Osterwiesen mit Hangkante (© Untere Naturschutzbehörde)


Nutzungsgeschichte

Riss- und Würmeiszeit prägten die Geologie des Projektgebietes.

In der Risseiszeit transportierten die Gletscher große Schottermengen nach Norden bis ins heutige Inntal. Die nach dem Abschmelzen der Gletscher verbliebenen Schottermassen wurden nach dem Rückzug der Gletscher verteilt und bilden heute die flachen Schotterebenen des unteren Inntals und Alzplatte.

Das Projektgebiet liegt im Übergangsbereich der beiden Naturräume „Unteres Inntal" im Norden und „Alzplatte" im Süden. Es gehört der naturräumlichen Untereinheit „Terrassenlandschaften im Unteren Inntal" an. Diese fasst die verschiedenen glazialen und postglazialen Schotterterrassen zusammen.

Die Ebene westlich und östlich von Tüßling gehört zum rechten Niederterrassenstreifen des Inns, südwestlich schließt sich das Mörnbachtal an. Das Mörnbachtal und die Osterwiesen liegen ca. 40 m tiefer als die Hochterrasse der Alzplatte.

Letztere bildet mit ihrer Nordkante einen markanten geradlinigen Abfall zum unteren Inntal. Sie ist in Süd-Nordrichtung von mehreren Erosionstälern bis auf die Ebene der Niederterrasse eingeschnitten.

Die weitflurigen ergiebigen Grundwasseraustritte sowie hochanstehendes Grundwasser mit mangelnder Vorflut begünstigten in der Vergangenheit am Hochterrassenfuß die Ausbildung des größten Niedermoorgebietes der Inn-Alz-Salzach-Schotterplatte.

Durch die bereits im 19. Jahrhundert stattgefundene Entwässerung, ist von seiner ursprünglichen Form nichts mehr übrig.