Luftbildaufnahme der Osterwiesen (c) Foto Strauß

Lebensräume

Bei weiten Teilen des Projektgebietes handelt es sich um ein ehemals grundwassergespeistes Niedermoorgebiet. Durch die ab dem 19. Jahrhundert beginnende Entwässerung und die Umwandlung der meisten Wiesen in Äcker blieb von dem ursprünglichen Charakter des Talraumes wenig erhalten. Die Hänge des an die Osterwiesen angrenzenden Hochterrassenrandes sind sehr reich an Quellen und speisen die angrenzenden Flächen. In der Folge findet man auch noch einige Erlenbruchwälder am Hangfuß. Die Bäche Mörnbach, Bucher Bach, Pfarrerbacherl und Sickenbach, sowie zahlreiche Gräben durchziehen das Gebiet. Das Naturschutzgebiet und nach den Richtlinien der Europäischen Union geschützte Flora-Fauna-Habitat Gebiet „Bucher Moor", ein Quellmoor mit überregionaler Bedeutung, ist für das Projektgebiet Kernzone und Artenreservoir. Seine artenreichen Feuchtwiesen geben uns eine Vorstellung über das vergangene Erscheinungsbild der gesamten Osterwiesen und des Mörnbachtales.

Die im Rahmen des Bayern-Netz-Natur-Projektes durchgeführten Maßnahmen haben zum Ziel die wertvollen Lebensräume für Pflanzen und Tiere zu erhalten, sowie den ursprünglichen Charakter der Landschaft in Teilen wiederherzustellen. Hierfür hat der Landkreis Altötting 10 ha erworben und in Zusammenarbeit mit dem Landschaftspflegeverband Altötting naturnah mit Seigen und Teichen aufgewertet. Die künftige Nutzung als Extensivgrünland oder extensive Weide erfolgt in Zusammenarbeit mit örtlichen Landwirten.