Artenschutz

Öffnungszeiten

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Freitag
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Adresse

Bahnhofstr. 13
84503 Altötting

Postanschrift:
Postfach 14 32
84498 Altötting

Ansprechpartner Bereich Sachgebiet Zimmer Fax Telefon Email Zusatzinformation Nachname
Dr. Dorothea Friemel Umwelt- und Gesundheitsschutz Naturschutz
Artenschutz

SE04/Bahnhofstrasse 13

08671 50271763

08671 502763

dorothea.dr.friemellra-aoede

Fachreferentin für Naturschutz
Artenschutz: Fledermäuse
EU Förderprogramm INTERREG VA Österreich-Bayern 2014-2020

Bürotage i.d.R.: Mo, Di, Mi


Friemel
Heidi Holzweber Umwelt- und Gesundheitsschutz Naturschutz
Artenschutz

S207 / Bahnhofstr. 13

08671 50271754

08671 502754

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Artenschutz

Anzeige geschützter Tiere

Holzweber
Christian Maier (Sachgebietsleiter) Umwelt- und Gesundheitsschutz Artenschutz
Land- und Forstwirtschaft
Naturschutz
Fischereiwesen

S204 / Bahnhofstr. 13

08671 50271748

08671 502748

christian.maierlra-aoede

Sachgebietsleiter

Artenschutz

Anzeige geschützter Tiere

Naturschutzförderprogramme in der Landwirtschaft

Maier (Sachgebietsleiter)
Tanja Meilner (Abteilungsleiterin) Umwelt- und Gesundheitsschutz Abfallrecht
Abfallwirtschaft
Artenschutz
Bodenschutz
Fischereiwesen
Immissionsschutz
Klärschlammverordnung
Land- und Forstwirtschaft
Naturschutz
Umwelttechnik
Wasserrecht
Wasserwirtschaft

SE03 / Bahnhofstr. 13

08671 50271701

08671 502701

tanja.meilnerlra-aoede

Abteilungsleiterin Umweltschutz (Recht und Technik)

Meilner (Abteilungsleiterin)
Schriftzug SERVICE

Aufgaben aus dem Geschäftsverteilungsplan

  • Artenschutz
  • Wahrnehmung von Fachaufgaben aus dem Gebiet der zivilen Verteidigung

Artenschutz an Gebäuden - Handlungsempfehlungen

Hinweise zu Abriss, Sanierung und Neubau

Der Artenschutz an Gebäuden betrifft alle Hauseigentümer, Architekten und Handwerker, denn am Gebäude können sich Brutplätze von bspw. Mauersegler, Haus- und Feldsperling, Hausrotschwanz, Mehl- und Rauchschwalben, Schleiereulen und Turmfalke oder auch Fledermäuse befinden. Ihre Brutplätze sind gesetzlich geschützt. Nach § 44 Bundesnaturschutzgesetz ist es u. a. verboten, sie zu fangen oder zu töten oder sie während der Fortpflanzungs-, Aufzucht- oder Überwinterungszeit erheblich zu stören oder deren Niststätten bei Vögeln bzw. Tagesquartiere bei Fledermäusen zu beschädigen oder zu zerstören.

Das bedeutet: Bei Sanierungen oder Abriss eines Gebäudes oder Gebäudeteils sowie bei Entkernungen dürfen weder Gelege mit Eiern noch Gelege mit Jungvögeln beseitigt werden, noch die Brutvögel beim Ein- und Ausfliegen behindert werden. Löcher am Gebäude, die von Vögeln und Fledermäusen genutzt werden, dürfen nicht verschlossen werden.

Es geht: Sanierung und Modernisierung im Einklang mit dem Artenschutz

 

Vogelschlag an Glasfassaden

Wenn Spatzen, Meisen und Rotkehlchen mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 30 km/h gegen Glasfassaden prallen endet das meistens mit einem tödlichen Genickbruch. Jährlich verunglücken Millionen von Vögeln an unseren Fensterscheiben. In ihrer natürlichen Umgebung fliegen Vögel geschickt und rasch durch dichtes Geäst von Bäumen oder Hecken. Unsere moderne Bauweise mit viel Glas wird ihnen jedoch zum Verhängnis, weil sich die Landschaft und Bäume im Glas spiegeln und eine freie Flugbahn vortäuschen.

Teilweise einfache Maßnahmen können helfen, ein Gebäude vogelfreundlich zu gestalten.

