);

urk.

1273 Chrahaim 10

Heimstatt (Ansiedlung) eines Mannes namens Chraman; (altd. PN, auch C(h)raman oder Grah(a)man). D
Loah Tyrlaching TYR

(mundartl.: „Lo(à)“);

urk.

1140 Loen 8

1300 ze Lohen 19

Lichtung in einem Wald; (mhd. laùha = Wald-(Lichtung). E
Loding Tyrlaching KAY

(mundartl.: „Loding(à)“);

urk.

1592 Loding 71

1778 Lodinger 71

1904 Loding 21

(Ältere Urkunden über Loding liegen mir zur Zeit nicht vor!)

Bei den Leuten des Lodo(?) (altd. PN, Lodo = Chlodwig, auch Chlodovech. Da die urspr. Schreibweise des Ortsnamens auch „Liuting“ oder ähnlich lauten könnte, kann hier vorerst nur auf die Schreibweise „Loding“ eingegangen werden). E
Moosen Tyrlaching TYR

(mundartl.: „Mosn“);

urk.

1151 Moosen 71

1167 Mosa 8

1220 Mosen 8

1435 zu Mosen 34

Moosig, mooriger Grund beiderseits des Fahnbaches. E
Niederbuch Tyrlaching TYR

(mundartl.: „Ni(e)dàbuach“);

urk.

1190 ad Puche 8

1306 Nidernpuch 11

1334 Puech 11

1443 Nydernpuech 12

Untere Ansiedlung bei einer Buchenwaldung. D
Oberbuch Tyrlaching TYR

(mundartl.: „Buach“);

urk.

788 Pohkirch 8

1147 Pvche 8

1165 Puoch 8

1278 Puch 6

1300 Pvch 19

1377 Puech 6

1449 Buech 6

Obere Ansiedlung bei einer Buchenwaldung, wo auch eine Kirche errichtet wurde. D, Ki
Oberschnitzing Tyrlaching TYR

(mundartl.: „Owàschnizing“);

urk.

1167 Snicingen 8

1219 Sniecingen 8

1392 Oberschnitzing 71

1778 Oberschnitzing 71

Bei den Leuten des Sniz(z)o; (altd. PN, auch Snizolf und ähnlich). W
Pilling Tyrlaching TYR

(mundartl.: „Buin“);

urk.

788 Pechilingen 8

1230 Pieheling 17

1300 Pilhing 19

1400 Pilling 71

1592 Pilling 71

Bei den Leuten des Pechi(l)o; (altd. PN, auch Pillunch). W
Pirkern Tyrlaching TYR

(mundartl.: „Paiauf(n)“);

urk.

1190 Pircha 8

1300 Pirchach 19

1435 Pirchah 34

Am Birkicht (= Birkenwaldung). Der Name „Pallauf“ (mundartl. „Paiauf“) ist eigentlich der Hofname; (altd. PN Paldauf, Baldauf, Baldulf, Balduvin u.ä.). E
Starkern Tyrlaching TYR

(mundartl.: „Stoakern“ bzw. „Stoakàrà“);

urk.

1125 Starchand 71

1183 Starchant 8

Beim Gehöft eines Mannes namens Starchant; (altd. PN, auch Starcand, Starchandus und Starcholf). E
Stockham Tyrlaching TYR

(mundartl.: „Stogham(à)“);

urk.

1190 Stochhaim 11

1598 Stockhaim 12

Heimstatt, Ansiedlung an einem Gestocket (Rodungsplatz). E
Stöckeln Tyrlaching TYR

(mundartl.: „Stegge(n)“);

urk.

1275 Stochel 18

1327 Stoeckel 18

1438 Stokchach 11

1593 Stockhelgut zu Stocka 11

1646 Stöckhlgut zu Puech 12

Der am Rodungsplatz (Stockach, Gestocket) angesiedelte Gütler. E
Unterschnitzing Tyrlaching TYR

(mundartl.: „Undàschnizing“);

urk.

1167 Snicingen 8

1219 Sniecingen 8

1392 Niederschnitzing 71

1498 Niederschnitzing 12

1778 Unterschnitzing 71

Wie bei Oberschnitzing, hier jedoch die unten im Tal liegende Ansiedlung (im Gegensatz zur oben auf einer Anhöhe liegenden Ortschaft Oberschnitzing). D
Waltenham Tyrlaching TYR

(mundartl.: „Woinham“);

urk.

1443 Waltenhaim 12

1592 Waltenham 71

Bei der Heimstatt eines Mannes namens Walto oder Wald(t)o (altd. PN). W
Wiesenzart Tyrlaching TYR

(mundartl.: „Wisnzart(à)“);

urk.

1270 Wisenzhart 11

1303 Wizzentzhart 11

1334 Wisenthart 11

1593 Wisenzartter 11

Hart (=Weidewald), hier: Wiese im Hart. E
Zageln Tyrlaching TYR

(mundartl.: „Zågln“);

urk.

1151 Zagele 8

1167 Zagele 8

Schmaler Geländezipfel (hinterster Teil), Landzungen-Ende; (mhd. Zagl, nhd. Zogl = Zipfel). E
Zaiselham Tyrlaching TYR

(mundartl.: „Zoaslham“);

urk.

1151 Zezenhêim 8

1167 Zeizenhaim 8

1498 Zaiselham 12

Heimstatt eines Mannes namens Ze(i)z(z)o (altd. PN, in der Verkleinerungsform „Zaizl“). W
Unterneukirchen Unterneukirchen UNK

(mundartl.: „Undá-Neikiachà");

urk.

1300 pei der newen Chirchen 19

1435 bey der newn Kirchen 34

1517 zw Neunkirch'n 39

1560 Neunkhirchen 46

1602 Neukhirchen 52

1857 Unterneukirchen 1

Ansiedlung bei der neugegründeten Kirche (Gotteshaus). Das 1857 amtlich dem Ortsnamen vorgesetzte „Unter" dient zur besseren Unterscheidung von den übrigen Neukirchen-Orten dieser Gegend, insbesondere vom nahen Neukirchen a.d. Alz und von Oberneukirchen, die beide einst ebenfalls nur „Neukirchen" hießen. D, Pfa, Ki
Aich Unterneukirchen OBK

(mundartl.: „Oachà");

urk.

1234 von der Aeich 9

1300 Aich 19

1517 Aicher 39

1752 Aicher am Wald 61

Zu den Eichen (Eichenwald). Vgl. auch Aicher, Stadtgemeinde Altötting! E
Aigen a.Kühzogl Unterneukirchen OBK

(mundartl.: „Oingá án Küazogl");

urk.

1560 Aigner am Mosß 46

1592 Aigner am Moos 49

1602 Aign am Moß 52

1752 Aigner im Küezogl 61

Eigengut, das keiner Grundherrschaft unterworfen ist. Die Endung „am Moos" bzw. „am Kühzogl" erklärt sich von der nahen moosigen (sumpfigen) Niederung des Mörntales. „Kühzogl" = spitz zulaufendes Gelände (auch Ende eines Grabens), der als Kühweide dient. E
Asbach Unterneukirchen UNK

(mundartl.: „Åschbåch(á)");

urk.

1456 Aspach 12

1517 Aschpacher 39

1560 Aschbacher 46

1602 Aschpach 52

1671 Asbacher 58

1752 Aspacher in Pergen 61

Ansiedlung bei einer Espenwaldung (ahd. aspa = Aspe, Espe) E
Balghub Unterneukirchen OBK

(mundartl.: „Boighua(wá)");

urk.

1300 Palchuob 19

1435 Palhueb 34

1517 Palnhueber 39

1592 Palkhuob 49

1602 Palghueb 52

Hube (= ½ Hof) des Balch(o); (altd. PN, auch Balco). E
Baumgarten Unterneukirchen OBK

(mundartl.: „Bágoadn(á)");

urk.

1234 von Povmgarten 9

1300 Paumgarten 19

1529 Baumgartner 41

1602 Paungartten 52

Gehöft an oder in einem Baumgarten; (ahd. und mhd. boum, poun(m) = Baum; mhd. garte = Garten, ein mit Flechtwerk umzäuntes Grundstück). Siehe auch Unterbaumgarten! E
Berger a.d.Leiten Unterneukirchen OBK

(mundartl.: „Beagá á dá Leitn");

urk.

1560 Perger 46

1602 Perg 52

1671 Berger 58

1752 Berger von der Leithen 61

Bewohner auf oder an einem Berg (Anhöhe) nahe einer Leiten (mhd. lite = Abhang, schiefe Ebene). E
Berghager Unterneukirchen OBK

(mundartl.: „Beaghåg(á)");

urk.

