Traditionelle Heuernte in den Osterwiesen Mitte der Fünfziger Jahre. (© Heimatbund Tüßling)

Entstehung

Bis zum beginnenden Mittelalter lagen die Siedlungen wie Inseln in der von Laubwäldern bedeckten Landschaft. Im 11.-13-Jahrhundert erfolgte eine massive Waldrodung. Die heutige Gliederung der Landschaft in Wald und Feld ist noch darauf zurückzuführen. Die landwirtschaftliche Nutzung änderte sich vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert kaum. Mit den wirtschaftlichen, technischen, politischen und sozialen Neuerungen des 19.Jahrhunderts kam es auch in der Landwirtschaft zu einem Strukturwandel und zu intensiverer Landnutzung. Hier begannen dann auch in den Osterwiesen die ersten Entwässerungen.

Die systematische Trockenlegung des Gebietes erfolgte jedoch erst zwischen den beiden Weltkriegen. Vor allem nach dem 2.Weltkrieg wurde ein Großteil der Wiesen in Äcker umgewandelt. Die Nutzung des verbleibenden Grünlandes wurde meist intensiviert.

In den vergangenen Jahren konnten durch Nutzungsvereinbarungen über das Vertragsnaturschutzprogramm oder das Kulturlandschaftprogramm extensive Wiesen erhalten und gefördert werden. Welchen Wandel der Landschaft der momentane Boom nach Bioenergie mit sich bringt wird sich bald zeigen.