Mauersegler

Mauersegler

Mauersegler (Apus apus) sind „Gebäudebrüter“. Als Kulturfolger haben sie sich die menschlichen Siedlungen als Lebensraum nicht nur erobert, sondern sind inzwischen auf diese Strukturen angewiesen. Gebäude sind für sie nichts anderes als eine "Felslandschaft" mit Spalten, Simsen, Ritzen und Höhlungen, die sie für ihre Brutplätze nutzen. Leider ist die Zahl der Mauersegler in den letzten Jahren gerade in den Städten z. T. dramatisch zurückgegangen. Ursachen sind hier u. a., dass bei Bau- oder Sanierungsmaßnahmen in Verbindung mit den heute üblichen Bautechniken und Wärmeschutzmaßnahmen, ihre Brutplätze bewusst oder unbewusst beseitigt werden. Auf der Roten Liste Bayern ist der Mauersegler mit 3 (gefährdet) eingestuft. Nach § 44 Abs. 1 Nr. 1, 2, 3 des Bundesnaturschutzgesetzes sind Mauersegler und auch ihre Nist- und Zufluchtsstätten gesetzlich geschützt.

Fledermäuse

Fledermäuse sind die einzigen fliegenden Säugetiere weltweit. Sie fliegen mit ihren Händen und sehen mit ihren Ohren. Durch ihre nächtliche Lebensweise werden sie von vielen Menschen als „unheimlich“ empfunden. Dabei sind sie nützliche Insektenfresser, die bis zu 50% ihres eigenen Körpergewichtes an Insekten jede Nacht vertilgen. Fledermausquartiere sind meistens unscheinbar und können an jedem Gebäude auftreten. Oft bemerkt man sie als Bewohner erst, wenn man sich über vermeintliche Mäuseköttel auf den Fensterbänken wundert. Bundesweit sind bislang 27 Fledermausarten nachgewiesen, in Bayern bislang 25. Viele von diesen Arten stehen auf der Roten Liste Bayern.

Vom Bayerischen Landesamt für Umwelt wurde 1985 das "Artenhilfsprogramm Fledermäuse" ins Leben gerufen und in Nord- und Südbayern zwei Koordinationsstellen für Fledermausschutz eingerichtet. Zu den Aufgaben der Koordinationsstellen zählen u. a. die Erfassung von Fledermausvorkommen und deren Bestandsentwicklung, Beratung von Bürgern und Behörden in Fragen des Fledermausschutzes und Ausbildung und Unterstützung ehrenamtlicher Fledermausschützer.

Koordinationsstelle für den Fledermausschutz in Südbayern
Dr. Andreas Zahn, Hermann-Löns-Str. 4, 84478 Waldkraiburg, Tel.: 08638/86117, E-Mail: andreas.zahn@iiv.de

 

Zeichnung einer Hornisse
Zeichnung einer Hornisse

Über Hornissen, Wespen und Bienen

Flyer - Hornissen & Wespen
Tätigkeitsnachweis für Wespenberater
Keine Angst vor Wespen und Hornissen
Tipps zur Vermeidung von Wespenstichen


Wespen und Hornissen auf der Suche nach Nistplätzen

Die großen Wespen- und Hornissenkönniginnen verlassen im März/April ihr Winterquartier und suchen nach Nistplätzen.
Holzverkleidungen, Rolladenkästen, Dachböden usw. sind dabei für die Tiere ein idealer Ort. Wer vermeiden möchte, daß in oder an Haus und Wohnung ein Wespennest entsteht, sollte jetzt diese verschließen oder mit Nelkenöl bestreichen. Für Rolladenkästen gibt es im Fachhandel beispeilsweise Dichtungsleisten und Abschlußbürsten, die bei geöffneten Rolläden ein Eindringen von Insekten verhindern.

"Der Haufen" unter dem Nest
Kontaktpersonen
Quellenverzeichnis
Hornissenberater/in gesucht!

"Schwarmbörse" - Einen Bienenschwarm bergen lassen!

www.schwarmboerse.de/melden
Infoblatt für Imkervereine und Behörden
Infoblatt für Polizei und Feuerwehr

Igel (c) pitopia/Ralf Pickenhahn, 2008

Der Igel

Igel gefunden - was nun?
Welche Igel brauchen Hilfe?
Fütterung hilfsbedürftiger Igel
Lebensraum des Igels
Überwinterung des Igels
Überwinterung hilfsbedürftiger Igel
Wissenswertes über den Igel


Kontakt zu "Pro-Igel e.V."