1602 Hag 52

1871 Berghager im Moos 1

Berg (Anhöhe), der von einem „Hag" (Gehag = Gehege, Naturzaun) umgeben ist. Das „im Moos" ist als nahe an der (einst) moosigen, sumpfigen Niederung (Mörntal) zu erklären. E
Bergmann Unterneukirchen OBK

(mundartl.: „Berman");

urk.

1435 Permanslehen 34

1517 Pörhman 39

1560 Permann 46

1585 Permannslehner 1

1592 Permann 49

1602 Perman 52

Gehöft (Lehengut), auf dem ein Mann namens Perman (altd. PN) sitzt. E
Berngehen Unterneukirchen UNK

(mundartl.: „Beangá");

urk.

1234 Pernger 9

1300 Perngershuob 19

1435 Perngershueb 34

1517 Pernngern 39

1560 Perngerer 46

1602 Pernge 52

Ansiedlung (Gehöft) eines Mannes namens Perngaer od. Perengaer (altd. PN); Hube (= ½ Hof) des Per(e)nger. #W
Birkham Unterneukirchen OBK

(mundartl.: „Biagham(á)");

urk.

1435 Pirichaim 34

1592 Pirkaim 49

1602 Pirchhaim 52

Heimstatt bei einer Birkenwaldung ("am Birkicht"). E
Birner Unterneukirchen OBK

(mundartl.: „Bianá");

urk.

1234 Pirchnaer 9

1300 Pirchen 19

1435 Pirhner 34

1517 Pirchnner 39

1585 Pirhner 1

1602 Pirchen 52

Der am Birkenwald hausende. E
Bischofer Unterneukirchen UNK

(mundartl.: „Bischofá");

urk.

1234 Pilgrim der Pischof 9

1300 Pyscholfslehen 19

1435 Bischofflehen 34

1517 Bisthollf 39

1560 Pishof 46

1602 Bischof 52

Name von einem Manne namens Pil(e)grimsich ableitend, der wohl einst auf diesem Gehöfte geboren wurde, später ein Bischof wurde, das elterliche Anwesen aber im Besitze behielt. E
Bösl Unterneukirchen UNK

(mundartl.: „Besl");

urk.

1508 Pösl 37

1517 Pösthl 39

1560 Pösl am Wald 46

1602 Pösl 52

Gehöft, auf dem ein Mann namens Poso oder Boso sitzt; (altd. PN; auch P(u)otzo, in der Verkleinerungsform „Pösl"). E
Boslehner Unterneukirchen UNK

(mundartl.: „Bosle(h)n(á)");

urk.

1234 Puotze 9

1300 Potzenlehen 19

1435 Pössilechen 34

1560 Poslechner 46

1602 Poslehen 52

Heimstatt (später Lehengut) eines Mannes namens Poso oder Boso (altd. PN, auch P(u)ozo), wie bei Bösl. E
Brandhof Unterneukirchen UNK

(mundartl.: „Bråhof(á)");

urk.

1300 datz dem Hof 19

1517 Prannthoff 39

1560 Prannthofer 46

1602 Pranndthof 52

Ursprüngl. „da, zu dem Hof", später dann ein abgebranntes und wieder aufgebautes Gehöft. E
Brandl Unterneukirchen UNK

(mundartl.: „Brándl");

urk.

1508 Präntl 37

1517 Pränntl 39

1560 Pränndl 46

1602 Pränndtl am Pränntlperg 52

Widmungsgut (des Pfarrers von Zeilarn 29) in der Nähe der (Alt-)Straße, das von einem Bauern namens Brandl bewirtschaftet wird. (Ableitung von einem Brandfall jedoch nicht ausgeschlossen.) E
Brandstätt Unterneukirchen OBK

(mundartl.: „Brandstett(á)");

urk.

1234 Pranstet 9

1300 Prantsteten 19

1435 Prantstet 34

1517 Pranntsteter 39

1602 Prandtstöt 52

Brandstätte, d.h. abgebranntes und später wieder aufgebautes Gehöft (hier über den Alzauen südwestl. von Margarethenberg). Vgl. auch die Orte Brandstätt und Brandstätt a.d. Alz, beide Gde. Kastl! E
Dashub Unterneukirchen OBK

(mundartl.: „Dáshua(wá)");

urk.

1234 Tysingaer 9

1300 Teyshuob 19

1435 Teishueb 34

1517 Tashueber 39

1592 Tässhueb 49

Gehöft (später Hube = ½ Hof) eines Mannes namens Tysi (od. Tyso, altd. PN), welcher „der Tysinger" genannt wird. W
Ebenbichl Unterneukirchen OBK

(mundartl.: „Embui(á)");

urk.

1435 Ödenpühel 34

1517 Ödennpuehler 39

1560 Edn Püchler 46

1592 Ednpüchl 49

1602 Ednpühl 52

1810 Edenpichl 66

Öder, kleiner Bichl (= Hügel). W
Eglhof Unterneukirchen OBK

(mundartl.: „Eglhof(á)");

urk.

1234 Egelof 9

1435 Eglolfing 34

1517 Egloff 39

1560 Eglofer 46

1602 Eglhof 52

1752 Egglhofer am Wald 61

Ansiedlung (Gehöft) eines Mannes namens Eg(e)lof; (altd. PN, auch Egilo(l)f). E
Erlach Unterneukirchen OBK

(mundartl.: „Ialàrà");

urk.

1150 Erllahe 16

1234 Erlach 9

1300 Erlacher 19

1435 Erlach 34

1517 Erlacher 39

1602 Örlach 52

(Ansiedlung an einer) Erlenwaldung („Erlach"). E
Eschbach Unterneukirchen OBK

(mundartl.: „Eschbå");

urk.

1517 Müllner im Aspann 39

1602 Müllnergütl zu Espann 52

1752 Oeschlbach, Müllner 61

Mühle an einem mit vielen Eschen umsäumten Bach.
Feichtner a.Kühzogl Unterneukirchen OBK

(mundartl.: „Feichtná án Küazogl");

urk.

1234 Viehtner 9

1300 Vicht 19

1517 Viechtnner 39

1592 Viechtn 49

1810 Feichten im Kühzogl 66

Der an der Fichtenwaldung hausende; (ahd. ficht = Fichte). Bezügl. "Kühzogl" siehe Aigner a. Kühzogl! E
Ficker Unterneukirchen UNK

(mundartl.: „Figgá");

urk.

1234 Fvtker 9

1300 Futcher 19

1508 Fuckher 37

1517 Figkher 39

1538 Vickher 43

1602 Fügkh 52

Gehöft eines Mannes namens Futger; (altd. PN auch Fuck(her), Vuckilo oder ähnl.). E
Fürtner Unterneukirchen OBK

(mundartl.: „Füaná");

urk.

1517 Vierhtnner 39

1529 Vierthner 41

1752 Vürthner 61

Wohl von „vier", der Vierteil. Die alte Justizpflege liebte, sich durch Galgenviertel, das sind Teile vom Körper eines Hingerichteten, die sie zur Verwesung in Ketten an vier verschiedenen Galgen aufhängen ließ, in Respekt zu setzen. Es könnte durchaus sein, dass sich in Nähe unseres Fürtnerhofes einstmals ein solcher „Viertelgalgen" befand. E
Ganslehen Unterneukirchen OBK

(mundartl.: „Gaslehn(á)");

urk.

1300 Ganzlehen 19

1508 Ganslehnn 37

1560 Gannslechner 46

1602 Gannslehen 52

Dieses Lehengütl (1/8-Hof) hatte noch 1508 jährlich ein Forsthuhn für das Holzrecht am (herzoglichen) "Garchinger Hart" zu leisten. Ursprünglich bestand die Abgabe wohl in einer Gans. E
Gassen Unterneukirchen OBK

(mundartl.: „Gossn(á)");

urk.

1130 Gazzen 6

1234 hof ze Gazen 9

1300 Chuefflhuob 19

1517 Gassnner 39

1529 Gassner auf der Kufflhueb 41

1560 Gassner 46

1592 Gassnergut 49

„Gazzen“ (= Gassen) bezeichnet urspr. einen alten, öffentlichen Triebweg für das Vieh (Fahrweg, Straße). Vgl. auch Gassen, Gde. Marktl, und andere! E
Gasteig Unterneukirchen UNK

(mundartl.: „Gåsteig");

urk.

1508 Gasteiger 37

1592 Gasteig 49

1602 Gassteig 52

Steil ansteigender Weg od. Straße, auch Stufenweg; (ga(ch) = jäh, steil, plötzlich). Vgl. auch Gasteig, Gde. Kastl, und andere! D
Gitlberg Unterneukirchen UNK

(mundartl.: „Gitlbeag");

urk.

