Hornissennest
Hornissennest

"Der Haufen" unter dem Nest

Und noch ein Punkt, der bislang in keiner Informationsschrift diskutiert wird, der aber dennoch wichtig ist.

Wie alle Tiere, die etwas fressen, werden auch von den Hautflüglern die unverdaulichen Nahrungsreste ausgeschieden und außerhalb des Nestes verbracht. So findet man beispielsweise unter den Hornissennestern eine beachtliche "Kotlache". Dies kann bei größeren Völkern zu einer ganz beachtlichen Ansammlung von Abfällen führen. Dieser feuchte Brei wird zwar in der Regel von irgendwelchen Käfern, Maden und Kleininsekten langsam weiterverarbeitet. An den warmen Standorten, die Hautflügler zur Gründung eines Volkes bevorzugen, können diese Reste unter dem Nest zu erheblichen Geruchsbeeinträchtigungen führen, die auch in benachbarten Räumen bzw. durch die Zimmerdecke feststellbar sind. Bei Nestern auf Dachböden dringt dieser Saft allmählich durch die im allgemeinen nur locker verlegten Bodenbretter in die Zwischendecke ein und verliert seinen Geruch erst, wenn er eingetrocknet ist. Auch in Rollokästen kann es "Abfallprobleme" geben, sei es durch Verfärbung der Tapeten im Zimmer, sei es durch hässliche Streifen am Putz des Hauses. Um derartige Beeinträchtigungen zu vermeiden, bietet sich als einfachste Lösung an, bei frei hängenden Nestern eine Wanne oder einen Karton mit Katzenstreu oder Zeitungspapier unter das Nest zu stellen. Rollokästen neuerer Bauart sind im Allgemeinen so konstruiert, daß keine Probleme auftreten. Ältere Modelle können durch Anbringen von Dichtungsleisten und Abschlußbürsten umgebaut werden. Oft ist eine individuelle Lösung möglich. Unverzichtbar ist aber die Reinigung des Kastens im Winter, wenn das Volk abgestorben ist. Im Extremfall sollten Holzpartien des Rollokastens im Winter erneuert werden.