Für weitere Informationen über Igel wenden Sie sich an die Organisation

Pro Igel e.V. - Geschäftsstelle
Lilienweg 22
24536 Neumünster
Email: Pro_Igel@t-online.de
über die Igel-Hotline 0180 / 5555-9551 oder Faxabruf 0180 / 5555-9554
oder im Internet unter der Adresse: www.pro-igel.de

Logo Pro Igel e.V.
Krötenzaun an der Kreisstraße Aö12 Altötting-Tüßling

Krötenwanderung

Achtung - Frösche und Kröten sind wieder auf Wanderschaft

Wir bitten um Ihre Mithilfe!

Sollten Sie auch eine Stelle wissen, an der viele Amphibien eine Straße überqueren und dadurch gefährdet sind, teilen Sie uns dies bitte mit. Wir werden dann geeignete Maßnahmen ergreifen.

Mehr Informationen erhalten Sie bei den zuständigen Ansprechpartner der Unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt Altötting.

Adulte Äskulapnatter
Adulte Äskulapnatter

Schlangen im Landkreis Altötting

Die Äskulapnatter (Zamenis (Elaphe) longissimus)

Beschreibung und Verwechslungsgefahr

Verbreitung und regionales Vorkommen

Situation im Landkreis Altötting

Lebensweise

Adulte Ringelnatter
Adulte Ringelnatter

Die Ringelnatter (Natrix natrix)

 

(in der Region häufig auch als Hausnatter oder Wassernatter bezeichnet)

Beschreibung und Verwechslungsgefahr

Verbreitung und regionales Vorkommen

Lebensweise

Adulte Schlingnatter
Adulte Schlingnatter

 

Die Schlingnatter oder Glattnatter (Coronella austriaca)

(in der Region wegen ihrer gelegentlich rötlichen Färbung (meist Männchen) auch als Kupferschlange bezeichnet)

Beschreibung und Verwechslungsgefahr

Verbreitung und regionales Vorkommen

Adultes Kreuzotterweibchen
Adultes Kreuzotterweibchen

Die Kreuzotter (Vepera berus)

 

(je nach Grundfärbung auch als Höllenotter (schwarz) oder Kupferotter (rötlich) bezeichnet)

Beschreibung und Verwechslungsgefahr

Verbreitung und regionales Vorkommen

Biss und Giftwirkung

 

Verwendete Quellen / Bildnachweis / Verfasser

 

Schmetterlinge

Beitrag zur Großschmetterlingsfauna im Landkreis Altötting

von Walter Sage (2006)

Der Landkreis Altötting zeichnet sich durch seine reich gegliederte Landschaft und damit einer Anzahl verschiedener Lebensraumtypen aus. Hier trifft das tertiäre Hügelland mit seinen zahlreichen Kleinstrukturen auf die ausgedehnten eiszeitlichen Schotterflächen, in die sich die Flüsse Inn, Alz und Salzach ihr Bett mit meist stufenförmigem Aufbau gegraben haben. Neben den Flüssen, mit ihren zum Teil flächigen Weich- und Hartholzauen, sowie den ausgedehnten “Schilfwäldern“ im Bereich der Salzachmündung gibt es jedoch auch große zusammenhängende Forste, sowie kleinflächige Trockenstandorte, Nieder- und Übergangsmoore. Während die “Vogelfreistätte Salzachmündung“ als wichtiger Teilbereich des Europareservat “Unterer Inn zwischen Haiming und Neuhaus“ besonders unter Ornithologen überregional bekannt ist, kennen die vielen Kleinlebensräume meist nur “Insider“. Die Summe aller dieser verschiedenen Lebensräume führt jedoch erst zur großen Artenvielfalt der Tier- und Pflanzenwelt im Landkreis. Stellvertretend sollen hier die sogenannten Großschmetterlinge (Macrolepidoptera) behandelt werden.