1508 Gucklperger 37

1517 Gügklperger 39

1538 Guckhensperger 43

1602 Gückhlperg 52

1810 Gütlberg 66

Berg, der eine besondere Kuppe (Gigl, Gugl od. Rundung) aufweist; auch schöne Aussicht. D
Glatz Unterneukirchen OBK

(mundartl.: „Glåz(n)");

urk.

1234 Glaezil 9

1300 Glatzlehen 19

1517 Glaz 39

Vermutl. Markgenosse („calasneo" [Lex Baiuvariorum]), da ein auch nur ähnlicher altd. PN nicht eruierbar ist. E
Grasberg Unterneukirchen UNK

(mundartl.: „Gråsbeag(á)");

urk.

1560 Grasßperg 46

1592 Grasberg 49

1602 Grasperg 52

Ein mit Gras bewachsener (Weide-)Berg. E
Grub Unterneukirchen OBK

(mundartl.: „Grua(wá)");

urk.

1435 Gruber 34

1517 Grueber 39

1529 Grub in den Pergen 41

1556 Grublehner 45

1588 Grubsberger 48

1602 Grueb 52

Heimstatt an oder in einem Graben (Grube, Mulde, Senke) am Murbach. E
Hager Unterneukirchen OBK

(mundartl.: „Hågá");

urk.

1234 Hage 9

1300 pertold von hag 19

1517 Niederhager 39

1560 Hager 46

1602 Hag 52

Hag, Gehag (= Gehege, Hecke, lebender Zaun überhaupt). E
Hart a.d. Alz Unterneukirchen UNK

(mundartl.: „án Hard");

urk.

1435 Garchinger Hard 34

1508 am Hart 37

1592 am Hart 49

Ein "Hart" ist ein großer, lichter Weidewald, hier an der Alz (vgl. dazu auch Hart a.d. Alz, Gde. Garching a.d. Alz und Hart, Gde. Kirchweidach!) D
Hartberg Unterneukirchen UNK

(mundartl.: „Hardbeag(á)");

urk.

1234 Hartperg 9

1300 Hartperch 19

1517 Hardtperger 39

1602 Hardtperg 52

1752 Hartsperg 61

Ursprünglich eine große lichte Waldung (Föhrenwaldung), die auch als Viehweide diente (Hart = lichter Weidewald). W
Hiebl Unterneukirchen OBK

(mundartl.: „Hüawe");

urk.

1234 Hvobe 9

1300 Huebler 19

1560 Hiebler 46

1592 Hiebl 49

1602 Hüebl 52

Die kleine Hube (weniger als ½-Hof); das Hüblein in der Nähe von Ströben (Stroflecking). E
Hilger Unterneukirchen UNK

(mundartl.: „Huigá");

urk.

1234 Hvlwen 9

1300 Huligen 19

1435 Hülgen 34

1508 Hueligen 37

1529 Hülger 41

1602 Hilgn 52

Als das Oberlehneranwesen im 19. Jahrh. an den "Hilgerbräu" in Neuötting gelangte, setzte sich der Name "Hilger" durch 77. Der derzeitige Name "Heigl" weist auf einen Familiennamen eines späteren Besitzers dieses Anwesens hin. W
Hörmann Unterneukirchen UNK

(mundartl.: „Hiaman");

urk.

1456 Hermansperger 12

1556 Hoermansperg 45

1560 Horman 46

1592 Hörmann 49

1602 Hörman 52

Ansiedlung (Gehöft) des Her(i)man (altd. PN) auf einem Berg. E
Hollmaier Unterneukirchen UNK

(mundartl.: „Hojmoier");

urk.

1435 Holmansperg 34

1508 Hollmeier 37

1556 Hallmayer 45

1602 Halbmach 52

Ansiedlung eines Mannes namens Hollmann (altd. PN, auch Hol(t)man u. ähnl.) auf einem Berg. „Maier" bedeutet hier Bewirtschafter (bemeiern = bewirtschaften). E
Holzwies Unterneukirchen UNK

(mundartl.: „Hoizwies(á)");

urk.

1810 zu Holzwies 66

Die "Holzwies" (Wiese an oder im Holz) ist ein Ausbruch aus dem sog. Schmiedgut zu Steinberg. E
Hub i.Schachen Unterneukirchen OBK

(mundartl.: „Huawá án Schåchá");

urk.

1234 in der Huobe 9

1300 die huob hiez man emaln Engelprehtzhuob vnd Hintermschachen 19

1560 Hueber von Schachen 46

1592 Hueber Schächner 49

1752 Hueber hinterm Schächen 61

Hube (= ½-Hof) eines Mannes namens Engelprecht (altd. PN), die sich hinter einem Schachen (= kleiner, bei einer Großrodung übriggelassener Waldfleck) befindet. E
Kammerhub Unterneukirchen OBK

(mundartl.: „Kammáhua");

urk.

1300 Chamerhuob 19

1471 Kamerhueb 26

1517 Kamerhueber 39

1560 Khamerhueb(er) 46

1602 Kammerhueb 52

Kammergut (Hube = ½-Hof), hier des herzogl. Kastenamtes Burghausen. E
Katzenbogen Unterneukirchen UNK

(mundartl.: „Koznbongá");

urk.

1456 Chotzenpogner 12

1517 Katzennpog'n 39

1560 Khaznpogen 46

1602 Khaznpogn 52

Besitzer eines Gehöftes, das sich an einem katzenbuckelförmigen (bogenförmigen) Berg anlehnt. E
Kirmaier Unterneukirchen UNK

(mundartl.: „Kiamojá");

urk.

1300 Hof pei der newen chirchen 19

1508 Kirchmair zu Neukirchen 37

1538 Kirchmaier 43

1560 Khürmair 46

1602 Khürm'r 52

Maierhof bei der neuen Kirche (Unterneukirchen). Bezüglich „Maier" siehe Maier a. Berg u. Maierhof! E
Klaffelsberger Unterneukirchen UNK

(mundartl.: „Gláffeschbeag(á)");

urk.

1435 Chläffelsperg 34

1456 Kläffelsperg 1

1529 Klafflsperg 41

1560 am Khläffelsperg 46

1602 Klafflsperg 52

Klaffender (Spalten aufweisender) felsiger Berg (Nagelfluh/Tuff/Erdspalten!); vgl. auch Klaffl, Gde. Kastl! E
Kobler Unterneukirchen UNK

(mundartl.: „Kowjer");

urk.

1245 Chobel 4

1508 Kobler beim Wetterkreuz 37

1517 Kobler 39

1560 Khopler 46

1602 Kopl beim Wederkhreiz 52

Kleine schlechte (= einfache) Behausung (vgl. Taubenkobl!) E
Kohlfuß Unterneukirchen UNK

(mundartl.: „án Koifuas");

urk.

1234 Cholflies 9

1300 Cholfliesen 19

1435 Cholfließ 34

1508 Kohlfliese 37

1560 Khalbfues 46

1585 Kohlfliess 1

1602 Kalfueß 52

Der Name wird sich wohl vom ahd. chol, mhd. kol = Kolrose u. flies = fließen, ableiten; solche Kolrosen dürften dort einst in großen Mengen an einem fließenden Gewässer (Gießlauf) gewachsen sein. W
Kronberg Unterneukirchen OBK

(mundartl.: „Kråbeag(á)");

urk.

1130 Chroperch 15

1300 Chronperg 19

1435 Cranperger 34

1560 Khrann Perger beim Wetterkhreiz 46

Berg (Anhöhe), wo viele Kranwitstauden (= Wacholderbüsche) wachsen oder besonders Krammetvögel bzw. Krähen sich aufhalten. Vgl. auch Kronberg, Gde. Winhöring! E
Kummer Unterneukirchen OBK

(mundartl.: „Kummán");

urk.

1190 Chummer 8

1517 Krummer 39

1560 Kumerpüchler 46

1592 Kummer 49

1602 Kumerpühl 52

1671 Kuhmberpühl 58

1752 Kummerpichl 61

Der Kummer (altd. PN, Chumhar, Cumhar, mhd. Kum(m)er). Bichl, ahd. buhil = kleiner Hügel, Buckl) E
Linderer Unterneukirchen UNK

(mundartl.: „Lindárá");

urk.

1300 Lintach 19

1517 Lintacher 39

1602 Lindtach 52

Lindenwaldung. W
Maderlehen Unterneukirchen OBK

(mundartl.: „Mådálehn(á)");

urk.

