Erdkröte auf der Wanderung zu ihrem Laichplatz
Erdkröte auf der Wanderung zu ihrem Laichplatz

Achtung - Frösche und Kröten sind wieder auf Wanderschaft

Achtung Autofahrer:

Frösche und Kröten sind wieder auf Wanderschaft. Auf ihrem Weg zu ihren Laichgewässern überqueren sie dabei oft viel befahrene Straßen. Das Landratsamt bittet daher alle Verkehrsteilnehmer um Rücksicht.

Um besonders vorsichtige Fahrweise wird an den folgenden Straßenabschnitten gebeten:

  • Gemeindeverbindungsstraße von Emmerting nach Bruck
    Es sind dort bereits Hinweisschilder aufgestellt worden. Hier erstreckt sich die Amphibienwanderung über mehrere Kilometer. Gerade an diesem Streckenabschnitt ist es besonders wichtig, durch rücksichtsvolle Fahrweise das Überleben dieser Krötenpopulation zu sichern.
  • Kreisstraße AÖ 12 von Altötting nach Tüßling
    Die untere Naturschutzbehörde betreut hier seit acht Jahren einen Krötenzaun. Seither wurden in jedem Jahr zwischen 400 und 600 Erdkröten über die Straße getragen. In diesem Bereich befindet sich damit derzeit die individuenreichste bekannte Amphibien-Wanderstrecke im Landkreis.
  • Neuötting am Pilgerweg
    Im Frühjar 1997 wurden hier erstmals überfahrene Erdkröten entdeckt, die auf eine größere Wanderaktivität hinweisen. Im Jahr 1998 wurde erstmals von der unteren Naturschutzbehörde ein Krötenzaun errichtet. Dabei werden jährlich ca. 100 Erdkröten aufgesammelt und sicher zum Laichgewässer gebracht.
  • B 299 im Bereich "Hilgerberg"
    Seit dem Jahr 2002 wurde auch hier eine Wanderroute festgestellt, der kurzfristig aufgestellte Zaun brachte auf Anhieb einen Sammelerfolg von rund 150 Tieren, wobei im Vorfeld schon ca. 50-100 Tiere überfahren wurden.
  • Kastl zwischen Sportplatz und Bonauer
    Hier werden auf Grund des langen Streckenabschnittes keine Schutzmaßnahmen durchgeführt. Um den Kröten eine Überlebenschance zu geben, ist eine rüchsichtsvolle Fahrweise in diesem Bereich von besonderer Bedeutung.
  • Kreisstraße von Marktl nach Perach
    Bis vor wenigen Jahren tauchten in diesem Bereich nachts einige hundert Erdkröten auf. Auf Initiative der unteren Naturschutzbehörde wurden vor rund 14 Jahren Ersatzlaichgewässer nördlich der Straße angelegt. Diese Weiher wurden von einem Teil der Population angenommen. Die Wanderung über die Straßen zur Mastenlake am Badesee besteht so gut wie nicht mehr. Die Population ist aber erheblich gesunken.

Der Straßentod stellt nach wie vor die größte Bedrohung der heimischen Amphibienbestände dar. Zu ihrer Rettung reicht das Anlegen von Gartenteichen nicht aus - im Gegenteil. Vielmehr müßten Kleinstgewässer und Feuchtgebiete so in der freien Landschaft angelegt werden, daß Kröten und Frösche sie gefahrlos erreichen können. Solche Maßnahmen können aus dem Landschaftspflegeprogramm gefördert werden.