Ausstellung – Klang meines Körpers
Essstörungen wie Anorexie (Magersucht), Bulimie (Ess-Brech-Sucht), Binge-Eating-Störung (exzessives Essen ohne Erbrechen) und Biggerexie (Muskelsucht) gehören heute zu den häufigsten psychosomatischen Erkrankungen im Jugendalter.
„Wir haben eine Essstörung, aber wir sind keine –und wir wollen darüber sprechen.“ Mit diesem Wunsch erarbeiteten betroffene Jugendliche mit therapeutischer Begleitung die Ausstellung „Klang meines Körpers“. Dabei wird deutlich, wie eng jede Essstörung mit dem Hunger nach Leben verbunden ist.
Das interaktive Ausstellungsprojekt berührt und sensibilisiert auf wertschätzende und respektvolle Weise für ein gesamtgesellschaftliches Thema. Die betroffenen Jugendlichen gewähren einen tiefen und nachhaltigen Eindruck in ihre Gefühls- und Gedankenwelt – weit über die sachlichen Informationen hinaus.
Sehr persönliche Bilder, Texte und ausgewählte Musikstücke ermöglichen berührende Einfühlungen in die alltäglichen Probleme, Ängste, aber auch Wünsche und Sehnsüchte der Betroffenen.
Die Ausstellung macht zugleich kraftvolle, kreative Wege der Vorbeugung und der Krankheitsbewältigung sichtbar und erlebbar. Mit der kreativen Auseinandersetzung zu eigenen Lebenskompetenzen und Ressourcen wirkt die Ausstellung präventiv über das Thema „Essstörungen“ hinaus und regt alle Besuchenden zur Eigenreflexion an.
Das Gesundheitsamt Altötting in Kooperation mit der Fachambulanz für Suchthilfe GmbH, Die Brücke e.V. und der Jugendpflege Burghausen nutzt die Ausstellung für Workshops ab der 8. Klassenstufe. Für Schulklassen ist die Ausstellung im Zeitraum vom 5. bis 17. März 2026 bereits ausgebucht.
Jeweils am Freitag, 6. März und Freitag, 13. März 2026 ist die Ausstellung im Haus der Familie in Burghausen (Prießnitzstraße 1) von 13.00 Uhr bis 18.00 Uhr für alle Interessierten aus der Bevölkerung offen.
Für Fragen ist eine sozialpädagogische Fachkraft des Gesundheitsamtes Altötting vor Ort. Es ist keine Anmeldung erforderlich.