1300 Materlehen 19

1508 Matterlehner 37

1517 Materlehnner 39 und Obermaterlehnner 39

1588 Maderlehner 48

1602 Maderlehen 52

Von ahd. matta = Matte, nhd. Mahd („Wiesmahd") = zu mähende oder mähbare Wiese; also hier ein Lehengut, dessen Besitzer wohl zur Fronarbeit zum Mahdeinsatz (Heumahd) bei seinem Grundherrn verpflichtet war. E
Maier a.Berg Unterneukirchen UNK

(mundartl.: „Mojá án Beag");

urk.

1234 Wernhard [nächst dem Bischofer] 9

1300 Hof an den Berg 19

1435 Mair'nperg 34

1517 Mair am Perg 39

Großer (1/1- oder ganzer) Hof eines grundherrlichen Verwalters, hier an einem Berg (Abhang) gelegen. E
Maierhof Unterneukirchen UNK

(mundartl.: „Moj(h)of");

urk.

1234 Mairhof 9

1300 Meyerhofer 19

1435 Mairhoff 34

1556 Mayrhofer 45

1602 Mairhof (Obm. Altenötting) 52

Großer Maierhof (ganzer od. 1/1-Hof) eines Verwalters eines größeren Güterkomplexes (z.B. eines Klosters oder eines Schlosses). W
Maierhof a.d.Leiten Unterneukirchen OBK

(mundartl.: „Moj(h)ofá á dá Leitn");

urk.

1602 Mairhof, Obm. Burgkirchen a. Wald 52

1752 Mayrhofer auf der Leuthen 61

1904 Maierhof an der Leiten 21

Dieser Name erklärt sich eigentlich von selbst: ein Maierhof (1/1- oder ganzer Hof) eines grundherrschaftl. Verwalters, hier an oder nahe einer Leiten (= Abhang, schiefe Ebene). E
Mitterlehner Unterneukirchen UNK

(mundartl.: „Middálehn(á)");

urk.

1300 Mitterlehen 19

1435 Mitterlehen 34

1517 Mitterlehnner 39

1560 Mitterlechner 46

1602 Mitterlehen 52

Mittleres Lehengut zwischen zwei anderen Lehengütern der näheren Umgebung. E
Moos Unterneukirchen OBK

(mundartl.: „án Mo(o)s");

urk.

1560 beim Mosß alda 46

1852 im Moos 67

Moosiger (mooriger), sumpfiger Grund. D
Mühlthal Unterneukirchen UNK

(mundartl.: „ás Muidoi");

urk.

1334 Multal molendinum 1

1456 Mültal in den Schroffen 12

1517 Mülltaller Müllner 39

1560 Mülldaller 46

1602 Müldall 52

Mühle im (Alz-)Tal; bzw. Tal, wo sich eine Mühle befindet. W
Obergruber Unterneukirchen UNK

(mundartl.: „Owágrua(wá)");

urk.

1560 Obergrueber 46

1602 Obergrueb 52

Der oberhalb einer Grube (Graben, Mulde, Senke) hausende. Vgl. auch Grub und Untergruber! E
Obergrund Unterneukirchen UNK

(mundartl.: „Grund(ná)", auch „Jackl-Grund(nà)");

urk.

1300 Obergrunt 19

1435 Ober grunt 34

1529 Obergrundner 41

1602 Obergrundt 52

Das obere von zwei im Talgrund gelegenen Gehöften. Vgl. auch Untergrund! Die mundartl. Bezeichnung „Jackl-Grundner" weist auf den derzeitigen Vornamen des dortigen Bauern hin. W
Obergünzl Unterneukirchen UNK

(mundartl.: „Owáginzl");

urk.

1300 Güntzleinslehen 19

1517 Gutnzell 39

1560 Obergunzl 46

1592 Obergünzl 49

1602 Günnzl 52

Lehengut, das von einem Bauern namens Güntzel od. Günzel bewirtschaftet wird (altd. PN, in der Verkleinerungsform „Günzlein"). Siehe auch Untergünzl! D
Oberkaiser Unterneukirchen OBK

(mundartl.: „Owákåjsá");

urk.

1234 Kaeiser 9

1300 Ober-Chaisershuob 19

1435 Ober Kayser 34

1517 Kaiser 39

1556 Oberkaiser 45

1602 Vorderkayser 52

Name vermutl. von „Gehai" od. „Kai" = gehegtes Holz, Fischwasser oder auch eine Wiese. Der „Kaiser" wäre demnach einer, der diese zu hegen (pflegen) hatte. Mit einem PN od. gar einem Kaiser (Fürsten) hat dieser Name sicherlich nichts zu tun. Ob jedoch eine Deutung nach Käse, Käserei (Milchviehbetrieb, Schwaighof) hier in Frage kommt, ist fraglich (ahd. châsi, mhd. kaese = Käse), jedoch nicht auszuschließen. Vgl. auch Unterkaiser! W
Oberkrieger Unterneukirchen UNK

(mundartl.: „beim Gloa-Kriang");

urk.

1300 Chriegenlehen 19

1517 Krieg 39

1526 Krieglehner 40

1592 Obernkrieg 49

1602 Kriegn 52

Lehengut, um welches gestritten wurde (Rechtsstreitigkeiten); hier das geländemäßig weiter oben gelegene (kleinere) Gehöft. Vgl. auch Unterkrieger! E
Oberschroffen Unterneukirchen UNK

(mundartl.: „án Schroffn");

urk.

1180 Scrouen 5

1234 In dem Scroven 9

1334 Schrouen 11

1456 Oberschrofen 12

1560 Oberschrofner 46

1602 Schrofen 52

„Schroffen" heißen steil (jäh) abfallende Berge (Bergwände), was hier auch zutrifft: Oberschroffen bedeutet hier die weiter oben gelegene Ansiedlung an den Schroffen. D
Oberwies Unterneukirchen OBK

mundartl.: „Owá Wies(á)");

urk.

1234 in der Wise 9

1300 Oberwiser 19

1517 Oberwiser 39

1560 In der Wiß 46

Gehöft in der (oberen, großen) Wiese. (Vgl. auch Unterwies!) E
Oestall Unterneukirchen UNK

(mundartl.: „Esdâj(á)");

urk.

1508 Estaller 37

1597 Oestall 50

1602 Össtall 52

Die Fallgatter (Tore) am Etter (= Grenzzaun) hießen „Esch", „Estar" od. „Es(h)". Der Name Oestall ist zu deuten als: „Bei den Es(torn) im Tal". E
Ofner Unterneukirchen UNK

(mundartl.: „Ofná án Beag");

urk.

1508 Ofner 37

1602 Ofen 52

1752 Ofner am Berg 61

Besitzer eines Gehöftes an einem Berg, wo ein Kalk- oder Ziegelofen sich befindet, der von ihm auch betrieben wird. E
Osterberg Unterneukirchen OBK

(mundartl.: „Oüstábeag");

urk.

1517 Osterperg 39

1560 Schmidt vonn Ossterperg 46

1592 Schmit zu Osterberg 49

1810 Schmit von Osterberg 66

Heimstatt eines Schmiedes ostwärts eines Berges oder einer Anhöhe; (ahd. ôstar = östlich, ostwärts). W
Pinsmaier Unterneukirchen UNK

(mundartl.: „Binsmojá");

urk.

1300 Pimshof 19

1435 Pÿmsshoff 34

1517 Pinsmair 39

1556 Pymbsmayr 45

1560 Pinßmair 46

1588 Pinsmeier 48

1602 Pÿnnsman 52

Gehöft an einem Platz, wo Binsen wachsen; (ahd. binuz = Simse [Binsenart] ). W
Plaickner Unterneukirchen UNK

(mundartl.: „Bloagná");

urk.

1150 de Plaigin 8

1334 an der Plaechen 11

1438 Plaikchen 11

1517 Plaigkhnner 39

1560 Plaickhner 46

1602 Plaigkhen 52

Eine „Blaike" (mhd. bleike) ist eine Stelle, wo das nackte Felsgestein (Felswand; durch Erdrutsch?) zu Tage tritt. E
Reichstadl Unterneukirchen OBK

(mundartl.: „Reichstoll(á)");

urk.

1234 Wernhart der Stadelaer 9

1300 Stadellehen 19

1556 Stadellehner 45

1592 Reichstaller 49

1602 Reichstadl 52

Ursprünglich ein Stadelhof (lat. curia stabularia), bei dem dann später auch ein Haus errichtet und der Hof damit zu einem ordentlichen Bauernhof wurde. Das späte „Reich" deutet auf Wohlhabenheit, Reichtum hin. E
Reineck Unterneukirchen OBK

(mundartl.: „Reinegg(á)");

urk.

