Eine Unterkunfsmöglichkeit für den Igel ist z.B. ein Holzstapel! (© G. Lorenz)

Lebensraum des Igels

Ein guter Lebensraum für Igel ist reich gegliedert mit Hecken und Gebüschen. In gut strukturierten, ländlichen Gegenden, die der natürliche Lebensraum des Igels waren, verfügten Männchen oftmals über Reviere von 100 Hektra Größe (Weibchen ca. 30 ha).

Aufgrund zunehmender Ausräumung der Landschaft durch Anlage von Monokulturen und Intensivierung der landwirtschaftlichen Nutzung wurde der Igel zum Kulturfolger des Menschen und kommt jetzt hauptsächlich in unserem Siedlungsraum vor, da er hier bessere Lebensbedingungen vorfindet.

Aber auch hier drohen dem Igel viele Gefahren - z.B. durch Rasenmäher, steilwandige Gruben und Schächten, Schwimmbädern, Schlagfallen und Giftköder. Pestizide, Kunstdünger und Schneckenkorn vernichten die natürlichen Lebensgrundlagen des Igels ebenso wie übertriebene Aufräumwut im Garten.

Gartenbesitzer könnten den Lebensraum- und Nahrungsverlust für die Igel durch sinnvollen, biologischen Gartenbau teilweise wettmachen. Dazu gehört der Verzicht auf den ohnehin nutzlosen englischen Rasen ebenso wie die Schaffung von geeigneten Unterkunftsmöglichkeiten. Dies können unter anderem sein: Holzstapel, Laub- oder Reisighaufen, Kompsthaufen, dichte Hecken, Steinhaufen, Gartenhäuschen, Schuppen, Treppen, alte Baumwurzeln, natürlicher aber auch mal etwas höherer Grasbewuchs in dem sich der Igel am Tag verstecken kann.

Bereichern Sie Ihren Garten mit einem Teich mit flachen Ufern, denn damit helfen Sie nicht nur den Igeln, sondern allen freilebenden Tieren für die Wasser, insbesondere in der heißen Jahreszeit, überlebenswichtig ist.

Der "igelfreundliche" Garten beginnt schon beim Gartenzaun. Gut geeignet sind Hecken und Lattenzäune ohne hohen Sockel, damit der Igel auch seine nächtlichen Streifzügen durch die Gärten ohne große Hindernisse ausführen kann.