Die Dachlwand (© Medienzentrum Lkr Aö)

Innleite bei Marktl mit Dachlwand

Die "Dachlwand" am Inn, nordwestlich von Marktl, vormals ein Landschaftsschutzgebiet, ist 1986 in ein Naturschutzgebiet umgewandelt worden. Das Schutzgebiet umfaßt Teile der Gemeinden Marktl, Erlbach und Perach. Es hat eine Größe von ca. 206 Hektar.

Kennzeichnung:

Innleite am nördlichen Ufer des Inn mit dem Prallhang, einem Altwasser des Inn und Bachtälern mit Seitengräben.

Bedeutung:

Geomorphologisch: Eindrucksvolles ehemaliges Steilufer des Inn und weit ins Tertiärhügelland zurückreichende Schluchten. Ökologisch: Erhaltung von Pflanzengesellschaften, von Lebensraum für die Artenvielfalt, Vorkommen geschützter Tierarten.

Naturschutzgebiet Untere Alz

Untere Alz

Als Naturschutzgebiet wurde 1990 die "Untere Alz" ausgewiesen. Es umfaßt Teile der Gemeinden Emmerting, Mehring, des Marktes Marktl, der Stadt Neuötting und des Holzfelder Forstes (Ausdehnung ca. 760 Hektar).

Die Bereiche "Autobahnbrücke" und "Schützing" werden widerrechtlich als FKK-Badeplatz benutzt. Hinweistafeln an allen Zufahrtswegen zum Naturschutzgebiet informieren unübersehbar über Verbote und Gebote. Zuwiderhandlungen werden mit Geldbuße geahndet.


Kennzeichnung:

Brunnbachgebiet, Auwälder entlang der Alz einschließlich der Hangwälder zwischen Emmerting und der Alzmündung.

Bedeutung:

Geomorphologisch: Auwälder, Flußlandschaft, Bandstrukturen, Fluß, Ufer, Weichholz-Hartholzau und Leiten.

Ökologisch: Fließgewässer, landschaftstypische Pflanzengesellschaften und Tiergemeinschaften, Tümpel, Röhrichte, Seggenriede, Trocken- und Halbtrockenrasen, Gebüsche, Trockenwälder wie Pfeifengras- und Schneeheidekiefernwald, "Rote-Liste-Arten".

Vogelfreistätte Salzachmündung

Vogelfreistätte Salzachmündung

Beim jüngsten Naturschutzgebiet im Landkreis handelt es sich um den Bereich zwischen Inn, Salzach und dem Leitdamm an deren Zusammenfluß in der Gemeinde Haiming. Dieses international bedeutsame Feuchtgebiet "Unterer Inn zwischen Haiming und Neuhaus" soll als Lebensstätte für durchziehende, überwinternde und brütende Sumpf- und Wasservögel geschützt werden. Für diese gefährdeten Vogelarten sollen die erforderlichen Lebensbereiche einschließlich der notwendigen Nahrungsquellen und Brutgelegenheiten gesichert und Störungen von ihnen ferngehalten werden. In diesem Gebiet brüten mehr als 25 verschiedene Vogelarten, die an Wasser- und Feuchtgebiete gebunden sind. Darunter sind Arten, die sehr selten oder im bayerischen und deutschen Raum kaum verbreitet bzw. vom Aussterben bedroht sind. Zu den brütenden Vogelarten kommen noch über 100 Wasservogelarten, die jährlich als Wintergäste oder Durchzügler dieses Gebiet aufsuchen. Aufgrund der grenzüberschreitenden Bedeutung und der damit verbundenen Abgrenzung des Gebiets über die Regierungsbezirksgrenzen von Ober- und Niederbayern hinweg, ist diese Schutzgebietsverordnung des Bayerischen Staatsministeriums für Landesentwicklung und Umweltfragen am 1. Oktober 1992 in Kraft getreten. Die Größe beträgt 550 ha.

Bedeutung:

Geomorphologisch: Flußmündungsbereich der Salzach in den Inn.

Ökologisch: Vogelschutzgebiet mit ausgeprägten Röhrichtzonen und Auwäldern.

Streuwiese im Bucher Moor

Bucher Moor

Das Bucher Moor stand schon lange Zeit unter Landschaftsschutz, da es im Landschaftsschutzgebiet "Mörnbachtal" liegt. Wegen seiner Beschaffenheit und der seltenen Pflanzenzusammensetzung wurde es 1986 als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Das Gebiet hat eine Größe von 13 Hektar.

Kennzeichnung:

Südlich von Buch, Markt Tüßling, gelegenes Hangquellmoor.

Bedeutung:

Geomorphologisch: Hangquellmoor mit Trichterquellen aus Übergangsmoorflächen, Bruchwälder.

Ökologisch: Wertvolles Quellmoor mit eindrucksvollen Trichterquellen, Sukzessionsflächen aus Übergangsmoorflächen, Erlenbruchwälder, trockene Moorwiesen, Vielfalt an Pflanzen- und Tierarten, Bestand an seltenen Arten.