1435 Reichenegk 34

1517 Reichennegkher 39

1560 Reichenegkher 46

1602 Reinöck 52

1657 Reichenöckher 1

1810 Reicheneck 66

Zu deuten wohl als „Einödgehöft an einem Eck (äußeren Ende), wo sich (Fisch-)Reusen befinden". Der 1435 als „Reichenegk" geschriebene Ortsname könnte nämlich bis dahin etwa die gleiche Entwicklung erfahren haben wie das bei Alzgern liegende Roja, das 1435 „Reuchen" („Reichen") geschrieben wurde. Eine „Reuse" (ahd. riusa, riussa, mhd. riuse) dient als Kasten mit Vorrichtung zum Fischfang (vgl. Roja, Stadtgemeinde Neuötting!) Eine Deutung nach „Reich" (Wohlhabenheit, Üppigkeit) oder gar das späte „rein" od. „rain" (= anrainen, angrenzen) dürfte hier wohl ausscheiden (?) E
Schachen Unterneukirchen OBK

(mundartl.: „Scháchná");

urk.

1234 an der Hvobe 9

1300 Hinterm Schachen 19

1517 Schächen 39

1560 Schachner 46

1602 Schachen 52

Ein „Schachen" ist eine bei einer Großrodung stehen gelassene kleine Waldparzelle. (Vgl. auch Schächen und Fernschachen!) E
Scheitzenham Unterneukirchen OBK

(mundartl.: „Scheiznham(á)");

urk.

1300 Schaevotzenhaim 19

1517 Scheitzennhamer 39

1592 Scheitzenhaim 49

1602 Scheuznhaimb 52

Heimstatt eines Mannes namens Schazo od. Schaezo (altd. PN). E
Schmidhub Unterneukirchen UNK

(mundartl.: „Schmidhua(wá)");

urk.

1300 Smidhuob 19

1435 Smidhueb 34

1517 Schmidhueber 39

1560 Schmidthueber 46

1602 Schmidthueb 52

Eine Hube (= ½-Hof), zu welcher auch eine Schmiede gehört. E
Schmidlehen Unterneukirchen UNK

(mundartl.: „Schmidlehn(á)");

urk.

1272 Schmitten am Lehen 10

1300 Smidlehen 19

1517 Schmidlehnner 39

1560 Schmidtlechner 46

1602 Schmidtlehen 52

Lehengut, zu welchem eine Schmiede gehört (vgl. Schmidhub!) E
Schmitten Unterneukirchen OBK

(mundartl.: „Schmidtn(á)");

urk.

1234 Cunrat der smidt 9

1517 Schmidtner 39

1602 Schmidtn 52

Ein Schmiedeanwesen bzw. eine Schmiede schlechthin. E
Stadl Unterneukirchen OBK

(mundartl.: „Stol(á)");

urk.

1234 Serpalc 9 und Smerpalc 9

1300 Smerpolgshuob 19

1435 Oberstadl 34 (od.) Schwertpalkchshueb 34

1508 Stadellehen 37

1517 Stadler 39

1602 Stadl 52

Ursprünglich ein sog. Scheunen- oder Stadelhof (lat. curia stabularia), bei dem später auch ein Haus errichtet und damit zu einem richtigen Bauernhof wurde. Vgl. auch Scheuerhof, das denselben Ursprung hat! E
Steinberg Unterneukirchen UNK

(mundartl.: „Stoabeag(á)");

urk.

1300 Stainperch 19

1435 Stainperg 34

1517 Stainperger 39

1560 Stainp'g 46

1602 Stainperg 52

Steiniger Berg; Gehöft an od. auf einem steinigen Berg in der Nähe von Mad bzw. Pirach. E
Stocketz Unterneukirchen UNK

(mundartl.: „Stogezz(á)");

urk.

1602 Stogkhach 52

1837 Stockötz 1

Platz bei den ausgestockten Wurzelstöcken (Stockach, Gestocket), welche Fläche dann als „Ez" (Ötz = Äsplatz), d.h. als Weidegrund für das Vieh Verwendung fand. Vgl. dazu auch Stockötz, Gde. Halsbach! E
Storfing Unterneukirchen OBK

(mundartl.: „Stuafing(á)");

urk.

1300 zu Storflevt 19

1435 Starfleut 34 und Storffing 34

1517 Storffinger 39

1602 Starfing 52

1637 Starfinger 1

1752 Starflinger 61

Bei den Leuten, welche die Stöcke roden (Ausstocken der Wurzelstöcke), (mhd. storren = ragen, hervorstehen, stor = Stumpf (Baumstumpf, Wurzelstock); mhd. levt = Leute). E
Straß Unterneukirchen OBK

(mundartl.: „Stråss(á)");

urk.

1234 Strazze 9

1300 zu strazze 19

1517 Strasser 39

1602 Strasß 52

Bauernanwesen an einer Straße (alte Fuhr- od. Handelsstraße, evtl. sogar Römerstraße!) E
Straßerwagner Unterneukirchen UNK

(mundartl.: „Stråssáwongá");

urk.

1234 Tivuelprenne 9

1300 Tevelprenne 19

1529 das Teuflprennergut beim Wetterkreuz 41

1538 Strasser (wohl Familienname?) auf dem Teuflprennergut 43

1602 Wagenstrasser am Wald 52

Der ursprüngl. Name deutet zweifellos auf eine heidnische Brunnenverehrung. Solche Brunnen nannte man später Teufelsbrunnen, die mit dem Kreuz Christi „geprennt", d.h. ihres magischen, abergläubischen Einflusses auf den Menschen für immer gebannt wurden. Im 17. Jahrh. übte wohl ein Wagner auf diesem Anwesen „am Wald" seinen Beruf aus, wovon sich z.T. der derzeitige Ortsname ableitet. E
Straßsülden Unterneukirchen UNK

(mundartl.: „á dá Stråßsuin");

urk.

1847 Straßensöldner 67

Sölde (= kleines Gütl) an der Straße. E
Stummer Unterneukirchen OBK

(mundartl.: „Stummá");

urk.

1190 de Stumme 16

1234 von der Stvben 9

1300 Daz der Stuben 19

1517 Stubmer 39

1560 Stumber 46

1592 Stummer 49

1602 Stubn 52

Dieses Hofgut war zur herzoglichen Lehentstube Bughausen untertan, der Hof vielleicht sogar eine Amtsstube(?), daher „von der Stvben". Dagegen deutet „de(r) Stumme" (1190), falls diese Beurkundung wirklich auf unser Stummer zu beziehen ist, von „stumm" (ahd. stum = sprachlos), also auf einen stummen Menschen. W
Thalham Unterneukirchen OBK

(mundartl.: „Döjham");

urk.

1300 Thalheimerhuob 19

1435 Talhaimer 34

1556 Talhammer 45

1602 Talhaimb 52

Heimstatt (Ansiedlung) in einem Tal. E
Trosthäusl Unterneukirchen UNK

(mundartl.: „beim Drostn");

urk.

1816 besitzen Stefan und Maria Trost das Zuhäusl des Wagenbichler-Bauern1, wovon sich der Name „Trosthäusl" ableitet.

Siehe oben! E
Untergruber Unterneukirchen NNK

(mundartl.: „Undágrua(wà)");

urk.

1560 Undtergrueber 46

1602 Undtergrueb 52

Wie bei Obergruber, hier jedoch das weiter unterhalb gelegene Anwesen. E
Untergrund Unterneukirchen UNK

(mundartl.: „Unda-Grund" od. gen. „Heindl-Grundner");

urk.

1300 Nidergrunt 19

1435 Nidern Grunt 34

1529 Niedergrund 41

1602 Niderngrundt 52

1808 Untergrund 65

Wie bei Obergrund, hier jedoch der untere der beiden im Talgrund gelegenen Höfe. Die mundartl. Vorsilbe „Heindl" ist der Familienname der jetzigen Besitzer dieses Hofes. E
Untergünzl Unterneukirchen UNK

(mundartl.: „Undáginzl");

urk.

1300 Güntzleinslehen 19

1508 Niedergüntzl 37

1517 Güntzl 39

1560 Nidergünzel 46

1602 Günnzl 52

Das untere (nordöstl. von Obergünzl gelegene) Gehöft eines Bauern namens Güntzl (vgl. Obergünzl!) E
Unterkaiser Unterneukirchen OBK

(mundartl.: „Undàkåjsá");

urk.

1234 Kaeiser 9

1300 Nieder-Chaisershuob 19

1435 Nider Kaisershueb 34

1517 Kaiser 39

1588 Niederkaiser 48

1602 Hindter Kaÿser 52

Wie bei Oberkaiser; Unterkaiser liegt jedoch geländemäßig etwas tiefer als das weiter entfernte Oberkaiser. E
Unterkrieger Unterneukirchen UNK

(mundartl.: „Gröiskriang");

urk.

