Prüfpflicht

Die Anlagenverordnung (VAwS) regelt welche Behälter zur Lagerung wassergefährdender Stoffe zu prüfen sind, und bei welchen Anlässen diese Prüfung zu erfolgen hat:

Prüfpflichtige Anlagen:

  • unterirdische Anlagen und Anlagenteile (Erdtanks und Rohrleitungen)
  • oberirdische Lagerbehälter für Altöl, Benzin oder anderen Stoffen der Wassergefährdungsklasse 3 mit einem Fassungsvermögen ab 1.001 Liter

  • oberirdische Lagerbehälter für Heizöl, Frischöl, Diesel oder anderen Stoffen der Wassergefährdungsklasse 2 mit einem Fassungsvermögen ab 10.001 Liter


Anlass und Zeitpunkt der Prüfung:

Erstmalige Prüfung

  • vor der ersten Inbetriebnahme
  • nach einer wesentlichen Änderung der Anlage
  • vor Wiederinbetriebnahme einer länger als 1 Jahr stillgelegten Anlage

Wiederkehrende Prüfung

  • regelmäßig spätestens nach 5 Jahren nach der letzten Überprüfung
  • regelmäßig spätestens 2 1/2 Jahre nach der letzten Überprüfung bei unterirdischen Lagerbehältern und Rohrleitungen in Wasserschutz- und Quellschutzgebieten

Nachprüfung

  • nach Beseitigung von erheblichen Mängeln, die in einer Erstprüfung oder wiederkehrenden Prüfung festgestellt wurden.

Stilllegungsprüfung:

  • bei Stilllegung der Anlage (z.B. bei Umstellung auf Erdgas oder falls ein neuer Tank erforderlich wird);
  • die Prüfung hat nach Ausserbetriebnahme des Lagerbehälters und Reinigung durch einen Fachbetrieb nach § 3 der Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (BundesVAwS), aber vor dem Ausbau und Abtransport oder der Verfüllung des Tanks zu erfolgen.



Durchführung der Prüfung:

Der Betreiber der prüfpflichtigen Anlage ist verpflichtet, die Prüfung von einem gemäß § 18 der Anlagenverordnung (VAwS) zugelassenen Sachverständigen durchführen zu lassen.

Er hat hierfür eine anerkannte Sachverständigenorganisation bzw. einen Sachverständigen einer anerkannten Sachverständigenorganisation rechtzeitig zu beauftragen.

Eine Liste der anerkannten Sachverständigen mit Prüftätigkeit in Bayern erhalten sie hier>>.

Der Sachverständige hat über die durchgeführte Prüfung unverzüglich, jedoch spätestens innerhalb eines Monats dem Landratsamt einen Prüfbericht vorzulegen.