Wasserwirtschaft

Öffnungszeiten

Montag - Mittwoch
08.00 Uhr - 12.00 Uhr
Donnerstag
08.00 Uhr - 12.00 Uhr
14.00 Uhr - 18.00 Uhr
Freitag
08.00 Uhr - 12.00 Uhr
und nach Vereinbarung

Adresse

Bahnhofstr. 13
84503 Altötting

Postanschrift:
Postfach 14 32
84498 Altötting

Ansprechpartner Bereich Sachgebiet Zimmer Fax Telefon Email Zusatzinformation Nachname
Petra Hackl Umweltschutz (Recht und Technik) Wasserwirtschaft

S206 / Bahnhofstr. 13

08671 50271752

08671 502752

petra.hackllra-aoede

Mitarbeiter

Kleinkläranlagen

Hackl
Josef Mayereder Umweltschutz (Recht und Technik) Wasserwirtschaft

S205 / Bahnhofstr. 13

08671 50271749

08671 502749

josef.mayerederlra-aoede

Sachgebietsleiter

Mayereder
Susanne Mehlstäubler Umweltschutz (Recht und Technik) Wasserwirtschaft

S205 / Bahnhofstr. 13

08671 50271750

08671 502750

susanne.mehlstaeublerlra-aoede

Mitarbeiterin

Kleinkläranlagen

Mehlstäubler
Dr. Robert Müller Umweltschutz (Recht und Technik) Abfallrecht
Abfallwirtschaft
Artenschutz
Bodenschutz
Immissionsschutz
Klärschlammverordnung
Land- und Forstwirtschaft
Naturschutz
Umwelttechnik
Wasserrecht
Wasserwirtschaft

SE03 / Bahnhofstr. 13

08671 50271701

08671502701

robert.dr.muellerlra-aoede

Abteilungsleiter Umweltschutz (Recht und Technik)

Müller
Josef Tausche Umweltschutz (Recht und Technik) Wasserwirtschaft

S206 / Bahnhofstr. 13

08671 50271751

08671 502751

josef.tauschelra-aoede

Stellvertr. Sachgebietsleiter

Tausche
Schriftzug SERVICE

Aufgaben aus dem Geschäftsverteilungsplan

  • Fachkundige Stelle für Wasserwirtschaft
  • Sachverständiger bei Genehmigungsverfahren
  • Schnittstelle zum Wasserwirtschaftsamt
  • Berater bei Fachfragen für Bürger, Betriebe, Industrie und Planungsbüros
  • Technische Gewässeraufsicht


Allgemeine Informationen über die Fachkundige Stelle für Wasserwirtschaft

Neben den Wasserwirtschaftsämtern gibt es an den Kreisverwaltungsbehörden eigene Fachkundige Stellen für Wasserwirtschaft (FSW).

Deren vorrangige Aufgabe ist die Beschleunigung von Genehmigungsverfahren im Wohnungs- und Gewerbebau sowie bei Industrie- und Chemieanlagen.

Antragsteller und interessierte Bürger werden an den KVB's effizient, unbürokratisch und kostenlos in wasserwirtschaftlichen Fachfragen beraten.

Die FSW fungiert auch als Schnittstelle des Landratsamtes zwischen Wasserwirtschaftsamt (WWA) und Bürger. Damit wird erreicht, dass das WWA nur gezielt bei Erfordernis beansprucht wird und dabei vollständige Antragsunterlagen erhält.

Im Landkreis Altötting mit seinen großen Chemie- und Industrienlagen liegt ein Schwerpunkt der FSW bei der Begutachtung und Überwachung von Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen. Weitere Schwerpunkte sind die Abwasserentsorgung im ländlichen Raum, landwirtschaftliche Betriebe, Regenwasserbewirtschaftung und die thermische Nutzung von Grundwasser (Wärmepumpen).

Biogasanlage

Im Landkreis Altötting gibt es rund 40 landwirtschaftliche Biogasanlagen (Stand: September 2005): Diese Anlagen bergen ein Gewässergefährdungspotential.

Anlagenbeschreibung:

Eine Biogasanlage besteht aus folgenden Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen nach § 19 g WHG:

  • Die Anlage zum Herstellen von Biogas besteht aus dem Faulbehälter (Fermenter, Gärbehälter), dem Nachgärbehälter und den Rohrleitungen für Substrat (z.B. Gülle), Luft und Biogas, jeweils bis zum ersten Absperrventil sowie evtl. der Vorgrube mit Pumpe.
  • Die Anlage zum Lagern von Biogas besteht aus dem Gasspeicher und den Rohrleitungen vom Faulbehälter bis zum Blockheizkraftwerk (BHKW) einschließlich Gaswäscher und Kondensatabscheider. Diese Anlage ist Teil der Anlage zum Herstellen von Biogas, wenn der Gasspeicher Teil des Faul- oder Nachgärbehälters ist.

Anforderungen:

  • Für Anlagen zum Herstellen von Biogas entfallen die formellen Anforderungen, da sich die wassergefährdenden Stoffe im Arbeitsgang befinden. Einwandige unterirdische Behälter und Rohrleitungen bedürfen grundsätzlich einer Ausnahme der Kreisverwaltungsbehörde von §§ 3 Nr. 2 und 12 VAwS (Anlagenverordnung). Anlagen zum Herstellen von Biogas, bei denen überwiegend Wirtschaftsdünger (z.B. Gülle) verwendet wird, können in Anlehnung an Anhang 5 der VAwS (JGS-Anlagen) beurteilt werden. Dabei ist zu beachten, dass bei Faulbehältern im Gegensatz zu Güllebehältern die Dichtheit aufgrund ihrer Behälterbauart (geschlossen, nicht einsehbar, i.d.R. ständig gefüllt) und der Behältereinbauten (Rührwerk, Heizung) nicht schnell und zuverlässig kontrollierbar sind. Zusätzlich ist zu berücksichtigen, dass in Biogasanlagen neben Gülle auch weitere organische Stoffe eingesetzt werden. Somit kann einwandigen unterirdischen Gärbehältern nur mit Leckageerkennungsmaßnahmen zugestimmt werden. Eine Betriebsanweisung ist aufzustellen und einzuhalten. Anlagen zum Lagern von Biogas (wassergefährdender gasförmiger Stoff), die den öffentlich-rechtlichen Vorschriften (z.B. die gewerberechtlichen Vorschriften) entsprechen, sind nach VAwS einfach oder herkömmlich. Materiell ist aus wasserwirtschaftlicher Sicht zu fordern, dass die Gaswäscher und Kondensatabscheider einschließlich der dazugehörigen Schächte beständig und dicht ausgeführt werden. Das dabei anfallende Abwasser ist ordnungsgemäß zu entsorgen, z.B. in den Faulbehälter.

Biomasselager für Maissilage

sind wasserundurchlässig und gegen Silagensickersäfte beständig auszuführen. Dafür eignet sich wasserundurchlässiger Asphalt mit säurefesten Granitsplitt am besten. Die Anschlußfuge zur Einfassungsmauer ist mit dauerelastischem Vergussmaterial abzudichten.

o.l. - Betonringschächte mit Mörtelfuge sind nicht zulässig! o.r. - Verteilerschacht als Beton-Fertigteil mit Leckageerkennung u.l. - Einbau einer Flächenleckageerkennung am Gärbehälter u.r. - Biomasselager (Maissilage) in wasserunddurchlässiger und säurefester Bauweise