1517 Krieg 39

1592 Unterkrieg 49

1602 Kriegn 52

Siehe Oberkrieger; doch liegt der Unterkrieger geländemäßig tiefer, auch ist er grundstücksmäßig weitaus größer. E
Unterwies Unterneukirchen OBK

(mundartl.: „Undáwies(á)");

urk.

1234 In der Wise 9

1300 Niderwis 19

1529 Niederwieser 41

1752 Niederwieser am Wald 61

Gehöft im unteren Bereich einer großen Wiese (vgl. auch Oberwies!) E
Voglsam Unterneukirchen UNK

(mundartl.: „Voglsam(á)");

urk.

1300 Richenhueb oder Voglsang 19

1435 Reichenhueb oder Fogelsang 34

1517 Voglsanng 39

1538 Voglsankh 43

1602 Voglsanng 52

Der Name ist eine im Mittelalter gern etwas poetisch gefärbte Bezeichnung für ein kleines Wäldchen, in dessen Nähe sich, in Abgeschiedenheit von der übrigen Ansiedlung, ein Gehöft befindet. Vgl. auch Voglsam, Gde. Unterneukirchen! E
Voit Unterneukirchen OBK

(mundartl.: „beim Voin");

urk.

1300 Voytlehen 19

1435 Voitlehen 34

1517 Vogt 39

1560 Foit 46

1602 Voit 52

Voyt = Vogt, Verwalter eines herrschaftl. Gutes, dem dieses Bauernanwesen zu Lehen gegeben ist. E
Vorlehen Unterneukirchen OBK

(mundartl.: „Voalehá");

urk.

1508 Vorlehen 37

1556 Schmidt im Vorlehen 45

1560 Vohlechner 46

1602 Volehen 52

1752 Schmidt (in) Vorlehen 61

Eine Schmiedwerkstatt und –behausung vor dem eigentlichen Lehengut (lehen = leihen). Deutung auf das „vordere" von zwei oder mehreren in größeren Abständen folgenden Lehengütern jedoch nicht ausgeschlossen. E
Wagenbichl Unterneukirchen OBK

(mundartl.: „Wongbuja");

urk.

1300 auf dem Puehel 19

1517 Wagennpüehler 39

1560 Wagnpüchler 46

1602 Wagnpühl 52

Von „wag", altd. wegan = bewegen; urspr. „bewegtes Wasser"; in unserem Falle ein Gehöft auf einem kleinen Hügel (Bichl) nahe eines „Gießlaufs" (= Wassermulde, Senke; bei Schneeschmelze od. starken Regenfällen Anschwellung zu einem Bach). Vgl. dazu auch Wagenhofen, Gde. Halsbach! E
Waitzgraming Unterneukirchen OBK

(mundartl.: „Waßgraming");

urk.

1435 Wagschraming 34

1517 Wäsgrabming 39

1560 Wäßgrämbling 46

1592 Wäzgrämbling 1

1752 Wassgräming 61

Bei den Leuten des Wasugrim od. Wasigrim (altd. PN). Vgl. auch Weißgraben, Gde. Erlbach! W
Wetzberg Unterneukirchen UNK

(mundartl.: „Wetschbeag(á)");

urk.

1508 Wechartsperger 37

1560 Wechetsperg 46

1592 Wöhesperger 49

1602 Wöhetsperg 52

Berg, auf dem ein Mann namens Wechard siedelte; (altd. PN, auch Wachari u. Wechari). E
Winkl Unterneukirchen UNK

(mundartl.: „Winge(á)");

urk.

1234 in dem Winkel 9

1300 Futwinckel 19

1508 Futwinchler 37

1529 Winkler im Winkl 41

1560 Wingkhler 46

1602 Wingkhl 52

Name auf eine Geländeform (Winkel) der Rodungszeit deutend. E
Winhöring Winhöring WIN

(mundartl.: „Win(n)àring");

urk.

816 Uviniheringun 75

842 Winiheringa 8

953 Uuiniheringa 8

1014 Winiheringen 8

1018 Winheringvn 7

1158 Winheringen 15

1300 Winhering 19

1394 Wyneringen 74

1415 Wineringen 74

1517 Winhering 39

Bei den Leuten eines Mannes namens Winiher (altd. PN). D, Pfa, Ki
Aich Winhöring EGG

(mundartl.: „Oachà (àn Eggn)");

urk.

1300 Aychach 19

1407 Aichach 32

1470 Aych 7

1517 Aicher 39

1602 Aich 52

Zu den Eichen (Eichenwald). Vgl. auch Aicher, Stadtgemeinde Altötting! E
Aufham Winhöring WIN

(mundartl.: „Aufham" , älter „Auffang“);

urk.

1147 Ufheim 7

1435 Auffheim 34

1470 Auffhaym 7

1517 Aufhaim 39

1560 Aufham 46

1602 Auffhaim 52

1671 Auffang 58

Heimstatt eines Mannes namens Uf(f)o (altd. PN, auch Ufin oder ähnlich). W
Blabenzing Winhöring EGG

(mundartl.: „Blawenzing(à)“);

urk.

1824 Blabenzinger 30

1904 Blabenzing 21

Name in alten einschlägigen Verzeichnissen nicht auffindbar, frühe Schreibweise unbekannt, daher auch Deutung des Namens vorerst nicht möglich! E
Buchnerschneid Winhöring EGG

(mundartl.: „Buanàschneid(à)");

urk.

1517 Puechnner 39

1602 Puech 52

1904 Buchnerschneid 21

Puech = buch und bedeutet eine Buchenwaldung. Die später angehängte Endsilbe „schneid“ kommt hier offenbar von dem (Berufs-)Namen „Schneider“, der einst auf diesem Anwesen sein Handwerk ausübte. Der Name wurde eben später ähnlich wie bei „Kreuzbinder“, Gde. Reischach, das zu „Kreuzbind“ verkürzt wurde, hier von „schneider“ zu „schneid“ verstümmelt. E
Burg Winhöring WIN

(mundartl.: „Buag");

urk.

1435 Purkch 34

1470 Purgkfride 7

1526 Burgkhfrid 40

1560 Burck 46

1602 Burgkhfridt 52

1721 Burckfriedt 56

Eine Burg mit größerem Umkreis (= Burgfrieden). D, Ki
Eck Winhöring EGG

(mundartl.: „Egg(à) (z`Hoizn)“);

urk.

1234 Ecke 9

1300 Ek 19

1468 zu Eck 36

Hochgelegener Platz, einschichtiges Anwesen am äußersten Eck (= Ende) von der Erschließung aus betrachtet. Vgl. auch andere Eck-Orte im Landkreis! E
Ehegarten Winhöring EGG

(mundartl.: „Ehgartn(á)");

urk.

1602 In Edn 52

1904 Ehegarten 21

In der Ödung; „E(h)gartn“ (Egart auch Egert = Ödgarten, ein einstiges Ackerland, das längere Zeit nicht bebaut wurde). E
Eisenfelden Winhöring WIN

(mundartl.: „Eisnföin");

urk.

1468 Eysenfelden 36

1470 Eysenvelden 7

1517 Eisennfeldn 39

1526 Eyssnfeldn 7

1561 Eisenuelden 7

Bei den Isenfeldern. (Felder am einstmals dort vorbeifließenden Isenflusse). D
Enhofen Winhöring WIN

(mundartl.: „Enhofà");

urk.

1300 Enhover 19

1435 Enhofen 34

1468 Enhoffen 36

1517 Ennhofen 39

1560 Enhofen 46

Bei den jenseits des Aubaches gelegenen Höfen; (ahd. enehalp, mhd/bayer. ent = drüben; enterhalb = jenseits). Vgl. dazu auch Aushofen, Gde. Reischach! D
Guggenberg Winhöring EGG

(mundartl.: „Guggnbeag(à)");

urk.

1407 datz Gukenperig 32

1468 Guckenberg 36

1470 Guckelperg 7

Berg, auf dem man Ausschau halten kann (mhd. gucke= sehen, schauen, spähen, beobachten). E
Guntersberg Winhöring EGG

(mundartl.: „Gundáschbeag");

urk.

1136 Gunthardesperh 7

1200 Gunthersperg 17

1468 Gunthartsberg 36

1470 Guntersperg 7

1517 Gundersperg 39

Berg, auf dem ein Mann namens Gunthard siedelte; (altd. PN, auch Gunther und ähnlich). W
Hart Winhöring WIN

(mundartl.: „Hart");

urk.

