Verbund- und Entwicklungskonzept für die Brennen der Mittleren und Unteren Alz im Landkreis Altötting. – Gutachten an Landschaftspflegeverband Altötting e.V.

Esther Lindner (2009):

Ergebnis

Die Auswertung der Luftbilder von 1972 lässt deutlich breitere Brennenstandorte im unmittelbaren Uferbereich der Alz erkennen. Ein auffälliges großes Brennengebiet erstreckte sich damals im Bereich der ehemaligen Furkationsstrecke südlich der Autobahn A94, rechtes Ufer (Luftbild NO VI-40). Die Flächen weisen heute starke Sukzession bzw. Aufforstung auf. Die Auswertung der Offenen Standorte von 1972 ergibt eine Flächengröße von rund 113,0 ha.

Auch in den Luftbildern von 1982 sind noch sehr viele waldfreie Flächen in der Alzaue zu erkennen, welche unter anderem häufig durch Kiesabbau entstanden sind. Die Größe der Offenen Standorte beträgt hier 107,3 ha.

Ab 1991 sind die offenen Standorte in ihrer Ausdehnung stark rückläufig. So verringert sich ihre Gesamtfläche auf 70,7 ha.

Die Auswertung der Luftbilder von 2007 ergibt eine Flächengröße von 89 ha. Dabei sind die schmalen Brennenstandorte im unmittelbaren Uferbereich der Alz mit einberechnet. Sie stellen heute die einzige schmale, jedoch oft unterbrochene Verbundachse der einzelnen Brennen dar. 

Berechnet man die Gesamtfläche der offenen Standorte der Alzaue (Brennen) aus allen Luftbildauswertungen, den Kartierungen der Arbeiten von Dipl.-Geogr. B. Köhl 1998 und Dipl.-Biol. B. Zimmer 2000, der Vegetationstypenkartierung von Dipl.-Biol. A. Grätzlmeier 1993/94 sowie der derzeit vom LPV Altötting gepflegten Brennen, so ergibt sich bei der Überlagerung aller Flächen eine Gesamtgröße von 254,2 ha.  Heute sind die Brennen mit einer Gesamtfläche von 89 ha unregelmäßig in den Auwald eingestreut, wo sie durch fortschreitende Sukzession (Versaumung, Verwaldung) aufgrund fehlender Pflegemaßnahmen zunehmend eingeengt werden und zurückgehen. 16,3 ha im Bereich der Alzaue werden derzeit vom LPV Altötting gepflegt.