Historisches aus Teising

Kath. Filialkirchen St. Johann Baptist, Teising

Katholische Filialkirche St. Johann Baptist

Die Gemeinde Teising ist im Landkreis Altötting diejenige mit der ältesten urkundlichen Erwähnung um 710 n. Chr. Damals wurde der Ort „Tisingen" genannt. Auch die Teisinger Kirche weist ein hohes Alter auf, Teile der Langhausmauern gehen noch auf die Zeit der Romanik zurück. Darüber wurde dann im 15. Jahrhundert, in der Zeit der Gotik, die heutige Kirche erbaut.

Das Langhaus hat drei Joche, der nach Osten ausgerichtete Chor, der nicht eingezogen ist, ein Joch und einen Fünfachtelschluss. Der Turm ist westlich, Sakristei und Vorhaus befinden sich im Süden. Das Vorhaus wurde im 19. Jahrhundert angebaut.
In der Säkularisation (zu Beginn des 19. Jahrhunderts) sollte die Kirche abgerissen werden, weil sie keinen eigenen Geistlichen hatte. Die Teisinger wehrten sich aber und wiesen darauf hin, dass die Kirchenglocken bei Feuersgefahr oder Unglücksfällen Hilfe herbeirufen konnten und retteten dadurch ihre Kirche.

1970 war der Innenraum neu gestaltet worden. Dabei wurden Freskenreste entdeckt, die allerdings durch später vorgebaute Halbsäulen fast völlig zerstört waren.
In den Jahren 2008 und 2009 wurde eine neuerliche Innenrestaurierung durchgeführt. Bei einer Befunduntersuchung stellte sich heraus, dass über die Jahrhunderte rund ein Dutzend Farbschichten aufgetragen worden waren.
Als Erstfassung ließen sich ockerfarbene Gewölbesegel mit marmorierten Kreuzungspunkten und Rankenmalereien nachweisen, die für die Neugestaltung wieder aufgegriffen wurden.

Die Gewölbeschlusssteine zeigen zum Teil noch die originale Malerei, teils wurden die neuen Darstellungen angeglichen. Als Beispiel: der Hl. Petrus. 

Anlässlich des Patroziniumsgottesdienstes am 21. Juni 2009 wurde ein kleiner Kirchenführer erstellt, der beim Landratsamt Altötting, Kreisheimatpflege, Frau Heinrich, erhältlich ist.

v.l.n.r. - Gewölbeschlussstein, Hl. Petrus