1300 Hard 19

1435 Hard 34

1470 Hardt 7

1517 Hardt 39

Großer, lichter Weidewald (vgl. Hart a.d. Alz!) W
Hof Winhöring EGG

(mundartl.: „Hof(á)");

urk.

1470 am Hoff 7

1517 am Hof 39

1560 am Hof 46

1602 Am Hof 52

Ein Hof (= 1/1 oder ganzer Hof) oberhalb eines zweiten, weiter unten sich befindenden Hofes. E
Holzen Winhöring EGG

(mundartl.: „Hoizn");

urk.

790 ad Holzza 8

1204 Holtzen 7

1300 Holtzen 19

1435 Holzing 34

1468 Holtzen 36

1560 Holzen 46

Ansiedlung am Holz (= Wald). W
Illbach Winhöring EGG

(mundartl.: „Öibå(h)");

urk.

1245 Elhpach 4

1407 Nidernilpach 32

1468 Ylbach 36

1470 Illenpach 7

1517 Yllpach 39

1560 Ÿlbach 46

1602 Ilbach 52

Ansiedlung in Nähe eines mit vielen Elhorn- oder El(l)ernstauden (Erlen) umsäumten Baches; (ahd. pach = Bach). Vgl. auch Einöde Illbach, Gde. Winhöring! E
Kager Winhöring WIN

(mundartl.: „Kågà");

urk.

1126 Chagara 7

1143 Chagere 8

1407 Kager in Winhöringer Pfarr 32

1417 Kager 33

1470 Chager 7

Ein „Gehag“ ist ein sog. lebender Zaun, eine ständige Einfriedung von Fluren mittels Hecke, Strauch- und Buschwerk. Vgl. auch Kagern, Gde. Burgkirchen a.d. Alz! D
Kautzing Winhöring EGG

(mundartl.: „Kautzing“);

urk.

1468 Kautzinger 36

1517 Kautzing(er) 39

1538 Khautzing 43

Bei den Leuten eines Mannes namens Kau(t)zo; (altd. PN, auch Cauzo und Chuzo). E
Kellerstorf Winhöring WIN

(mundartl.: „Kellaschdoaf");

urk.

1468 Kelchdorff 36

1470 Kelssdorff 7

1517 Kellstorff 39

Bei der Ansiedlung (Dorf, 3 – 5 Häuser) eines Mannes namens Kelich, Cheliko oder ähnl. (altd. PN). W
Kronberg Winhöring WIN

(mundartl.: „Krabeag");

urk.

1468 Pruckh 36

1470 Chranperg 7

1517 Kronnperger von Prugkh 39

1535 Chranperg 40

Berg (Anhöhe), wo viele Kranwitstauden (= Wacholderbüsche) wachsen oder besonders Krammetvögel bzw. Krähen sich aufhalten. Vgl. auch Kronberg, Gde. Winhöring! D
Kronberg i.Holzland Winhöring EGG

(mundartl.: „Krabeag(à)");

urk.

1435 Kranperg 34

1468 Cramberg 36

1517 Krannperg 39

Berg (im Holzland), wo viele Kranwitstauden (Wacholderbüsche) wachsen oder Kran-Vögel (Krammetvögel) bzw. Krähen sich gern aufhalten. Vgl. auch Kronberg, Gde. Garching a.d. Alz, und Kronberg, Gde. Unterneukirchen! E
Letzenberg Winhöring WIN

(mundartl.: „Leznbeag(à)");

urk.

1435 Lezenperg 34

1468 Letzenberg 36

1470 Letz`nperg 7

Gehöft auf einem Berg (Anhöhe), das nur mit Behinderungen erreichbar ist; (ahd. lez(z)en = hemmen, hindern, aufhalten, sich schwer tun). E
Lindloh Winhöring WIN

(mundartl.: „Lindlou(à)");

urk.

1300 Lintenloch 19

1435 Lindlehen 34

1470 Lindt`nloch 7

1517 Lindennloer 39

1560 Lindloh(er) 46

1602 Lindtloh 52

Eine Loh (= Lichtung, auch Wiese) inmitten eines Lindenwaldes; (ahd. loh und lauha = Lichtung). Vgl. Loh! E
Loh Winhöring WIN

(mundartl.: „Lou");

urk.

1300 Loch 19

1470 Lochner 7

1560 Lohner 46

1602 Lohen 52

Eine Loh (= Lichtung, auch Wiese) inmitten eines Waldes. Siehe auch Lindloh! W
Mandelsberg Winhöring EGG

(mundartl.: „Màndlschbeag“, gelegentl. auch noch „Mànàschbeag“);

urk.

1234 Meinhartsperg 9

1300 Meinhartzperg 19

1435 Mändleinsperg 34

1468 Mendleinsperg 36

1470 Mandleinsperg 7

1517 Männdleinsperg 39

1560 Mändlsperg(er) 46

1602 Männdlsperg 52

Berg, auf dem ein Mann namens Meinhart siedelte; (altd. PN). W
Osterham Winhöring WIN

(mundartl.: „Ousdàham");

urk.

1435 Osterheim 34

1470 Osterhaym 7

Das Heim im Osten, d.h. eine östlich vom gleich alten Westerham gegründeten Ansiedlung (Heimstatt). Vgl. Westerham, Stadt-Gde. Töging a. Inn! W
Pfaffenbuch Winhöring EGG

(mundartl.: „Pfåffnbua(h)“);

urk.

1435 Pfaffenpuch 34

1453 Pfaffenbuch 7

1470 Pfaff`npuech 7

1560 Pfaffenpuechen 46

1598 Pfaffenpuech 51

Das „Puech“ = Buchenwaldung, hier die eines Pfaffen (= Weltgeistlicher, Priester). W
Raustigl Winhöring EGG

(mundartl.: „Raustigl(à)“);

urk.

1517 Rauchennstigl 39

1560 Rauchensigl 46

1592 Rauchenstigl 49

1602 Rauchenstigl 52

1671 Rauchenstigler 58

Stelle, wo ein rauhes (= einfaches) Steigbrett für die berechtigte Übersteigung eines gesicherten, dauernden Grenzzaunes sich befindet (mhd. rouh = rauh, grob, uneben; stigl = Steigbrett). E
Rubenberg Winhöring EGG

(mundartl.: „Ruambeag(à)“);

urk.

1468 Rullenberg 36

1470 Ruellenperg 7

1560 Rumperg 46

1602 Ruemperg 52

1731 Ruebenperg 7

Berg, auf dem Zuchtstiere („Rüllen“) weiden und brüllen. E
Salzing Winhöring EGG

(mundartl.: „Soizing“);

urk.

1435 Salzing 34

1468 Saltzingen 36

1470 Saltzing 7

1517 Sallzing 39

Bei den Leuten, die mit Salz handeln oder verteilen und evtl. als Abgabe an den Grundherrn leisten. W
Schmidstock Winhöring WIN

(mundartl.: „Schmidstog“);

urk.

1468 Smidtstock 36

1470 Schmidstock 7

1517 Schmidtstogkh 39

Möglich ein Schmied, der z.B. zu einem Chorherrnstock (Chorherrenstift) grunduntertan ist oder an einem „Gestocket“ liegt (Stockach = ausgerodeter Waldboden). Sichere Erklärung fraglich! W
Schmitten Winhöring EGG

(mundartl.: „Schmidtn(à z` Mànàschbeag“)“);

urk.

1470 Schmidtn 7

1517 Schmidtner 39

Ein Schmiedeanwesen bzw. eine Schmiede schlechthin. E
Staik Winhöring WIN

(mundartll.: „Stoigg(à)“);

urk.

1435 Staich 34

1468 Steick 36

1470 Staygk 7

Name wohl vom altd. PN Stacco, Stach, Stacolf oder ähnlich sich ableitend. E
Staudach Winhöring WIN

(mundartl.: „Staudà“ bzw. „Staudinger“);

urk.

1245 Staudach 4

1300 Staudach 19

1560 Staudach 46

1602 Staudach 52

Bei den Stauden (Gebüsch). E
Steinhöring Winhöring WIN

(mundartl.: „Stoanàring“);

urk.

1468 Steinheringen 36

1470 Oberstainhering 7 und Nidernstainhering 7

1517 Stainhering 39 und Obern Stainhering 39

Bei den Leuten eines Mannes namens Steinher oder Steiner (altd. PN). D
Unterau Winhöring WIN

(mundartl.: „Undà(r)au“);

urk.

1407 ab der Aw 32

1904 Unterau 21

Unteres Anwesen an der Au (mhd. aw, awn oder aue = Au, wasserreiches Wiesenland, Auwaldung); vgl. auch Oberau! D
Unterhart Winhöring WIN

(mundartl.: „Undàhard“);

urk.