Zu der etwas unglücklich, da systematisch nicht korrekt, gewählten Bezeichnung Großschmetterlinge zählen unsere Tagfalter, die Eulenfalter, die Spanner sowie die Spinner und Schwärmer. Meist werden aber auch noch die Sackträger, Widderchen, Glasflügler sowie die Holz- und Wurzelbohrer zu den Großschmetterlingen gerechnet, obwohl sie systematisch den Kleinschmetterlingen zugeordnet sind. In Bayern leben derzeit etwa 1170 Arten von Groß- und etwa 1970 Arten von Kleinschmetterlingen. Leider sind die Kleinschmetterlinge mit negativen psychologischen Komponenten vorbelastet (klein = unbedeutend, unwichtig, schwer bestimmbar; Kleinschmetterling = “Motten“ = Schädling). Im krassen Gegensatz zu den genannten, sachlich falschen Vorurteilen kommt den Kleinschmetterlingen eine enorme biologisch-ökologische und damit auch naturschutzfachliche Bedeutung zu. Im Landkreis befassen sich zwar einige Entomologen auch mit den Kleinschmetterlingen, für eine lokale Artenliste reichten die Daten bisher aber bei weitem nicht aus.

Seit etwa 1975 konnten im behandelten Gebiet rund 700 Arten von Groß- schmetterlingen (inkl. den Arten der oben erwähnten Familien) nachgewiesen werden. Dabei handelt es sich nicht etwa um ein starres Artenspektrum, vielmehr ordnet sich die Artenzusammensetzung von Jahr zu Jahr neu. Nichts ist eben in der Natur so beständig wie der stetige Wandel. Einige Arten die noch zu Beginn der Auf- zeichnungen hier gefunden wurden, wie die Pflaumenglucke (Odonestris pruni), die Schattenkönigin (Brentis circe) oder der Große Eisvogel (Limenitis populi) sind längst verschollen. Andere Arten wie der Nachtkerzenschwärmer (Proserpinus proserpina) oder ganz aktuell die Staubeule (Platyperigea kadenii) sind dafür neu ins Gebiet eingewandert und hier bodenständig geworden.

Pflaumenglucke (Odonestris pruni)

Pflaumenglucke (Odonestris pruni)

Schattenkönigin (Brentis circe)

Schattenkönigin (Brentis circe)

Nachtkerzenschwärmer (Proserpinus proserpina)

Nachtkerzenschwärmer (Proserpinus proserpina)

Staubeule (Platyperigea kadenii)

Staubeule (Platyperigea kadenii)

Wildbiene auf verlassenem Schneckenhaus!

 

Wildbienen = "wilde Bienen"?

Wenn man von Bienen spricht, denkt man - nicht nur als Imker - natürlich in erster Linie an unsere domestizierten Honigbienen. Der Ausdruck "'Wildbienen" meint nicht die wilden Vorfahren unserer Honigbienen oder gar verwilderte Honigbienen; vielmehr soll er die über 500 allein in Deutschland vorkommenden Bienenarten von der einzigen Nutzbiene unterscheiden.

Wildbienen leben als Einzelgänger (solitär) und produzieren weder Honig noch Wachs (Ausnahme Hummel). Viele Einsiedlerbienen und bestimmte Pflanzen sind symbiotisch aufeinander angewiesen. Werden sie nicht mehr bestäubt, kann eine ganze Population einer Pflanzenart verschwinden.

Da die Zahl der Honigbienen dramatisch zurückgeht, gewinnt die Bestäubungsleistung der Wildbienen auch für Kulturpflanzen immer mehr an Bedeutung. Der Schutz von Wildbienen durch Erhalt und Neuanlage von Lebensräumen ist dringend geboten.

Wildbienen-Flyer

Der Uhu – größte Eule Europas Foto: J. v. Lossow

Uhu - König der Nacht

Seit 2013 werden im Rahmen des Artenhilfsprogramms für Felsbrüter des Bayerischen Landesamts für Umweltschutz (LFU) die Vorkommen des Uhus (Bubo bubo) entlang des Inns und seiner Zuflüsse untersucht. Ziele sind neben einer Bestandserfassung, das jährliche Monitoring (Bruterfolg) und die Identifizierung von Gefährdungspotentialen für die einzelnen Brutplätze sowie die Umsetzung entsprechender Schutzmaßnahmen.

Im Landkreis Altötting sind bislang 15 Brutstandorte an Inn und Salzach festgestellt worden. An 6 Plätzen wurden zwischen 2013 und 2017 erfolgreich Junge großgezogen (Stand 2017). Damit stellt der Landkreis Altötting etwa 20 % der gesamten untersuchten Population im südostbayerischen Raum mit überregional bedeutenden Brutstandorten (hohe Nachwuchsraten). Teilgebiete weisen bayern- und deutschlandweit betrachtet mit die höchste Siedlungsdichte auf.

Im Landkreis Altötting werden Maßnahmen zum Schutz des Uhus seit 2019 umgesetzt.