Zusammenfluß von Gräben in den Osterwiesen (© Untere Naturschutzbehörde)

BayernNetz Natur ist der bayerischen Weg im Naturschutz. In inzwischen über 300 größeren Projekten versuchen Kommunen, Verbände und Behörden dem Naturschutz auf die Sprünge zu helfen. Oberstes Prinzip ist hierbei die Freiwilligkeit, d.h. alle Maßnahmen werden ausschließlich auf der Basis freiwilliger Vereinbarungen umgesetzt. Sämtliche Maßnahmen werden vom Bayerischen Naturschutzfonds finanziell gefördert.

Anfang des Jahres 2003 hat der Landkreis Altötting die Trägerschaft über das BayernNetz Natur Projekt „Mörnbachtal und Osterwiesen" übernommen. Das Projektgebiet hat eine Größe von 265 ha, die Laufzeit erstreckte sich über 5 Jahre. Im Frühjahr 2008 wurde es abgeschlossen. Ziel des Projektes ist die Erhaltung und Wiederherstellung der Eigenart, Leistungsfähigkeit und Naherholungsfunktion der breiten Bachaue zwischen Altötting und Tüßling. Wertvolle Lebensräume besonders gefährdeter Pflanzen - und Tierarten sollen erhalten und vor schädlichen Einflüssen geschützt werden. Im Projektgebiet liegt das Naturschutzgebiet „Bucher Moor". Es ist als Artenreservoir für das gesamte Projekt von zentraler Bedeutung. Seltene Arten aus diesem Gebiet sollen über den neu geschaffenen Biotopverbund neue Lebensräume besiedeln.

Im bayernweiten Biotopverbund befinden sich die Osterwiesen in direkter Nachbarschaft zum „Isental", „Talhammer Moos", und den Traunsteiner Niedermoorgebieten. Ihm kommt damit auch als Trittstein für den Weißstorch und wiesenbrütende Vogelarten eine erhebliche Bedeutung zu.

In Zusammenarbeit von Naturschutz und Landwirtschaft, sowie mit der Unterstützung der Direktion für Ländliche Entwicklung konnten vom Landkreis Altötting 10 ha Flächen erworben werden. Der Ankauf wurde vom Bayerischen Naturschutzfonds mit 70 % gefördert. Die naturnahe Umgestaltung der Flächen erfolgte in Zusammenarbeit mit dem Landschaftspflegeverband Altötting. Auf den Flächen des Landkreises wurden Seigen und Teiche angelegt. Die Pflege der Wiesenflächen erfolgt teilweise durch Beweidung (Extensive Viehweide) oder durch extensive Mahd (Extensives Grünland).

Sämtliche Gräben und Bäche im Projektgebiet sind durch Pufferstreifen geschützt.

(v.l.n.r.) Extensives Grünland, Äcker(© Untere Naturschutzbehörde)

Bewirtschaftungsvereinbarungen sollen extensives Grünland erhalten und vor Umwandlung in Äcker schützen.