Igel (© Pitopia/Stephan Engler, 2008)

Welche Igel brauchen Hilfe?

Igelsäuglinge ohne Mutter (Junge, die sich tagsüber außerhalb des Nestes bewegen, Augen und Ohren noch geschlossen haben und sich womöglich kühl anfühlen, evtl. Nest einige Stunden beobachten, ob die Mutter zurückkommt).

Verletzte Igel (Ort und Umstände des Fundortes können schon Aufschluß über eine Verletzung geben, z.B. Straße, Bauarbeiten. Auch Tiere die tagelang in Gruben oder Lichtschächten ohne Wasser und Futter gefangen waren, brauchen Hilfe).

Kranke Igel (Igel die tagsüber Futter suchen, herumlaufen, torkeln oder einfach apathisch daliegen, sich kaum einrollen, erkennbar mager sind, eingefallene, schlitzförmige Augen haben - nicht halbkugelig hervorstehend).

Igel die nach Wintereinbruch herumlaufen (d.h. bei Dauerfrost und/oder Schnee).

Nicht jeder Igel, der gesehen wird braucht Hilfe - aber jede Hilfe muß richtig sein!

Durch die rechtzeitige Einrichtung einer Gartenfutterstelle im Herbst kann verhindert werden, daß später untergewichtige Igel überhaupt in menschlicher Obhut überwintert werden müssen. Dafür genügt es, eine kleine Kiste mit einem Schlupfloch von mindestens 10 x 10 cm im Garten aufzustellen und darin abends einen Teller mit z.B. Hundefeuchtfutter oder Igeltrockenfutter vermischt mit Katzendosenfutter zu deponieren. Die Futterreste müssen morgens unbedingt beseitigt und die Schüssel heiß gespült werden. 

Niemals Milch geben!!! 


Diese bewirkt beim Igel Durchfall mit der Folge einer Darmentzündung und nachfolgenden Infektionen, die für Igel tödlich enden können. Soll die Futterstelle vor Hunden und Katzen geschützt werden, empfiehlt sich der Bau eines einfachen Futterhäuschens mit verwinkeltem Eingang (siehe Bauanleitung).