1435 Hard 34 (hier der untere Hart).

Siehe bei Hart! E
Watzing Winhöring EGG

(mundartl.: „Wàzing(à)“);

urk.

1407 Waczling 32

1470 Wätzling 7

1538 Wätzing 43

1560 Wäzing(er) 46

1602 Wäzing 52

Bei den Leuten eines Mannes namens Wazo, Wacilo oder ähnl. altd. PN. Vgl. auch Watzenberg, Gde. Reischach! E
Emmerting Emmerting EMM

Kein Eintrag vorhanden.

Der Name Emmerting existiert amtlich nur als Gemarkungs-Gemeinde- und VG-Name sowie als Name der Pfarrei, nicht aber als Gemeindeteilname, was als ein Kuriosum im Landkreis Altötting bezeichnet werden kann.
Leiten Marktl MAB

(mundartl.: „Leitn(à)“);

urk.

1435 Lewtnär 34

1517 Leitnner 39

1526 Leyttn 40

1560 Leutner 46

1602 Leutten 52

Hang, schiefe Ebene (mhd. lite, nhd. Leite). E
Hermannbräu Burgkirchen a.d. Alz NKI

(mundartl.: „beim Heamanbrei“);

bisher der Einöde Grabenreith zugeordnet,

seit 22. November 2001 amtl. als Gemeindeteil

geführt.

Ort benannt nach einem Manne namens Mathias Hermann, der gegen Ende des 19. Jahrhunderts dort eine kleine Brauerei samt Gast- und Landwirtschaft betrieb, von welchem die Gastwirtschaft noch heute besteht. E
Hermannbräu Burgkirchen a.d.Alz NKI

(mundartl.: "beim Heamanbrei"

Ort benannt nach einem Manne namens Mathias Hermann, der gegen Ende des 19. Jahrhunderts dort eine kleine Brauerei samt Gast- und Landwirtschaft betrieb, von welchem die Gastwirtschaft noch heute besteht. E
Alter Pfarrhof Neuötting ALG

Urkundliche Erwähnung: erstmalig 1403

Nach Verlegung des Pfarrsitzes von Mittling nach Alzgern Sitz des jeweiligen Ökonimie-Pfarrers bis 1949.
Namenserteilung mit Bescheid des Landratsamtes Altötting vom 06.10.2003 (die beiden Anwesen waren bis dahin dem Gemeindeteil Alzgern zugeordnet).
E
Am Bahnhof Stammham STA

(mundartl.: Am Bahnhof

Der Gemeindeteil umfasst die seit dem Bau der Bahnlinie München - Simbach a.Inn - Braunau (1868-1871) bis heute entstandene Siedlung östlich des Bahnhofes Marktl.
Namenserteilung mit Bescheid des Landratsamtes Altötting vom 10.12.2001 (die Streusiedlung war bis dahin dem Gemeindeteil Hofschallern zugeordnet.
Str.S.
Bartl Tyrlaching TYR Neuer Aussiedlerhof zwischen den Gemeindeteilen Aichbichl und Oberschitzing.
Namenserteilung mit Bescheid der Regierung von Oberbayern vom 02.02.1994 (unter Verwendung der alten Bezeichung der Hofstelle vor der Aussiedlung aus dem Gemeindeteil Oberschnitzing.
E
Binder Halsbach OZE

(mundartl.: "Binder"

urk.

1855 Binder-Plötz 80

Bei der völligen Neugründung dieses Anwesens im Jahr 1855 (Ausbruch aus dem "Maier"-Hof in Zeitlarn, HsNr.6) hat sich der Name "Binder" vom damaligen Gründer Franz Plötz, der vorher (seit 1826) das sogenannte alte Binderhäusl, HsNr.9 in Zeitlarn besaß, in welchem einstmals ein Binder (=Schäffler) hauste, auf das neue Anwesen HsNr. 6 übertragen 80, wärend das alte "Binderhäusl" (HsNr.9) als Hausname bis heute weiterlebt.
Namenserteilung mit Bescheid des Landratsamtes Altötting vom 22.05.2006 (die drei Anwesen waren bis dahin dem Gemeindeteil Zeitlarn zugeordnet).
E
Lengthal Mehring MEH

(mundartl.: "an Lengdoi")

urk.

1146 Linketal 11

1165 Lengental 10

1264 Lengthal 10

1350 Lengtal 10

1405 Lental 12

1438 Lengtal 11

1517 Lenntall 39

1602 Lentall 52

Sich in die Länge ziehendes Tal; (ahd. lengan = in die Länge ziehen). W
Lohwimm Neuötting ALG

urk.

1300 Aber Obereschlbach widem...

1535 Michel Wibmer von Eschlbach

1592 Hans Lohwibmer

Der bisherige Gemeindeteil Obereschelbach bestand einst aus fünf selbständigen Anwesen, eines davon war der "Wimmer" oder "Lohwimmer" (Name vom Widmungsgut eines Klosters der Probstei Altötting in einer "Loh" = Lichtung). Im Laufe des 19. Jahrhunderts hatten die Besitzer des Lohwimmer-Gutes nach und nach alle anderen Anwesen durch Heirat, Erbfolge oder Kauf in ihren Besitz gebracht und zu einem einzigen Anwesen vereinigt.
Namensaufhebung (bisher Obereschelbach) und Namenserteilung (Lohwimm) mit Bescheid des Landratsamtes Altötting vom 06.10.2003 (da der alte, bereits 933 urk. erwähnte Weiler untergegangen ist, wurde der bisherige Gemeindeteilname "Obereschelbach" aufgehoben und gleichzeitig der Einöde, die bereits im allgemeinen Sprachgebrauch verwendete Hofbezeichnung "Lohwimm" als neuer Gemeindeteilname erteilt.
E
Schreinerbauer Burgkirchen a.d.Alz GUF

urk.

1857 Schreinerbauer

Das im September 1857 vom Schreinermeister Michael Wengbauer errichtete Anwesen wird seither im Volksmund als Schreinerbauer bezeichnet. Namenserteilung durch Bescheid der Regierung von Oberbayern vom 24.06.1988. E
Steinberg Kirchweidach KIW

(mundartl.: „Stoabeag“);

urk.

unbekannt, vermutlich "Stainperg" (16. Jhdt?)

Steiniger Berg; Gehöft an od. auf einem steinigen Berg in der Nähe von Mad bzw. Pirach. E
Mitterau Neuötting ALG

urk.

Die Anwesen entstanden nach der Inkorrektion Ende des 19. Jhdt.

Ein Bauernanwesen, das sich etwa in der Mitte von Lenzau und Niederau befindet. E
Ortmairgütl Neuötting ALG

urk.

1529 zu Wolfsöd im Gern

1612 Wolfeder

1760 Mayr

1851 Ortmayr

Der ursprüngliche Name "Wolfsöd" kommt wohl von dem Personennamen "Wolf" (=Wolfgang, Wolferus odgl.) in einer Ödung (Einöde). Das uralte, seit 1851 nach einem Familiennamen als Ortmairgütl bezeichnete Anwesen war bisher dem Gemeindeteil Obereschelbach zugeordnet. Durch die Aufhebung des Gemeindeteilnamens Obereschelbach war die Wiedereinführung des historischen Namens notwendig. Namenserteilung durch Bescheid des Landratsamtes Altötting vom 06.10.2003. E
Überfuhr Neuötting ALG

urk.

1890 Überführer

1926 Überfuhr

1940 Überfuhr

Das alte Überführerhäusl wurde 1967 beim Bau der neuen Alzbrücke abgerissen. Die beiden neuen Anwesen HsNr. 2 1/3 und 2 1/4, die in den Jahren 1926 und 1960 erbaut wurden, waren bisher dem Gemeindeteil Alzgern zugeordnet. Namenserteilung durch Bescheid des Landratsamtes Altötting vom 06.10.2003. E
Wimmer a.d. Alz Kastl UKA Im Weiler Steinberg, zu dem der Grund des heutigen Anwesens HsNr. 71 1/2 von 1853 - 1864 gehört hat, gab es wohl ein Anwesen mit dem Hofnamen "Wibmer Guetl" (=Wimmer Gütl). Es wird vermutet, daß das Wimmer-Anwesen in Steinberg abgebrochen und in den Alzauen wieder aufgebaut wurde. Daher handelt es sich hier um einen transferierten Hofnamen. Das Anwesen war bisher dem Gemeinde Strahlehen zugeordnet. Namenserteilung durch Bescheid des Landratsamtes Altötting vom 25.03.2002. E