Kreuzotter - Verbreitung und regionales Vorkommen

Die Kreuzotter besitzt von allen Vipern das größte Verbreitungsgebiet und ist die einzige Schlangenart, die auch noch nördlich des Polarkreises angetroffen werden kann. Im Süden Bayerns kommt sie schwerpunktmäßig im Bayerischen Wald, den Alpen und in den ihnen vorgelagerten Mooren vor. Dazwischen tun sich größere Areallücken, insbesondere in den klimatisch wärmeren Flusstälern, so auch an Inn und Salzach auf. So gibt es derzeit keine Kreuzotterbestände in den Landkreisen Altötting und Rottal-Inn. Das nächste größere Vorkommen befindet sich im Umfeld des Ibmer Moores. Dennoch kann nicht ganz ausgeschlossen werden, dass gelegentlich durch Verfrachtung aus den Oberläufen von Alz und Salzach Einzeltiere bis in den Landkreis vordringen. Bei allen dem Autor gemeldeten und in den lokalen Zeitungen (z.B. Wacker-Zeitschrift vor einigen Jahren) abgebildete „Kreuzottern“ handelte es sich um Schlingnattern, soweit dies noch nachvollziehbar war. Schon anhand des Lebensraums an denen die Tiere gesichtet wurden (trockene Hänge, Dämme etc.) konnte die „kälteliebende“ Kreuzotter bereits im Vorfeld mit ziemlicher Sicherheit ausgeschlossen werden.